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Wenn auch die Auserwählten in Gefahr sind abzufallen29. Dezember 2018 in Spirituelles, 4 Lesermeinungen Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden
Gedanken von Kardinal John Henry Newman / Auszug aus der VISION2000
Wien (kath.net/VISION2000.at) Wenn auch zu allen Zeiten die schlichte Einheit, dieses vollkommene Einvernehmen der Glieder mit dem Haupt, für das rechte Handeln der Kirche notwendig ist, so wird sie in diesen bedrohlichen Zeiten besonders von Nöten sein. Ich weiß, dass alle Zeiten gefahrvoll sind und dass zu allen Zeiten ernsthafte und ängstliche Seelen, die ihr Leben für die Ehre Gottes und die Not der Menschen eingesetzt haben, zu dem Schluss kommen konnten, dass keine Zeit so gefährdet sei wie ihre. Zu allen Zeiten greift der Feind der Seelen die Kirche, die ihre wahre Mutter ist, voller Wut an. Zumindest aber droht und schreckt er, wenn er schon keinen Schaden anzurichten vermag. Auch haben alle Zeiten ihre besonderen Herausforderungen, die es sonst nicht gibt. 
Insofern muss ich zugeben, dass es bestimmte ganz besondere Gefährdungen der Christen zu anderen Zeiten gab, die es in unserer Zeit nicht gibt. Keine Frage, und doch: Wenn ich all das berücksichtige, denke ich dennoch, dass die Herausforderungen, die vor uns liegen, so sind, dass sie für so großherzige Männer wie den hl. Athanasius, den hl. Gregor d. Großen, den hl. Gregor VII. erschreckend und schwindelerregend gewesen wären. Sie würden gestehen, dass unser Zeitalter so dunkel die Perspektiven in ihren Tagen auch gewesen sein mögen eine Dunkelheit aufweist, die sich im Charakter von allen bisherigen unterscheidet. (
) Die besondere Bedrohung der vor uns liegenden Zeiten ist das Umsichgreifen der Seuche der Treulosigkeit. Die Apostel und unser Herr selbst haben das schlimmste Unheil für die letzten Zeiten der Kirche vorhergesagt. Und zumindest ein Schatten, ein typisches Abbild dieser letzten Zeiten, zieht über die Welt herauf. Ich unterstelle damit nicht, dass dies schon die letzte Zeit ist, wohl aber, dass sie das böse Vorrecht aufweist, dieser schrecklichen Periode ähnlich zu sein, von der gesagt ist, dass selbst die Auserwählten davon bedroht sind abzufallen. Predigt aus dem Jahr 1873, zitiert in The Plague of Infidelity and the Current Crisis von M. J. Stravinskas in seiner Predigt am 9.9.18 in der Kirche von Holy Innocents, Manhattan.
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Lesermeinungen| | Montfort 29. Dezember 2018 | |  | @lakota - Da haben Sie recht, so manche kirchliche "Veranstaltung" ist tatsächlich eine "Verunstaltung" unserer heiligen, jungfräulichen Mutter Kirche! ;-) |  9
| | | | | lakota 29. Dezember 2018 | | | | @Montfort "aber jede Veranstaltung der Kirche" ist doch gar nicht sooo falsch :-) ich mußte an Wien und Jedermann denken.
Ansonsten volle Zustimmung! |  8
| | | | | Montfort 29. Dezember 2018 | |  | Korrektur der Autokorrektur ; -) Es muss natürlich heißen:
"...jede Verunstaltung der Kirche durch ihre Glieder..." ;-) |  5
| | | | | Montfort 29. Dezember 2018 | |  | Und deshalb... "Zu allen Zeiten greift der Feind der Seelen die Kirche, die ihre wahre Mutter ist, voller Wut an."
Und deshalb ist nicht die Mutter Kirche schlechtzumachen oder anzugreifen, aber jede Veranstaltung der Kirche durch ihre Glieder, die sich vom Bösen verführen und verblenden lassen, ob es "einfache Gläubige", Kleriker, Bischöfe sind, oder auch der Papst.
Und der Heilige Geist wird ebenso Menschen erwecken, stärken und führen, um die Schliche des Bösen aufzudecken und die Kirche in ihren Gliedern zu bekehren und zu heiligen - so wie Er das etwa im Leben von von Kardinal John Henry Newman getan hat. Gott sei Dank! |  15
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