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Das Verschwinden der Begriffe ‚Ehebruch’ und ‚Homosexualität’

20. März 2019 in Weltkirche, 10 Lesermeinungen
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Wer eine Wahrheit bekämpfen will, muss das nicht offen tun. Viel wirksamer ist es, sie einfach zu verschweigen und sie dem Vergessen anheim fallen zu lassen. Sandro Magister über Versuche, die Lehre der Kirche zu ändern.


Rom (kath.net/LSN/jg)
Die Begriffe „Ehebruch“ und „Homosexualität“ sind aus dem Vokabular des Lehramts der katholischen Kirche verschwunden. Das sei eine Tatsache, keine Meinung, schreibt Sandro Magister in einem Artikel auf seinem Blog bei L’Espresso. (Siehe Link am Ende des Artikels)

Von Ehebruch sei schon länger nicht mehr die Rede. Er sei völlig verschwunden, als seine Verwendung am ehesten zu erwarten sei, nämlich bei den beiden Familiensynoden und der darauf folgenden päpstlichen Exhortation „Amoris laetitia“.

Die Kirche habe sich seit der Zeit der Kirchenväter stets auf die Stellen des Evangeliums bezogen, die den Ehebruch beim Namen nennen und verurteilen. Dies sei ein unverzichtbarer Bestandteil der Lehre über die Unauflöslichkeit der sakramentalen Ehe gewesen, zitiert Magister den Benediktiner Dom Giulio Meiattini, Professor am Päpstlichen Athenaeum Sant’Anselmo in Rom.

Das Entschwinden des Begriffs „Homosexualität“ sei ein Phänomen der jüngeren Zeit. Auch er verschwand in dem Moment, als es eigentlich unmöglich schien, ihn nicht zu verwenden: beim Missbrauchsgipfel in Rom vom 21. bis 24. Februar, als es um die Opfer von Priestern und Bischöfen ging. Beinahe alle seien männlich gewesen, schreibt Magister.

Diese Entwicklung habe ebenfalls bei der Familiensynode begonnen. Magister erinnert an die Versuche, im Synode dazu zu bewegen, homosexuelle Beziehungen zu akzeptieren. Das „Instrumentum laboris“ für die Jugendsynode 2018 enthielt dann als erstes offizielles kirchliches Dokument die Abkürzung „LGBT“. Das Abschlussdokument erwähnte Homosexualität nur im Zusammenhang mit pastoralen Initiativen und dem Engagement gegen sexuell motivierte Diskriminierung und Gewalt.

Dom Meiattini bemerke dazu, dass dies zwar auf den ersten Blick harmlos aussehe. Bemerkenswert sei aber nicht das was gesagt werde, sondern das Verschweigen, nämlich das Verschweigen dessen was die Kirche seit jeher über Homosexualität gelehrt habe: dass die Neigung zum jeweils eigenen Geschlecht ungeordnet sei und homosexuelle Akte Sünde seien.

Dieses Vorgehen habe durchaus Methode, schreibt Meiattini. Um eine Wahrheit an den Rand zu drängen und zu eliminieren sei es nicht notwendig, ihr offen zu widersprechen. Dies würde nur Widerstand hervorrufen und dem Vorhaben unerwünschte Aufmerksamkeit bescheren. Viel wirksamer sei es, sie zu übergehen und nicht darüber zu sprechen, sie – bildlich gesprochen – wie einen nicht mehr gebrauchten Gegenstand im Keller oder auf dem Dachboden zu verstauen. Im Lauf der Zeit werde niemand mehr daran denken und das Leben werde weiter gehen, als ob es sie nicht gebe, schreibt der Benediktiner.


Link zum Artikel von Sandro Magister auf L’Espresso (englisch):

Adultery and Homosexuality. The Two Vanished Words



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Lesermeinungen

 Josse 21. März 2019 
 

@schlicht

Herr Westerwelle hat aber keine Kinder und Jugendlichen missbraucht. Es sind schon viele Trauermessen gehalten und werden auch noch gehalten werden für Menschen, die das getan haben. Und was das Verschweigen betrifft, so darf man beim Thema Homosexualität, Kirche und missbrauch eben auch nicht verschweigen, wo die Missbrauchsfälle gehäuft vorkommen und wo sie nicht gehäuft vorkommen.


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 Zeitzeuge 21. März 2019 
 

Es sind noch weitere, moraltheologische Begriffe

seit Jahrzehnten weitgehend aus der Lehrverkündigung verbannt:

Zum Beispiel:

Unkeuschheit, Unschamhaftigkeit, Ehemissbrauch!

Die meisten Moraltheologen wollen davon
überhaupt nichts mehr wissen und die Bischöfe anscheinend auch nicht, welcher Bischof oder Priester z.B. im deutschsprachigem Raum
hat die von mir genannte Trias wohl in den letzten 50 Jahren in einer Predigt
thematisiert?

Ist das Seelenheil der Gläubigen für solche "Mietlinge" ohne Bedeutung geworden?

Custos quid de nocte?

Allein den Betern kann es noch gelingen!


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 doda 20. März 2019 

Nachtrag zu meinem Post, da unvollständig gesendet

Auf Grund unterlassener Glaubensunterweisung in Schulen, Pfarrei en und theologischen Fakultäten erleben Gläubige das Handeln der Kirche wie Willkür. Gleichzeitig wird litaneiartig auf den wertvollen Dienst homosexueller Kleriker und in ungeordneten Verhältnissen lebender Laien für die Gemeinden hingewiesen- so wird jedes Problembewußtsein im Keim erstickt.
Nur 'Spielverderber und Miesepeter' finden da ein Haar in der Suppe.
Der Kölner Weihbischof Dominikus Schwaderlapp sprach von einer Schweigespirale.


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 nicodemus 20. März 2019 
 

EHEBRUCH / HOMOSEXUALITÄT

Beide Male handelt es sich um eine
s c h w e r e Sünde!
Ehebruch und g e l e b t e Homorei schließt vom Himmelreich aus!!!
Ich würde das nicht auf deie leichte Schulter nehmen.
Aber Vatican/Rom weiß es besset!
Von der jetzigen Leitung der kath. Kirche, erwarte ich keine Hilfe zur Bildund unserer Gewissen.
Denn sie weiß auch nicht mehr, dass unser Leib ein Tempel des Heiligen Geistes ist, der in uns wohnt!
Die Lehre der Kirche ist zu diesen Themen glasklar. Sie ist unsere Mutter! Halten wir uns doch daran!


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 Perlinde 20. März 2019 
 

Nicht nur bei o.g. Themen

wird die Wahrheit verschwiegen.Bsp. Heiligenverehrung: Gestern Fest d.Hl.Josef. Früher wurde am Sonntag vorher darauf hingewiesen, erklärt warum der Hl. Josef verehrt wird und zum Fest-GD eingeladen. Heute wird gar nicht mehr darüber gesprochen. Läuft alles unterschwellig ab und wenn man
darauf hinweist, ist man der Störenfried, der nur an den doch so netten Hauptamtlichen herumkritisiert.


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 borromeo 20. März 2019 

Das ist meiner Ansicht nach

eine der großen Leitlinien des aktuellen Pontifikates, so traurig es auch ist. Gegen die traditionelle Lehre der Kirche wird nicht explizit in Wort und Schrift verstoßen. Es werden allerdings neue "Wahrheiten" durch das Verschweigen der wirklichen Wahrheiten eingeführt.

Glücklicherweise gibt es noch einige Oberhirten, die die volle Wahrheit des Evangeliums verkünden, sei es gelegen oder ungelegen. Ich bin und bleibe davon überzeugt, daß DIE Wahrheit letztlich obsiegen wird. Beten wir darum.


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 schlicht 20. März 2019 
 

nicht neues

Wenn eine Trauermesse für einen Herrn Westerwelle abgehalten wird, in dem sein "Partner" von einem katholischen Priester als sein "Mann" bezeichnet wird und ein Tom Buhrow zur hl. Kommunion geht, wie es beides in Köln geschehen ist, dann sind ja wohl scon Tatsachen geschaffen worden...


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 gebsy 20. März 2019 

Verschwiegene Wahrheit

kommt der Verleugnung der Person Jesu Christi gleich.
Medienschaffende sind mit dieser Darstellung offensichtlich überfordert:
http://www.kathtube.com/player.php?id=44580


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 Uwe Lay 20. März 2019 
 

Anpassung an die Welt

Sehr gut beobachtet: Die Katholische Kirche paßt sich unter Papst Franziskus zusehens der Welt an: Weil für die Welt ein Ehebruch keine moralisch verwerfliche Tat mehr ist, spricht die Kirche auch nicht mehr davon, das gilt ebenso für die praktizierte Homosexualität. Die heutige Kirche spricht stattdessen lieber von "Umweltsündern".
Uwe C. Lay


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 wedlerg 20. März 2019 
 

Dekadenz hat ihre Sprache

Das ist der ganze Hintergrund.


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