10 März 2019, 12:12
Die drei Versuchungen in der Wüste
 
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Franziskus: Der Weg der Gier nach Besitz, der Weg der menschlichen Herrlichkeit, der Weg, Gott zu seinem eigenen Vorteil zu instrumentalisieren. Dagegen: das innere Leben, der Glaube an Gott, die Gewissheit seiner Liebe. Von Armin Schwibach

Rom (kath.net/as) „Er wurde vom Geist in der Wüste umhergeführt, vierzig Tage lang, und er wurde vom Teufel versucht“: Angelus am ersten Sonntag der Fastenzeit. In seiner Ansprache vor dem traditionellen Mittagsgebet kommentierte Papst Franziskus das Tagesevangelium von der Versuchung Jesu in der Wüste (Lk 4,1-13).

Satan fordere ihn zuerst auf, einen Stein in Brot zu verwandeln Dann zeige er ihm die Reiche der Erde von oben und verspreche: „All die Macht und Herrlichkeit dieser Reiche will ich dir geben; denn sie sind mir überlassen und ich gebe sie, wem ich will“. Schließlich führe er ihn zum höchsten Punkt des Tempels von Jerusalem und fordere ihn auf, sich hinabzustürzen. Die drei Versuchungen wiesen auf drei Wege hin, die die Welt immer vorschlage, drei Wege, um uns zu täuschen: die Habgier des Besitzes, die menschliche Herrlichkeit, die Instrumentalisierung Gottes.

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Der Weg der Gier nach Besitz: es sei dies immer die heimtückische Logik des Teufels. Er gehe von dem natürlichen und legitimen Bedürfnis aus, sich zu ernähren, zu leben, sich zu erfüllen, glücklich zu sein, um uns glauben zu machen, dass dies alles ohne und auch gegen Gott möglich sei. Jesus widerspreche jedoch: „Es steht geschrieben: Der Mensch lebt nicht vom Brot allein“ (V. 4).

Zweite Versuchung: der Weg der menschlichen Herrlichkeit. Man könne jede persönliche Würde verlieren, man lasse sich von den Götzen des Geldes, des Erfolgs und der Macht verderben, um Selbstbestätigung zu erreichen. Und man erfreue sich an dem Rausch einer leeren Freude, die bald verblasse. Deshalb antworte Jesus: „Vor dem Herrn, deinem Gott, sollst du dich niederwerfen und ihm allein dienen“ (V. 8).

Dritte Versuchung: Gott zu seinem eigenen Vorteil zu instrumentalisieren. Dem Teufel, der Jesus auffordere, ein eklatantes Wunder von Gott zu erhalten, widersetze dieser sich erneut mit der festen Entscheidung, vor dem Vater demütig und zuversichtlich zu bleiben: „Es ist gesagt: Du sollst den Herrn, deinen Gott, nicht auf die Probe stellen“ (V. 12). So weise er die vielleicht subtilste Versuchung zurück: Gott „auf unsere Seite ziehen“ zu wollen, ihn um Gnaden zu bitten, die in Wirklichkeit unseren Stolz befriedigen sollten.

Dies seien die Wege, die uns vorgesetzt würden, mit der Illusion, Erfolg und Glück erreichen zu können. Aber in Wirklichkeit handle es sich um Wege, die der Handlungsweise Gottes völlig fremd seien. Vielmehr trennten sie uns von ihm, weil sie das Werk Satans seien. Jesus, der sich diesen Prüfungen stelle, besiege dreimal die Versuchung, um sich vollständigian den Plan des Vaters zu stellen. Er zeige uns die Heilmittel: das innere Leben, den Glauben an Gott, die Gewissheit seiner Liebe. Jesus trete mit dem Teufel in keinen Dialog, sondern antworte immer mit den Worten der Schrift: „nutzen wir also die Fastenzeit als privilegierte Zeit, um uns zu reinigen und die tröstende Gegenwart Gottes in unserem Leben zu erfahren“.



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