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Missionare an der Wall Street

16. Mai 2019 in Weltkirche, 2 Lesermeinungen
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Stephen Auth ist selbst ein Finanzmanager an der Wall Street. In seiner Freizeit wirkt er an Straßenevangelisationen im Finanzdistrikt von New York City mit.


New York City (kath.net/jg)
Stephen Auth hat seine Karriere an der Wall Street in den 1980er Jahren begonnen. Seit 2009 arbeitet er in der Straßenmission im Finanzdistrikt von New York City. Der Catholic Herald hat sein Buch „The Missionary of Wall Street: From Managing Money to Saving Souls on the Streets of New York“ vorgestellt.

Ein Herzinfarkt im Jahr 2002 brachte Auth dazu, sein Leben neu zu überdenken und zu ändern. „Du gehst sehr selbstsüchtig mit den Geschenken um, die (Gott) dir gegeben hat“, sagte ihm ein Priester damals. Auth entschloss sich, der Apostolatsbewegung Regnum Christi beizutreten. 2009 nahm er zum ersten Mal an einer Straßenevangelisation teil, angeregt durch seine Frau.


Aus den Notizen, die er damals und bei späteren Evangelisationen machte, ist das Buch entstanden. Die Missionare erfahren viel Indifferenz und Ablehnung. Auf jeden positiven Kontakt kommen durchschnittlich vierzig Personen, welche die Missionare zurückweisen, ignorieren oder anschreien. Ohne Gebet sei die Mission daher nicht möglich, schreibt Auth.

Die Angst davor, in peinliche Situationen zu kommen, vor Beleidigungen und sogar vor dem erkannt werden halte viele Menschen davon ab, sich missionarisch zu betätigen. Er sei aber davon überzeugt, dass jeder Missionar dazu berufen ist, vielleicht auch nur einer einzigen verlorenen Seele zu begegnen, die nur von diesem Missionar erreicht werden kann, schreibt Auth.

Er wirkt oft bei Evangelisationen vor der St. Patrick’s Kathedrale mit. Dort verteilen die Missionare Rosenkränze und Heiligenbilder und laden die Passanten ein, in der Kathedrale eine Kerze anzuzünden. Die Beichtstühle sind mit Priestern besetzt. In der Kathedrale nehmen andere Missionare die Eintretenden in Empfang. Diejenigen, die nach der Beichte wieder hinausgehen, weinen oder strahlen meistens vor Freude, schreibt Auth.



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