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Irisches Parlament legalisiert Abtreibung

11. Dezember 2018 in Chronik, 12 Lesermeinungen
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Das Gesetz sieht eine Fristenregelung bis zur zwölften Schwangerschaftswoche und eine Reihe von Indikationen, unter denen Abtreibungen bis zum 6. Monat legal sein sollen.


Dublin (kath.net/LifeNews/jg)
Das Unterhaus des irischen Parlaments hat mit großer Mehrheit ein radikales Abtreibungsgesetz angenommen. Zuvor waren einige Änderungsanträge zum Schutz der Ungeborenen abgelehnt worden.

90 Abgeordnete haben für das Gesetz gestimmt, 15 dagegen, zwölf haben sich der Stimme enthalten. Das Gesetz muss noch vom Oberhaus bestätigt werden. Die politische Führung Irlands will dies noch im Dezember durchziehen, damit Abtreibungen ab 1. Januar 2019 legal durchgeführt werden können.


Das Gesetz sieht eine Fristenregelung bis zur zwölften Schwangerschaftswoche vor. Innerhalb dieses Zeitraumes können Abtreibungen ohne Angabe eines Grundes durchgeführt werden. Bis zum 6. Monat gibt es eine ganze Reihe von Gründen, aus denen die Eingriffe legal durchgeführt werden. Abtreibungen werden mit Steuergeld finanziert. Katholische Krankenhäuser erhalten keine Ausnahmeregelungen, sondern sind verpflichtet, Abtreibungen durchzuführen. Ausnahmen aus Gewissensgründen für das medizinische Personal sind sehr eingeschränkt. Ärzte, die selbst keine Abtreibungen durchführen wollen, müssen abtreibungswillige Frauen an Mediziner überweisen, die dazu bereit sind.

Das Unterhaus hat einige Änderungsanträge zur Milderung des Gesetzes abgelehnt. Einer dieser Anträge sah vor, dass die Eltern einwilligen müssen, wenn ein Mädchen unter 16 Jahren eine Abtreibung durchführen lassen will. Die Abgeordneten lehnten Anträge ab, die geschlechtsspezifische Abtreibungen und die Finanzierung von Abtreibungen aus Steuermitteln untersagt hätten. Ein weiterer Antrag hätte die medizinische Grundversorgung für Babys vorgesehen, welche eine Abtreibung überleben. Auch dieser wurde abgelehnt.

Die irischen Wähler haben in einem Referendum am 25. Mai 2018 mit einer Mehrheit von zwei Dritteln für die Abschaffung des Lebensschutzes in der Verfassung gestimmt. Damit war der Weg für das Abtreibungsgesetz frei, welches nun von Unterhaust des Parlaments beschlossen wurde.



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Lesermeinungen

 Zeitzeuge 12. Dezember 2018 
 

45 Jahre "EU" haben gereicht, um aus den einst überwiegend armen,

aber gut katholischen Iren/innen ein Völkchen überwiegend materialistischer,
säkularer Menschen zu machen!

Was einst Ludwig Erhard über die Westdeutschen sagte (aus dem Gedächtnis zitiert, daher leider ohne Quellenangabe), gilt auch für "das neue Irland":

"Wir haben den Leuten die Bäuche voll,
aber die Köppe(sic!) leergemacht!"

Der Pater Patriae Eires, Eamon de Valera (1882-1975) würde sich im Grabe herumdrehen, wenn er das wüsste!

Heiliger Patrick, bitte für das arme
I(r)land!


2
 
  11. Dezember 2018 
 

Das ist schrecklich, das ist sehr schlimm.

"Abtreibungen werden mit Steuergeld finanziert. Katholische Krankenhäuser erhalten keine Ausnahmeregelungen, sondern sind verpflichtet, Abtreibungen durchzuführen."

Man kann den katholischen Krankenhäusern unter diesen Umständen nurmehr empfehlen ihre Tätigkeit gänzlich einzustellen. Bevor man sich am Kindermord beteiligt ist dies wohl die bessere Option.

Herr Jesus Christus, hilf uns, der schlimmste Massenmord der Geschichte geschieht vor unseren Augen und wir sind hilflos dagegen. Es ist ja überall in Europa und auf der ganzen Welt ein Desaster, nicht nur in Irland.


4
 
 Herbstlicht 11. Dezember 2018 
 

ankommen? - nein, wegmachen!

Neben der generellen Tragik beachte man auch den konkreten Zeitpunkt dieser vom Irischen Parlament getroffenen Entscheidung:
Ausgerechnet in der Zeit des Advents, der Erwartung unseres Herrn wird ein solcher, massiv gegen das Leben gerichteter Beschluss gefasst - und dann noch in dieser großen Zahl.
Dies in einem ehemals katholischen Land!
Der heilige Patrick von Irland möge bei Gott Fürbitte für das Land und seine Bewohner halten, damit es Umkehr erfahren möge.


4
 
 mirjamvonabelin 11. Dezember 2018 
 

Doe Radikalen werden immer noch radikaler

Als Christen sind wir gezwungen unseren christlichen Glauben auch restlos radikal zu leben.
Nicht ein Jota dürfen wir aufgeben.


9
 
 JuM+ 11. Dezember 2018 
 

staatlich geförderter Mord im einst katholischen Irland!

Welch ein himmelschreiender Glaubensabfall!


10
 
 Suso 11. Dezember 2018 
 

...sondern sind verpflichtet, Abtreibungen durchzuführen

"Katholische Krankenhäuser erhalten keine Ausnahmeregelungen, sondern sind verpflichtet, Abtreibungen durchzuführen. " Dann ist es besser, dass alle katholischen Krankenhäuser ihre gynäkologischen Abteilungen schließen, als das auch nur ein einziges ungeborenes Kind dort abgetrieben wird!


13
 
 Stefan Fleischer 11. Dezember 2018 

Solche Gesetze

sind doch nur noch das Feigenblatt vor einem Recht auf Abreibung.


6
 
 lesa 11. Dezember 2018 

Die armen I(r)ren

@Sehr geehrte Rosenzweig: Ihr kürzestes und wohl treffendstes Posting!


5
 
  11. Dezember 2018 
 

Traurig! Ein Rückschritt nicht nur Irlands...


9
 
 Stephaninus 11. Dezember 2018 
 

Abgesang des katholischen Irland

Wir sehen, wie schnell alles ins Rutschen kommen kann. Irland galt noch vor kurzer Zeit als das katholischste Land Europas (neben Polen). Das ist alles Geschichte. Die Menschen verwechseln Modernisierung mit moralischem Niedergang. Wie sagte Kardinal Meisner einmal treffend: wenn man auf die schiefe Ebene kommt, gerät am Ende alles ins Rutschen.


13
 
 Rosenzweig 11. Dezember 2018 

Die armen Ir(r)en...


14
 
 wedlerg 11. Dezember 2018 
 

Eine praktizierender Homosexueller an der Spitze der konservativen Partei /des Staates und G.Soros

haben diesen radikalen Kurswechsel in Irland ermöglicht. Das sollte man sich immer vor Augen halten.

Und natürlich hat das desolate Bild das die kath. Kirche derzeit abgibt dazu beigetragen.


15
 

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