Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Ludger Schepers wirre Osterbotschaft
  2. ACH TONI - hat der Wiener Dompfarrer ein Zölibatsproblem?
  3. Erzbischof van Megen wird neuer Papst-Botschafter in Deutschland
  4. König Charles - Eine Botschaft zum Ramadan - Schweigen zum Osterfest der Christen!
  5. „Der heißeste Club der Stadt“: Warum New Yorks Jugend plötzlich die Kirchen stürmt
  6. Johannes Hartl: „Junge Menschen fragen wieder nach Gott! Atheismus ist eher für ältere Generation“
  7. „Die Bibel steht eindeutig im Visier der Regierung“
  8. Missio-Nationaldirektor P. Wallner sieht Renaissance des Glaubens
  9. „Kein bloßer Verein“: Kardinal Woelki betont die Kirche als „Leib Christi“
  10. Radikale Feministin Michelle Bachelet könnte nächste UN-Generalsekretärin werden
  11. „Junge Menschen, die zum Glauben zurückkehren, wollen den ‚vollen fetten Glauben‘“
  12. 'Um die Auferstehung Jesu Christi zu feiern'
  13. Schauspielerin Christina Applegate nennt Abtreibung ‚Mord‘ und ‚mein Kind töten‘
  14. Die Kraft der Auferstehung, der Wille zum Frieden und der Weg der Menschheit
  15. Ostern – oder die Frage, die wir vermeiden

"Kirche in Not": Christenverfolgung in China nimmt zu

16. September 2018 in Weltkirche, 2 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Präsident Heine-Geldern in "Sonntag"-Interview: Chinas Staatsführung verstärkte zuletzt Schikanen für romtreue Christen - Noch nie war Christenverfolgung so groß


Klagenfurt (kath.net/KAP) "Wir leben in der Zeit der größten Christenverfolgung. 100 Millionen Menschen werden weltweit verfolgt, weil sie Christen sind": Darauf hat Thomas Heine-Geldern, Präsident von "Kirche in Not", im Interview der Kärntner Kirchenzeitung "Sonntag" aufmerksam gemacht. Er verwies auf den von der Hilfsorganisation regelmäßig erstellten "Religious Freedom Report" über den Stand der Religionsfreiheit in allen Ländern der Welt. Besondere Sorgen bereite neben den Prob­lemgebieten in Afrika, Pakistan und Indien derzeit China: Die Staatsführung versuche vor allem bei romtreuen Gläubigen immer stärker, "die Verbreitung des Christentums in der nächsten Generation zu verhindern". Z.B. werde Kindern die Teilnahme am Gottesdienst untersagt, sie würden sogar aus der Kirche geholt, beklagte Heine-Geldern.

Aus eigenem Augenschein kennt der langjährige Industrielle die Lage im Irak. Er berichtete von einer Reise Anfang April mit der Deutschen Bischofskonferenz in die Ninive-Ebene, wohin viele Christen nach dem IS-Angriff von 2014 wieder zurückgekehrt sind oder dies noch vorhaben. "Es ist uns gelungen, die christlichen Kirchen vor Ort - das sind die syrisch-orthodoxen, die syrisch-katholischen und die chaldäischen - an einen Tisch zu bekommen und das NRC (Nineveh Reconstruction Committee) für ein Wiederaufbauprogramm zu bilden", berichtete Heine-Geldern.


Die Lebensumstände für Minderheiten machen es Christen freilich weiterhin schwer, im Land zu bleiben. "Vor dem Ers­ten Weltkrieg war der Anteil der christlichen Bevölkerung im Nahen Osten noch 20 Prozent, jetzt ist er unter vier Prozent", erinnerte der "Kirche in Not"-Präsident an den enormen Aderlass im vergangenen Jahrhundert. Nach Beobachtungen der Reisegruppe seien manche Häuser von Christen in der Ninive-Ebene, nachdem der IS vertrieben wurde, noch intakt gewesen und erst danach geplündert oder zerstört worden. "Das ist natürlich nicht so vertrauensfördernd", merkte Heine-Geldern an. Dennoch wollten viele Christen, die im Irak zum überdurchschnittlich gebildeten Mittelstand gehören, in ihrer angestammten Heimat zum Wiederaufbau beitragen.

"Ohne die Unterstützung von 'Kirche in Not' wären wir nicht geblieben", hätten einige gemeint. Die Erwartungen an die Hilfe der internationalen Staatengemeinschaft seien jedoch nicht erfüllt worden. Der Schwerpunkt der Arbeit von "Kirche in Not" bleibt laut Heine-Geldern in Syrien und im Irak; er hoffe, dass im humanitären Bereich die internationale Hilfe bald anläuft.

Lage in Osteuropa hat sich stabilisiert

Es gebe auch Länder, wo "Kirche in Not" ihr Engagement reduzieren kann. Heine-Geldern erinnerte an die Jahrzehnte lange Aufbauarbeit für die Kirche in den osteuropäischen Ländern. "Da gibt es keine Kirche, kein Seminar, die bzw. das nicht mit unserer Hilfe aufgebaut worden ist." Jetzt würden dort nur mehr wenige Projekte gefördert. Die Kirche z.B. in Polen oder der Slowakei sei so gefestigt, "dass wir dort schon Landesorganisationen haben" - wie in weiteren 21 Ländern. In insgesamt mehr als 140 Ländern ist die von Werenfried van Straaten nach dem Weltkrieg als "Ostpries­terhilfe" gegründete Organisation aktiv tätig.

Copyright 2018 Katholische Presseagentur KATHPRESS, Wien, Österreich
Alle Rechte vorbehalten
Archivfoto: Junge Chinesin betet


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

China

  1. Bistum Hongkong im Aufbruch: Erneut rund 2.500 Taufen zu Ostern 2026, davon 1.600 Erwachsene
  2. "Ein tragisches Unrecht"
  3. Chinas Bevölkerung wird nächstes Jahr um 3,2 Millionen schrumpfen
  4. China schränkt Aktivitäten ausländischer Christen weiter ein
  5. Chinesischer Bischof wegen ‚illegaler‘ Messe verhaftet
  6. GfbV kritisiert Wiederwahl von China in den UN-Menschenrechtsrat scharf
  7. China reagiert auf Grußtelegramm von Papst Franziskus
  8. China steuert auf Bevölkerungskrise zu
  9. Peking düpiert Vatikan mit Bischofsernennung
  10. Vatikan kritisiert unerlaubte Bischofsernennung in China







Top-15

meist-gelesen

  1. Große SIZILIEN-Rundreise mit Kaplan Johannes Maria Schwarz!
  2. Eine große BITTE an Ihre Großzügigkeit! - FASTENSPENDE für kath.net!
  3. „Der heißeste Club der Stadt“: Warum New Yorks Jugend plötzlich die Kirchen stürmt
  4. ACH TONI - hat der Wiener Dompfarrer ein Zölibatsproblem?
  5. König Charles - Eine Botschaft zum Ramadan - Schweigen zum Osterfest der Christen!
  6. Ludger Schepers wirre Osterbotschaft
  7. Papstsekretär: Leo XIV. bleibt "Padre Roberto"
  8. Der Kreuzweg mit Papst Leo
  9. Hab Erbarmen mit uns und mit der ganzen Welt
  10. Missio-Nationaldirektor P. Wallner sieht Renaissance des Glaubens
  11. 'Um die Auferstehung Jesu Christi zu feiern'
  12. Die Kraft der Auferstehung, der Wille zum Frieden und der Weg der Menschheit
  13. Britisches Innenministerium stoppt Ermittlungen gegen legale Online-Posts
  14. Terror-Warnung zu Ostern: ISIS ruft zu Anschlägen auf Kirchen und Synagogen auf
  15. 'Tödliche Bedrohung': Bischof Barron warnt vor Kollaps der westlichen Zivilisation

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz