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Asia Bibi offensichtlich weiterhin in Pakistan!

13. Februar 2019 in Aktuelles, 6 Lesermeinungen
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Asia Bibi und ihr Ehemann laut Angaben ihrer Vertrauten weiterhin in Pakistan, Bemühungen um eine Ausreise nach Kanada laufen weiter


London (kath.net/KAP) Asia Bibi, die 2010 wegen Blasphemie zu Tode verurteilte und 2018 freigesprochene pakistanische Christin, dürfte sich entgegen anderslautender Medienberichte weiterhin in Pakistan befinden. Es gebe zahlreiche Gerüchte hinsichtlich ihres Aufenthaltsortes, darunter ein geheim gehaltener Ort in der Küstenstadt Karachi, berichtete das US-Portal "Faithwire" zu Wochenbeginn. In Kanada sei die fünffache Mutter jedenfalls bisher noch nicht, eine baldige Ausreise aus Pakistan jedoch wahrscheinlich, berief sich das Portal auf Angaben eines Vertrauten Bibis, Wilson Chrowdhry von der Vereinigung pakistanischer Christen in Großbritannien, der demnach in ihre Rechtsvertretung involviert war.

Anfang Februar hatten Medien unter Verweis auf Angaben von Bibis ehemaligem Rechtsanwalt Saif ul-Malook berichtet, die Frau sei schon in Kanada in Sicherheit, was sich dann aber nicht bestätigte. Zuletzt gab es in der vergangenen Woche weitere Meldungen, wonach Bibi weiterhin und gegen ihren Willen in Pakistan festgehalten werde. Chrowdhry verneinte dies gegenüber "Faithwire": Die Behörden des Landes wie auch kanadische Beamte sorgten derzeit für die Sicherheit von Asia Bibi und ihres Ehemannes Ashiq Masih. Das verfolgte Ehepaar habe in dem nordamerikanischen Land, einen Asylantrag gestellt, der positiv beantwortet worden sei. Die Töchter befänden sich bereits dort, eine Vereinigung der Familie sei in einigen Tagen - zu einem erneut geheimen Zeitpunkt - zu erwarten.


Die Landarbeiterin aus der Region Punjab war im Jahr 2009 festgenommen worden, nachdem sie von muslimischen Kolleginnen beschuldigt wurde, das Ansehen des Propheten Mohammed beleidigt zu haben durch das Trinken aus demselben Wasserbehälter. Sie wurde zum Tode verurteilt und wartete jahrelang auf die Vollstreckung des Urteils in einer Todeszelle. Am 31. Oktober 2018 hatte das pakistanische Höchstgericht das Todesurteil aufgehoben. Eine Revision dieser Entscheidung, welche Islamisten beantragt hatten, wiesen die Richter am 29. Jänner zurück und erteilte die Anordnung einer sofortigen Freilassung. Die lange Verzögerung der Ausreise aus dem Land sei laut Chrowdhry bedingt durch die pakistanische Bürokratie wie auch durch die Sorge um den Gesundheitszustand des Paares.
Ein weiterer Vertrauter Bibis, Aman Ullah, der infolge von Bedrohungen durch Islamisten das Land verlassen hatte und sich in England aufhält, gab gegenüber der Nachrichtenagentur Associated Press am vergangenen Samstag an, er habe mit Bibi zuletzt am Freitag telefonisch Kontakt gehabt. Die Christin habe selbst noch keine Informationen über ihre Ausreise. Sie befinde sich an einem sicheren Ort, dessen Türe nur zu den Essenszeiten geöffnet werde. Seinen Verhandlungen mit den Diplomaten zufolge könnte Bibi "Mitte des Monats" das Land verlassen.
Menschenrechtler befürchten Verschleppung

Derweil steigt der internationale Druck auf Pakistan, Asia Bibi die ehestbaldige Ausreise zu ermöglichen. Nach Äußerungen von Amnesty International erklärte auch die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) im deutschen Göttingen, es sei "absurd und zynisch", Bibi nun als freie Person an der Ausreise zu hindern. Auch ein Schutzgewahrsam müsse begründet und mit der betroffenen Person abgeklärt werden sowie auf einer Rechtsgrundlage beruhen, forderte GfbV-Direktor Ulrich Delius. Nachdem Extremisten im Herbst als Protest gegen Bibis Freispruch tagelang das öffentliche Leben in Pakistan blockiert hatten, sei nun zu befürchten, dass Pakistans Regierung aus Angst vor erneuten Protesten die Ausreise noch weiter monatelang verschleppe.


Mehr als 200 Christen in Pakistan drohe wegen Blasphemievorwürfen ein Schicksal wie jenes von Asia Bibi vor ihrem Freispruch, berichtete die italienische Nachrichtenagentur ANSA am Mittwoch unter Berufung auf die Kommission "Iustitia et Pax" der pakistanischen Bischofskonferenz. Der Fall der Christin könne für diese Gefangenen durchaus einen "Wendepunkt" darstellen, wobei rechtliche Unterstützung der Betroffenen aber Gebot der Stunde sei: Die Richter in Pakistan arbeiteten "langsam", aus Angst vor Fehlern und vor Angriffen durch islamistische Fundamentalisten. Besonders pikant sei, dass die Blasphemiegesetze meist nur als Vorwand verwendet würden. Die Anschuldigungen - immer gehe es um eine Straftat gegen die islamische Religion - seien fast immer grundlos, so die kirchliche Kommission.

Copyright 2019 Katholische Presseagentur KATHPRESS, Wien, Österreich


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Lesermeinungen

 Herr Lehmann 13. Februar 2019 

"Religion des Friedens"

Der Fall Asia Bibi beweist, dass der Islam keinesfalls eine Religion des Friedens ist, wie man uns in Deutschland und Europa immer einreden will. Vielmehr ist es eine Religion der Gewalt, des Terrors und der Intoleranz. Da können die Grünen sich noch so viel in die Tasche lügen (ich zähle übrigens Angela Merkel zu den Grünen, da sie genuin grüne Positionen vertritt.)


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 christliches abendland 13. Februar 2019 
 

Großes Schweigen im christlichen Europa!

Wäre Asia Bibi eine Muslima, würde es große Auffuhr geben, bei Christen ist es unwichtig. Wir sehen an diesem Beispiel, wie die Islamisierung unseres Kontinents voran schreitet. Wo bleibt der Aufschrei unserer Gutmenschen? Und IM Erika unternimmt auch nichts, der Schreihals Claudia Roth ist ganz verstummt!
Merken die Bürger des Landes nicht, dass der Ast schon fast abgesägt ist? Beten, beten können wir nur und auf Gottes Barmherzigkeit hoffen.


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 Kurti 13. Februar 2019 
 

Achwas, muslimische Verbände in Deutschland:

Die sagen doch der Islam sei eine Religion des Friedens. Bei denen werden die Christenverfolgungen ganz bewusst ausgeblendet, denn so dumm und uniformiert sind sie auch nicht, daß die diese Dinge nicht mitbekommen. Mir scheint aber der Papst fast noch schlimmer zu sein, wenn er meint, es gäbe eben Extremisten und Verbrecher in jeder Religion, also auch im Islam. ABER: In Pakistan sind die Extremen nicht nur wenige Einzelpersonen, sondern sie sind sehr, sehr viele. Die Grundlage schöpfen diese aus dem Koran. Der Islam ist a prori keine Religion des Friedens, was man, wenn man nicht blind ist, schon an seiner Geschichte erkennen könnte, so man will. Die islamischen Bombenleger sind doch nur ein Teil der Extremen, die anderen sind diejenigen, die Asia Bibi und manch andere Christen verfolgt und vor Gericht gebracht haben und diese gehören eben auch zum Islam.


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 Marianus 13. Februar 2019 

Es ist eine unfassbare Schande,

dass unsere Kirchenführungen auch bei diesem Thema kaum einmal klar Flagge zeigen und sich zur offenen Verteidigung unserer verfolgten Glaubensgeschwister bereit finden.
So bleibt wohl nur die Hoffnung auf einen derartigen öffentlichen Appell in diese Richtung durch eine seriöse Menschenrechtsorganisation wie die GfbV oder die IGFM.


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 Marianus 13. Februar 2019 

Dankenswerterweise verfolgt kathnet aufmerksam

das Schicksal von Asia Bibi und das Geschehen in Pakistan und berichtet über diesen Fall von Christenverfolgung als beispielhaft für die Lage christlicher Minderheiten überall in der Welt, wo der Islam herrscht.
Die Zeit ist überreif dafür, dass die muslimischen Verbände in Deutschland, die bei uns für sich selbst als Minderheit alle Rechte einfordern, einmal in aller Deutlichkeit direkt & öffentlich angesprochen werden auf die Verfolgung religiöser Minderheiten in Pakistan und anderen muslimisch beherrschten Ländern v. a. durch radikale Anhänger ihrer Religion, verbunden mit der Forderung nach einer entsprechenden Stellungnahme ihrerseits!!


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 Adamo 13. Februar 2019 
 

Todesstrafe für Asia Bibi

weil sie aus dem gleichen Wasserbehälter getrunken hatte wie ihre muslimischen Kolleginnen!

Damit hätte sie das Ansehen des Propheten Mohammed beleidigt.

Idiotischer kann niemand mehr auf der ganzen Welt als diese verblendeten fanatischen Muslime urteilen.

Und bei uns in Deutschland werden diese Typen auch noch von Frau Merkel eingeladen zu kommen mit "Wir schaffen das", damit sie "Allahu Akbar"-rufend bei uns morden können und angeblich nicht abgeschoben werden dürfen weil die Grünen und Linken dagegen sind und das Volk wählt diese Parteien auch noch!

So idiotisch und dumm geht es bei unseren Politikern und Wählern in Deutschland zu.

Entschuldigung für diese krasse Aussage, aber das ist der heutige Tatsachen-Alltag in Deutschland.


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