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Papst kniet vor sudanesischen Politikern nieder, bittet um Frieden

12. April 2019 in Weltkirche, 52 Lesermeinungen
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Der 82-jährige Papst kniete vor den politischen Kontrahenten nieder und küsste ihnen die Füße - Franziskus mahnte bei Treffen im Vatikan Präsident Kiir und dessen politischen Rivalen Machar mit ungewöhnlicher Geste zum Frieden - VIDEO


Vatikanstadt (kath.net/KAP) Papst Franziskus will eine Friedensreise in den Südsudan unternehmen. Bei einem Treffen mit dem südsudanischen Präsidenten Salva Kiir und dessen politischem Rivalen Riek Machar am Donnerstagabend im vatikanischen Gästehaus Santa Marta bekundete Franziskus den Wunsch sich "so bald wie möglich, mit der Gnade Gottes in euren geliebten Staat zu begeben". An der Mission sollen nach den Worten des Papstes auch Anglikaner-Primas Justin Welby und der frühere Moderator der presbyterianischen Kirchen Schottlands, John Chalmers, teilnehmen. Franziskus mahnte bei der Begegnung die politischen Führer des Südsudan eindringlich zum Frieden. Das verlangten Gott und die Menschen im Land von ihnen, sagte er.

Bei dem Treffen mit Kiir und Machar bat Franziskus auch in einer ungewöhnlichen Geste um die Fortsetzung des Friedensprozesses. Der 82-jährige Papst kniete vor den beiden politischen Kontrahenten nieder und küsste ihnen die Füße. "Euch, die ihr den Friedensvertrag unterzeichnet habt, bitte ich als ein Bruder: Bleibt im Frieden. Ich bitte euch von Herzen, gehen wir voran", sagte Franziskus.


Präsident Kiir und Oppositionsführer Machar hatten seit Mittwoch mit mehreren Mitgliedern der designierten Übergangsregierung Südsudans an einer als "geistliche Einkehr" deklarierten zweitägigen Begegnung teilgenommen. Das Interimskabinett soll ab 12. Mai mit der Arbeit beginnen und den seit 2013 währenden blutigen Konflikt in dem afrikanischen Land beenden. Kiir ist Katholik, Machar Presbyterianer.

Gott werde "Rechenschaft verlangen" für ihren Dienst, so der Papst zu den Teilnehmern des Treffens, der zum "Einsatz für Frieden und Wohlergehen" der Menschen mahnte. Die politisch Verantwortlichen müssten sich nicht nur dem Urteil Gottes, sondern auch dem Blick der Menschen im Land stellen, die dringend nach "Gerechtigkeit, Versöhnung und Frieden" verlangten.

Frieden sei möglich, betonte der Papst. Dies verlange aber den Sieg über "Stolz, Neid, Machthunger, Eigeninteressen, Lüge und Heuchelei". Das im September in der äthiopischen Hauptstadt Addis Abeba geschlossene Abkommen müsse nun umgesetzt und der Waffenstillstand eingehalten werden.

Die Idee zu dem zweitägigen Treffen im Vatikan stammte vom anglikanischen Primas Welby. Neben dem Erzbischof von Canterbury nahmen auch Mitglieder des südsudanesischen Kirchenrates teil. Während der Einkehrtage hielten ein katholischer Erzbischof aus Uganda sowie ein ostafrikanischer Jesuit geistliche Vorträge. Zum Abschluss wurde den Teilnehmern je eine signierte Bibel überreicht. Sie trägt die Widmung: "Suche, was eint, überwinde, was spaltet", unterzeichnet von Welby, Papst Franziskus sowie Chalmers.

2011 hatte der Südsudan seine Unabhängigkeit vom Sudan erklärt. Bald darauf brach in dem afrikanischen Staat ein Konflikt zwischen der Armee von Präsident Kiir und der bewaffneten Opposition unter seinem Kontrahenten Machar aus. Der Bürgerkrieg trieb mehrere Millionen Südsudanesen in die Flucht.

Seit der Unterzeichnung des Addis-Abeba-Abkommens sei die politische Gewalt "dramatisch zurückgegangen", urteilten die Vereinten Nationen vor wenigen Wochen. Trotz der positiven Entwicklung komme es jedoch nach wie vor vereinzelt zu Gefechten, vor allem im Süden des Landes.

Papst Franziskus verfolgt die Entwicklungen im Südsudan seit Jahren mit besonderer Aufmerksamkeit. Mehrfach rief er Gebetstage für den Frieden im Südsudan aus. Bereits 2017 war für den Herbst des Jahres eine Visite gemeinsam mit Anglikaner-Primas Welby im Gespräch. Später teilte der Vatikan mit, Franziskus verschiebe die Reise aus Sicherheitsgründen. Welby reiste alleine in den Südsudan.

Papst Franziskus empfing am 11.4.2019 leitenden Politiker des Sudan und kniete vor ihnen nieder, um um Frieden zu flehen (ab Min. 32)


Copyright 2019 Katholische Presseagentur KATHPRESS, Wien, Österreich
Alle Rechte vorbehalten


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Lesermeinungen

 Chris2 27. Juni 2020 
 

Doch nicht wie befürchtet "black lives matter",

denn ich habe diese Szene jetzt erst bei einem Blogger gesehen, und fürchtete, daß sich jetzt auch der Stellvertreter Christi auf Erden bereits den Aktivisten unterworfen hat. Dennoch werde ich wohl ein paar Tage brauchen, bis ich das einordnen kann. Meine erste, spontane, Reaktion entspricht dabei hoffentlich nicht dem Endergebnis.


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 lakota 15. April 2019 
 

@Fides Mariae

"Aber Papst Franziskus hat nun mal die Schwäche, sich menschlich ungeschickt zu verhalten".
Das ist doch nicht das Problem, da könnte man wohlwollend darüber hinwegsehn.
Aber können Sie mir erklären, warum er bei allen möglichen Gelegenheiten, vor allen möglichen Leuten auf die Knie gehen kann, nur nicht vor unserem Herrn Jesus Christus? Wie deutlich am Palmsonntag wieder zu sehen war!


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 Fides Mariae 15. April 2019 
 

Wobei es wahr ist,

dass das Einbeziehen der Dame ein Fehler war. Sie ist ja keine von den involvierten Politikern im Friedensprozess. Ich denke, da wollte Papst Franziskus zugleich mit der Bitte um Frieden unser europäisches Frauenverständnis demonstrieren - Gleichberechtigung und Respekt.
Ich meine, das war ein Anliegen zuviel. Man kann nicht alles in einem Aufwasch lösen. Ich würde es kulturelle Überforderung nennen.
Aber Papst Franziskus hat nun mal die Schwäche, sich menschlich ungeschickt zu verhalten. Wie viel Schnitzer würde jeder von uns machen in so einer exponierten Position? Lasst uns einfach für den Papst beten.


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 Fides Mariae 15. April 2019 
 

Wohlmeinende Zuschauer...

... waren von dieser Geste des Papstes berührt. Die Fußwaschung des Herrn muss ähnlich peinlich auf viele Leute gewirkt haben. Von daher ist es nichts Schlechtes. Sogar eine Art der Evangeliums-Auslegung.

Mein Stil ist es nicht. Aber man darf gute Absichten unterstellen. Hoffentlich berührt es die Afrikaner und führt zu einem dauerhaften Frieden.


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 Herbstlicht 14. April 2019 
 

@lakota

" ... wird man doch mit Recht fragen dürfen, warum er es nicht getan hat."

Ich vermute ganz stark, Franziskus will einfach nicht!
Welch andere plausible Erklärung könnte es geben?
Wenn er bei der Wandlung den innigen Wunsch verspüren würde, eine Kniebeuge machen zu wollen oder es wenigstens zu versuchen, könnte er sich doch problemlos für diesen kurzen Moment am Altar festhalten.
Vor einem Politiker in die Knie zu gehen, um ihm die Schuhe zu küssen, ist halt spektakulärer und erregt mediales Aufsehen.


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 lakota 14. April 2019 
 

Noch ein Wort zum Abschluß:

da ich gestern schon im Gottesdienst war, konnte ich heute im TV den Palmsonntag in Rom anschauen. Als wollte sie den Kritikern hier recht geben, war die Kamera bei der Wandlung nach Erhebung der Hostie von hinten auf Papst Franziskus gerichtet. Er beugte sich zwar über den Altar, machte aber keine Kniebeuge - dabei hätte er sich hierbei gut am Altar festhalten können.
Nach der "Kriecherei" hier, wird man doch mit Recht fragen dürfen, warum er es nicht getan hat.


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 Hadrianus Antonius 14. April 2019 
 

Nichts nobles. Irr

Das Videofilmchen zeigt in der Szene von 32.06 ff. die schwarze Frau nur partiell; und unterschlägt dabei Wesentliches.
Die schwarze Dame ist überhaupt nicht begeistert daß ihre Füße geküßt werden (die sind auch sehr sittsam unter dem langen Kleid versteckt), wie man auf einer "zweifelhaften Website" (sic @Gandalf) sehen kann.
In den afrikanischen Kulturen ist das, was PFranziskus hier tut, sexuelle Nötigung und äusserst unanständig.
Umsomehr als es mit einem Haufen Gefummel in Textil einhergeht.
Wie ich aus eigener Erfahrung weiß, wird die Bezeugung des höchstens Respekts (Berühren der Fußspitzen) indirekt (mit den Fingern erst zum Mund und dann zu den Füßen) gemacht.
Das auch um Fetischismus vorzubeugen.
Es ist unerhört und bis jetzt ungesehen :-(


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  14. April 2019 
 

K a t z b u c k e l n

und wie @introibo schon feststellte: "Nicht ganz gesund" - harmlos ausgedrückt!
Das Ganze erinnert mich an die Episode, wo PF eifrig bemüht war, einem alten, homosexuellen Priester die Hand zu küssen!


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 introibo 14. April 2019 
 

Bei aller sehr

verständlichen Kritik an dieser Aktion (die ich vollumfänglich teile!) - mal nur eine Frage: Das sieht doch alles irgendwie nicht so ganz gesund aus - oder?


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 elisabetta 13. April 2019 
 

@Montfort

Danke für die Korrektur. :)


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 je suis 13. April 2019 

EINIGE SÄTZE VON KARDINAL MÜLLER..

...über die sich nachzudenken lohnt.
Ich nehme mir vor,über die Osterzeit und weiterhin sie beherzigen zu wollen.
Kardinal Müller: Von Kritikern kann man nicht sprechen, denn das Wort Kritik heißt, geistig anspruchsvolle Dinge zu unterscheiden, um damit einen Beitrag im Verständnis wichtiger Fragen zu leisten...
Es wiederholt sich immer das gleiche Spiel wie bei Stephanus, der Zeugnis von der Wahrheit Christi ablegte: "Und als sie das hörten, wurden sie in ihren Herzen aufs Äußerste empört und knirschten mit den Zähnen gegen ihn" (Apg 7, 54)...
Wer auch nur einen Funken christlicher Liebe in sich hat, kann sich nicht zu solchen unflätigen Pamphleten hinreißen lassen...


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 Montfort 13. April 2019 

@Elisabetta - Allerdings

haben wir mittlerweile schon 2019. ;-)


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 lakota 13. April 2019 
 

@Sebi1983

Der Unterschied ist halt nur, daß Papst Paul VI. und Papst Joh.Paul II auch vor dem Allerheiligsten in die Knie gegangen sind.


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 elisabetta 13. April 2019 
 

Trainingsübung war notwendig

Seit Gründonnerstag 2017 ist der Papst wieder ein Jahr älter geworden und so hat er mangels anderer Möglichkeiten (Hl. Messe - Wandlung?) die Gelegenheit genutzt, seine Fitness für den kommenden Gründonnerstag zu optimieren.


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 mirjamvonabelin 13. April 2019 
 

Sie haben recht

@Gandalf
Nicht so ein Drama...

Nehmen wir uns nicht so wichtig, es kommt nicht darauf an was wir über den Kniefall denken sondern
wie es die Politiker und das Volk in Sudan aufgefasst haben.

Gott wird alles zum Gutem wenden, unser Vertrauen ist gefordert.


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 Sebi1983 12. April 2019 
 

@Stephanus2

Ich empfehle die Lektüre des Philipperhymnus des hl. Paulus.

Und was die angebliche Unterwerfungsgeste betrifft: Hat sich der hl. Papst Paul VI. der Orthodoxie unterworfen, als er einem orthodoxen Vertreter die Füße küsste? Hat sich der hl. Johannes Paul II. den Staaten untereworfen, deren Boden er beim Betreten küsste?

Man kann bei Papst Franziskus viel kritisieren (ich tue das auch). Aber man muss auch nicht alles reflexhaft schlechtreden. So etwas erinnert an die “sprungbereite Feindseligkeit”, die schon Benedikt XVI. beklagte.


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 Gandalf 12. April 2019 

Nicht so ein Drama...

Ich bin ehrlich: Ich sehe das jetzt nicht als besonders "dramatisch schlimme Handlung" an. In Sudan hat das die Menschen unglaublich beeindruckt, wer weiß, für was es im Endeffekt gut ist.


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 stephanus2 12. April 2019 
 

"Überwinde, was spaltet"

Das ist doch viel zu simpel. Jesu Christi Botschaft und Leben hat damals gespaltet und spaltet bis heute, denn sie ist n i c h t von dieser Welt ! Es ist m.E. simpel und gefährlich verweltlicht, mit allen Einigkeit zu suchen.


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 stephanus2 12. April 2019 
 

Kniefall vor Personen nicht päpstlich

Die Meinungen gehen auseinander. Meine ist :mich stößt diese Geste ab. Füße küssen ist Unterwerfung. Dass Jesus Christus sich für uns hat kreuzigen lassen, um uns aus Liebe und Barmherzigkeit des Vaters von der Sünde zu erlösen, ist k e i n Kniefall, keine Demütigung, ist standhaftes Ertragen allerschlimmster unverdienter Schmerzen aus göttlicher Liebe; einzig in der Welt.Jesus hätte weder den Pharisäern. noch Pilatus, noch irgendeiner Person die Füße geküsst ! Die Fußwaschung ist eine d i e n e n d e Handlung gewesen, ein großer Unterschied. Doch jeder hat ein Recht auf seine eigene Meinung.


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 Einsiedlerin 12. April 2019 
 

Flehentlich...

ich kann mich da nur @Haifisch und @Philosophus anschließen. :(((


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 Tisserant 12. April 2019 

Ich schließe mich in diesem Fall und in diesem Zusammenhang, Mathias Matussek an.


4

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 je suis 12. April 2019 

WAS VIELE FORISTEN WOHL AUSSER ACHT LASSEN:

Unser allmächtiger Gott hat sich in Gestalt seines Sohnes so sehr erniedrigt, dass er sich von Menschen für uns Menschen ans Kreuz schlagen lies.
Egal, was ich von Papst Franziskus in anderen Fällen halte, diese Geste der Unterwerfung für den Frieden verdient Respekt!


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 serafina 12. April 2019 
 

Geht also doch!

Warum funktioniert das Knien allerdings nur bei weltlichen Machthabern o.ä. nicht aber vor dem HERRN bei der Hl. Wandlung?


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 Wunderer 12. April 2019 
 

Füßeküssen ist heidnische Unterwerfung, nichts Christliches

Papst Franziskus ist wer er ist.
Und wie schon gesagt worden ist: wenn er sich vor dem lebendigen Herrn in der Eucharistie nicht knien will, dann ist dieses Füßeküssen auch keine christliche Demutsgeste (von Fußküssen war auch nie die Rede, lediglich von Fußwaschen), sondern Politik.
Damit hat er der Kirche wieder einen Tort angetan und seine guten Worte selbst auch wieder entwertet.


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 padre14.9. 12. April 2019 

Papst Franziskus "Gott werde "Rechenschaft verlangen"

es war eine richtige und gute Entscheidung unseres Papstes. Den Frieden herzustellen und das Leid der Menschen zu lindern oder gar zu beenden. Dafür muß man alles geben. Die beiden Politiker, es sind ja Christen, wissen jetzt was es geschlagen hat!


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 agora 12. April 2019 
 

Bei der Wandlung

kniet er nicht...


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 Sünder 12. April 2019 
 

Zwei Gesichter

Ja dieser Franziskus hat zwei Gesichter. Wir man sieht hat er schon Mühe sich hinzuknien. Doch vor dem Allerheiligsten mit einer Betschmel-Kniebank sollte es doch einfacher und leichter sein für ihn. Aber eben...


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 Philosophus 12. April 2019 
 

Einfach nur peinlich,

was er da macht. Das ist einfach nur eine dumme Unterwerfungsgeste, die allem möglichen dient, aber sicher nicht dem Frieden! Da gibt es nichts schön zu reden.
Der Papst, der Hl. Vater - Stellvertreter Christi auf Erden, kniet vor niemandem, außer vor dem Allerheiligsten (und den Heiligen)! So war es immer und so sollte es auch heute sein!


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 Sebi1983 12. April 2019 
 

@mirjamvonabelin

Na klar gibt es einen Unterschied zwischen orthodoxen Kirchenvertretern und Politkern.

Eines aber sollten wir aber bei der ganzen Aufregung nicht vergessen: nämlich Gottes Kniefall vor dem Menschen, geschehen in der Menschwerdung des Logos, fortgesetzt im Kniefall Jesu bei der Fußwaschung und zu ihrem Höhepunkt gekommen im qualvollen Sterben des Gottmenschen Jesus Christus am Kreuz zum Heil der Welt. Tiefer kann man sich nicht beugen.

Weil aber Gott sich so tief gebeugt hat, können auch wir Menschen in die Knie gehen ohne unsere Würde zu verlieren.

Wenn sich der Allmächtige zum Heil der Menschen so tief neigen kann, dann wird man das doch wohl auch dem Stellvertreter Christi zugestehen können, v.a. dann wenn es darum geht, Frieden zu stiften. Dazu sollten alle Register gezogen werden dürfen.

Beten wir also darum, dass die Friedensinitiative Früchte trage.


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0
 
 mirjamvonabelin 12. April 2019 
 

@queenbix

"Es steht ja in ihrer Macht!"

Jesus sagte zu Pilatus:
"Du hättest keine Macht über mich wenn sie dir nicht von oben gegeben wäre".

@Sebi1983
Ob es einen Unterschied zwischen einen
orthodoxen Vertreter der Kirche und Politikern gibt?


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 dulcedo 12. April 2019 
 

PF erscheint mir völlig aus dem Lot zu sein

Seine Predigten, seine Gesten

- aus dem Lot.

Schräge Vergleiche, schräge Gesten.

Unpassend, übertrieben, maniriert,
unterwürfig

oder

starrköpfig, hochmütig, aufbrausend.

Es tut mir weh, diese Eindrücke so benennen zu müssen.


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 Savanorola 12. April 2019 

Der Hl. Johannes Paul II...

hat den Boden der Länder geküßt, die er erstmals besuchte. Ein besonderes Zeichen. So verstehe ich auch die Geste von Papst Franzikus.


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 lakota 12. April 2019 
 

@queenbix

Ich kann Ihren Kommentar durchaus nachvollziehen, aber ich hätte mit dieser Geste von P.F viel weniger Probleme, wenn er mit derselben Hingabe einmal vor dem Allerheiligsten knien würde.


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 anjali 12. April 2019 
 

Knie

Ich dachte,er hat Knieprobleme und kann deshalb nicht knieen?


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 priska 12. April 2019 
 

@qwenbix

Danke für ihren Kommentar ,ich habe mir das gleiche gedacht ,wenn es für den Frieden dient ist das von Papst Franziskus eine noble Gäste,ich würde mir auch wünschen das er vor Jesus vor den Allerheiligsten niederkniet..Ja der Krieg ist was furchtbares,viele unschuldige Menschen müssen Sterben ,einfach grausam deshalb verstehe ich Papst Franziskus.


9

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 Herbstlicht 12. April 2019 
 

Dieser Papst macht mich nur noch traurig!

Ich habe nicht das Recht zu urteilen, da ich nicht hinter die Stirn von Handelnden sehen kann, aber ich nehme das Recht in Anspruch, eine persönliche Einschätzung über eine päpstliche Geste abzugeben.
Auf mich wirkt es so: "Schaut doch her, wie demütig ich bin und wie ich mich um Frieden bemühe, sogar auf Knien."

Als ich das Foto sah, war ich auf den ersten Blick geschockt, hinterher aber nur noch traurig.
Könnte es sein, dass Franziskus einmal gefragt werden wird: Warum bist Du vor Politikern auf die Knie gegangen und nicht vor Deinem Herrn und Erlöser?


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 girsberg74 12. April 2019 
 

Sprachlos bin ich noch nicht, doch entsetzt!

@Kirchental:
„Man stelle sich nur kurz vor, Pius XII wäre vor Hitler auf die Knie gefallen!“

PF ist der Diener aller, wirklich aller! - Ähm, Gottes?


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 queenbix 12. April 2019 

Flehentlich

Zwar kann ich die Argumente der Papstkritiker verstehen, aber wenn man einfach vom Herzen aus alles betrachtet und das unermessliche Leid des Krieges im Sudan vor Augen hat, verstehe ich die Geste.

Es ist ein Mann, der flehentlich mit größtem ihm möglichen Nachdruck um Friedensbemühungen bittet. Man muss sich überlegen, was in den Köpfen derer vorgeht, denen die Geste galt. Sie werden diese nachdrückliche Bitte um Frieden nicht einfach als "ein paar Worte" abtun können und hoffentlich auch endlich ihr Herz sprechen lassen und Frieden machen. Es steht ja in ihrer Macht!

Übrigens:
Es ist keine Anbetung.
Es ist eine flehentliche Geste, im Namen derer, die zu Tode gequält werden, Tag für Tag, Minute für Minute, auch jetzt, während wir uns den Mund über den Papst zerreißen ...


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 mirjamvonabelin 12. April 2019 
 

Was soll ich denken?

Ich bekomme es nicht auf die Reihe.

Es ist sicher Gott wohlgefällig wenn wir uns demütigen aber sollen wir Menschen anbeten?

Zweierlei kommt mir in den Sinn. In einem Psalm heißt es "verflucht der Mann der auf Menschen baut"
und dann die Versuchung Jesu.
"Vor dem Herrn, deinem Gott, sollst du dich niederwerfen und ihm allein dienen".

Wenn sich der Papst noch so niederwirft vor den Politikern diese werden nichts Gutes bewirken ohne Gott.
Ich denke vielleicht hätte er die beiden zum Tabernakel führen sollen und sich dann mit ihnen niederwerfen.

Als der Papst gewählt wurde, hat sich eine Bekannte sehr aufgeregt das der Papst nach der Wandlung keine Kniebeuge macht.
Damals nahm ich das nicht ernst, aber jetzt weiß ich nicht was ich denken soll?

Naja, ich werde einen Vertrauensakt setzten,
"Jesus, ich vertraue auf Dich"


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 Haifisch 12. April 2019 

Ein Papst

der vor Menschen anstatt vor Gott kniet,
ein Kardinal der sein Kreuz ablegt.
In welchen Zeiten leben wir?


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 Kirchental 12. April 2019 

Ich bin sprachlos

Man stelle sich nur kurz vor, Pius XII wäre vor Hitler auf die Knie gefallen!

Johannes XIII hat die KubaKrise gelöst, JPII den Kommunismus überwunden - dazu musste keiner von beiden auf die Knie fallen - ausser vor ihrem Herrgott!


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 Sebi1983 12. April 2019 
 

Das ist für einen Papst nichts Neues...

Schon der heilige Papst Paul VI. ist 1975 vor einem Vertreter der orthodoxen Kirche niedergekniet und hat ihm die Füße geküsst.

Persönlich stehe ich derartigen Gesten zurückhaltend gegenüber - vor allem, wenn derartige Demutsgesten begleitet werden von einem Großaufgebot von Fernsehkameras.


9

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 borromeo 12. April 2019 

Ich habe manchmal den Eindruck

und so auch hier, daß dem Papst die Prioritäten erheblich durcheinandergeraten, um es milde auszudrücken.

Ohne die deutliche, demütige und kindliche Hingebungsgeste Gott gegenüber, wie wir sie durch das Knieen vor dem Allerheiligsten auch äußerlich ausdrücken, kann es keine aus dem Glauben kommende Friedensgeste den Menschen gegenüber geben. Schon gar nicht eine knieende Unterwerfungsgeste (oder eine Geste, die als solche gedeutet werden kann) politischen Machthabern gegenüber.

Die Gesten des Papstes wirken, wie auch wieder hier, wie eine große Show. Das Knieen vor dem Allerheiligsten während der liturgischen Handlung mag dagegen manchmal vielleicht optisch untergehen, es ist aber die Geste, die dem Menschen und auch dem Priester am ehesten zukommt, wenn er vor Gott weilt.

Möglicherweise sollten daher wirklich einmal wieder die Prioritäten geradegerückt werden. Das gilt übrigens nicht nur für den Papst, sondern für uns alle.


22

0
 
 SpatzInDerHand 12. April 2019 

Ich verstehe, dass ihm der Friede wichtig ist und dass er sich wirklich mit allen Kräften dafür

einsetzt. Trotzdem ist mir das Zeichen zu missverständlich. Ich habe auch selbst emotional Mühe damit... aber wer bin ich schon, dass ein Papst auf mich Rücksicht nehmen müsste? ;)


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 Stephaninus 12. April 2019 
 

Im ersten Moment

war ich auch nur schockiert. Andererseits: Der Papst trägt den Namen Franziskus und dieser Heilige war ja auch höchst unkonventionell. Südsudan ist ein Land höchster Probleme. Wenn die Geste des Papstes gutes bewirkt, dann kann ich damit leben.


8

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 la gioia 12. April 2019 
 

@Tonika
Sie sprechen mir aus der Seele!
Beim Anschauen des Videos an besagter Stelle überkam auch mich allergrößtes Unbehagen!
Vor dem Allerheiligsten kann sich der Papst wegen angeblicher Kniepropleme nicht hin knien....


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 Paul-Lukas 12. April 2019 
 

- komisch-

finde ich komisch und unpassend


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 griasdigott 12. April 2019 

Wie sehr ich doch Papst Benedikt vermisse. Jeden Tag mehr.
Was soll man zu dieser Unterwerfungsgeste sagen?


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 martin fohl 12. April 2019 
 

Typisch Franziskus

Eines Papstes eigentlich nicht würdig. Aber hat Jesus nicht auch den Jüngern die Füße gewaschen, sich niedergekniet? Wenn es dem Frieden dient, soll es recht sein! Dann aber stellt sich die Frage, weshalb nicht auch vor Putin und Trump niederknieen, wenn es dem Frieden dient?


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 Tonika 12. April 2019 
 

Der Papst sollte endlich vor dem Allerheiligsten, dem Leib Christi niederknien.

Die Geste erzeugt bei mir massives Unbehagen und ich finde es zum Fremdschämen. Es geht auch weniger melodramatisch.

Zur Abwechslung sollte Franziskus es mal mit dem Knien vor dem Allerheiligsten, dem Leib Christi probieren, was er eisern und stur verweigert.

Offenbar macht es dem Papst keine Freude vor Gott niederzuknien.

Außerordentlich gerne kniet er jedoch vor Menschen, vorzugsweise vor Häftlingen oder Muslimen.

Wer vor Gott die Knie nicht beugen will, ist voller Hochmut. Gott jedoch widersteht den Hochmütigen, selbst wenn dieser sich Papst nennt und medienwirksam auf Demut macht.


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 Mysterium Ineffabile 12. April 2019 

Unerträglich

Ein unerträgliches Bild, eine unerträgliche und sinnfreie Geste. Es fehlen einem die Worte


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 doda 12. April 2019 

Mir kam ein Gedanke

als ich im Beitrag gelesen hatte:
"Zum Abschluss wurde den Teilnehmern je eine signierte Bibel überreicht. Sie trägt die Widmung: "Suche, was eint, überwinde, was spaltet", unterzeichnet von Welby, Papst Franziskus sowie Chalmers."
'Überwindet' Papst Franziskus Bischöfe die SEINER WAHRNEHMUNG NACH spalten, indem er sie entlässt?
Und ist er andererseits bereit, Spaltungen oder Trennungen zu ' 'überwinden', koste es Katholiken auch Glauben, Gewissen und Existenz?
In Fragen der Glaubenslehre, Sakramentenpastoral oder der Kirche in China oder der Priesterausbildung in Paraguay...


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