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„Dies ist der DBK nicht mal eben wegen medialen Drucks vorab möglich“

22. September 2018 in Deutschland, 5 Lesermeinungen
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DBK-Pressesprecher Kopp erläutert kath.net: Stellungnahme soll gründlich geschehen - Diözesanbischöfen liegt 15-Seiten-Zusammenfassung der DBK-Missbrauchsstudie bereits länger vor, voller Text inzwischen via Post zugesandt. Von Petra Lorleberg


Bonn (kath.net/pl) Die vor einigen Tagen seitens der Presse geleakte Missbrauchsstudie der Deutschen Bischofskonferenz wurde inzwischen in voller Länge an die DBK-Mitglieder gesandt. Das bestätigte der Pressesprecher der Deutschen Bischofskonferenz, Matthias Kopp, gegenüber kath.net auf Anfrage. „Wir haben – wie auch bei anderen wichtigen Dokumenten – den Weg der Zusendung auf dem Postweg gewählt, um maximale Sicherheit zu garantieren. Ob die – wie ich der FAZ am 17. September 2018 gesagt habe – auf den Weg gebrachten Poststücke bei den Mitgliedern der Deutschen Bischofskonferenz angekommen sind, müssten Sie in den Bistümern nachfragen.“

Die Vollversammlung der Deutschen Bischofskonferenz, die vom 24. bis 27. September 2018 in Fulda tagen wird, wird sich „zusammen mit dem Forscherkonsortium mit den Inhalten der Studie befassen. Das muss in Ruhe geschehen, damit die Forscher die Möglichkeit haben, die wesentlichen Erkenntnisse der Studie darzulegen, um eine differenzierte Aussprache zu ermöglichen“, erklärte Kopp weiter auf eine entsprechende kath.net-Nachfrage. „Sie werden verstehen, dass dies bei 64 Mitgliedern der Deutschen Bischofskonferenz nicht mal eben nur wegen medialen Drucks vorab möglich ist. Dazu dient die Vollversammlung. Allen Diözesanbischöfen liegt die identische Zusammenfassung von 15 Seiten der Studie bereits länger vor.“


Kopp wertete es als hilfreich, „dass sich zahlreiche (!) Mitglieder der Deutschen Bischofskonferenz in den Tagen nach der Vorabveröffentlichung durch die ZEIT öffentlich geäußert haben. In Predigten wurde das Thema aufgegriffen. Außerdem verweise ich auf die Erklärung von Bischof Dr. Ackermann vom 13. September 2018.“

Die Studie „Sexueller Missbrauch an Minderjährigen durch katholische Priester, Diakone und männliche Ordensangehörige im Bereich der Deutschen Bischofskonferenz“ (MHG-Studie) war von der DBK 2013 in Auftrag gegeben worden, nachdem seit Ende Januar 2010 durch die bekannt gewordenen Fälle sexuellen Missbrauchs am Canisius-Kolleg in Berlin eine öffentliche Debatte zu diesem Thema geführt worden war. Wesentliche Inhalte der Studie waren von der „Zeit“ und vom „Spiegel“ am 12.9.2018 vorab öffentlich gemacht worden, kath.net hat berichtet. Der Regensburger Bischof Rudolf Voderholzer kritisierte daraufhin: „Wir brauchen die Studie dringend. Noch heute! Es ist ein Unding, wenn die Studie der Zeit und dem Spiegel vorliegt, die Auftraggeber sie aber noch nicht in Händen halten.“

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Ab dem 25. September bietet die DBK zentrale Telefon- und Onlineberatungsmöglichkeiten für Betroffene von sexualisierter Gewalt an. Weitere Informationen finden sich unter: www.hilfe-nach-missbrauch.de

Telefonberatung: Telefonnummer: 0800/0005640 (anonym und innerhalb Deutschlands kostenfrei im Mobil- und Festnetz; verfügbar ab Dienstag, 25. September 2018, 11.00 Uhr, bis zunächst Freitag, 28. September 2018; täglich besetzt von 14.00 bis 20.00 Uhr – außerhalb dieser Zeiten rufen die Berater nach Wunsch zurück)

Internetberatung: Zugang über www.hilfe-nach-missbrauch.de; anonym und 24 Stunden besetzt;

Weitere Hilfe - Deutsche Bundesregierung: Hilfeportal Sexueller Missbrauch des Unabhängigen Beauftragten für Fragen des sexuellen Kindesmissbrauchs: Internetseite: www.hilfeportal-missbrauch.de; Hilfetelefon Sexueller Missbrauch: 0800/2255530 (kostenfrei und anonym).

Symbolbild: Akten



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