Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Fünf weibliche Opfer von Pater Marko Ivan Rupnik schreiben offenen Brief an Papst Leo XIV.
  2. „Der Wahlausgang in Berlin im September 2026 gibt vielen Bevölkerungsgruppen Anlass zur Sorge“
  3. Papst Leo singt mit 80.000 Jugendlichen das „Salve Regina“ auf Latein
  4. Niederländischer Weihbischof Mutsaerts: „Kirche in der Krise – und wie wir sie nicht retten sollten“
  5. BDKJ und eine doch getaufte Kandidatin im Bundesvorstand
  6. US-Bischof Robert Barron: „Der Kommunismus erlebt in unserem Land gerade ein Comeback“
  7. Salzburg: 1.000 Gläubige bei Adoratio-Kongress zu "Himmlischer Friede"
  8. Ein Erzbischof auf Staatsbesuch
  9. Bei öffentlichen Anlässen: Kanadas Militärkapläne dürfen nicht über Gott sprechen
  10. Der Katholik Macron wird bei keiner der drei Papstmessen in Frankreich mitfeiern
  11. 'Kirche casht ab' - Immer weniger österreichische Katholiken, immer mehr Millionen!
  12. Abtreibungsbefürworter begehen Farbanschlag auf Malteserklinikum in Flensburg
  13. Der evangelischen Theologischen Hochschule Basel soll die Akkreditierung entzogen werden
  14. Mutmaßlicher IS-Anhänger soll Anschlag auf eine Kirche in Bremen geplant haben - Festnahme
  15. Anerkanntes Wunder von Fulton Sheen: Baby nach 61 Minuten Atemstillstand lebt, heute kerngesund

Neue Website: Nur 3 Prozent der US-Bischöfe gegen Untersuchungen

24. Oktober 2018 in Weltkirche, 7 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Nur fünf Bischöfe, darunter die Kardinäle Cupich und Wuerl, sprechen sich gegen eine unabhängige Untersuchung der Missbrauchsfälle im US-Klerus aus.


Washington D.C. (kath.net/jg)
Die neue Internetseite churchtransparency.com hat Stellungnahmen von 160 Bischöfen der USA zum Vorschlag einer unabhängigen, von Laien geleiteten Untersuchung über Missbrauchsfälle im Klerus gesammelt.

Die Idee tauchte bald nach dem Rücktritt von Theodore McCarrick aus dem Kardinalskollegium und der Veröffentlichung eines Memorandums des ehemaligen Nuntius in Washington, Carlo Maria Viganò, auf. Der Vorsitzende der US-Bischofskonferenz, Daniel Kardinal DiNardo, hatte sich positiv dazu geäußert.

Nur fünf Bischöfe haben den Vorschlag abgelehnt. Es sind dies Blase Kardinal Cupich, der Erzbischof von Chicago, Donald Kardinal Wuerl, der zurückgetretene Erzbischof von Washington D.C., Michael Jackels, der Erzbischof von Dubuque, Joseph Kardinal Tobin, der Bischof von Newark und Robert McElroy, der Bischof von San Diego. 53 Prozent der Bischöfe haben sich für eine Untersuchung ausgesprochen, 44 Prozent blieben neutral.


Blase Kardinal Cupich, der Erzbischof von Chicago hat mehr als einmal darauf hingewiesen, dass der Papst eine „größere Agenda“ habe, als sich mit den Vorwürfen von Erzbischof Viganò auseinander zu setzen. Dazu zählte er den Umweltschutz, Hilfe für Migranten und die Arbeit der Kirche. Man werde sich nicht ins Bockshorn jagen lassen, sagte er. In einer Stellungnahme, die auf der Internetseite des Erzbistums Chicago veröffentlicht wurde, wollte er sich zur Glaubwürdigkeit der von Viganò erhobenen Vorwürfe nicht äußern. Um diese beurteilen zu können, müssten sie zunächst gründlich untersucht werden. Dazu sieht er aber offenbar keinen Anlass.

Joseph Kardinal Tobin, der Erzbischof von Newark, hat sich reserviert zum Memorandum von Erzbischof Viganò gezeigt. Es sei „kein Beitrag zur Heilung der Opfer sexuellen Missbrauchs“, sondern enthalte „faktische Fehler, Anspielungen und eine beängstigende Ideologie“, schreibt Tobin in einer Stellungnahme.

Auch Robert McElroy, der Bischof von San Diego, vermag in dem Memorandum von Erzbischof Viganò nichts anderes als einen ideologisch motivierten Angriff auf den Papst zu sehen. Er unterstellt Viganò, persönliche Rechnungen begleichen zu wollen. McElroy, der als möglicher Kandidat für die Nachfolge von Kardinal Wuerl als Erzbischof von Washington gehandelt wird, befürwortet zwar Einrichtungen zum Schutz gegen klerikalen Missbrauch, die von Laien geleitet werden. Seine Stellungnahme bezieht sich aber nur auf den Missbrauch Minderjähriger.

Donald Kardinal Wuerl, dessen Rücktrittsgesuch als Erzbischof von Washington Papst Franziskus mittlerweile angenommen hat, kritisiert in seiner Stellungnahme das Memorandum von Erzbischof Viganò. Der ehemalige Nuntius habe ihm nie Informationen über ein Dokument vorgelegt, das Sanktionen von Papst Benedikt XVI. gegen McCarrick enthielt. Er schlägt hingegen vor, dass eine apostolische Visitation, um die Kardinal DiNardo beim Papst angesucht hat, auch die Tätigkeit Viganòs in Washington untersuchen solle.

Michael Jackels, Erzbischof von Dubuque, schreibt in einer Stellungnahme, er habe das Memorandum von Erzbischof Viganò nicht gelesen. Er halte sich an die Unschuldsvermutung und lehne Rufschädigung durch Verleumdung und Geschwätz ab.


Link zur Internetseite „Church Transparency“:

churchtransparancy.com


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

USA

  1. Gender-Ideologie: Katholische Familie kämpft um ihre Tochter
  2. Eucharistische Evangelisationsbewegung ‚Adore Him‘ in den USA
  3. Präsident Trump nominiert Tochter von Franklin Graham zur Sonderbotschafterin für Religionsfreiheit
  4. Jesus in Hollywood: Eucharistische Prozession in den Straßen der Filmmetropole
  5. Gericht stoppt Zwang zur Suizidhilfe für katholische Nonnen in Illinois
  6. Universität Texas A&M: 650 Personen bereiten sich auf Eintritt in die katholische Kirche vor
  7. Zwei muslimische Feiertage könnten bald in Kalifornien staatlich anerkannt werden
  8. US-Justizministerium verurteilt Ermittlungen des FBI gegen ‚radikal-traditionalistische Katholiken‘
  9. ‚Man kann nicht ‚Black Lives Matter‘ sagen, wenn das Leben schwarzer Babys nicht zählt‘
  10. ‚Meine Aufgabe ist es, dich in den Himmel zu bringen, nicht nach Harvard‘







Top-15

meist-gelesen

  1. Europas Zukunft im Licht des Evangeliums
  2. Bei öffentlichen Anlässen: Kanadas Militärkapläne dürfen nicht über Gott sprechen
  3. Der Katholik Tolkien wird in der anglikanischen Westminster Abbey ein Denkmal erhalten
  4. Der Katholik Macron wird bei keiner der drei Papstmessen in Frankreich mitfeiern
  5. Salzburg: 1.000 Gläubige bei Adoratio-Kongress zu "Himmlischer Friede"
  6. Was ich als Priester von Fulton Sheen gelernt habe
  7. Papst an Klausurschwestern: „Der Herr ruft euch, seine Zeuginnen in Stille, Kontemplation zu sein“
  8. Abtreibungsbefürworter begehen Farbanschlag auf Malteserklinikum in Flensburg
  9. Niederländischer Weihbischof Mutsaerts: „Kirche in der Krise – und wie wir sie nicht retten sollten“
  10. „Die hl. Märtyrer von Międzyrzecz waren Menschen aus Fleisch und Blut, die bereit waren…“
  11. BDKJ und eine doch getaufte Kandidatin im Bundesvorstand
  12. „Der Wahlausgang in Berlin im September 2026 gibt vielen Bevölkerungsgruppen Anlass zur Sorge“
  13. Bemerkenswerte Geste: Wenn Papst Leo nach Frankreich kommt, werden alle Kirchenglocken läuten
  14. Wer ist der Mann auf dem Tuch?
  15. Mutmaßlicher IS-Anhänger soll Anschlag auf eine Kirche in Bremen geplant haben - Festnahme

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz