Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Endgültiger Bruch mit Rom droht: Priesterbruderschaft St. Pius X. kündigt Bischofsweihen an
  2. Der Vatikan ist in Kontakt mit der Bruderschaft St. Pius X., um eine Spaltung zu vermeiden
  3. Bischof Oster legt nach: Grundsatzkritik am (deutsch-)Synodalen Weg
  4. Für alle, die bis jetzt zweifelten: Nun gehen sie wieder ins Schisma!
  5. Weihen ohne päpstliche Erlaubnis geplant: Papst Leo XIV. berät mit Vatikanbehörde
  6. Die synodale Sackgasse der Anderskatholischen
  7. Papst Leo XIV. empfing Katholiken, die mit gleichgeschlechtlicher Neigung keusch leben möchten
  8. Bischof Oster: „In der Sache selbst war ich ja in mehrfacher Hinsicht kritisch“
  9. Bischöfe und Funktionäre im Paralleluniversum
  10. Die große Täuschung
  11. Wohltuende Überraschung: Papst beruft norwegischen Bischof Erik Varden OCSO zu seinem Fastenprediger
  12. Medienkrise verschärft sich: Dramatische Auflagenverluste für Tageszeitungen in Deutschland
  13. Fatales Gerichtsurteil in Deutschland: Chefarzt siegt gegen katholisches Klinik-Verbot
  14. Kard. Müller nach Gespräch mit Papst Leo: „Atmosphäre ist von wechselseitigem Vertrauen bestimmt“
  15. Hunderte Einsprüche gegen Pfarrauflösung in der Diözese Linz - Keine Antworten aus Rom

Wer nicht mit mir ist, der ist gegen mich!

28. März 2019 in Aktuelles, 1 Lesermeinung
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Franziskus in Santa Marta: auf die Stimme des Herrn hören, um ein verstocktes Herz zu vermeiden, das die Treue verliert und den Herrn verleumdet. Von Armin Schwibach


Rom (kath.net/as) In seiner Predigt bei der heiligen Messe in der Kapelle des vatikanischen Gästehauses „Domus Sanctae Marthae“ am Donnerstag der dritten Woche der Fastenzeit forderte Papst Franziskus zur Umkehr auf. Der Papst warnte eindringlich davor, ein Herz zu haben, das nicht auf die Stimme des Herrn hört, und wenn dies für „Tage, Monate, Jahre“ der Fall sei, werde es wie die Erde ohne Wasser und verhärte. Und wenn es etwas gebe, das es nicht möge, diskreditiere und verleumde es den Herrn. Im heutigen Evangelium (Lk 11,14-23) sei Jesus klar: „Wer nicht mit mir ist, der ist gegen mich; wer nicht mit mir sammelt, der zerstreut“, das bedeute: „entweder hast du ein gehorsames Herz oder du hast deine Treue verloren“.

„Wir sind viele Male taub und hören nicht auf die Stimme des Herrn. Ja, wir hören der Nachrichtensendung zu, dem Geschwätz im Viertel: ja, wir hören immer zu“, so Franziskus. Der Herr fordere uns jedoch dazu auf, auf seine Stimme zu hören und das Herz nicht zu verhärten. Die erste Lesung aus dem Buch des Propheten Jeremias (Jer 7,23-28) beschreibe genau diese Erfahrung Gottes vor den „störrischen Menschen, die nicht hören wollen“.

Dieser Abschnitt sei daher „ein bisschen die Klage des Herrn“. Gott gebiete dem Volk, auf seine Stimme zu hören, indem sie es an die Verheißung binde, dass er immer sein Gott sein werde und: „ihr werdet mein Volk sein“. Doch das Volk habe nicht auf ihn gehört, „die Ohren waren zu“, mehr noch: „Sie aber hörten nicht und neigten mir ihr Ohr nicht zu, sondern folgten den Eingebungen und der Verstocktheit ihres bösen Herzens. Sie zeigten mir den Rücken und nicht das Gesicht“.


„Der Herr zählt nicht: ich ziehe das vor, ja, dort ist Gott, aber ich mache meine eigenen Sachen“, sagte der Papst. Gott rufe in Erinnerung: „Von dem Tag an, als eure Väter aus dem Land Ägypten auszogen, bis auf den heutigen Tag sandte ich zu euch alle meine Knechte, die Propheten, mit Eifer habe ich sie immer wieder gesandt. Aber sie hörten nicht auf mich und neigten nicht das Ohr und sie verhärteten ihren Nacken, trieben es schlimmer als ihre Väter. Auch wenn du ihnen alle diese Worte sagst, werden sie nicht auf dich hören. Wenn du sie rufst, werden sie dir nicht antworten. Sag ihnen also: Dies ist das Volk, das nicht auf die Stimme des Herrn, seines Gottes, hörte und sich nicht erziehen ließ. Die Treue ist zugrunde gegangen, aus ihrem Mund verschwunden“:

„Ein Volk ohne Treue, das den Sinn für die Treue verloren hat. Und das ist die Frage, von der die Kirche heute will, dass wir sie uns stellen, ein jeder: ‚Ich, habe ich die Treue zum Herrn verloren?’ – ‚Nein, nein, ich gehe jeden Sonntag zur Messe...’ – ‚Ja, ja, aber jene Treue des Herzens: habe ich diese Treue verloren, oder ist mein Herz hart, verstockt, taub, lässt es den Herrn nicht eintreten, schafft es es allein mit drei oder vier Dingen, und tut es dann, was es will?’. Dies ist eine Frage für jeden von uns: wir alle müssen sie uns stellen, denn die Fastenzeit dient dazu, unser Herz neu zu besäen. ‚Hört heute auf die Stimme des Herrn’ ist die Einladung der Kirche. ‚Verhärtet euer Herz nicht’. Wenn jemand mit einem verstockten Herzen lebt, das nicht auf den Herrn hört, geht er über das Nicht-Hören auf ihn hinaus, und wenn es etwas gibt, das es nicht mag, lässt es den Herrn mit einem Vorwand beiseite, es diskreditiert den Herrn, es verleumdet den Herrn, es diffamiert den Herrn“.

„Das ist es, was Jesus mit den Menschen geschehen ist“, so Franziskus in Bezug auf das Tagesevangelium. Jesus tue Wunder, er heile die Kranken, „um zu zeigen, dass er die Macht hatte, auch die Seelen, unsere Herzen zu heilen. Und was sagten diese störrischen Leute? ‚Mit Hilfe von Beelzebul, dem Herrscher der Dämonen, treibt er die Dämonen aus’“. Die Diskreditierung des Herr sei so „der vorletzte Schritt seiner Ablehnung“: zuerst „nicht auf sein Wort hören und zulassen, dass das Herz hart wird, und dann diskreditieren“. Es fehle nur noch „der letzte Schritt, von dem es keine Rückkehr gibt, nämlich die Lästerung gegen den Heiligen Geist“:

„Jesus versucht, sie zu überzeugen, aber es geht nicht... Und am Ende, wie der Prophet mit diesem klaren Satz erklärt ‚die Treue ist verschwunden’, endet Jesus mit einem weiteren Satz, der uns helfen kann: ‚Wer nicht mit mir ist, der ist gegen mich’. ‚Nein, nein, ich bin mit Jesus, aber aus einiger Entfernung, ich komme nicht zu nahe’: nein, das gibt es nicht. Entweder bist du mit Jesus oder du bist gegen Jesus. Entweder bist du treu oder du bist untreu. Entweder hast du ein gehorsames Herz oder du hast deine Treue verloren. Jeder von uns denke heute während der Messe und dann während des Tages nach: denkt ein wenig darüber nach. ‚Wie steht es um meine Treue? Um den Herrn abzulehnen, suche ich da nach einem Vorwand, nach etwas und diskreditiere ich den Herrn?’. Verliert nicht die Hoffnung. Und diese zwei Worte – ‚die Treue ist verschwunden’ und ‚wer nicht mit mir ist, ist gegen mich’ – lassen auch für uns noch Raum für Hoffnung“.

Der Papst beendete seine Predigt, indem er jedoch daran erinnerte, dass man gerufen sei, zum Herrn zurückzukehren, wie es im Ruf vor dem Evangelium laute: „Kehrt um zum Herrn von ganzem Herzen, denn er ist gnädig und barmherzig, voll Langmut und reich an Güte“:

„‚Kehrt um zum Herrn von ganzem Herzen“, sagt der Herr, ‚denn ich bin gnädig und barmherzig, voll Langmut und reich an Güte’: ich werde alles vergessen. Es ist mir wichtig, dass du zu mir kommst. Darauf kommt es an, sagt der Herr. Und vergiss alles andere. Das ist die Zeit der Barmherzigkeit, es ist die Zeit des Erbarmens des Herrn: öffnen wir unser Herz, damit er in uns komme“.

Dem Autor auf Twitter folgen!


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Franziskus in Santa Marta

  1. Der Papst und die Engel
  2. Die Gnade des Gebetes, der Nähe, der Gerechtigkeit-Barmherzigkeit
  3. Der Heilige Geist lehrt uns die Sanftmut der Kinder Gottes
  4. Der Hass des Geistes der Weltlichkeit
  5. Der Geist der rigiden Starrheit bringt immer Verstörung
  6. Interreligiöses Gebet für die Befreiung von allen Pandemien
  7. Wie gibt die Welt den Frieden und wie gibt der Herr ihn?
  8. Die Mystik des Bleibens in Jesus
  9. Der Beistand –- der Geist, der im Glauben wachsen lässt
  10. Europa wachse vereint in der Brüderlichkeit






Top-15

meist-gelesen

  1. ISLAND-REISE - KOMMEN SIE MIT! - Eine Reise, die Sie nie vergessen werden!
  2. Endgültiger Bruch mit Rom droht: Priesterbruderschaft St. Pius X. kündigt Bischofsweihen an
  3. Oktober 2026 - Kommen Sie mit nach SIZILIEN mit Kaplan Johannes Maria Schwarz!
  4. Bischof Oster legt nach: Grundsatzkritik am (deutsch-)Synodalen Weg
  5. Große kath.net-Leserreise nach Rom - Ostern 2027 - Mit P. Johannes Maria Schwarz
  6. Kard. Müller nach Gespräch mit Papst Leo: „Atmosphäre ist von wechselseitigem Vertrauen bestimmt“
  7. Nach „Wort zum Sonntag“: Staatsanwaltschaft ermittelt weiter gegen Pastorin Behnken
  8. Der Vatikan ist in Kontakt mit der Bruderschaft St. Pius X., um eine Spaltung zu vermeiden
  9. Weihen ohne päpstliche Erlaubnis geplant: Papst Leo XIV. berät mit Vatikanbehörde
  10. Bischöfe und Funktionäre im Paralleluniversum
  11. Massive Medienvorwürfe gegen den Priester Wolfgang Rothe als Mitglied des Betroffenenbeirats
  12. Schwere Zensur-Vorwürfe aus den USA: EU unterdrückt die Meinungsfreiheit
  13. Wohltuende Überraschung: Papst beruft norwegischen Bischof Erik Varden OCSO zu seinem Fastenprediger
  14. Für alle, die bis jetzt zweifelten: Nun gehen sie wieder ins Schisma!
  15. Bischof Oster: „In der Sache selbst war ich ja in mehrfacher Hinsicht kritisch“

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz