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Kardinal Napier unterstützt Schweigepolitik von Papst Franziskus

7. September 2018 in Aktuelles, 32 Lesermeinungen
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Hochempörte Reaktionen zog ein Tweet des südafrikanischen Kardinals nach sich - Präfekt des Dikasteriums für Laien, Familie, Leben, Kardinal Farrell, retweetet umstrittene Aussage. Farrell war ausgerechnet ein enger Mitarbeiter von McCarrick gewesen


Vatikan (kath.net) Nahezu ausschließlich entsetzte Reaktionen erntete der südafrikanische Kardinal Wilfrid Fox Napier für seinen Tweet, mit dem er die Schweigepolitik von Papst Franziskus angesichts des völlig eskalierten US-Missbrauchs- und Vertuschungsskandals unterstützte. Napier hatte am Mittwoch geschrieben: „Wie sehr sich der Meister und sein Diener in der Stunde ihrer Prüfung sind! ‚Er aber schwieg und gab keine Antwort. Da wandte sich der Hohepriester nochmals an ihn und fragte: Bist du der Messias, der Sohn des Hochgelobten?‘ Mk 14,61. In der ‚Prüfung durch die Medien‘ sind die Parallelen wiederholt nah!“ Die Reaktionen ließen nicht auf sich warten:

- „Sie glauben ernsthaft, dass sich Papst Franziskus wie Christus verhält, wenn er zu McCarricks sexuellem Missbrauch und Papst Benedikts Gegenmaßnahmen schweigt?“

- „Eure Eminenz, ich respektiere Sie sehr, doch dies ist ein unglücklicher Tweet. Seine Heiligkeit muss viele wichtige Fragen beantworten, um in den Augen der Welt seine Glaubwürdigkeit wiederherzustellen“

- „Blasphemie“

- „Kardinal, auch für Sie ist die Zeit zum Rücktritt gekommen“

- „Ist das wirklich wahr? Und was sagen Sie über den jungen Mann, dessen Leben durch das Schweigen zerstört wurde bis hin zu dem Punkt, dass er Selbstmord begehen wollte?“

- „@CardinalNapier, nur zur Erinnerung: Unser Herr antwortete seinen Anklägern mit der Wahrheit.“

Kurienkardinal Kevin Farrell hat Napiers umstrittenen Tweet ohne Distanzierung retweetet. Farrell, der ausgerechnet Präfekt des Dikasteriums für Laien, Familie und Leben ist, könnte aber möglicherweise ebenfalls zutiefst in den McCarrick-Skandal und dem Vorwurf des Aufbaus eines Missbrauchs-Netzwerkes verwickelt sein. Der gebürtige Ire, der seinen Weg ins geistliche Amt als Ordenspriester der Legionäre Christi begann, dann aber in das Erzbistum Washington inkardiniert wurde, wurde von McCarrick noch zu dessen Zeit als Erzbischof von Washington zum Weihbischof bestimmt und geweiht. Farrell lebte dann sechs Jahre in Wohngemeinschaft mit dem McCarrick, kath.net hat bereits berichtet. Farrell behauptet, dass er nicht bemerkt habe, dass McCarrick männliche Teenager sexuell missbraucht oder Erwachsene sexuell belästigt habe. Farrells steiler Aufstieg in der Kirchenhierarchie lässt inzwischen allerdings Fragen aufkommen. Denn in den USA wird von vielen vermutet, dass McCarrick die willfährtigen unter jenen Seminaristen, denen er sich mutmußlich sexuell annäherte, mit Zugang zu kirchlichen Karrieren belohnt.



Zur Dokumentation: Kurienkardinal Kevin Farrell retweetete einen Tweet von Kardinal Wilfried Napier, der das Schweigen des Papstes im US-Missbrauchsskandal unterstützt



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Lesermeinungen

 Fatima 1713 10. September 2018 
 

@lakota @Rolando

Sie haben natürlich recht. Ich habe Ihr Posting wahrscheinlich nicht genau genug gelesen, aber ich denke, wir sind zu diesem Thema einer Meinung.

@Rolando
Ich versuche es ein letztes Mal.
Es hat sehr wohl etwas mit dem Amt zu tun! Wer ein solches hat, hat auch die Verantwortung für die ihm Anvertrauten (Eltern, Lehrer, Erzieher, Priester etc.) und muss neben dem Beten auch handeln, noch mehr als andere.
Ein guter Vater ermahnt seine Kinder, er beschützt die schwachen, setzt Grenzen und dort wo es notwendig ist auch härtere Maßnahmen.
Wir machen dem Papst hier keine Vorschriften, sondern äußern unser Unbehagen darüber, dass er in diesem Bereich nicht mehr konsequente Handlungen setzt. Man darf Vorgesetzte kritisieren, man darf Lehrer, Priester und auch den Papst kritisieren, solange man es respektvoll tut. Sie haben ja auch einen "Handlungsvorschlag" geäußert.


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 lakota 9. September 2018 
 

@Rolando

Sie haben mich nicht zum Zorn gereizt und ich habe Ihnen auch nichts zu verzeihen. Sie haben Ihre Ansicht geäußert und ich bin da eben anderer Meinung. Sie beziehen sich auf die allgemeine Sündhaftigkeit der Menschen, ich auf dieses spezielle Thema von Mißbrauch in der kath. Kirche. Wenn Sie dann schreiben:"Es muß erst der Sünder die Liebe des Angenommenseins erfahren, das er von Gott geliebt ist, das Jesus für seine Sünden starb." haben Sie im allgemeinen recht. Aber die Priester, Bischöfe die in diese furchtbare Sünde des sexuellen Mißbrauchs verstrickt sind, wissen das ja!!
Natürlich bete ich auch, wie wohl alle hier, und ich weiß Gott kann jederzeit eingreifen, wie auch immer. Ich denke aber, Gott erwartet von uns auch, daß wir etwas TUN - und da hat in der Kirche eben der Papst die größte Macht und Verantwortung.
Mehr möchte ich heute nicht mehr schreiben. Ich wünsche Ihnen einen gesegneten Sonntag!


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 Rolando 9. September 2018 
 

lakota

Ich bitte Sie um Verzeihung, wenn ich unklar geschrieben habe, ich habe nur eine Möglichkeit der Irreführung, nämlich Richten und Urteilen angeführt und dies in Klammer gesetzt, es ist keine Lüge.
https://www.medjugorje.de/kirche/gebete/novenen/novene-zum-heiligen-geist/litanei-zum-heiligen-geist/
Punkt 17, evtl. hängt da gerade der Papst.
Bezüglich der Reinigung von Kirche und Welt schlage ich vor, wir beginnen bei uns, ich bitte Sie um Vergebung, falls ich Sie zum Zorn gereizt haben sollte, auch für mißverständliche unklare Schreibweise. Beten wir füreinander und für die Kirche, für die Opfer und für die Sünder.


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 Einsiedlerin 8. September 2018 
 

@Friedlon

"Freund, wie bist du hier ohne Hochzeitsgewand hereingekommen? Der aber blieb stumm."
-------------------------------------

Und Jesus sagte weiter, dass er in die äußerste Finsternis geworfen wird...


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 lakota 8. September 2018 
 

@Fatima 1713

Ich würde nicht so weit gehen wie @lakota, nämlich dass er alle, die kein Sündenbewusstsein oder keinen Glauben haben aus ihren Ämtern entfernt, weil das schwer feststellbar ist, aber solche, die schwerste Verfehlungen begangen haben, müssen weg. -
Da haben Sie mich mißverstanden, das Thema hier betrifft ja die Mißbrauchsfälle. Wie es mit dem Glauben oder Sündenbewußtsein aller Amtsinhaber aussieht weiß natürlich niemand, aber wer erwiesenermaßen mit diesen Mißbrauchsfällen zu tun hat, muß aus seinem Amt entfernt werden.
@Rolando meint ja, Papst Franziskus könne da nichts tun und da frage ich mich, warum Papst Benedikt 800 Priester laisieren und über McCarrick Sanktionen verhängen konnte. Mehr würde ich im Moment gar nicht von Papst Franziskus erwarten (und hätte er hier schon etwas getan, hätte man das sicher erfahren. Aber es tut sich nichts. Leider!)


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 lesa 8. September 2018 

Die Reinigung erfordert ein gebildetes Gewissen

@Fatima: Danke für Ihre differenzierte Antwort zu @Rolando. Sie verweisen auch darauf, die Reinigung der Kirche sogar sehr wesentlich auch von der Reinigung der "einzelnen Reben am Weinstock" abhängt. Allerdings ist diesen weitgehend die Orientierung abhanden gekommen. Was ist gut, was ist böse? Besonders in unserer globalisierten, digitalen Welt, haben die Hirten der Kirche die geoffenbarte Wahrheit bzw. schwere Irrtümer klar und deutlich erkennbar zu machen. Ihr Ja muss ein Ja, ihr Nein ein Nein sein.


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 Kirchental 8. September 2018 

@Rolando

Es ist ziemlich unverfroren von Ihnen, von @lakota zu verlangen, Mitglieder Ihrer Verwandtschaft in die Wüste zu schicken.

Das heißt nämlich, dass Sie immer noch nicht verstanden haben, worum es hier geht!

PRIESTER HABEN IM AMT KINDER MISSBRAUCHT!

UM den von Ihnen erwähnten MPR Söder als Vergleich heranzuziehen: Wenn ein Finanzbeamter im Dienst Unterschlagung begeht, müsste er dafür sorgen, dass der Mann fristlos entlassen wird. Wenn seine Tante Unterschlagungen begeht, kann er vielleicht darauf einwirken, dass sie sich stellt. Aber er darf weiter mit ihr Kaffee trinken am Sonntag.

Sorry - das klingt jetzt ziemlich zynisch. Aber mir geht diese ganze Relativiererei total gegen den Strich. Mit dieser Haltung ist der ganze Schlamassel überhaupt erst entstanden!


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 lesa 8. September 2018 

Die Dinge beim Namen nennen heißt die Menschen ernst nehmen

@Rolando: Es stimmt: Zuerst das Angenommensein vermitteln. Das ist im Umgang mit dem Einzelnen relevant. Im öffentlichen Raum heißt es als erstes Bewusstmachen der Ampelregelung: des Gebotes. Da hilft nicht "lieb reden" und dabei alle Klarheiten beseitigen. Der Katechismus liefert das m.E. ideale Vorbild und Mittel, wie mit der Thematik von seiten der Hirten umzugehen ist: Nicht verurteilend, sondern differenziert, aber die Sünde beim Namen nennend, wie es Gott in der Hl. Schrift vorgibt. So wird der Mensch gewürdigt in seiner Wahrheitsfähigkeit und seiner Berufung zur Würde der Kinder Gottes und zu einem Leben ewigen Leben in der Glückseligkeit. DAS Problem ist Verwässerung und Verschleierung durch political correctness, Zerreden des Wortes Gottes. Das führt soweit, dass man die Lehre preisgeben und das Wort Gottes für nichtig erklärt, indem man falsche Lügenpropheten auf kirchliche Treffen zulässt, die dem Teufel das Wort reden (natürlich im Schafspelz).


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 Fatima 1713 8. September 2018 
 

@Rolando 2.

Für die innere, geistliche Reinigung der Kirche ist der Papst nicht alleine zuständig, obwohl er als oberster Hirte hier auch eine große Verantwortung hat. Aber in diesem Bereich sind alle Gläubigen gefordert durch Gebet, Fasten, Buße und Sühne.
3."@lakotas Verwandtschaft"
Ich nehme an, dass @lakota in Bezug auf seine Verwandtschaft kein Amt innehat, dass ihm das Recht und auch die Pflicht verleiht, innerhalb dieser Vergehen zu ahnden und ggf. Leute aus der Verwandtschaft auszuschließen.
Der Papst aber hat so ein Amt und dieses ist mit solchen Rechten und Pflichten ausgestattet.
Wenn in meiner Hortgruppe ein Kind die anderen ständig ärgert oder sogar schlägt, MUSS ich Maßnahmen setzen! Andernfalls erhöht sich das Aggressionspotenzial immer mehr, weil die anderen sich verständlicherweise wehren, wenn nichts geschieht. Ich muss die Kinder schützen und auch dem "Täter" in seinem eigenen Interesse Grenzen setzen. So hat er die Chance über sein Verhalten nachzudenken.


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 Fatima 1713 8. September 2018 
 

@Rolando 1.

Meiner Meinung nach vermischen Sie einige Ebenen miteinander.
1."Mediales Verurteilen und Hochkochen"
Sicher ist zwischen dem Aufdecken/Aufzeigen von groben Missständen und dem Verurteilen der beteiligten Personen ein schmaler Grat und man muss aufpassen, dass man diesen nicht überschreitet. Aber es ist die Pflicht von Journalisten, dass sie genau recherchieren und informieren.
2. "Reinigung der Kirche...dass der Papst es alleine macht"
Hier ist zu unterscheiden zwischen innerer, geistlicher Reinigung und äußeren Maßnahmen, wie Täter ihrer Ämter entheben und evtl. noch weitere Auflagen geben.
Letzteres kann und muss der Papst als guter Verwalter selbstverständlich alleine, allenfalls unter Mithilfe guter Berater machen. Ich würde nicht so weit gehen wie @lakota, nämlich dass er alle, die kein Sündenbewusstsein oder keinen Glauben haben aus ihren Ämtern entfernt, weil das schwer feststellbar ist, aber solche, die schwerste Verfehlungen begangen haben, müssen weg.


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 Hadrianus Antonius 8. September 2018 
 

@silas Die "ungeheuerliche" Wahrheit

@silas, die Artikel v. kath.net sind glücklicherweise meistens recht kurz und kondensiert.
Hier wurden Farrells Aussagen korrekt zitiert, die Stimmung in der USA dazu wiedergegeben und der vermutete Link zwischen körperlichen Leistungen und kirchlicher Karriere angesprochen.
Das ist in der Tat ungeheuerlich; aber leider eine Tatsache in vielen Seminarien.
Die Kirche als Homobordell :-(
Ob eine Aussage jetzt leichtfertig, eine reine Behauptung, eine Verdächtigung, ehrabschneidend oder ein Rufmord ist dann wohl die Wahrheit, ist abhängig vom Informationsgrad des Sprechers und von der Lage.
Wie Ihr Posting zeigt, sind Sie nicht gut bzw. höchst unvollständig informiert.
kath.net hat es noch sehr vorsichtig formuliert.
DER CNS (Cath.News Service) publizierte gerade ein Statement mit Bestätigung v. essenziellen Punkten des Vigano-testimony.
Noch brenzliger Brief 7.453/P aus dem Vatikan (11.10.2006) ref. nach 1985-1996 (Golden Gay Decade).

Panama Eldorado


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 Friedlon 8. September 2018 
 

Schweigen biblisch

Im vorliegenden Fall scheint mir eher Mt 22,12 einschlägig: "Freund, wie bist du hier ohne Hochzeitsgewand hereingekommen? Der aber blieb stumm."


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 Rolando 8. September 2018 
 

lakota, phillip

„um wenn möglich auch die Auserwählten irrezuführen“ Mt 24, 25
https://www.uibk.ac.at/theol/leseraum/bibel/
Ist zwar in einem etwas anderem Kontext, gilt aber in vielen Situationen, wie z. B. Mt 7, 1-5.
@phillip, ich glaube nicht, das der Papst kein Sündenbewusstsein hat, er weiß auch um die Resistenz mancher gegen die Sünde, er betet vielleicht darum. Ja, er schweigt, er betet vielleicht, bevor er handelt, helfen wir ihm. Stellen Sie sich mal vor, er würde klar und deutlich die Sünde der Homosexualität öffentlich benennen, das es keine Veranlagung ist, sondern ein Gräuel vor Gott? Er hat ja die Abtreibung als schwere Sünde schon benannt. Er weiß auch, das man mit direktem Vorhalten der Sünden wenige zur Umkehr bewegen kann. Es muß erst der Sünder die Liebe des Angenommenseins erfahren, das er von Gott geliebt ist, das Jesus für seine Sünden starb, es geht erst darum, zu Jesus zu führen, die Gnade der Umkehr schenkt der Herr, darum ist Beten so wichtig, wie es Maria immer wieder sag


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 lakota 8. September 2018 
 

@Phillip

Wenn PF selbst über kein Sündenbewusstsein verfügt, dann hat er auch keinen Glauben. Dann Gnade uns Gott, dann hilft wirklich nur noch beten!


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 Rolando 8. September 2018 
 

Fortsetzung

Wäre die Gesellschaft mit der Abtreibung so umgegangen, wie sie es jetzt von der Kirche mit dem Mißbrauch verlangt, gäbe es deutlich weniger Abtreibungen. Auch sie wurde schleichend legalisiert. Ich hoffe ich werde nicht mißverstanden, ich will nichts beschönigen, Aufklärung MUSS! sein, jedoch klug und umfassend, nicht mehr Schaden als Nutzen machen. Beten wir, das der Herr die Werkzeuge einsetzt, die Heiligen, die er dafür vorgesehen hat. Den Papst hinstellen, als wäre er keiner, ihn als Absetzungskanditaten zu stellen, ist nicht katholisch, diese Sichtweise ist gerade bei „Frommen“ anzutreffen. Es heißt ja in der Schrift, sogar die Auserwählten sollen irregeführt, (in die Sünde des Richten und Urteilens) geführt werden. In persönlichen Gespräche vesuche ich, wenn auf die Kirche wegen des Mißbrauchs gewettert wird, auch andere Sünden zu benennen, es ist erstaunlich wie schnell die Gemüter herunterfahren. Beten wir den Barmherzigkeits- Rk, wer braucht ihn nicht? Immer erst Selbstreflek


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 phillip 8. September 2018 
 

Sündenbewusstsein und Entfernung sämtlicher pädophiler und homosexueller Geistlichen und Laien

Ad Lakota zu den Sätzen "Doch! Ich verlange vom Papst, daß er die Priester, Bischöfe, Kardinäle, die kein Sündenbewusstsein haben, also auch keinen Glauben mehr - von ihren Ämtern entbindet und in die Wüste schickt. Und das könnte er, wenn er wollte!": Und was, wenn der Papst selbst über kein Sündenbewusstsein verfügt und Personen, die in Sünde verharren, dennoch Sakramente spendet und damit Häresien begünstigt und selbst verbreitet? Verfügt er noch über eine Jurisdiktionsgewalt, um die Verbrechen und Verbrecher in seiner nächsten und weitesten Entfernung der Gerechtigkeit zuzuführen oder wieder in Einheit mit Gott zurückzuführen?


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 Rolando 8. September 2018 
 

Fatima 1713

Die Kirche wird beäugt, sie ist der Maßstab, unbewusst, bei vielen Menschen, auch und eben auch für Ungläubige, um die gehts ja bei Gott auch. Die Gesellschaft sündigt munter weiter, wie wenn nichts wäre, in Österreich wird in dieser Situation sogar die „Ehe für alle“ gefordert, obwohl die Homosexualität die Ursache der Mißbrauchskrise ist, im Zusammenhang mit der Protestantisierung der kath. Kirche, die schon weit fortgeschritten ist. Es ist hier ein Bericht über zwei schwule Priester, die Oralsex praktizierten, das ist bei den Protestanten normal, es darf nur nicht in der Öffentlichkeit sein. Spielt es für Gott eine Rolle ob öffentlich oder versteckt gesündigt wird? Auch kann man denken, es gibt nur die Sünde des Mißbrauchs, alles andere ist keine Sünde. Die Homosexualität ist ein Gräuel vor Gott, siehe Sodom und Gomorrha, deswegen erscheint die Abscheulichkeit durch den Mißbrauch so deutlich. Doch in der Gesellschaft soll die Homosexualität normal, ja erstrebenswert werden, sie kom


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 silas 8. September 2018 

Ungeheuerlich!

„Farrell lebte dann sechs Jahre in Wohngemeinschaft mit dem McCarrick, kath.net hat bereits berichtet. Farrell behauptet, dass er nicht bemerkt habe, dass McCarrick männliche Teenager sexuell missbraucht oder Erwachsene sexuell belästigt habe. Farrells steiler Aufstieg in der Kirchenhierarchie lässt inzwischen allerdings Fragen aufkommen. Denn in den USA wird von vielen vermutet, dass McCarrick die willfährtigen unter jenen Seminaristen, denen er sich mutmußlich sexuell annäherte, mit Zugang zu kirchlichen Karrieren belohnt.“

Ohne weitere Indizien einen solchen Zusammenhang zu konstruieren, das ist mehr als Ehrabschneidend, das grenzt an Rufmord.

Auch wenn ich Farells Tweet und P.F. Schweigen nicht begreife sollte jeder niemals leichtfertig solche Verdächtigungen aussprechen! - Unbegreiflich.


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 Fatima 1713 7. September 2018 
 

@Rolando

Nun äußern Sie selbst doch auch einen Wunsch an Papst Franziskus (indische Exerzitien anordnen) oder ist es ein Ratschlag? Genau dasselbe Recht nehmen die meisten Poster hier auch in Anspruch. Sie wünschen sich, dass er klare und eindeutige Worte zu den schrecklichen Taten des Missbrauchs findet und konkrete Handlungen setzt, um zu verhindern, dass sich diese Verbrechen wiederholen oder sogar weiter ausbreiten. Das heißt Täter zur Rechenschaft ziehen und Opfer schützen.

Ich finde Ihre Idee der Exerzitien in Indien übrigens auch nicht schlecht. Ich weiß, wie viele Heilungen dort geschehen. Missbrauchstäter müssen jedoch aus ihren Ämtern entfernt werden und dann kann man darauf hoffen, dass sie sich bekehren, z.B. durch gute Exerzitien, Gebet, Fasten etc. und wie Sie sehr richtig sagen ist das auch unser aller Aufgabe. Damit können wir zur Reinigung der Kirche beitragen.


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 lakota 7. September 2018 
 

@Hans Josef Stein

Abtreibung kann nicht mit sexuellem Mißbrauch verglichen werden, denn Mißbrauchsopfer leiden ihr Leben lang darunter.
"müßte man jeden in Kirche und Welt benennen der einen Mord durch Abtreibung begangen und in irgend einer Art und Weise als Mittäter daran, und sei es als Abgeordneter der dafür gestimmt hat, mitwirkt und wirkte. So auch Medien.."
Aber wie ich SIE kenne, haben Sie kein Problem damit, daß P.Franziskus im Juni 2017 den Abtreibungsbefürworter Nigel Biggar an die Päpstl. Akademie für Leben
berufen hat, oder im Januar 2018 der Abtreibungsbefürworterin Liliane Ploumen den vierthöchsten Orden für Verdienste um die Kirche verliehen hat.


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 Rolando 7. September 2018 
 

Kirchental

Wobei nicht zu vergessen ist, der Mißbrauchstäter ist dem schwer kontrollierbaren Trieb ausgesetzt, die Welt sagt ja, Homosexualität ist nicht therapierbar. Abgetrieben, d.h. ein Kind wird umgebracht, weil es momentan nicht passt, nicht gewollt ist oder ein Störfaktor ist. Trotz aller Abscheulichkeiten (das ist die Abtreibung auch) ist das alles zu berücksichtigen.


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 Herbstlicht 7. September 2018 
 

wenig vergleichbar

Kardinal Napier kann ja wohl kaum die Situation unseres Herrn Jesu mit der seines Stellvertreters auf Erden vergleichen.
Jesus wurde angeklagt und hatte sich persönlich nichts vorzuwerfen, er stand einzig und allein unseretwegen vor dem Hohepriester und vor Pontius Pilatus.
Unseretwegen und unserer Sünden wegen!
Und Franziskus?

Die „Prüfung durch die Medien" und das Pochen vieler Katholiken auf Aufklärung - dass dies emotional nicht unbedingt angenehm für Franziskus ist, ist menschlich nachvollziehbar.
Ein Vergleich mit der leidvollen Lage Jesu jedoch scheint mir reichlich anmaßend.

Was mir an der aktuellen Situation ganz konkret auffällt:
Die mangelnde Demut der an dieser Sache Beteiligten und der Beschwichtiger.


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 Montfort 7. September 2018 

@Hans Josef Stein - "Man darf den Bock nicht zum Gärtner machen..."

Gleiches gilt für die kirchlichen Dienstämter!

Und genau darum geht es derzeit in der Kirche: Da sind viel zu viele "Böcke", die zu Gärtnern gemacht worden sind!

Das hat mit Paulus Worten von der Sorge um Pflanzen, Gießen, Aufbauen gar nichts zu tun (vgl. 1 Kor).

Vielmehr sind die Missbrauchstäter unter den Klerikern wie die Schädlinge, Schmarotzer, Maden im Speck.


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 Kirchental 7. September 2018 

Verantwortung

Mir geht grad echt der Hut hoch!

Manche sind anscheinend so in ihrer Papstblase gefangen, dass sie keinen Bezug mehr zur Realität haben.

Hier macht doch niemand den Papst verantwortlich, dass Fritzchen Kaugummi klaut und Lieschen ihre Mutter anlügt. Dafür sind wir alle selbst verantwortlich. Daran hat doch niemand gezweifelt.

Es geht um massive Straftaten, die Amtsträger dieser Kirche verübt haben und höhere Amtsträger vertuscht = die Verbrecher vor kirchlicher und weltlicher Strafverfolgung geschützt. Und der Papst ist halt leider de oberste Vorgesetzte aller - und der einzige in der kirchlichen Hirarchie der Bischöfe zur Rechenschaft ziehen kann. UND MUSS!

Ich finde es zynisch und geradezu unanständig, dem Missbrauch argumentativ mit Abtreibung zu kontern. Wollen Sie einem Opfer vielleicht sagen: Hey - du hast es doch gar nicht so schlecht - du bist ja wenigstens nicht abgetrieben worden.


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 Hans Josef Stein 7. September 2018 

@ Rolando

wenn man der verbitterten Logik mancher hier und in Medien folgt, müßte man jeden in Kirche und Welt benennen der einen Mord durch Abtreibung begangen und in irgend einer Art und Weise als Mittäter daran, und sei es als Abgeordneter der dafür gestimmt hat, mitwirkt und wirkte. So auch Medien, die in irgend einer Art und Weise einen solchen Mord verherrlichen. In Bezug auf Deutschland gesehen wage ich die Behauptung, das man dann eine hohe Mauer um dieses ziehen müßte und diejenigen , die noch unschuldig des Mordes und der Beteiligung daran sind als Wärter des Gefängnisses Deutschland einsetzen müßte. Oder sollte man Hitler und seinen Gefolgsleuten zugestehen über andere zu richtenß Oder Stalin? Oder Mao Tse Tung? Kardinal Napier hat absolut recht, das sich Medien nicht zum Richter aufspielen können die mitverantwortlich für das Massakrieren von Kindern im Mutterleib sind. Man darf den Bock nicht zum Gärtner machen, sei es den Staat oder die Medien.


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 Quirinusdecem 7. September 2018 
 

@Rolando

...es geht hier aber nicht um die Verantwortung des Papates für die Sünden anderer, diese hat schon ein anderer, nämlich Jesus Christus auf sich genommen, nein hier geht es vielmehr um Vorwürfe die auf eigene Verfehlungen verweisen und in seiner exponierten und auf Vorbild ausgerichteten Position erfordert das Reaktion die wiederum, in seiner Position, auch Schaden von Dritten abwenden muß......


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 Walahfrid Strabo 7. September 2018 

Eine Krähe...

...hackt der anderen kein Auge aus...


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 Michael F. 7. September 2018 
 

Farrell Legionär Christi?

Ist Kardinal Farrel tatsächlich noch Legionär Christi? Auf 1P5 steht "former Legionary of Christ".


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 Rolando 7. September 2018 
 

Die Welt braucht einen Sündenbock

Keiner ist ohne Sünde, die Sünde verursacht Leid, verschiedenes Leid. Die Opfer des Mißbrauchs leiden, zweifelsfrei! Doch es gibt auch andere die leiden, wegen der Sünden, Scheidungskinder, Verlassene Ehepartner, Betrogene, Geschlagene, Alleingelassene, Ungeborene Kinder, unmittelbar vor und während der Abtreibung. Dann gibt es das ewige Leid in der Hölle, von dem der Herr alle retten will, auch Mißbrauchstäter und Opfer, die zu Tätern wurden. Auch Abtreiber sind Täter, die der Rettung bedürfen. Der Papst kann die weltumspannende Kirche nicht reinigen, das soll erst mal jeder Papstkritiker in seinem Umfeld versuchen, die Sünde auszumerzen. Alles schaut auf die Kirche, ja, sie braucht Reinigung, die Gesellschaft, die dies fordert wohl nicht? Kann man Merkel für die Sünden ihrer Bürger verantwortlich machen, sie hat nur 80Mio, der Papst über 1Mrd. Beten wir, das der Herr Sündenbewusstsein und Sündenerkenntnis schenkt, das braucht jeder.


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 edith7 7. September 2018 
 

Auf den Kopf gestellt

Schweigepolitik = Vertuschungspolitik = Zynismus gegenüber den Missbrauchsopfern.
Und sich dann auch noch auf Christus berufen - ungeheuerlich!
Wer sich an der Vertuschung von Verbrechen beteiligt, begeht selbst ein Verbrechen.


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 wedlerg 7. September 2018 
 

Napier ist Außenseiter

Ich würde mir an seiner Stelle auch nicht die Finger verbrennen. Es braucht auch noch ein paar rechtgläubige Hirten in der Deckung - dazu gehört Napier zweifelsfrei.


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 Eliah 7. September 2018 
 

Das Gute...

..an diesen schmerzlichen Vorgängen ist, daß sie jeden, der sich dazu äußert, zwingen, Farbe zu bekennen. Aber im Grunde nicht nur die, die sich äußern. Auch das Schweigen derer, die sich ducken, ist ohrenbetäubend.


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