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Österreichische Kirchenstatistik: Weniger Messbesucher aber mehr Geld

9. Jänner 2019 in Österreich, 4 Lesermeinungen
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Die Zahl der Kirchenaustritte ist 2018 gegenüber dem Vorjahr um 8,7 Prozent gestiegen - Gestiegen sind trotzdem auch die Kirchensteuereinnahmen.


Wien (kath.net)
Weniger Katholiken, weniger Messbesucher, mehr Geld. Dies zeigt die österreichische Kirchenstatistik 2017, die am Mittwoch veröffentlicht wurde. Mit dem Stichtag 31. Dezember 2018 gab es in Österreich 5,05 Millionen Katholiken. 2017 waren es laut amtlicher Statistik der Österreichischen Bischofskonferenz 5,11 Millionen Katholiken. Das entspricht einem Rückgang von 1,1 Prozent. Die Zahl der Kirchenaustritte ist 2018 gegenüber dem Vorjahr um 8,7 Prozent gestiegen. Insgesamt traten 58.378 Personen im Jahr 2018 aus der katholischen Kirche aus. 2017 waren es laut amtlicher Statistik 53.698.


Zurückgegangen sind auch die Messbesucher. Demnach wurde an den sogenannten "Zählsonntagen" laut KAP 2017 zwischen rund 545.000 und 571.000 Messbesucher gezählt, so waren es 2016 zwischen 545.000 und 595.000, 2015 zwischen 568.000 und 606.000 und 2014 zwischen 577.000 und 623.000. Auch die Zahl der Erstkommunionen, die Taufen, Firmungen und kirchlichen Trauungen sind 2017 zurückgegangen. Gesunken ist auch auch die Zahl der Priester. Diese sank von 3.920 im Jahr 2016 auf 3.857 im Jahr 2017.

Nicht weniger wird - ähnlich wie in Deutschland - auch in der katholischen Kirche aber nicht das Geld. 2017 waren es über 461 Millionen Euro (knapp 76 Prozent der Gesamteinnahmen), 2016 lagen die Kirchenbeiträge bei 451 Millionen Euro.


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Lesermeinungen

 winthir 11. Jänner 2019 

pecunia non olet. ja.

auch in Deutschland gibt es das bei uns sog. "besondere Kirchgeld", zusätzlich (!) zur Kirchensteuer. Zur Eintreibung wären nach Deutschem Bundesrecht die Kirchen berechtigt, tun das aber nicht. Man möchte das wohl eher nicht so öffentlich machen, wohl aus gutem Grund - da gäbe es wohl einen Aufstand.

"Alle Jahre wieder" kommt nicht nur das Christuskind, sondern ein - zugegebenermaßen professionell ausformulierter "Bettelbrief" von meiner Wohnsitzpfarrei, zwengs dem "besonderen Kirchgeld".

Den lasse ich dann zuverlässig entsorgen von der AWM (Abfallwirtschaft München).

"Meine" Müllmänner haben auch schon ihr Neujahrsgeschenk bekommen. Die haben sich sehr gefreut (Zitat: "Wir haben fast darauf schon gewartet!")

conclusio: ich spende lieber direkt,

meint
der winthir.


1
 
 Cornett2f 10. Jänner 2019 
 

Pecunia non olet

Die Diözesen treiben ja nicht nur Kirchenbeiträge (nicht -steuer!) mehr oder weniger gnadenlos ein, in meiner Diözese z.B. auch von alleinerziehenden Müttern, die nur vom Kindergeld leben müssen. Man vermarktet in den letzten Jahren auch verstärkt Liegenschaften im Eigentum der Kirche. Dies geschieht derart gierig, dass sich mancherorts der Pfarrer eine Wohnung selbst anmieten muss, weil "sein" Pfarrhaus zur Gänze teuer vermietet wird.


1
 
 winthir 10. Jänner 2019 

ineressante Frage, Herr Lehmann -

Die Antwort weiß ich auch nicht, aber mir fällt dazu ein:

- in D sind auch Einkünfte aus Kapitalvermögen kirchensteuerpflichtig

- es gibt keine Statistik über die Einkommenssituation der aus der Kirche Ausgetretenen (sind das eher Menschen mit geringerem Einkommen?)

Statistiken über die Aufschlüsselung des Kirchensteueraufkommens werden wir wohl kaum bekommen.

Soweit geht die Transparenz sicher nicht.


2
 
 Herr Lehmann 9. Jänner 2019 

Woher kommt der Zuwachs?

Ich frage mich bei diesen Berichten, woher der Zuwachs kommt, denn dieser geht ja weit über die Inflation hinaus. Ich kann mir aber kaum vorstellen, dass die Lohnentwicklung weit über der Inflation liegt.


5
 

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