21 September 2018, 08:00
Bistum Trier: Kritiker der Bistumsreform rufen zur Demo
 
Legionaere
 
WEITERE ARTIKEL ZUM THEMA 'Bistum Trier'
Im Bistum Trier kommt es im Oktober zu einer Großdemo rund um die umstrittene Strukturreform. Inzwischen kritisieren bereits 213 Pfarreien diese Reform

Trier (kath.net)
Im Bistum Trier spitzt sich die Diskussion rund um die umstrittene Strukturreform des Bistums, bei der es nur noch 35 Großpfarreien geben soll, zu. Im Oktober plant daher die Initiative „Kirchengemeinde vor Ort“ eine Protestkundgebung in Trier. Dies berichtet die "Saarbrücker Zeitung". "Die Entscheidung zu demonstrieren, ist uns nicht leicht gefallen, aber wir sind mit unserem Latein am Ende“, erklärt Harald Cronauer, Vorsitzender des Pfarreienrats Quierschied und Mitbegründer der Initiative, der Zeitung. Man habe mit dem Bistum vier Gespräche geführt, doch seien man dabei nicht ernstgenommen. Laut eigene Aussagen unterstützen bereits 213 Pfarreien die Initiative.

Werbung
christenverfolgung


Durch die Strukturreform lasse sich auch Geld sparen, so die Initiative. Diese These wird auch vom Paderborner Professor Gerhard Henckel unterstützt. Es gebe keine finanziellen Vorteile, aber „verheerende soziale und demokratische Mitmachverluste“. „Das Bistum hatte 2017 die höchsten Kirchensteuereinnahmen aller Zeiten trotz der Austritte“, erinnert Cronauer, die Ausgaben für die Gemeinden betragen nur 15 Prozent. Hier könne man "gar nicht viel" einsparen.

Auch den vermeintlichen Priestermangel relativiert Cronauer. "Es gibt im Bistum fast 300 aktive Priester und zusätzlich 270 Pensionäre, von denen über 50 Prozent noch aktiv sind." Eine Prognose, was 2040 sei, sei derzeit gar nicht möglich. "Es darf doch heute noch nicht alles kaputt gemacht werden, wie sollen so Menschen motiviert werden und neue Priester berufen werden?"

Für Oktober werde man jetzt eine Großdemo planen. Bewirke der Protest nichts, dann schließt der Jurist nicht aus, vor dem Kirchengericht zu klagen. Großpfarreien seien seiner Auffassung zufolge nach dem Kirchenrecht nicht zulässig. Zudem sehe laut dem Juristen das Kirchenrecht vor, dass der „Priester Hirte der Gemeinde“ ist, ein dreiköpfiges Leitungsgremium, bei dem zwei Laien den Priester überstimmen könnten, sei nicht zulässig.

https://www.kirchengemeinde-vor-ort.de

Ihnen hat der Artikel gefallen?
Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung auf ein Konto in Ö, D oder der CH oder via Kreditkarte/Paypal!










Lesermeinungen zu diesem Artikel anzeigen und Kommentar schreiben


 
App play store iTunes app store Jetzt kostenlos herunterladen! mehr Infos Instagram
meist kommentierte Artikel

"Hohmann sollte lieber die antikirchliche Haltung der AfD kritisieren" (68)

„Warum die Pachamama-Verehrung im Vatikan keine Belanglosigkeit war“ (57)

Altbischof Kamphaus: „Ich habe schwere Schuld auf mich geladen“ (54)

Papst wünscht Stärkung der Laien (49)

Das Logo unter der Lupe (43)

"Es war nie meine Absicht, Papst Franziskus persönlich anzugreifen" (41)

‘Sünden gegen die Umwelt’ könnten Teil kirchlicher Lehre werden (27)

Ein Gitter schützt den Reichtum (26)

Von Götzen und billigen Ablenkungsmanövern (22)

'Wir hatten Angst vor der öffentlichen Meinung und flohen' (22)

Zusammenhang zwischen Verhütungsmentalität und Gender-Ideologie (14)

„Götzendienst im Vatikan…“ (13)

„An den eigentlichen Problemen vorbei“ (12)

Keine Spätabtreibung sondern Totschlag - Bewährungsstrafe (11)

Auch 2020 keine Papstreise nach Argentinien (10)