13 März 2019, 08:30
Erste Phase des Seligsprechungsprozesses von Pfarrer Hamel beendet
 
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Dem französischen Priester war 2016 von zwei IS-Kämpfern die Kehle durchgeschnitten worden, während er die Messe feierte.

Rouen (kath.net/Fides) Die diözesane Phase des Seligsprechungsprozesse von Pfarrer Jacques Hamel ist abgeschlossen. Das gabt Erzbischof Dominique Lebrun von Rouen bekannt. Der französische Geistliche wurde am Morgen des 26. Juli 2016 getötet, von zwei bewaffneten Kämpfern des selbsternannten islamischen Staates am Altar in der Kirche Saint Etienne in Rouvray (Normandie) ermordet, während er dort eine heilige Messe zelebrierte, kath.net hat berichtet.

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Papst Franziskus hatte die Erlaubnis erteilt, bereits wenige Monate nach seinem Tod einen Seligsprechungsprozess zu eröffnen. Pfarrer Jacques war ein Mann des Friedens, aber "er wurde ermordet, als ob er ein Verbrecher wäre", sagte Papst Franziskus am 14. September 2016. „Er gab sein Leben für uns, er gab sein Leben, weil er Jesus nicht verleugnen wollte. Er wurde am Altar geopfert, genau wie Jesus ab ... Er möge uns vom Himmel aus – wir müssen zu ihm beten, denn er ist ein Märtyrer! – Sanftmut, Brüderlichkeit, Frieden und den Mut zur Wahrheit schenken, wenn wir sagen: Im Namen Gottes zu töten, ist satanisch“.

Nach einer entsprechenden Bekanntgabe am Karfreitag, den 13. April 2017, wurde die Diözesanphase des Seligsprechungsverfahrens am 20. Mai 2017 offiziell eröffnet und nun am vergangenen 9. März mit der abschließenden Sitzung in der Kirche Notre Dame de l'Annonciation im Erzbistum Rouen beendet. Während dieser Phase fanden 66 Anhörungen statt, bei denen die fünf Augenzeugen des Mordes angehört wurden, 51 weiter Zeugen wurden geladen (darunter Familienangehörige von Pfarrer Hamel, Freunde, Gemeindemitglieder, Priester ...) und fünf Zeugen von Amts wegen. Die Hauptfragen betrafen den Mord, die Umstände des zu untersuchenden Martyriums, das Leben von Pfarrer Hamel und wie er die christlichen Tugenden lebte, sowie sein Ruf der Heiligkeit und die Gnadenereignisse, die seiner Fürsprache zugeschrieben werden. Zwei Theologen untersuchten laut Aussage der Erzdiözese die in den Pfarrbriefen veröffentlichten Schriften von Pfarrer Hamel und die Texte seiner Predigten insgesamt rund 650 Schriften. Das vollständige Dossier, das jetzt an die Kongregation für die Selig- und Heiligsprechungsverfahren im Vatikan geschickt wird, umfasst 11.496 Seiten plus einige Anhänge.

Abbé Jacques Hamel in einer seiner letzten Osternachtsfeiern




Wer war der französische Priester Jacques Hamel, der in der Kirche von IS-Terroristen ermordet wurde? (engl.)





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