Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Deutsche Bischofskonferenz beschließt: Man will in Rom um Erlaubnis für Laienpredigt bitten
  2. "Bevor es zu spät ist!" – Kardinal Sarah warnt Piusbruderschaft vor Schisma
  3. Bischof Heiner Wilmer ist neuer Vorsitzender der Deutschen Bischofskonferenz
  4. Die Deutsche Bischofskonferenz nimmt die Satzung für die künftige Synodalkonferenz an
  5. Die Wahl von Bischof Heiner Wilmer zum DBK-Vorsitzenden „ist ein echtes Hoffnungszeichen“
  6. "Deutsche Kirchen" ersetzen spirituelle Dimension der Fastenzeit durch weltanschauliche Agitation
  7. „Gemeinnutz vor Eigennutz“: Bischof erntet Kritik für NS-Vergleich in Richtung AfD
  8. "Alle Iraner feiern. Die schlimmsten Menschen der Welt weinen"
  9. Papst antwortet auf Leserbrief eines Atheisten
  10. 'Ein Katholizismus ohne Beichte ist wie ein Krankenhaus ohne Medikamente'
  11. Möge die Versöhnung der Kirche in Deutschland gelingen
  12. Kärntner Ordinaritaskanzler: Rechthaberei in der Kirche überwinden
  13. Burger: „Kurzum, wie hältst Du es mit Religion und Kirche? Wie geht das mit dem Glauben?“
  14. Woelki: „Herr, offenbare du deinen Willen für deine Kirche, das ist der Kernsatz aller Synodalität“
  15. „Auf dass doch alle eins seien“ (Joh 17,21)

Kritik an Kardinal Cupich - ‚Das hat etwas mit Homosexualität zu tun’

16. August 2018 in Weltkirche, 31 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Der Erzbischof von Chicago hat behauptet, die Missbrauchsskandale hätten nichts mit gelebter Homosexualität von Priestern zu tun. Prominente katholische Laien sind anderer Ansicht.


Chicago (kath.net/LSN/jg)
Prominente katholische Laien haben die von Blase Kardinal Cupich aufgestellte Behauptung zurückgewiesen, die Missbrauchskrise habe nichts mit Homosexualität zu tun. Cupich hatte dies in einem Interview mit dem Jesuitenmagazin America vertreten.

Er sei „sehr vorsichtig“ bei der Schlussfolgerung, dass die Zulassung homosexueller Männer zum Priestertum zu einer Kultur geführt habe, welche den Missbrauchsskandal um den ehemaligen Kardinal Theodore McCarrick ermöglicht habe. Ein ähnlicher Zusammenhang zwischen Homosexualität unter Priestern sei in den 2000er Jahren behauptet worden, als die Skandale um den Missbrauch Minderjähriger durch Priester öffentlich geworden seien. Dies sei durch den Bericht des John Jay College of Criminal Justice widerlegt worden, sagte Cupich laut America.

Das Thema Homosexualität werde nur deshalb ins Spiel gebracht, um vom eigentlichen Problem abzulenken, das den Missbrauchsskandalen in Wahrheit zugrunde liege. Dies sei der Klerikalismus, behauptete der Kardinal.


Cupich lobte die „Dallas Charter“, die Regelung welche die US-Bischöfe 2002 für den Umgang mit Missbrauchsvorwürfen gegen Priester beschlossen haben. Diese habe zum Rückzug von Erzbischof McCarrick geführt, behauptete Cupich. Die Charter betrifft allerdings dank einer Intervention von McCarrick nicht Bischöfe, gegen die Vorwürfe erhoben werden.

Er sei über das Fehlverhalten McCarricks „schockiert“ und schlug eine Untersuchung vor, welche prüfen solle, ob die bestehenden Regelungen eingehalten worden seien, berichtet America.

Beide Berichte des John Jay College, der aus dem Jahr 2004 und der aus dem Jahr 2011, würden zeigen, dass 80 Prozent der Opfer von Missbrauchsfällen männliche Jugendliche waren, sagte Jennifer Roback Morse, Gründerin und Leiterin des Ruth Institute. „Das hat etwas mit gelebter Homosexualität zu tun“, sagt sie wörtlich gegenüber LifeSiteNews. Die Opfer der aktuellen Krise seien Seminaristen, die von ihren Oberen missbraucht würden. Auch das habe etwas mit gelebter Homosexualität zu tun, betont sie.

Auf ihrem Blog hat sie die Zahlen der Berichte des John Jay College analysiert und kommt zu dem Ergebnis, dass Homosexualität tatsächlich ein wichtiger Faktor in den Missbrauchsskandalen gewesen sei. Sie ist überzeugt, dass Kleriker, die aktiv homosexuelle leben, der Kirche große Probleme bereiten würden. „Wenn die Bischöfe diese Probleme nicht sehen wollen, werden die Laien neue und kreative Wege finden, um Druck auszuüben“, sagt sie wörtlich.

Austin Ruse, der Vorsitzende des Center for Family and Human Rights (C-FAM) argumentiert ähnlich wie Roback Morse. Wie könne der Missbrauchsskandal, der 2002 bekannt geworden sei, nichts mit Homosexualität zu tun haben, wenn 80 Prozent der Fälle erwachsene Männer betreffe, die männliche Jugendliche missbraucht hätten, fragt er. Im Fall McCarrick sei die Lage noch eindeutiger, weil dessen Opfer erwachsene Männer seien. „Wir werden es nicht zulassen, dass sie mit dieser Geschichte durchkommen“, sagt er in Richtung der Bischöfe.

Klerikalismus sei tatsächlich ein Problem im Klerus, sagt die Moraltheologin Dr. Janet Smith, die am Sacred Heart Major Seminary in Detroit unterrichtet. Zu viele Priester würden seien kleine Tyrannen, die ihren Einfluss für ihren eigenen Vorteil einsetzen würden. Sobald das Problem homosexueller Netzwerke in den Diözesen und Orden gelöst sei, könne es in Angriff genommen werden, schlägt sie vor.



Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Missbrauch

  1. Zwei (renommierte und namentlich bekannte) Missbrauchsopfer „blitzen mit ihren Protesten ab“
  2. Papst spricht drei Stunden mit Missbrauchsopfern aus Belgien
  3. Causa Rupnik: Papst bittet um Geduld für laufenden Vatikan-Prozess
  4. Massive Kritik am „Spiegel“ nach skandalösem Artikel über „Dragqueen“ Jurassica Parka
  5. „Kardinal Marx und Bischof Bätzing werden voraussichtlich in der Trierer Studie berücksichtigt“
  6. Vatikan ernennt Richterinnen und Richter im Fall Rupnik
  7. New Mexico klagt Meta, Mark Zuckerberg wegen Ermöglichung der sexuellen Ausbeutung von Kindern
  8. Synode über Synodalität verwendet Bilder von Marko Rupnik
  9. Missbrauchsexperte Zollner: ‚Keine Kultur der Rechenschaftspflicht’ in der Kirche
  10. Bistum Basel: Bischof Gmür räumt Fehler bei Missbrauchsfall ein







Top-15

meist-gelesen

  1. Einmal im Leben nach ISLAND - Eine Reise, die Sie nie vergessen werden!
  2. Bischof Heiner Wilmer ist neuer Vorsitzender der Deutschen Bischofskonferenz
  3. "Bevor es zu spät ist!" – Kardinal Sarah warnt Piusbruderschaft vor Schisma
  4. Deutsche Bischofskonferenz beschließt: Man will in Rom um Erlaubnis für Laienpredigt bitten
  5. Die Deutsche Bischofskonferenz nimmt die Satzung für die künftige Synodalkonferenz an
  6. Die Wahl von Bischof Heiner Wilmer zum DBK-Vorsitzenden „ist ein echtes Hoffnungszeichen“
  7. "Alle Iraner feiern. Die schlimmsten Menschen der Welt weinen"
  8. "Deutsche Kirchen" ersetzen spirituelle Dimension der Fastenzeit durch weltanschauliche Agitation
  9. Bischof Erik Varden bei Fastenexerzitien im Vatikan: „Tausende fallen“
  10. „Es ist verlockend aber zweifelhaft zu glauben, wir müssten mit den Moden der Welt Schritt halten“
  11. Mexiko in Angst: Priester spenden auf einem Dach eucharistischen Segen
  12. 'Ein Katholizismus ohne Beichte ist wie ein Krankenhaus ohne Medikamente'
  13. Burger: „Kurzum, wie hältst Du es mit Religion und Kirche? Wie geht das mit dem Glauben?“
  14. „Gemeinnutz vor Eigennutz“: Bischof erntet Kritik für NS-Vergleich in Richtung AfD
  15. Varden: „Als Jesus erklärte, was es bedeutet, bei ihm zu bleiben und in das Reich Gottes einzugehen…

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz