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Missbrauch: Umstrittene Anordnung von Franziskus

27. Dezember 2018 in Chronik, 57 Lesermeinungen
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Wallstreet Journal: Papst Franziskus hat bei Missbrauchs-Priestern bei einem Berufungsverfahren eine deutliche Strafreduzierungen angeordnet. Schwere Kritik von anderen Bischöfen


Rom-New York (kath.net)
Priester, die wegen sexuellen Missbrauchs in der Kirche verurteilt wurden, kommen in einem möglichen kanonischen Berufungsverfahren offensichtlich in den Genuß einer deutlichen Strafreduzierung. Dies berichtet das "Wallstreet Journal" (WSJ) vor Weihnachten.

Laut der Zeitung ist Papst Franziskus für die milden Strafen verantwortlich und hat dies völlig unbemerkt von der Öffentlichkeit angeordnet. Dadurch zog sich Franziskus Kritik von einigen anderen Bischöfen zu, die eine harte Linie fahren wollten. Laut dem WSJ wird dadurch derzeit bei mindestens ein Drittel der Fälle die Strafe reduziert. Laut der Zeitung hat im Jahr 2017 Kardinal Sean Patrick O’Malley, der Vorsitzende der Päpstlichen Kinderschutzkommission, dies deutlich kritisiert, möglicherweise ein Grund, warum er als Hauptverantwortlicher des Vatikans zum Thema "Missbrauch" beim Vorbereitungstreffen für den Missbrauchsgipfel im Februar völlig übergangen wurde. Scharfe Kritik an Franziskus gibt es in der Zeitung auch von Marie Collins, dem bekanntesten Missbrauchsopfer Irlands. Sie meinte gegenüber der Zeitung, dass diese Maßnahmen von Franziskus allem widersprechen, was er versprochen habe.



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Lesermeinungen

 Montfort 31. Dezember 2018 

@Hadrianus Antonius - Danke für Ihre Informationen!

Wie immer "up to date"!

Ich nehme an, dass Papst Franziskus sich - diskret, nicht öffentlich - sicherlich weiter für Grassi einsetzt und versucht, für ihn eine Strafminderung zu erreichen...

Gab es übrigens auch das vorgeschriebene kirchliche Verfahren gegen Grassi - oder wurde auch dieses von Kardinal Bergoglio und Papst Franziskus verabsäumt, verhindert oder unterdrückt?


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 Hadrianus Antonius 31. Dezember 2018 
 

@Montfort

Hochgeehrter @Montfort,
Ja.
Die 4 Bände der "Estudios sobre el caso Grassi" haben es übrigens in sich.
Up-to-date: Grassi wurde vor wenigen Tagen erneut zu einer weiteren Gefängnisstrafe verurteilt, weil er für seine Stiftung gespendete Nahrungsmittel (lies: Delikatessen) abzwacken ließ und zu sich ins Gefängnis transporieren ließ.
Nicht lachen: die neue Strafe ist drakonisch hoch- effektiv das Dreifache der Strafe für Sexualmißbrauch...
Der Peronismus steht dem Stalinismus in Nichts nach.
De facto sorgt der argentinische Staat dafür, daß Grassi "in saecula saeculorum" festsitzt ;-)
Das ist dann wohl das Anti-Resultat von "Amoris laetitia" :-)


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 Montfort 29. Dezember 2018 

Werter @Hadrianus Antonius, beziehen Sie sich auf dieses Interview?

Nach Ihren Andeutungen zu schließen meinten Sie diese Sendung, mit Darlegung der Situation in Buenos Aires unter Erzbischof Kardinal Bergoglio dab Min. 32:50) und der "Lüge" von Papst Franziskus auf die Frage der Journalistin während einer Generalaudienz (ab Min. 41)?

m.youtube.com/watch?v=fPfAhznwbV0


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 Bernhard Joseph 29. Dezember 2018 
 

Werter @Hadrianus Antonius,

Sie geben uns da wieder aufschlussreiche Einblicke.

Das Jahr 2019 wird Dinge ans Licht bringen, die Kirche und Gläubige noch zutiefst erschüttern werden, davon gehe ich auch aus.


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 Hadrianus Antonius 29. Dezember 2018 
 

Notorischer Lügner (2)

Die wildeste Lüge hat sich dann auf dem Petersplatz abgespielt, vor großem Publikum (alo nix schlecht verstanden, aus dem Kontext gerückt usw.) und filmisch sehr genau dokumentiert (Schöne Weihnachten an Jesuitenpatergeneral Sosa Ascarbal, der die Abwesenheit von "Tonbandgeräten" bei Unserem Herrn Jesus Christus feststellte):
da wird dem durch das Publikum laufendem PFranziskus gefragt, ob er etwas von dem Fall Julio Cesar Grassi weiß; der reagiert, dreht sich um, nimmt Kontakt auf und, wenn dann gefragt ob er die "Estudios sobre el caso Grassi" in Auftrag gegeben hat, sagt PFranziskus dann mit sofort verstarrten Gesichtszügen "No".
("The silence of the sheperds").
Das war sein Hara-kiri.

Immer wieder Lügen, und immer wieder bei Sexualmißbrauch in der Kirche.
Und alles wird jetzt öffentlich und wird z.B. in den USA in den Ermittlungen und epikritischen Bewertungen mit einfließen.
2019 Prosit!


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 Hadrianus Antonius 29. Dezember 2018 
 

Notorischer Lügner (1)

@borromeo: Sie sollten stellvertretend für so viele viel beten und abwarten was kommt.
Ändern können Sie selbst offensichtlich nichts- und ob Sie es wollen, ist auch unklar.
Betr. pädophilen Mißbrauchs i.d. Kirche lügt Bergoglio/PF am laufenden Band:
2010 schreibt er in "Sobre la terra..." daß er in seinem Bt. damit nicht konfrontiert war (hatte zugleicherzeit 6 Fälle in B.A. únd gab in 2010 in der causa Grassi die 4-bändige Studios in Auftrag), republizierte "Sobre..." 2013 6 Wochen nach der Konklave, hob 2014 die strenge Maßnahmen v. PBenedikt XVI auf (ohne öffentl. Mitteilung), begnadete Maurizio Inzoli (alles erst 2016 aufgedeckt durch en Aufstand 2016 in Cremona, angeführt durch die Lega Nord, woran hier meine beste Wünsche).
2015 an Jgendlichen in Rom: "Und wenn Ihr Probleme mit dene (Pädos) habt, schickt sie nur zu mir, ich werde sie streng strafen!" :-) (Orig.zitat PF)
Scheinheiliger geh es nicht.
Die Affären Barros, Grassi, Ricca, McCarrickusw. erspare ich Ihnen ;-)


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 borromeo 29. Dezember 2018 

@Hadrianus Antonius

Mit Ihrem Hinweis auf Geduld in Bezug auf die Veröffentlichung eines Dekretes o.ä. in den AAS liegen Sie sicher richtig. Es ist durchaus möglich, daß etwas mündlich durchgesickert ist, was erst Monate später in einer Veröffentlichung des Vatikans entdeckt wird. Mal schauen, was uns in den nächsten Wochen und Monaten an Verlautbarungen aus dem Vatikan zu dem Thema noch erreicht.


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 Montfort 28. Dezember 2018 

@in dubio - In einem muss ich Ihnen ja recht geben,

ich habe tatsächlich kein Verständnis für Ihre - seit Monaten in Ihren Kommentaren abgegebenen - "subtilen" Unterscheidungen und Unterstellungen, die nichts zu einem tieferen Verständnis des katholischen Glaubens beitragen, sondern diesen vielmehr ständig in Zweifel ziehen und verwirren wollen.

Dafür habe ich wirklich kein Verständnis - und wohl manch anderer Forist ebenfalls nicht. ;-)


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 Kostadinov 28. Dezember 2018 

ich verstehe gar nicht, wie man ....

...nach der Causo Don Inzoli (Mercedes) noch an diesem Artikel zweifeln kann. PF hat leider einen neudeutsch Track Record beim Reduzieren von Strafmassen. Es sei auch noch mal auf das Absägen Kardinal Müllers hingewiesen, dessen Leute nicht nachsichtig genug mit Missbrauchstätern umgegangen sind


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 Kirchental 28. Dezember 2018 

@in dubio

Mit Verlaub - solche Unverschämtheit muss ich mir von Ihnen nicht bieten lassen.

Mit welch unglaublicher Arroganz glauben Sie eigentlich beurteilen zu können und dürfen, zu welch subtiler Unterscheidung ich in der Lage bin - Nein - um die korrekte Wortwahl zu verwenden - ob die subtile Unterscheidung bei mir auf das notwendige Verständnis trifft.

Ihr herablassender arroganter Ton trifft jedenfalls bei mir auf kein Verständnis.

Sie sollten in sich gehen und überlegen, wie Sie Ihre Umgebung behandeln.

Denn wahre Intelligenz zeigt sich immer auch darin, dass sie dem weniger Intelligenten mit Liebe entgegen kommt. Unser geliebter Papst Benedikt ist hierfür ein wunderbares Beispiel.

Andernfalls liegt leider keine Intelligenz vor, sondern Anmaßung und Arroganz! Wobei noch nicht einmal geklärt ist, wer von uns beiden über mehr Wissen und Bildung verfügt.....


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 Bernhard Joseph 28. Dezember 2018 
 

@in dubio

Könnten Sie bitte mal näher erläutern, was Sie unter "unbestätigte Meldung" verstehen.

Im WSJ wird von dem seriösen Journalisten Francis X. Rocca, der sich mit Vorgängen im Vatikan nachweislich auskennt, auf einen päpstlichen Vorgang bezüglich kanonischer Berufungsverfahren bei sexuellem Missbrauch hingewiesen. Was soll in diesem Zusammenhang unbestätigt heißen?

Welchen konkreten Grund können Sie nennen, der den Inhalt des Artikels als unglaubwürdig einstufen oder zumindest vermuten ließe, dass sein Inhlat nicht Tatsachen entspricht?

Welche Anhaltspunkte haben Sie, den Autor des Artikels für unglaubwürdig und mithin unseriös zu halten?

Zudem wäre noch zu fragen, welches Interesse ausgerechnet das WSJ haben sollte, eine Zeitungsente zu diesem heiklen Thema öffentlich zu verbreiten.

Klar wird man vom Papst und seinem Umfeld nichts zu diesem Vorgang hören, schon gar keine Bestätigung, aber sicher auch kein Dementi, dass längst hätte erfolgen können.


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 Hadrianus Antonius 28. Dezember 2018 
 

@In dubio

Da der Vatikan eine Meldung zur Zeit nur bestätigt mit einer Latenzzeit von 8 bis 15 Monaten, und diese Bestätigungen dann auch nicht durch das Pressebüro und den offenen Informationskanälen durchführt (wo PF sonst so gerne twittert und tweetet), sondern im Gegenteil diese glaubenswichtige Sachen versteckt in den staubtrockenen Internetarchiven (Kard. Parolin), hat das von Ihnen benutzte Wort "voreilig2 mich zum herzlichen Lachen gebracht.
Lassen Sie also die Frontoperationen rollen wie sie laufen, und kommentieren Sie das jetzige erst in April 2020 ;-)
@Veritatis Splendor kann dann abgleichen, ob es sich bei diesem Fall erneut um "einen fatalen Fehler" handelte.
DerVatikan scheint mir etwas Problemen mit seiner Informationspolitik zu haben ;-)
War im Peronismus schon immer so.


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 in dubio 28. Dezember 2018 
 

Richtigstellung

@ Montfort:
Sie schreiben an mich gerichtet: "Wenn sie derzeit Kommentare für unangemessen halten, dann kommentieren Sie bitte selbst nicht."

Selbst bei oberflächlicher Lektüre sollte Ihnen aufgefallen sein, dass ich das Kommentieren einer unbestätigten Meldung voreilig finde. Diese Meldung habe ich deshalb auch nicht kommentiert.

Dasselbe gilt für den Kommentar des Users Kirchental. Aber da bin ich mir nicht sicher, ob eine solch "subtile" Unterscheidung auf das notwendige Verständnis trifft.


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 Adamo 28. Dezember 2018 
 

An den Früchten sollt ihr sie erkennen!

das trifft auch auf einen Papst zu.

Wer Missbrauchs-Priestern eine Strafmilderung gewährt, der verkennt die lebenslangen Leiden der Opfer.

Das sind ganz verfaulte Früchte, die uns der heutige Papst schenkt!


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 Zeitzeuge 28. Dezember 2018 
 

Danke für Ihre Zeilen, werter Montfort,

ich werde auch in Zukunft versuchen, meine Beiträge hier so quellenkritisch
wie möglich zu gestalten, d.h. grundsätzlich mit Quellenangabe und ggfls. auch mit weiterführenden Literaturangaben zum jeweiligen Thema.

Auch Ihre anregenden, oft markanten Beiträge hier sehe ich als festen Bestandteil dieses Forums an.

Unser gemeinsames Motto lautet bestimmt

"Diener und Herolde der katholischen Wahrheit wollen wir mit Gottes Hilfe sein - sei es gelegen oder ungelegen!"

Ich wünsche einen gesegneten, besinnlichen Tag!


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 Hadrianus Antonius 28. Dezember 2018 
 

@borromeo Geduld! Geduld! Geduld!

Mit Ihrem Hinweis auf die Veröffentlichung durch die A.A.S. haben Sie natürlich recht.
Sie sollten jedoch auch sehr viel Geduld haben.
Ich darf Sie hier erinnern an die Freigabe der Hl. Kommunion für in neuer Verbindung lebenden Verheirateten (sog. "Geschiedene"), im Rahmen der berüchtigten Fußnote in Amoris Laetitia, mit den nichtbeantworteten Dubia, der correctio filialis usw. in dr Folge.
Einige Modernisten haben hier auch bis zum bitteren Ende PF verteidigt, "...er hatte nicht getan was man hier alles vorwirft...".
Unsinn:
Nach vielen Monaten fand ein neugieriger Journalist auf der Internetausgabe der Tagesberichten des Vatikans die kurze Notiz, von Kard. Parolin unterzeichnet, der den betreffenden Sachverhalt auf ausdrücklichem Befehl von PFranziskus einsetzte.
Sehr schlechter Stil aber richtig peronistisch :-)

Wettbewerb der Informationen ;-)
Eldorado Panama 4


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 Montfort 28. Dezember 2018 

Werter @Zeitzeuge, Ihre begründete Vorsicht

die kein unkritisches oder unvernünftiges "Besänftigen-Wollen" ist, habe ivh mit "Vertuschen" nicht gemeint.

Ich bin immer froh über Ihre kundigen Klarstellungen der katholischen Glaubensinhalte und die Literaturhinweise, selbst wenn ich es oft nicht schaffe, sie nachzulesen.

Mit frohen Weihnachtsgrüßen,
Ihr Montfort


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 Selene 28. Dezember 2018 
 

Altbekannte Praxis

wenn ein von seinem Bischof wegen sexuellen Missbrauchs suspendiertem - so wie ich obigen Text verstehe - von der Justiz verurteiltem Priester ermöglicht werden soll, in einem anderen Bistum inkardiniert zu werden, dann entspricht das der früher üblichen Versetzung in solchen Fällen und ist brandgefährlich.

Begreift der Papst das nicht?


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 borromeo 27. Dezember 2018 

An Zeitzeuge

Die Neuregelung des CIC im Jahre 1983 ist ein unmittelbarer Ausfluß aus den Ergebnissen des 2. Vatikanums.

Wenn die relativ klar formulierten Texte des 2VK (z.B. Sacrosanctum Concilium oder Lumen Gentium) wirklich ernstgenommen werden würden und die an vielen Stellen mehrdeutig formulierten Texte (wie Gaudium et Spes, Nostra Aetate oder Unitatis Redintegratio) im Einklang mit der Tradition der Kirche gelesen werden würden, könnte man vielen modernistischen Tendenzen, die die Kirche heute heimsuchen, viel besser entgegentreten. Aber es gibt starke Kräfte in der Kirche, die genau das nicht wollen.

Das sind dieselben Kräfte, für die das Kirchenrecht "Teufelszeug" ist oder die es zumindest so weichspülen wollen, daß es nicht mehr "stört". Dazu gehören aller Wahrscheinlichkeit nach auch diejenigen, die den Einfluß von Homo-Netzwerken leugnen und die Straftäter und Mitwisser schonen möchten. Und so schließt sich wohl der Kreis zum Thema des Artikels, der gewünschten Straferleichterung.


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 Zeitzeuge 27. Dezember 2018 
 

Werter borromeo!

Danke für Ihre klare Stellungnahme bzgl.
des kirchl. Strafrechts.

Ihr Hinweis auf die analog-unpräzise Sprache in Texten des II. Vaticanums
trifft genau den Kernpunkt der Sache!

Knut Wenzel z.B. sieht in "Das zweite Vatikanische Konzil", S. 15 u.a. eine
Brüchigkeit und Mehrdeutigkeit der Konzilstexte, die dadurch einer Interpretation bedürfen.

Wer seit 1966 die "Interpretationshoheit" inne hat, wissen wir alle, nämlich die "Liberalen" i.S.v. Alberigo, Rahner & Co.!

Erinnert sei aber auch z.B. an den Widerstand von Kardinal Bengsch aus Berlin gegen "Gaudium et spes"!

Die theol-konservat. Kritiker wie z.B.
D.v.Hildebrand, Georg May, Gustav Eermecke, Wilhelm Schamoni oder die Autoren der Una Voce Korrespondenz wurden "überhört" und aus dem Diskurs ausgeschlossen.

Auch die unzulängliche Behandlung der Missbrauchsfälle ist eine Folge des verhängnisvollen Paradigmenwechsels
von der "Rechtskirche" zur "Liebeskirche" nach 1965, siehe
mein Hinweis auf Papst Benedikt XVI.!


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 Diadochus 27. Dezember 2018 
 

Winkelzüge

An der Seriosität des Wallstreet Journal dürfte wohl kein Zweifel bestehen. Dass ein Journalist seine Quellen und Informanten geheim hält versteht wohl auch jeder. Wir können dem Journalisten dankbar sein, der die finsteren Winkelzüge des Papstes demaskiert. Der willkürliche derartige Eingriff in ein kanonisches Berufungsverfahren ist ein unerhörter Vorgang. Das liegt ganz in der Verantwortung von Papst Franziskus. Dumm nur, dass er dabei ertappt wurde. Die Zahl seiner Befürworter und Stiefelknechte dürfte damit erheblich schrumpfen. Bei Kindesmissbrauch hört der Spass auf, tja, vielleicht nicht bei allen. Jedenfalls gehört der Missbrauch nicht zur katholischen Kirche.


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 borromeo 27. Dezember 2018 

Im übrigen

unterstütze ich durchaus die Forderung von Kardinal Burke nach einer klareren Sprache und klareren gesetzlichen Regelungen im Kirchenrecht gerade bei Straftaten u.a. "contra sextum decalogi praeceptum cum minoribus infra
aetatem sexdecim annorum..." wie es der CIC 1017 (Can. 2359 §2) noch vorsah.

Oder "Si aliter contra sextum decalogi praeceptum deliquerint, congruis poenis secundum casus gravitatem coerceantur, non excepta officii vel beneficii privatione, maxime si curam animarum gerant." (Can. 2359 §3).

Leider (jedenfalls gerade im kirchlichen Strafrecht) ist die Neuregelegung des CIC aus dem Jahre 1983 an vielen Stellen viel zu schwammig geraten. Hier hat sicherlich auch die beabsichtigte unpräzise Sprache Pate gestanden, die die Texte des 2. Vatikanums an vielen Stellen bestimmt.

Manchmal ist es für das Heil der Seelen tatsächlich besser, klare Richtlinien und Konsequenzen für Verstöße dagegen festzulegen.


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 Zeitzeuge 27. Dezember 2018 
 

Sexueller Missbrauch im alten CIC v. 1917, dort u.a.

folg. Regelung in § 2359(2):

"Hat sich ein..Kleriker mit Minderjährigen unter 16 Jahren schwer versündigt.., dann soll suspendiert, als infam erklärt, jedes Amtes, jedes Benefiziums, jeder Dignität und überhaupt jeder Anstellung enthoben und in schwereren Fällen mit Deposition bestraft werden."

Früher, noch im 19. Jahrhundert, gab es sogar die Möglichkeit z.B. in Preussen
mit Zustimmung der Staatsgewalt einen
schuldig Gesprochenen Kleriker in eine
kirchl. Demeritenanstalt, umgangssprachlich Priestergefängnis, einzuweisen!

Kardinal Burke sagte am 16.08.18 in einem Interview bei EWTN u.a.:

"Wir müssen zu der klareren und ausführlicheren Sprache des Kirchenrechts von 1917 zurückkehren"

Er bezeichnete die Sprache des CIC/1983
bzgl. Bestrafung v. sexuellem Missbrauch im Verh. zum CIC/1917 als
"nicht adäquat"!

Kard. Burke teilte auch mit, daß es früher sogar liturgische Riten für die
Absetzung von Bischöfen und Klerikern gegeben hat, wenn diese schwer gesündigt hatten!


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 Zeitzeuge 27. Dezember 2018 
 

Nochmals Papst Benedikt XVI. über das kirchl. Strafrecht:

"Heute müssen wir wieder neu erlernen, daß die Liebe zu dem Sünder und die Liebe zu dem Geschädigten dadurch im rechten Ausgleich stehen, daß ich den Sünder in der Form bestrafe, die möglich und die angemessen ist.

Insofern gab es in der Vergangenheit
(Anmerkung ab Mitte der 60er Jahre)
eine Bewußtseinsveränderung, durch die eine Verdunkelung des Rechts und der Notwendigkeit von Strafe eingetreten ist- letztlich auch eine Verengung des Begriffs von Liebe, die eben nicht nur Nettigkeit und Artigkeit ist, sondern die in der Wahrheit ist. Und zur Wahrheit gehört auch, daß ich denjenigen strafen muss, der gegen die wirkliche Liebe gesündigt hat."

s.welt.de vom 22.11.2010,

darin auch die von mir schon mitgeteilten Ausführungen des ehem. Papstes über die Verdunkelung des Begriffs der Rechtskirche durch Überbetonung der Liebeskirche nach dem
Konzil.

Diese weitg. Suspendierung des Strafrechts, auch z.B. gegenüber Häretikern,
hat fatale Auswirkungen, auch für das Seelenheil der Betroffen!


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 derGl?ckliche 27. Dezember 2018 
 

Zertretet das schal gewordene Salz! Es taugt zu nichts mehr!


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 Kirchental 27. Dezember 2018 

Klarheit?

Ich fürchte, endgültige Klarheit werden wir in diesem Fall ebensowenig wie in zahlreichen anderen strittigen Fragen bekommen. Es gibt nur einen, der diese Klarheit herstellen könnte - und wir haben alle inzwischen gelernt - lernen müssen - dass PF kaum etwas weniger liegt als Klarheit.

Ich selbst halte den Artikel leider für wahr. Leider - weil es traurig ist, dass ich dem irdischen Haupt der Kirche inzwischen fast alles zutraue.

Ich wollte mit meinem Post vorher nur darauf hinweisen, dass der Artikel nicht mal wahr sein MÜSSTE, um uns zu zeigen, wieviel Schaden das Ansehen des Papstes inzwischen genommen hat.

Um es ganz vorsichtig und bewusst positiv auszudrücken (gg meine eigene Überzeugung) - er hat zu lange gezögert und taktiert, als dass man ihm ernsthafte Aufklärung noch zutrauen würde.


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 borromeo 27. Dezember 2018 

@landpfarrer

Danke für Ihren Erklärungsversuch!

Ich verstehe das Wort "Anordnung" eigentlich schon im Zusammenhang mit Gesetzgebung, denn der Papst ist zwar oberster Gesetzgeber und Richter in der Kirche, darf aber dennoch nicht willkürlich herrschen. Daher vermutete ich, daß bei einer so deutlichen Wortwahl wie "Anordnung" möglicherweise ein Dekret im Raume steht.

Wenn es aber kein Dekret mit Gesetzeswirkung gibt, sondern vielleicht nur einen "ausdrücklichen Wunsch" des Papstes, wäre ein Berufungsgericht, etwa die Apostolische Signatur, nicht daran gebunden, da es sich immer auf das geltende Kirchenrecht (CIC, MP, Dekrete etc.) beziehen muß. Ein "Wunsch" des Papstes hätte keine Gesetzeskraft. Daran ändert auch nichts, daß der CIC bei der Bestimmung des Strafmaßes oft sehr vage bleibt. Diese Ungenauigkeit ist gewollt, da das Kirchenrecht in einem Satz kulminiert: "Das höchste Gesetz ist das Heil der Seelen."

Eine Einzelfallentscheidung durch den Papst ist natürlich immer möglich, das ist wahr.


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 Hadrianus Antonius 27. Dezember 2018 
 

Lieblingsrose Gloria Dei

Es ist die totale Perversion des Eu-Aggelion, wenn die absolute und totale Gerechtigkeit Gottes im Himmel benutzt wird um schreiende Ungerechtigkeiten hier in diesem Jammertal zu verteidigen und mit System zu tolerieren.
Das Gegenteil von Rorate coeli, wenn man so möchte.
Paßt ganz und gar nicht zu der Befreiungstheologie (die mich nicht sehr interessiert) und dem Peronismus (sowieso sehr inkohärent).
Genauso pervers ist es um einseitig eine selektive Barmherzigkeit ohne weitem Blick und ohne Diszernierung zu propagieren unter Weglassen der Gerechtigkeit.
@Rosenzweig möchte ich nur erinnern daß es nebst die Gerechtigkeit GOTTES auch noch die HAND GOTTES gibt (à la Maradona- einst der argentinische "fußballgott"); und daß gerade das MAGNIFICAT uns sagt, daß Uns. HERR JESUS CHRISTUS gerade die Kleinsten und Niedrigsten erhebt und die "potentes de sede" wirft (p.ex. "Technik Satans").
Ein U-Boot jagt keine Enten ;-)


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 Zeitzeuge 27. Dezember 2018 
 

Werter Montfort und Bernhard Joseph!

Ich hoffe, daß Sie mich nicht zu den Vertuschern zählen, wenn ich zunächst vorsichtig reagiere!

Natürlich traue ich unserem Papst leider derartige, befremdliche Entscheidungen zu, was die bekannte Liste der unbeantworteten Fragen nur vergrößern wird, ich verweise auf einen Artikel vom 29.09.2017 in zeit.de

Papst Franziskus: Das süße Gift Gnade

Darin ist ein analoger Fall geschildert, der "Begnadigte" soll sogar rückfällig geworden sein!

Jetzt soll der Papst u.a.dafür gesorgt haben, daß überführte Missbrauchstäter teilweise
in andere Diözesen inkardiniert werden können.

Das wäre skandalös und absolut unannehmbar, der Papst ist zwar Souverän, aber jeglicher Machtmissbrauch ist natürlich gerade für einen Papst besonders verwerflich
und beschädigt zudem das Ansehen der
irdischen Kirche nach aussen, so gehts nicht!!


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 Montfort 27. Dezember 2018 

Warum nur meinen einige Kommentatoren hier ständig vertuschen zu können,

indem sie Kommentieren - zum angeblich ungewissen Stand der Sache - verurteilen, selbst aber recht munter die Kommentare anderer kommentieren?!

@in dubio - Wenn sie derzeit Kommentare für unangemessen halten, dann kommentieren Sie bitte selbst nicht.

@Rosenzweig - Ihre Beiträge sind Irenismus pur, leider. Wenn Sie "ziemlich im Ungewissen/ Zweifel" sind, so beten Sie doch bitte, wozu Sie andere immer auffordern, aber versuchen Sie nicht ständig anderen das offene Wort und Fragen zu verbieten und sie von Recherche und Diskussion abzuhalten.

Es ist wohl jedem Christen dort, wo offensichtlich Unrecht geschieht, die freie Rede gestattet oder auch geboten, so wie dem hl. Stephanus, der vor dem Hohen Rat bekannte: "Ihr Halsstarrigen, unbeschnitten an Herzen und Ohren! Immerzu widersetzt ihr euch dem Heiligen Geist, eure Väter schon und nun auch ihr."


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 landpfarrer 27. Dezember 2018 
 

@borromeo

Ich habe dies so verstanden, dass der Papst nicht ein Gesetz erlassen hat, nach dem Missbrauchstaten weniger streng bestraft werden. Ausserdem ist das kirchliche Recht bei diesen Tatbeständen bzw. beim Strafmass wenig konkret. Mir scheint es darum zu gehen, dass es bei Berufungsverfahren leichter Milde für die Betroffenen gibt, dass heisst das Strafmass heruntergesetzt wird. Ob der Heilige Vater dies in der Form eines Dekretes oder einer sonstigen Anweisung getan hat, weiss ich nicht, möglich ist auch, dass er verlangt habe, man müsse ihm jeweils den Einzelfall zur Entscheidung vorlegen. Es handelt sich aber nur um Vermutungen meinerseits. Vor kurzem Wurde ja auch bekannt, dass in einem Fall im Bistum Osnabrück sich die Glaubenskongregation weigerte, ein Verfahren einzuleiten, da der Priester bereits 85 Jahre und krank sei. Die Vergehen hat er jedoch zugegeben und Rom wies den Bischof an, Massnahmen gegen ihn zu verhängen, selbst aber will Rom kein Verfahren führen.


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 JBE 27. Dezember 2018 
 

Unglaubwürdig

Der Papst wird leider mit den meisten seiner Entscheidungen und Nicht-Entscheidungen immer unglaubwürdiger. Er ist ein äusserst gewiefter Taktiker, der seine Entscheidungen immer von der Meinung des Main Streams abhängig macht. Nur ist er eben kein Politiker sondern immer oberste Geistliche und moralische Autorität ( dies galt aber nur bis zu Benedikt XVI) es erscheint unmöglich,dass er den massiven Vertrauensverlust je wieder gut machen kann. Erschütternd, das von einem Papst sagen zu müssen. Auch für ihn gilt halt das alte Sprichwort:Wer einmal lügt,dem glaubt man nicht und wenn er auch die Wahrheit spricht.


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 Bernhard Joseph 27. Dezember 2018 
 

@Rosenzweig

Nennen Sie bitte einen nachvollziehbaren Grund, warum das Wallstreet Journal eine Zeitungsente, noch dazu bei einem solch heiklen Thema wie sexuellem Missbrauch in der Kirche, ungeprüft veröffentlichen sollte?

Und haben Sie sich mal über den Autor des WSJ näher informiert?

Bitte auch da einen konkreten nachvollziehbaren Grund oder Annahme nennen, warum ein gut beleumundeter Journalist und Havard Absolvent seine berufliche Karriere ruinieren sollte, um einer Zeitungsente Willen?

Dass das eine Ente ist, kann mit Fug und Recht ausgeschlossen werden.


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 jadwiga 27. Dezember 2018 

Schande,Schande,Schande!

Ich glaube nicht mehr an die Aufklärung in unserer Kirche. Wird etwa ein Bruder die anderen Brüder in die Pfanne hauen wollen?

Unser kath. Pfarrer schreibt in dem Pfarrbrief Weihnachten 2018 im Bezug auf Missbrauchsfälle Folgendes:"Da wird dem Rektor der katholischen Hochschule St.Georgien zunächst nicht erlaubt,sein Amt weiter auszuüben,weil er sich auf die Seite Homosexueller stellt. Der Umgang mit ihm erinnert an mittelalterliche Herrschaftspraktiken... Unsere Kirche braucht Erneuerung"

Welch ein Geist bewegt die kath.Kirche in Deutschland? Soll die jungfräuliche Braut Jesu das Zölibat ablegen? Sollen wir etwa unsere Augen verschließen, wenn die homosex.Pfarrer oder Pfarrer,die heimliche Geliebte haben auf dem Altar die Hostie schändigen?

Ich habe beschlossen,nicht mehr diesem Pfarrer zu folgen. Diese Richtung führt zum Abgrund.

Jadwipkarpaten2


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 Rosenzweig 27. Dezember 2018 

Bis jetzt aber - sind hier wir Kommentatoren im Ungewissen..

-
oder ziemlich im Ungewissen/ Zweifel- bis hin: “wenn es eine Ente sei”- (werte
@ Kirchental)

Ja warum warten wir nicht ab, bis wir GEWISSHEIT haben– so oder so..?
Und nutzen die Zeit- viell. jetzt vermehrt zum beharrlichen GEBET– ja FÜR!-Bittgebet in diesem schwerwiegendem Anliegen..?!

Viell. Vorschlag..- denn wie werter Herr Fleischer erwähnt:
“Es bleibt uns nur das Vertrauen in Gottes Gerechtigkeit(...)”– Ja haben wir das nicht..? -
Und auch wie @Veritatis Splendor auf die:”...die Taktik Satans” hinweist!

Vielleicht ruhig einmal hier MIT!zu bedenken?!
Und so innehaltend verbunden..


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 Smaragdos 27. Dezember 2018 
 

Wenn es PF beim Missbrauchsgipfel wirklich um Aufklärung und Prävention ginge, hätte er die Kardinäle Müller und Burke ins Vorbereitungsteam dieses Gipfels berufen müssen und bestimmt nicht Kardinal Cupich! Denn ausgerechnet letzterer hatte süffisant behauptet, PF habe "eine größere Agenda" als die Aufarbeitung des Missbrauchs. Doch genau die Balance zwischen dieser größeren Agenda - die im Kern nichts anderes als die Verweltlichung der Kirche ist - und der Aufarbeitung des Missbrauchs scheint PF bei seiner Ernennung der Vorbereitungsmitglieder (jedenfalls mit Cupich) gesucht zu haben.


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 Hadrianus Antonius 27. Dezember 2018 
 

Wenig Kombattivität

Vorerst: ich rechne es kath.net hoch an, daß Sie hierüber (sei es auch verspätet) Meldung bringen.
Und noch höher, daß Sie, und besonders @Gandalf, auch abweichende und kritische Kommentare zulassen.
Und es freut, daß soviele Katholiken hierzu posten und selbst auch Zustimmung (Likes) finden.
In Demut stelle ich jetzt um 13:25 fest daß ich null (0) Likes habe :-) , übrigens gleichauf mit dem hochgeehrten @Bernhard Josef ;-)
Scharfschützen sind nie geliebt und werden auch nie kriegsgefangen.
Aber @Veritatis Splendor hat mich wirklich zum herzliche Lachen gebracht:
da schriebt er/sie mit dem wunderbaren Spitzwerkhäubchen doch tatsächlich von den gleichen Tätern wie ich (bekam auch sofort 2 Likes :-) ), und schreibt dann im letzten Satz von "fatalen Fehlern" :-)
Das ist nichts anderes als das getroffene Ziel des Scharfschützen :-)

In Te speravi. Non confundar in aeternum.


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 Kirchental 27. Dezember 2018 

Selbst wenn diese Meldung eine Ente wäre,

zeigt sie doch eines bitter deutlich :

Zumindest in den USA traut man dem Papst nicht mehr zu, den Missbrauchsskandal aufzuklären und zu lösen. Er hat dort seine Glaubwürdigkeit verloren, und damit seine Autorität.

Das ist doch eigentlich schon schlimm genug.

Mit der Autorität des Papstes hat Joh XXIII die Kubakrise gelöst und JPII den Aufmarsch russischer Panzer in Polen verhindert.

Und PF hat diese Autorität jetzt einfach so verspielt. Aus taktischen , peronistischen oder sonstigen Überlegungen.

Wenn die Meldung aber wirklich wahr wäre, wie soll dann die gesamte Kirche jemals ihre Glaubwürdigkeit zurück erlangen? Mit welcher Autorität soll sie sich zu Diskussionen über Werte noch einmischen? Das wäre eine Katastrophe


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 Bernhard Joseph 27. Dezember 2018 
 

Verehrter Zeitzeuge, es gibt wenig Gründe zum Zweifel

Eine kurze Recherche auf der ONLINE Seite des Wallstreet Journals ergibt, dass der Artikel so erschienen ist. Das WSJ würde seiner Reputation als seriöse Zeitung einen Bärendienst erweisen, wenn die Meldung falsch wäre. Zudem handelt es sich bei dem Autor Francis X. Rocca nicht um einen No-Name Journalisten, was den Vatikan anbetrifft, sondern um einen profunden Kenner des Vatikans. Francis X. Rocca ist auch nicht für Sensationsjournalismus bekannt, sondern als faktenorientierter Rechercheur, wie man sich leicht informieren kann.

Die Meldung wird also stimmen, auch wenn hier "in dubio" gerne das Gegenteil suggeriert. Natürlich passt eine solche Meldung denen nicht, die von Bergolio ein Bild des engagierten Kämpfers gegen sexuellen Missbrauch durch Priester zeichnen.

Wer als Gründe für Vertuschung Leichtfertigkeit, ungläubige Fassungslosigkeit, mangelnde Qualifikation und Unerfahrenheit sowie geistliche und menschliche Oberflächlichkeit nennt, der will die wahren Ursachen nicht sehen.


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 Veritatis Splendor 27. Dezember 2018 

Papst ist souveräner Hirte

Null Toleranz bei Mißbrauchsprävention hat oberste Priorität: Jedem übergriffigen Geistlichen muss sofort die Möglichkeit weiterer Übergriffe entzogen werden!

Was Strafe als reine Vergeltung für begangene Taten anbelangt, sollte sie der pathologischen Zurechnungsfähigkeit gemäß bemessen sein.

Die mediale Entrüstung hingegen ist absolut HEUCHLERISCH: einerseits privilegieren und propagieren sie HOMOSEXUELLE Entwicklungsstörungen auf allen Kanälen, andererseits schreien sie nach erbarmungsloser Vergeltungs-Rache bei gefallenen, zumeist ebenso HOMOSEXUELLEN Triebtätern. Das ist die Taktik Satans: erst verführen, dann vernichten.

Ich habe es dem Papst eigentlich menschlich immer sehr positiv angerechnet, wenn er sich im Urteil über Mißbrauchstäter/mitwisser nicht indirekt beeinflussen ließ, solange die Mit-Schuld nicht 100% für ihn erwiesen war. So haben sich allerdings seine Fehleinschätzungen von Barros, Grassi, Inzoli, Milano, Carrick u.a. im nachhinein als fatale Fehler erwiesen...


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 borromeo 27. Dezember 2018 

Mich würde sehr interessieren,

mit welchem Dekret der Papst diese Straferleichterungen erlassen hat. Aus keiner der Meldungen geht das hervor.

Jede gesetzliche Änderung muß gemäß dem CIC promulgiert werden (c.8 §1). Im Regelfall geschieht das durch die Veröffentlichung in den Acta Apostolicae Sedis (AAS). Ich denke es wäre richtig, zuerst einmal das entsprechende Dekret zu finden und zu lesen. Leider ist in den Meldungen weder Name noch Datum eines Dekretes zu finden, so es ein solches geben sollte. Vielleicht weiß hier jemand mehr. Ich werde mich auch einmal auf die Suche machen.


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 in dubio 27. Dezember 2018 
 

@Zeitzeuge

"Ich kommentiere nicht gerne unbestätigte Meldungen, [...]"

Ein guter Grundsatz! Würden sich doch nur alle daran halten!


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 Ginsterbusch 27. Dezember 2018 

@Zeitzeuge

Wirklich traurig an der Sache ist, dass es immerhin MÖGLICH ist, dass die Meldung stimmt.
Diese „Möglichkeit“ hätte ich bei allen Vorgänger-Päpsten kategorisch ausgeschlossen.


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 freya 27. Dezember 2018 
 

Das war also der Grund warum PF den Missbrauchs-Gipfel solange hinausgezögert hat...

....um genug Zeit zu haben, im Vorfeld geheime Strippen für eine größtmögliche Schonung der Täter zu ziehen!
Wer hätte auch etwas anderes erwartet?!


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 Zeitzeuge 27. Dezember 2018 
 

Ich kommentiere nicht gerne unbestätigte Meldungen,

sollte diese Meldung allerdings zutreffen, wäre das wohl das Ende von "Null-Toleranz" und ein weiterer Skandal!

Wurden diese Priester nicht von der weltlichen Justiz belangt?

Wie leider schon so oft wirft unser Papst Franziskus für gläubige, mündige Laien mehr Fragen auf, als er schlüssig
beantwortet!

Hoffentlich erhalten wir dieses Mal
ein Dementi oder eine präzise, nachvollziehbare Erklärung!


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 Eliah 27. Dezember 2018 
 

Umso schlimmer

@ Laus Deo: Ich kann nicht glauben, daß Ihre Vermutung stimmt. Und wenn doch; Umso schlimmer. Talleyrand hat das so ausgedrückt, nachdem Napoleon einen Gegner hinrichten ließ: "Es war schlimmer als ein Verbrechen. Es war eine Dummheit".


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 Bernhard Joseph 27. Dezember 2018 
 

War nicht anders zu erwarten

Wer die päpstliche Weihnachtsansprache (http://www.kath.net/news/66355) mit all ihren Floskeln genauer liest, muss leider erkennen, dass da kein echter Wille da ist, diesem elenden Missbrauch konsequent zu begegnen.

Bergolio redet viel über Klerikalismus, scheint diesen zu geißeln und ist doch sein exponiertester Vertreter, der seine schützende und behütende Hand über die Täter statt die Opfer hält.

Es ist auch nicht Naivität bezüglich falscher Berater sondern hier drückt sich ein System aus, das von den Protagonisten der sogenannten "Sankt Gallen Mafia" sehr zielstrebig schon früh, also schon vor der Papstwahl, verfolgt wurde.

Bergolio ist der Mann für das Grobe, an dem der Vorwurf der Widersprüchlichkeit einfach abprallt. Schon die tumbe Nichtbeantwortung der "Dubia" zeigte deutlich, welche Grundhaltung dieser Mann hat und wie es so um seine Glaubwürdigkeit steht.


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 Selene 27. Dezember 2018 
 

Na nu

ist dies die Null - Toleranz - Politik?

Ein widersprüchliches päpstliches Verhalten ist man ja inzwischen gewöhnt. Aber das spricht allem Hohn, was er öffentlich sagt.

Da fehlen mir die Worte.


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 Herbstlicht 27. Dezember 2018 
 

Das ist die Umsetzung der päpstlichen Barmherzigkeit in die Praxis!

Wäre diese Strafreduzierung nicht zu beanstanden, hätte diese Entscheidung seitens Franziskus zeitgleich auch öffentlich gemacht werden können.
Warum also diese Geheimnistuerei?
Dies vertieft doch nur das Misstrauen gegenüber der kirchlichen Obrigkeit.

Da kommt mir eine Parallele in den Sinn:
Es schien, als ob der unterzeichnete UN-Migrationspakt ursprünglich wohl auch ohne vorherige öffentliche Diskussion durchgewunken werden sollte.
Es sieht sehr nach Taktik aus, problematische Dinge hinter den Kulissen zu entscheiden und die Öffentlichkeit dann vor vollendete Tatsachen zu stellen.
So lässt sich Vertrauen nicht herstellen, ob in Berlin oder im Vatikan.


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 Stefan Fleischer 27. Dezember 2018 

Es bleibt uns nur

das Vertrauen in Gottes Gerechtigkeit. Nur er allein kann absolut gerecht und absolut barmherzig zugleich sein. Nur er kann allen Recht widerfahren lassen, denen menschliche Gerechtigkeit diese verweigert. Und nur er kann auch all jenen zu ihrem Recht verhelfen, welche von uns Mensch zu Unrecht oder zu streng verurteilt wurden. Und sei dies auch erst in der Ewigkeit. Nur er allein ist allwissend und allmächtig.


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 lakota 27. Dezember 2018 
 

Ich fühle mich jetzt wie ein Idiot,

weil ich nach der Weihnachtsansprache von P.F. an die Kurie wieder einen Funken Hoffnung hatte, daß er es doch ernst meint.
Aber das war es jetzt - ich glaube ihm kein Wort mehr!


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 Eichendorff 27. Dezember 2018 
 

Ein Gipfel

der frommen Worte, der Krokodilstränen, der Beschönigung und Vertuschung.


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 serafina 27. Dezember 2018 
 

@Laus Deo

Ich sehe das etwas anders. Wenn PF beim letzten Konklave durch das Wirken des Heiligen Geistes zum Oberhaupt der heiligen Kirche Gottes gewählt wurde, dann sollte er jetzt auch bei dieser so wichtigen Aufgabe vom Heiligen Geist geführt und geleitet werden. Naivität und mangelnde Klugheit sind leider keine Gaben des Heiligen Geistes. Vielmehr glaube ich, dass hier ein ganz anderer Geist am Werk ist, von dem er instrualisiert und manipuliert wird.


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 Michmas 27. Dezember 2018 
 

Nicht nachvollziehbar

ist sein Verhalten,und es kommt einem in den Sinn dass er vielleicht erpressbar ist da er soviele Günstlinge verschont?


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 Sebi1983 27. Dezember 2018 
 

Dieser Papst ist leider nicht die Lösung des Problems...

... sondern, und das wird immer offensichtlicher, ein Teil des Problems.


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 Diadochus 27. Dezember 2018 
 

Schatten

Der Missbrauchsgipfel wirft seine Schatten voraus. Es ist ein Gipfel, der durch die neuerliche geheime Maßnahme von Papst Franziskus überflüssig wird. Papst Franziskus sorgt schon mal vor, dass seine Günstlinge gut weg kommen und weiter wie die Maden im Speck auf Kosten der katholischen Kirche und auf Kosten der unschuldigen Kinder leben. Das ist ein Skandal im Skandal. Papst Franziskus geht ein dunkler Schatten voraus.


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 Laus Deo 27. Dezember 2018 

Papst insturalisiert

Ich glaube unser Heiliger Vater wird hier auch sehr manipuliert von gewissen Kreis und besitzt leider nicht die Klugheit und Erkenntnis darüber und fällt naiv in alles rein, sein Bild von der aktuellen Kirchensituation, entspricht leider nicht der Realität, was jedoch auch sein kann, dass man ihm ein ganz anderes Bild zeigt. ER ist ja nicht mehr der jüngste und ich kenne er weiss nicht mit Sozialenmedien umzugehen somit bekommt er leider das wirkliche Geschehen gar nicht so recht mit. Leider.


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