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Kainut aus Pakistan: Hauptsache Christin

6. Oktober 2018 in Weltkirche, 3 Lesermeinungen
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Kainut ist Pakistanerin, 20 Jahre alt und hat einen erbitterten Kampf hinter sich: als Muslima wollte sie Christin werden. Von Mark Sanawar/Kirche in Not


München (kath.net/KIN) Kainut ist Pakistanerin, 20 Jahre alt und hat einen erbitterten Kampf hinter sich: als Muslima wollte sie Christin werden. Dieses Vorhaben handelte der Medizinstudentin Bedrohungen und Diskriminierung ein. Gemäß islamischer Rechtsprechung kann ein Mensch, der den Islam verlässt, ungestraft getötet werden. Die Tochter einer christlichen Mutter und eines muslimischen Vaters erzählt der päpstlichen Stiftung „Kirche in Not“ von ihrer folgenschweren Entscheidung.

Meine ursprünglich christliche Mutter war noch eine Schülerin, als sie von Muslimen entführt wurde, den Islam annehmen und meinen Vater heiraten musste. Es ist in meiner Provinz eine übliche Praxis, christliche und hinduistische Mädchen zum Islam zwangszukonvertieren. Meine Mutter akzeptierte schließlich meinen Vater als ihren Ehemann und begann, mit ihm ein normales Leben zu führen. Sie hatten vier Kinder – ich bin die Älteste und habe zwei jüngere Brüder und eine jüngere Schwester.

Meine Mutter ging aber heimlich in die Kirche, und oft ging ich mit ihr. Sie las zuhause in der Bibel. Es war klar, dass sie den Islam nicht angenommen hatte; in ihrem Herzen war sie Christin geblieben. Auch ich begann, in der Bibel zu lesen. Einmal war ich in der Kirche und die Menschen stellten sich in einer Reihe auf, um die heilige Kommunion zu empfangen. Ich stellte mich dazu, doch jemand sagte mir, dass ich nicht zur Kommunion gehen könne, da ich keine Christin sei. Ich brach daraufhin in Tränen aus.


„Jesus Christus ist auch mein Retter“

Ich sagte meiner Mutter, dass ich die heilige Kommunion empfangen wolle, und dass Jesus Christus auch mein Retter sei. Doch irgendwie bekam mein Vater dies mit und verbot uns, zur Kirche zu gehen. Ein Jahr lang gingen wir nicht mehr hin. Dann starb mein Vater. Meine Großeltern zwangen meine Mutter, einen Cousin meines Vaters zu heiraten, auch dies eine übliche Praxis, da nach Ansicht der Muslime Frauen den Schutz eines Mannes benötigen. Meine Mutter sträubte sich, doch sie hatte keine Wahl und heiratete meinen Großcousin. Ich war zu der Zeit 14.

Dieser Mann war ebenfalls sehr streng, doch ich begann täglich zuhause in der Bibel zu lesen. Mein Stiefvater versuchte oft, mich daran zu hindern, aber meine Mutter unterstützte mich. Als ich die ganze Bibel durchgelesen hatte, sagte ich meiner Mutter, ich wolle Christin werden. Meine Mutter war sehr in Sorge, dass meine Großeltern oder andere Verwandte uns töten würden.

Trotzdem ging ich mit meiner Mutter in die Kirche und bat einen Priester, mich zu taufen. Doch er war unschlüssig: ‚Das ist ein großes Risiko. Es tut mir leid, aber ich kann dich nicht taufen‘, sagte er. Der Priester hatte Angst, dass meine Verwandten oder andere muslimische Fanatiker uns töten würden, wenn sie herausfänden, dass er mich getauft hatte, und er wollte auch seine eigenen Gemeindemitglieder nicht in Gefahr bringen. Ich sagte ihm: ,Herr Pfarrer, ich bin bereit, für Christus zu sterben‘.

Dann begannen die Sommerferien und wir fuhren in eine andere Provinz, um meine Tante, die Schwester meiner Mutter, zu besuchen. Wir gingen mit ihr in die Kirche und wieder traf ich einen Priester und erzählte ihm von meinem Wunsch, Christin zu werden. Er war sehr nett und gab mir ein paar Bücher zum Lesen mit. Wir verbrachten drei Monate im Haus meiner Tante und gingen täglich in die Kirche. Eines sonntags nach der Messe fragte mich der Priester: ‚Mädchen, bist du bereit für die Taufe?‘ Ich war sehr glücklich und sagte Ja. Schließlich empfingen im Jahr 2013 wir alle – meine beiden Brüder, meine Schwester und ich – das Sakrament der Taufe, weit weg von zuhause.

Als wir wieder in unsere Heimatstadt zurückkamen, hatte mein Stiefvater auf welchen Wegen auch immer herausgefunden, dass wir konvertiert waren, und bot meiner Mutter die Scheidung an, die sie freudigen Herzens akzeptierte. Meine Mutter fand eine Arbeitsstelle und mietete eine Wohnung; alles ging einen guten Gang. Wir gingen regelmäßig zur Kirche.

„Ich möchte gerne Ärztin werden“

Eines Abends im Jahr 2016 aber stürmten auf einmal mein Stiefvater und seine Angehörigen in unsere Wohnung. Er sagte meiner Mutter, er käme, um mich mitzunehmen, denn sie würden es nicht zulassen, dass ich eines Tages einen christlichen Jungen heirate. Stattdessen wollten sie mich einem 54-jährigen muslimischen Mann zur Frau geben – ich war gerade 18. Meine Mutter stritt mit ihrem Ex-Mann, rief unseren Priester und die Polizei. Als die Polizei kam, gingen die unliebsamen Besucher weg.

Ich berichtete meinem geistlichen Begleiter von der Begebenheit. Er brachte mich in einem von Ordensschwestern geführten Wohnheim unter, wo ich mich auf die Aufnahmeprüfung für die Universität vorbereitete. Ich möchte gerne Ärztin werden und der Menschheit dienen.

Unsere Schwierigkeiten sind aber noch nicht vorbei. Im Oktober 2017 schossen meine muslimischen Verwandten auf einen meiner konvertierten Brüder. Die Kugel verletzte seine Lunge und einige Rippen; er ist immer noch im Krankenhaus und kämpft dort um sein Leben. Meine Familie erhält Morddrohungen und ich weiß nicht, was uns in Zukunft geschehen wird – doch unsere Hoffnung steht fest in unserem Herrn Jesus Christus.

Um weiter den Christen in Pakistan helfen zu können, bittet „Kirche in Not“ um Spenden:

Kirche in Not Deutschland

Kirche in Not Österreich

Kirche in Not Schweiz

Pakistan: Die zum Christententum konvertierte Kainut (rechts) studiert mittlerweile an einer Universität Medizin


Foto (c) Kirche in Not


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Lesermeinungen

 Einsiedlerin 6. Oktober 2018 
 

Danke für das Zeugnis!

Wenn man dagegen liest, wie bei uns der Glaube bewusst demontiert wird, möchte man laut schreien!

kath.net/news/65349


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 Alpinyeti 6. Oktober 2018 

Die "Religion des Friedens" hat wieder zugeschlagen.

Eigentlich sollten alle Menschen in Europa solche Berichte (wie auch den von Sabatina James) lesen - vielleicht wäre dann die Begeisterung der Gutmenschen über die Einweihung von Moscheen z.B. in Deutschland gedämpfter. Das gebetsmühlenartige Wiederholen der Lüge "Islam heißt Frieden" macht die Lüge nicht wahrer. Das christliche Abendland sieht sich einer tödlichen Bedrohung gegenüber - und den Meisten ist es wurscht.


13

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 Diadochus 6. Oktober 2018 
 

Konversion

Zum Islam kann man wohl nur gezwungen werden. Freiwillig kann man so einen Schwachsinns-Glauben, der nur Gewalt kennt, nicht annehmen. Doch der Geist Gottes weht, wo er will, auch im islamischen Pakistan. Das Beispiel sollte auch Thema bei der Jugendsynode in Rom sein. Es ist ein Zeichen der Hoffnung.


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