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"Junge Katholiken wollen mutigere Sexualmoral"

21. Dezember 2018 in Jugend, 9 Lesermeinungen
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Churer Bischof Huonder: "Mutiger bezüglich eines keuschen Lebens; mutiger bezüglich der Führung einer christlichen Ehe; mutiger bezüglich des Befolgens der evangelischen Räte; mutiger bezüglich der Anerkennung der Schöpfungs­ordnung."


Chur (kath.net/pbc) kath.net dokumentiert die Predigt von Bischof Vitus Huonder/Chur anlässlich der Mittwochsmesse im Priesterseminar St. Luzi am 12. Dezember 2018 in voller Länge:)

Meine Lieben,

gehen wir aus von der Lesung aus dem Buch Isaias. Bedenken wir vor allem das Wort: Der Herr ist ein ewiger Gott, der die weite Erde erschuf (Is 40,28).

Wir wollen uns immer wieder daran erinnern, dass wir Schöp­fung Gottes sind. Für Israel bedeutet dies im Augenblick,da der Prophet spricht: Er (Gott) gibt dem Müden Kraft, dem Kraftlosen verleiht er große Stärke (Is 40,29). Das bedeutet: Der Herr verlässt uns nicht, auch wenn wir in Not geraten, wie Israel durch das Exil oder durch andere ähnliche Ereignisse in Not geriet. Der Herr weiß um seine Schöpfung. Er verlässt die Seinen nicht.


Auf der anderen Seite bedeutet die Wahrheit Gottes des Schöpfers: Wir müssen immer auch nach der Schöpfungsordnung fragen. Wir sollen uns bewusst sein, dass der Herr der Schöpfung eine Ordnung gab. Davon spricht die ganze Heilige Schrift, insbesondere in jenen Teilen und Texten, welche sich ausdrücklich auf die Gebote Gottes beziehen. Hier finden wir die Grundlage der ganzen theologia moralis der Kirche.

Wir müssen uns alsdann nach der Schöpfungsordnung richten und unser Leben im Rahmen dieser Ordnung gestalten. So heißt es im heutigen Text: Vor dem Allgewaltigen und Mäch­tigen wagt keiner zu fehlen (Is 40,26). Diese Aussage betrifft die Gestirne, die der Prophet gleichsam als Lebewesen darstellt, als Personen, die aufmerksam auf den Herrn hinhören und seinen Anordnungen mit Respekt folgen. Hier spüren wir denn auch, was Gottesfurcht bedeutet: Es geht nicht um Angst. Es geht um Achtung, letztlich um das Bewusstsein, dass wir Schöp­fung sind, und alles dem Herrn verdanken. Deshalb entziehen wir uns nie seiner Gegenwart und seinen Weisungen.

Ich war damals erstaunt, es war um die Mitte September dieses Jahres, als ich über die Katholischen Jugendverbände las – wir standen mitten in den Vorbereitungen auf die sogenannte Jugendsynode – Junge Katholiken wollen mutigere Sexualmoral.

Ich war wiederum erstaunt, als ich die Deutung dieses Titels erhielt: Sexuelle Vielfalt ist kein Tabuthema mehr! Damit wusste ich, was mutigere Sexualmoral bedeutet: Ein Ausscheren aus der Schöpfungsordnung. Ein Ausblenden der Gebote Gottes. Ein Verlassen der Weisungen des Herrn. Ein Leben nach eigener Willkür.

Junge Katholiken wollen mutigere Sexualmoral. Diesen Titel können wir durchaus stehen lassen. Wir müssen ihn nur richtig interpretieren: Mutiger bezüglich eines keuschen Lebens; mutiger bezüglich der Führung einer christlichen Ehe; mutiger bezüglich des Befolgens der evangelischen Räte; mutiger bezüglich der Anerkennung der Schöpfungs­ordnung; zusammengefasst: mutigeres Voranschreiten in den Spuren Jesu.

Vor dem Allgewaltigen und Mächtigen wagt keiner zu fehlen. Aktualisierend können wir diesen Text aus dem Buch Isaias so for­mulieren: Vor dem Allgewaltigen und Mächtigen wagt keiner einen Weg zu gehen, der den Schöpfer beleidigt. Amen.


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Lesermeinungen

 freya 22. Dezember 2018 
 

Alles oder Nichts!

Jugendliche lieben Herausforderungen und geben sich nicht mit billigen Kompromissen zufrieden. Ihre Herzen sehnen sich nach der Schönheit und Wahrheit, die nur in Christus zu finden ist. Die menschliche Seele kann nur mit GOTT erfüllt werden.
GOTT oder Nichts!


1

0
 
 girsberg74 21. Dezember 2018 
 

Gratulation!

@Laus Deo: „Unser Bischof ist einfach ein WAHRER HIRTE“

Chur ist gut dran!


8

0
 
 lesa 21. Dezember 2018 

Auch eine moralisch am Boden liegende Kirche darf auf Gottes Kraft vertrauen

"Wurzel der Weisheit ist die Gottesfurcht. Ihre Zweige sind langes Leben. (Jes Sir 1, 20)
"Der Herr ist ein ewiger Gott, der die weite Erde erschuf. Er wird nicht müde und matt … Die dem Herrn vertrauen, schöpfen neue Kraft, sie bekommen Flügel wie Adler. Sie laufen und werden nicht müde, sie gehen und werden nicht matt. (Jes 40, 28-31)
Wenn alle Hirten, wie Bischof Huonder hier, einfach das Wort Gottes und die Lehre der Kirche verkünden würden im vertrauen auf Gott, obwohl tausend Bedenken dagegen stehen, schlicht und einfach Klartext zu reden. Gott gibt dem Wort die Kraft. Man muss es nicht manipulieren. Einfach stehenlassen, wie es ist und verkünden. Das andere macht ER selber.


4

0
 
 Winrod 21. Dezember 2018 
 

Mut?

Mut ist , die Wahrheit zu verkündigen, ob gelegen oder ungelegen. Der andere "Mut" ist Betrug. Danke, Bischof Huonder


6

0
 
 Ebuber 21. Dezember 2018 
 

Hatte zunächst gehofft..

...diese Überschrift der Jugendlichen bezöge sich auf all das, was Bischof Vitus Huonder dann aufzählt.
Hätte mich gefreut, wenn die Jugendlichen eben nicht auf die sexuelle Vielfalt abgezielt hätten.
Nun aber hoffe ich - wie so viele - und wieder einmal, dass dieser Bischof mit seinen Denkanstößen auch die Jugend erreicht.


4

0
 
 Diadochus 21. Dezember 2018 
 

Licht

Das ist ein schönes Weihnachtsgeschenk. Bischof Vitus Huonder hat die katholische Sexualmoral wieder ins rechte Licht gerückt. "Der Herr verlässt die Seinen nicht." -solange wir Bischof Vitus Huonder haben.


7

0
 
 Laus Deo 21. Dezember 2018 

Unser Bischof ist einfach ein WAHRER HIRTE


15

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 Stefan Fleischer 21. Dezember 2018 

@ girsberg74

Deshalb müssen wir uns selber und allen Menschen immer wieder predigen: "Kehrt um zum Herr euerm Gott! -- Lasst euch mit Gott versöhnen! -- Die Menschwerdung Christi macht es möglich! -- Alles andere wird euch hinzu gegeben werden."


9

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 girsberg74 21. Dezember 2018 
 

Der Ausgangspunkt für alle Überlegungen!

Bischof Vitus Huonder:“Vor dem Allgewaltigen und Mächtigen wagt keiner einen Weg zu gehen, der den Schöpfer beleidigt. Amen.“

Danke, Bischof Vitus!


16

0
 

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