Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Brasilianischer Erzbischof droht Teilnehmern an der Alten Messe Exkommunikation an
  2. Österreich: Liturgische Kommission wirbt für Kommunion in beiderlei Gestalt
  3. Ab Juli müssen Besucher Eintritt für den Kölner Dom bezahlen
  4. Um Gottes willen: „die Waffen nieder“ – Kardinal Brandmüllers Ruf zur liturgischen Vernunft
  5. Toni Faber und der Zölibat - Beschwerdewelle gegen Wiener Dompfarrer
  6. Ein Gott, der nichts mehr verlangt
  7. Der Apostolische Stuhl und die FSSPX: Wenn Extreme sich berühren
  8. Katholische Kirche in Island hilft Menschen mit homosexuellen Neigungen enthaltsam zu leben
  9. "Mit Hitler hat es keinen vernünftigen, authentischen und verantwortungsvollen Dialog gegeben!"
  10. Beschließen ohne zu entscheiden?
  11. „Nimm deine kleinen Kinder zur Messe mit!“
  12. Die Nazi-Projektion
  13. "Herr Kardinal Parolin, wieviele zehntausende Tote brauchen Sie noch im Iran, bis Sie aufwachen?"
  14. Exorzismus-Experte: Aktuelle Weltlage nicht nur Werk des Bösen
  15. Abtreibungs-Aktivisten greifen Profemina-Beratungszentrum an

Neue Website: Nur 3 Prozent der US-Bischöfe gegen Untersuchungen

24. Oktober 2018 in Weltkirche, 7 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Nur fünf Bischöfe, darunter die Kardinäle Cupich und Wuerl, sprechen sich gegen eine unabhängige Untersuchung der Missbrauchsfälle im US-Klerus aus.


Washington D.C. (kath.net/jg)
Die neue Internetseite churchtransparency.com hat Stellungnahmen von 160 Bischöfen der USA zum Vorschlag einer unabhängigen, von Laien geleiteten Untersuchung über Missbrauchsfälle im Klerus gesammelt.

Die Idee tauchte bald nach dem Rücktritt von Theodore McCarrick aus dem Kardinalskollegium und der Veröffentlichung eines Memorandums des ehemaligen Nuntius in Washington, Carlo Maria Viganò, auf. Der Vorsitzende der US-Bischofskonferenz, Daniel Kardinal DiNardo, hatte sich positiv dazu geäußert.

Nur fünf Bischöfe haben den Vorschlag abgelehnt. Es sind dies Blase Kardinal Cupich, der Erzbischof von Chicago, Donald Kardinal Wuerl, der zurückgetretene Erzbischof von Washington D.C., Michael Jackels, der Erzbischof von Dubuque, Joseph Kardinal Tobin, der Bischof von Newark und Robert McElroy, der Bischof von San Diego. 53 Prozent der Bischöfe haben sich für eine Untersuchung ausgesprochen, 44 Prozent blieben neutral.


Blase Kardinal Cupich, der Erzbischof von Chicago hat mehr als einmal darauf hingewiesen, dass der Papst eine „größere Agenda“ habe, als sich mit den Vorwürfen von Erzbischof Viganò auseinander zu setzen. Dazu zählte er den Umweltschutz, Hilfe für Migranten und die Arbeit der Kirche. Man werde sich nicht ins Bockshorn jagen lassen, sagte er. In einer Stellungnahme, die auf der Internetseite des Erzbistums Chicago veröffentlicht wurde, wollte er sich zur Glaubwürdigkeit der von Viganò erhobenen Vorwürfe nicht äußern. Um diese beurteilen zu können, müssten sie zunächst gründlich untersucht werden. Dazu sieht er aber offenbar keinen Anlass.

Joseph Kardinal Tobin, der Erzbischof von Newark, hat sich reserviert zum Memorandum von Erzbischof Viganò gezeigt. Es sei „kein Beitrag zur Heilung der Opfer sexuellen Missbrauchs“, sondern enthalte „faktische Fehler, Anspielungen und eine beängstigende Ideologie“, schreibt Tobin in einer Stellungnahme.

Auch Robert McElroy, der Bischof von San Diego, vermag in dem Memorandum von Erzbischof Viganò nichts anderes als einen ideologisch motivierten Angriff auf den Papst zu sehen. Er unterstellt Viganò, persönliche Rechnungen begleichen zu wollen. McElroy, der als möglicher Kandidat für die Nachfolge von Kardinal Wuerl als Erzbischof von Washington gehandelt wird, befürwortet zwar Einrichtungen zum Schutz gegen klerikalen Missbrauch, die von Laien geleitet werden. Seine Stellungnahme bezieht sich aber nur auf den Missbrauch Minderjähriger.

Donald Kardinal Wuerl, dessen Rücktrittsgesuch als Erzbischof von Washington Papst Franziskus mittlerweile angenommen hat, kritisiert in seiner Stellungnahme das Memorandum von Erzbischof Viganò. Der ehemalige Nuntius habe ihm nie Informationen über ein Dokument vorgelegt, das Sanktionen von Papst Benedikt XVI. gegen McCarrick enthielt. Er schlägt hingegen vor, dass eine apostolische Visitation, um die Kardinal DiNardo beim Papst angesucht hat, auch die Tätigkeit Viganòs in Washington untersuchen solle.

Michael Jackels, Erzbischof von Dubuque, schreibt in einer Stellungnahme, er habe das Memorandum von Erzbischof Viganò nicht gelesen. Er halte sich an die Unschuldsvermutung und lehne Rufschädigung durch Verleumdung und Geschwätz ab.


Link zur Internetseite „Church Transparency“:

churchtransparancy.com


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

USA

  1. US-Botschafter am Heiligen Stuhl, Burch: „Die moralische Autorität der Kirche ist unübertroffen“
  2. US-Familien ziehen in Bundesstaaten, die von Republikanern regiert werden
  3. Jesse Jacksons wechselnde Positionen zum Lebensschutz
  4. Puerto Rico ändert Strafrecht – Ungeborene als Menschen anerkannt
  5. Mein Held des Monats: Marco Rubio – Ein Weckruf für das Abendland
  6. US-Gesundheitsministerium setzt sich für medizinisches Personal ein, das Abtreibungen ablehnt
  7. Kalifornien: 90 Millionen US-Dollar für Planned Parenthood
  8. Traditionsbruch: New Yorks Bürgermeister Mamdani nicht bei Installation von Erzbischof Hicks
  9. Papst Leo XIV. ernennt Lebensschützer zum neuen Erzbischof von Denver
  10. „Recht auf Gebet“: Trump-Administration erlässt neue Richtlinien für US-Schulen







Top-15

meist-gelesen

  1. kath.net ISLAND REISE im JULI 2026 - ANMELDE-DEADLINE - 25. MÄRZ!
  2. Oktober 2026 - Wunderbares SIZILIEN mit Kaplan Johannes Maria Schwarz!
  3. Toni Faber und der Zölibat - Beschwerdewelle gegen Wiener Dompfarrer
  4. "Europa hat die Gefahr der islamischen Republik Iran noch immer nicht begriffen"
  5. Um Gottes willen: „die Waffen nieder“ – Kardinal Brandmüllers Ruf zur liturgischen Vernunft
  6. "Mit Hitler hat es keinen vernünftigen, authentischen und verantwortungsvollen Dialog gegeben!"
  7. Der Apostolische Stuhl und die FSSPX: Wenn Extreme sich berühren
  8. Brasilianischer Erzbischof droht Teilnehmern an der Alten Messe Exkommunikation an
  9. Vier von sieben: Die unglaubliche Berufungs-Geschichte der Familie Morrison
  10. Österreich: Liturgische Kommission wirbt für Kommunion in beiderlei Gestalt
  11. Ein Gott, der nichts mehr verlangt
  12. "Herr Kardinal Parolin, wieviele zehntausende Tote brauchen Sie noch im Iran, bis Sie aufwachen?"
  13. Die Nazi-Projektion
  14. Ab Juli müssen Besucher Eintritt für den Kölner Dom bezahlen
  15. Eine große BITTE an Ihre Großzügigkeit! - FASTENSPENDE für kath.net!

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz