Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Endgültiger Bruch mit Rom droht: Priesterbruderschaft St. Pius X. kündigt Bischofsweihen an
  2. Der Vatikan ist in Kontakt mit der Bruderschaft St. Pius X., um eine Spaltung zu vermeiden
  3. Für alle, die bis jetzt zweifelten: Nun gehen sie wieder ins Schisma!
  4. Bischof Oster legt nach: Grundsatzkritik am (deutsch-)Synodalen Weg
  5. Papst Leo XIV. empfing Katholiken, die mit gleichgeschlechtlicher Neigung keusch leben möchten
  6. Weihen ohne päpstliche Erlaubnis geplant: Papst Leo XIV. berät mit Vatikanbehörde
  7. Die synodale Sackgasse der Anderskatholischen
  8. Die große Täuschung
  9. Bischof Oster: „In der Sache selbst war ich ja in mehrfacher Hinsicht kritisch“
  10. Bischöfe und Funktionäre im Paralleluniversum
  11. Wohltuende Überraschung: Papst beruft norwegischen Bischof Erik Varden OCSO zu seinem Fastenprediger
  12. Kard. Müller nach Gespräch mit Papst Leo: „Atmosphäre ist von wechselseitigem Vertrauen bestimmt“
  13. Fatales Gerichtsurteil in Deutschland: Chefarzt siegt gegen katholisches Klinik-Verbot
  14. Medienkrise verschärft sich: Dramatische Auflagenverluste für Tageszeitungen in Deutschland
  15. Hunderte Einsprüche gegen Pfarrauflösung in der Diözese Linz - Keine Antworten aus Rom

Neue Website: Nur 3 Prozent der US-Bischöfe gegen Untersuchungen

24. Oktober 2018 in Weltkirche, 7 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Nur fünf Bischöfe, darunter die Kardinäle Cupich und Wuerl, sprechen sich gegen eine unabhängige Untersuchung der Missbrauchsfälle im US-Klerus aus.


Washington D.C. (kath.net/jg)
Die neue Internetseite churchtransparency.com hat Stellungnahmen von 160 Bischöfen der USA zum Vorschlag einer unabhängigen, von Laien geleiteten Untersuchung über Missbrauchsfälle im Klerus gesammelt.

Die Idee tauchte bald nach dem Rücktritt von Theodore McCarrick aus dem Kardinalskollegium und der Veröffentlichung eines Memorandums des ehemaligen Nuntius in Washington, Carlo Maria Viganò, auf. Der Vorsitzende der US-Bischofskonferenz, Daniel Kardinal DiNardo, hatte sich positiv dazu geäußert.

Nur fünf Bischöfe haben den Vorschlag abgelehnt. Es sind dies Blase Kardinal Cupich, der Erzbischof von Chicago, Donald Kardinal Wuerl, der zurückgetretene Erzbischof von Washington D.C., Michael Jackels, der Erzbischof von Dubuque, Joseph Kardinal Tobin, der Bischof von Newark und Robert McElroy, der Bischof von San Diego. 53 Prozent der Bischöfe haben sich für eine Untersuchung ausgesprochen, 44 Prozent blieben neutral.


Blase Kardinal Cupich, der Erzbischof von Chicago hat mehr als einmal darauf hingewiesen, dass der Papst eine „größere Agenda“ habe, als sich mit den Vorwürfen von Erzbischof Viganò auseinander zu setzen. Dazu zählte er den Umweltschutz, Hilfe für Migranten und die Arbeit der Kirche. Man werde sich nicht ins Bockshorn jagen lassen, sagte er. In einer Stellungnahme, die auf der Internetseite des Erzbistums Chicago veröffentlicht wurde, wollte er sich zur Glaubwürdigkeit der von Viganò erhobenen Vorwürfe nicht äußern. Um diese beurteilen zu können, müssten sie zunächst gründlich untersucht werden. Dazu sieht er aber offenbar keinen Anlass.

Joseph Kardinal Tobin, der Erzbischof von Newark, hat sich reserviert zum Memorandum von Erzbischof Viganò gezeigt. Es sei „kein Beitrag zur Heilung der Opfer sexuellen Missbrauchs“, sondern enthalte „faktische Fehler, Anspielungen und eine beängstigende Ideologie“, schreibt Tobin in einer Stellungnahme.

Auch Robert McElroy, der Bischof von San Diego, vermag in dem Memorandum von Erzbischof Viganò nichts anderes als einen ideologisch motivierten Angriff auf den Papst zu sehen. Er unterstellt Viganò, persönliche Rechnungen begleichen zu wollen. McElroy, der als möglicher Kandidat für die Nachfolge von Kardinal Wuerl als Erzbischof von Washington gehandelt wird, befürwortet zwar Einrichtungen zum Schutz gegen klerikalen Missbrauch, die von Laien geleitet werden. Seine Stellungnahme bezieht sich aber nur auf den Missbrauch Minderjähriger.

Donald Kardinal Wuerl, dessen Rücktrittsgesuch als Erzbischof von Washington Papst Franziskus mittlerweile angenommen hat, kritisiert in seiner Stellungnahme das Memorandum von Erzbischof Viganò. Der ehemalige Nuntius habe ihm nie Informationen über ein Dokument vorgelegt, das Sanktionen von Papst Benedikt XVI. gegen McCarrick enthielt. Er schlägt hingegen vor, dass eine apostolische Visitation, um die Kardinal DiNardo beim Papst angesucht hat, auch die Tätigkeit Viganòs in Washington untersuchen solle.

Michael Jackels, Erzbischof von Dubuque, schreibt in einer Stellungnahme, er habe das Memorandum von Erzbischof Viganò nicht gelesen. Er halte sich an die Unschuldsvermutung und lehne Rufschädigung durch Verleumdung und Geschwätz ab.


Link zur Internetseite „Church Transparency“:

churchtransparancy.com


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

USA

  1. „Recht auf Gebet“: Trump-Administration erlässt neue Richtlinien für US-Schulen
  2. Lebensschützer über Trump: Gemischte Bilanz nach dem ersten Jahr der zweiten Amtszeit
  3. Trump streicht Organisationen das Geld, die DEI-Projekte und LGBTQ-Ideologie verbreiten
  4. Aktuelle Umfrage zeigt: US-Amerikaner mehrheitlich gegen unbeschränkte Abtreibung
  5. Bibel-Podcast wieder unter den Top 10 der Apple Podcasts
  6. US-Regierung unterstützt Forschung mit Gewebe von abgetriebenen Babys künftig nicht mehr
  7. Vatikan prüft Teilnahme an Trumps Friedens-Rat für Gaza
  8. US-Vizepräsident Vance wird erneut beim „March for Life“ teilnehmen und sprechen
  9. USA: Republikanische Politiker wollen Abgabe von Abtreibungspillen strenger regulieren
  10. ‚Dubia‘ an den Vatikan – US-Priester bitten um Klärung hinsichtlich liturgischer Änderungen






Top-15

meist-gelesen

  1. ISLAND-REISE - KOMMEN SIE MIT! - Eine Reise, die Sie nie vergessen werden!
  2. Endgültiger Bruch mit Rom droht: Priesterbruderschaft St. Pius X. kündigt Bischofsweihen an
  3. Oktober 2026 - Kommen Sie mit nach SIZILIEN mit Kaplan Johannes Maria Schwarz!
  4. Bischof Oster legt nach: Grundsatzkritik am (deutsch-)Synodalen Weg
  5. Große kath.net-Leserreise nach Rom - Ostern 2027 - Mit P. Johannes Maria Schwarz
  6. Kard. Müller nach Gespräch mit Papst Leo: „Atmosphäre ist von wechselseitigem Vertrauen bestimmt“
  7. Der Vatikan ist in Kontakt mit der Bruderschaft St. Pius X., um eine Spaltung zu vermeiden
  8. Nach „Wort zum Sonntag“: Staatsanwaltschaft ermittelt weiter gegen Pastorin Behnken
  9. Für alle, die bis jetzt zweifelten: Nun gehen sie wieder ins Schisma!
  10. Weihen ohne päpstliche Erlaubnis geplant: Papst Leo XIV. berät mit Vatikanbehörde
  11. Bischöfe und Funktionäre im Paralleluniversum
  12. Massive Medienvorwürfe gegen den Priester Wolfgang Rothe als Mitglied des Betroffenenbeirats
  13. Wohltuende Überraschung: Papst beruft norwegischen Bischof Erik Varden OCSO zu seinem Fastenprediger
  14. Schwere Zensur-Vorwürfe aus den USA: EU unterdrückt die Meinungsfreiheit
  15. Papst Leo XIV. empfing Katholiken, die mit gleichgeschlechtlicher Neigung keusch leben möchten

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz