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Die drei Dimensionen des Advents

3. Dezember 2018 in Aktuelles, 10 Lesermeinungen
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Franziskus in Santa Marta: der Advent – die Zeit der Reinigung. Der Advent darf nicht verweltlicht werden. Von Armin Schwibach


Rom (kath.net/as) Die Adventszeit hat „drei Dimensionen“: Vergangenheit, Zukunft und Gegenwart. Dies unterstrich Papst Franziskus in seiner Predigt bei der heiligen Messe in der Kapelle des vatikanischen Gästehauses „Domus Sanctae Marthae“ am Montag der 1. Woche im Advent, Fest des heiligen Franz Xaver, Patron der Missionen. Franziskus rief in Erinnerung, dass der gestern begonnene Advent der richtige Zeitpunkt sei, „um den Geist zu reinigen, um den Glauben mit dieser Reinigung wachsen zu lassen“.

Ausgangspunkt für die Betrachtungen des Papstes war das heutige Evangelium (Mt 8,5-11): die Begegnung zwischen Jesus und einem Hauptmann in Kafarnaum, der um Hilfe für seinen gelähmten Diener bittet. Auch heute könne es geschehen, „sich an den Glauben zu gewöhnen“ und dessen „Lebhaftigkeit“ zu vergessen. „Wenn wir daran gewöhnt sind“, so Franziskus, „verlieren wir diese Glaubensstärke, diese Neuheit des Glaubens, der sich immer erneuert“.

Der Papst betonte, dass die erste Dimension des Advents die Vergangenheit sei, „die Reinigung der Erinnerung“: „daran denken, dass nicht der Weihnachtsbaum geboren wurde“, was sicherlich ein „schönes Zeichen“ sei, sondern sich in Erinnerung rufen, dass „Jesus Christus geboren wurde“:

„Der Herr wurde geboren, der Erlöser wurde geboren, um uns zu retten. Ja, das Fest... wir laufen immer Gefahr, wir werden immer die Versuchung in uns haben, Weihnachten zu verweltichen, es zu verweltlichen... wenn das Fest die Betrachtung hinter sich lässt – eine schöne Familienfeier mit Jesus in der Mitte – und ein weltliches Fest zu sein beginnt: einkaufen, die Geschenke und das und das Andere... und der Herr bleibt dort allein, vergessen. Auch in unserem Leben: ja, er wurde in Bethlehem geboren, aber... und der Advent soll die Erinnerung an jene vergangene Zeit, an jene Dimension, reinigen“.

Der Advent diene dann dazu, „die Hoffnung zu reinigen“, sich „auf die endgültige Begegnung mit dem Herrn“ vorzubereiten:

„Denn der Herr, der dort gekommen ist, wird zurückkommen, er wird zurückkommen! Und er wird zurückkommen und uns fragen: ‚Wie war dein Leben?’. Es wird eine persönliche Begegnung sein. Wir und die persönliche Begegnung mit dem Herrn: heute werden wir sie in der Eucharistie haben, und wir können eine so persönliche Begegnung mit dem Weihnachten vor 2000 Jahren nicht haben: wir haben die Erinnerung daran. Aber wenn er wiederkommt, werden wir diese persönliche Begegnung haben. Das heißt es, die Hoffnung zu reinigen“.

Abschließend lud Franziskus alle ein, die tägliche Dimension des Glaubens zu pflegen, trotz der Sorgen und der vielen Mühen, um sich des „inneren Hauses“ anzunehmen. Tatsächlich sei unser Gott der „Gott der Überraschungen“ und die Christen sollten jeden Tag die Zeichen des himmlischen Vaters sehen, seine Hinwendung zu uns im Heute:

„Und die dritte Dimension ist alltäglicher: die Wachsamkeit reinigen. Wachsamkeit und Gebet sind zwei Worte für den Advent. Denn der Herr kam in Bethlehem in die Geschichte. Er wird am Ende der Welt und auch am Ende des Lebens eines jeden von uns kommen. Doch er kommt jeden Tag, jeden Moment in unser Herz mit der Inspiration des Heiligen Geistes“.

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Lesermeinungen

 Wunderer 4. Dezember 2018 
 

Bei aller Liebe,

was meint Papst Franziskus mit "Lebhaftigkeit"? Vielleicht meint er die innere Lebendigkeit, was nichts mit der "Lebhaftigkeit" von Aktionen und Aktionismus zu tun hat, wie sie in der Kirche sattsam bekannt sind und wovon nicht einmal die hl. Liturgie ausgenommen ist.
Was wirkliche Lebendigkeit ist, zeigen aber große Heilige. Diese ist nicht nach außen gekehrt mit Fahnen und Trompeten soz. (was auch sein kann in großer Freude), sondern ist tief und still im Herzen verankert: also wahre Kontemplation, die dieser Papst aber nicht schätzt.


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 lesa 4. Dezember 2018 

Erschließung der wesentlichen Bedeutung des Advent

@hape: Freut mich! Ich lerne auch oft aus Ihren postings.
P. Dr. Bernhard Vosicky hat diesen "dreifachen Advent" einmal bei einem Vortrag ausgeführt.


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 hape 3. Dezember 2018 

@lesa

Herzlichen Dank für Ihre Erklärungen und Hinweise, die lohnen, sich damit etwas mehr zu beschäftigen. Schade, dass der Papst nicht selbst erwähnt hat, dass er sich auf den Hl. Bernhard von Clairvaux beruft. Aber egal, auf jeden Fall habe ich so mal wieder etwas Neues über unseren Glauben gelernt.


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 phillip 3. Dezember 2018 
 

Advent der richtige Zeitpunkt sei, „um den Geist zu reinigen, um den Glauben ...

... mit dieser Reinigung wachsen zu lassen“, sagt der Papst, und ist ihm hundertprozentig Recht zu gegeben; Danke für diese Einsicht. Kann die katholische Glaubenswelt jetzt davon ausgehen, dass der Papst das unter begründeten, massiven Häresieverdacht stehende Schreiben "amoris laetitia" nach Maßgabe der Lehre der Katholischen Kirche überprüft, Mehrdeutigkeiten klarstellt, abändert und den daraus entstandenen Schaden wiedergutmacht? Advent ist eine gnadenreiche Zeit für eine Umkehr!


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 lesa 3. Dezember 2018 

Immerfort kommt der Herr

@hape: Der Gedanke der dreifachen Ankunft stammt von den Mystikern. Der Hl. Bernhard von Clairvaux sagt: „Es gibt einen dreifachen Advent: in Bethlehem die Ankunft des Gottessohnes im Fleische aus Maria, der Jungfrau zu uns Menschen. Dann den letzten Advent: Ankunft Jesu Christi am Ende der Zeiten in Herrlichkeit um zu richten die Lebenden und die Toten. Der mittlere Advent ist die Ankunft Jesu Christi in unserem Inneren, in unserer Seele. Diese Ankunft kann täglich erfolgen, wenn du die Heilige Messe mitfeierst, wenn du kommunizierst, wenn du den Leib Christi in der Gestalt des Brotes und des Weines zu dir nimmst, wenn Leib und Blut Christi in dich strömen und in dein Herz kommen."
Romano Guardini erinnert an das Abendmahlswort: "Ich gehe und ich komme zu euch." Wie? Zuerst geht es im Advent um das Kommen am Ende der Zeit. Von Christus her gesehen ereignet sich ein beständiges, im Raum des Glaubens sich vollziehendes Nahen."


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 Mariat 3. Dezember 2018 

Danke @Stefan Fleischer, für die Kreuzesmystik

ich weis ja, dass die Schuld ( Sünden) bei, durch die hl. Beichte vergeben werden, durch das Opfer unseres Herrn am Kreuz. Aber Sie kennen mich nicht. Ich bin manchmal "so extrem" ( fast selbstzerfleischend), bevor ich zur Hl. Beichte gehe.
Dieses Mal war es wieder so.
Doch diesen Satz des Beichtvaters, wollte ich hier einstellen, da es ja stimmt.
Gottes Segen
Mariat


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 Stefan Fleischer 3. Dezember 2018 

@ Mariat

Ich weiss nicht, ob Dir der beiliegende Text aus meinem Büchlein: "Gottes Kraft und Gottes Weisheit - eine kleine Kreuzesmystik" helfen kann. Aber ich hoffe es.

www.stefanfleischer.ch/AUTOR/MYSTIK/NMystLeseproben/NmLP65.html


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 Mariat 3. Dezember 2018 

Bei meiner letzten Beichte, sagte ich zum Beichtvater

" ich habe Angst, wenn ich eines Tages vor Jesus im Gericht stehe."
Seine Antwort darauf: " Sie stehen jetzt vor Gericht".
So sollte man die Beichte verstehen. Bereits in der Vorbereitung darauf, dieses ehrliche " nach innen schauen". Wo war ich lieblos, wo habe ich Gutes unterlassen etc. dieses Erkennen dürfen und zwar öferts im Jahr - kann einen in die Knie zwingen vor unserem Herrn, der ja im Priester beim Bußsakrament gegenwärtig ist, wie er Sr. Faustyna kundgetan hat.
Der Advent ist eigentlich eine Fastenzeit!
Eine Zeit der Vorbereitung auf die Geburt Jesus in der Krippe - in unseren Herzen.
Einst, hörte ich, begann diese Fastenzeit am 11. 11. - also wieder 40 Tage ( ohne Sonntage)
Und heute, beginnt an diesem Tag, weltlich der Fasching.


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 Stefan Fleischer 3. Dezember 2018 

Ja. Auch ich hätte noch eine Frage.

Was heisst das:
"Es wird eine persönliche Begegnung sein. Wir und die persönliche Begegnung mit dem Herrn: heute werden wir sie in der Eucharistie haben, und wir können eine so persönliche Begegnung mit dem Weihnachten vor 2000 Jahren nicht haben: wir haben die Erinnerung daran. Aber wenn er wiederkommt, werden wir diese persönliche Begegnung haben."
Also für mich ist die Begegnung mit Christus, unserem Herrn, unter den Gestalten von Brot und Wein genau so real und persönlich, wie die Begegnung mit ihm beim Gericht.


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 hape 3. Dezember 2018 

Verwirrend …

… Franziskus spricht offenbar von der Ankunft des Herrn als Richter. Das kann zu unseren Lebzeiten geschehen oder nach unsrem Tod. Wie dem auch sei, der Herr wird dann aber doch nicht fragen, wie geht's, wie ist oder wie war dein Leben. War es lustig oder fad, wie ist die Rente oder welches Auto fährst du gerade? So als würden wir uns mit Jesus auf ein Glas Bier in der Kneipe treffen.

Es geht bei der Ankunft des Herrn doch um eine Gerichtssituation, bei der wir nach dem Masstab der Liebe durch Jesus gerichtet werden. Wird er uns also nicht vielmehr mit großem Ernst danach fragen, wie wir es mit der Liebe gehalten haben?

Und was meint der Papst mit "es wird eine persönliche Begegnung sein"? Das persönliche Gericht, findet m.W.n. schon unmittelbar nach dem Tod statt. Was wir aber im Advent erwarten, das dürfte doch das allgemeine Gericht sein, das wiederum aber erst am jüngsten Tag stattfinden wird.

Irgendwie komme ich mit dieser Rede des Papstes nicht so gut klar.


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