05 Juli 2018, 11:00
Homo-Ehe: Staatlich-kirchliche Zementierung von Fehlverhalten?
 
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Evolutionsbiologe Prof. Ulrich Kutschera im kath.net-Interview über seine Ansichten zu Aussagen u.a. der Kardinäle Marx und Schönborn zur „Homo-Problematik“ – Seine Erfahrungen mit dem vieldiskutierten kath.net-Interview vor einem Jahr

Linz (kath.net) Am 5. Juli 2017 ist auf kath.net ein Interview mit dem Titel „Ehe für alle? Diese widersinnige Entscheidung überrascht mich nicht“ veröffentlicht worden. Der Text war an die Leser des Fachbuchs „Das Gender-Paradoxon“ gerichtet. Die Aussagen des befragten Autors, Prof. Dr. Ulrich Kutschera, wurden mit großem Interesse aufgenommen und vielfach kommentiert. Allerdings wurden einige seiner kritischen Bemerkungen zum Homo-Adoptionsrecht auch mit negativen Stellungnahmen kommentiert. Wir fragten den Evolutionsbiologen nach den Ereignissen im vergangenen Jahr und seinen Ansichten bzgl. der Aussagen zweier prominenter Katholiken sowie einem Vertreter des Bundes Katholischer Ärzte (BKÄ) zur „Homo-Problematik“.

kath.net: Herr Prof. Kutschera, heute vor einem Jahr (5. Juli 2017) ist bei uns Ihr umstrittenes Interview zur „Ehe für alle“ erschienen, das zu heftigen Attacken gegen Sie geführt hat – wie verliefen die letzten 12 Monate, und wie geht es Ihnen heute?

Prof. Kutschera:
Hervorragend! Als Kreationismus-Kritiker bin ich derartiges gewohnt und daher relativ immun gegenüber verbalen Angriffen. Ein weiteres arbeitsreiches Jahr im Dienste der deutschen Wissenschaft liegt hinter mir. Ich konnte, neben der aufwändigen Arbeit an einem neuen Physiologie-Lehrbuch, in Kooperation mit führenden US-Kollegen renommierter Elite-Universitäten eine stattliche Zahl englischsprachiger Publikationen erstellen und veröffentlichen. Hierdurch ist es mir gelungen, mein bereits sehr gutes Ranking bei Research Gate (dem Facebook der Naturwissenschaftler) nochmals nachzubessern – Details würden als Angeberei missverstanden werden. Der Wissenschafts- und Technologiestandort Deutschland lebt von derartigen Leistungen, die nur mit enormem Arbeitsaufwand zu erreichen sind (Überstunden, Urlaubsverzicht) und die Integration in ein harmonisch funktionierendes internationales Biologen-Netzwerk erfordern.

kath.net: Obwohl bei uns fast nur positive Kommentare eingegangen sind, hat Spiegel Online (Ehe für alle – Protest gegen homophoben Kasseler Uni-Professor) eine von gewissen Studenten initiierte Verleumdungskampagne gegen Sie eingeleitet. Wie bewerten Sie das?

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Kutschera:
Ich habe nach Veröffentlichung des kath.net-Interviews sowie des ergänzend-erklärenden HNA-Kommentars (Ehe für alle und der Stiefvater-Effekt) zahlreiche Briefe und E-Mails aus ganz Deutschland erhalten – etwa 96 % davon waren positiv, nur wenige kritisch-negativ. Viele Ärzte, Psychologen und Juristen, aber auch Lehrerinnen, haben mir wertvolle, ergänzende Infos zum Thema übersendet: Diesen klugen Mitbürgern möchte ich hiermit nachdrücklich danken.

Ich kann aber gut nachvollziehen, dass es eine kleine Minderheit von Personen gibt, die einige Aussagen falsch oder überhaupt nicht verstanden haben.

Das Interview war auf die Inhalte meines „Gender-Paradoxons“ abgestimmt, d. h. beim Leser wurden zum Verständnis die dort dargelegten Sachverhalte und Fachbegriffe vorausgesetzt (s. das Glossar am Ende des Buchtextes, mit Definitionen sämtlicher Termini). Meine Kritiker hätten sich bei mir informieren können – ich wäre gerne bereit gewesen, alle Quellen offenzulegen und Missverständnisse auszuräumen. So habe ich mich z. B. auf die 2016 von California State University-Prof. Robert Lopez herausgegebene Monographie über die „unschuldigen Opfer gleichgeschlechtlicher Stiefelternschaften“ bezogen (s. Literaturstelle 1.). Dort sind etwa 70 traurig-erschütternde Berichte von erwachsenen Männern und Frauen zusammengefasst, die bei schwulen Männer- bzw. lesbischen Frauen-Paaren aufgewachsen sind. Die Personen haben sich aufgrund ihrer leidvollen Erfahrungen gegen das Adoptionsrecht für gleichgeschlechtliche Paare ausgesprochen.

kath.net: Es gibt aber Berichte, die belegen, dass es Adoptivkindern, die bei schwulen bzw. lesbischen Paaren aufwachsen, besser geht als in Vater-Mutter (hetero)-Familien. Was sagen Sie dazu?

Kutschera:
In diesen Studien werden die Erziehungsberechtigten nach dem Wohlbefinden ihrer minderjährigen Zöglinge befragt (Alter ca. 3 bis 10 Jahre). Homo-Paare antworten dann überwiegend mit „sehr gut“, während Hetero-Eheleute auch Probleme zugestehen. Nur Untersuchungen, wie jene von Prof. Lopez (1.), bringen die wahren Gefühle der ohne Mutter bzw. Vater aufgewachsenen Kinder ans Licht. Die von Ihnen erwähnten Berichte gehen daher völlig an der Lebens-Realität vorbei.

kath.net: Ihre Kritiker bezeichnen Sie als „homophoben Professor“ und auf WELT.de als „bemitleidenswerten, hasserfüllten Menschen“ – Ihr Kommentar?

Kutschera:
Ich habe im kath.net-Interview, wie auch im Gender-Fachbuch, explizit ein Diskriminierungs-Verbot gegenüber jenen Menschen ausgesprochen, die mit einer homoerotischen Veranlagung zur Welt kommen – sie sollten mit Respekt und Würde behandelt werden. Der absurde Homophobie-Vorwurf wird durch die Tatsache widerlegt, dass ich im Rahmen meines eingangs erwähnten internationalen Biologen-Netzwerks, seit ca. 15 Jahren, u. a. auch mit schwulen Fachkollegen kooperiere – konstruktiv und produktiv.

Da alle Aussagen im kath.net-Interview auf belegten wissenschaftlichen Fakten basieren, und diese Forschungsergebnisse (Tatsachen) nicht unterdrückt werden sollten, sehe ich diesen Angriffen gelassen entgegen – die Erde ist rund und keine Scheibe. Gemäß dem Sprichwort „Getroffene Hunde bellen“ habe ich offensichtlich unerwünschte Wahrheiten angesprochen, die ich aber unter Verweis auf Fachpublikationen als Tatsachenbehauptungen ausweisen kann. Über die von Prof. R. O. Lopez (1.) hinausgehenden Berichte und Analysen zur Adoptions-Problematik hat der US-Psychologe Dr. Richard B. Gartner in zwei aktuellen Monographien dargelegt, dass der sexuelle Missbrauch von Jungen ein Tabuthema ist und endlich öffentlich diskutiert werden sollte (2., 3.).

Zur „Bemitleidungs-Frage“ das Folgende: Mir wurde bisher von niemand Mitleid geschenkt – im Gegenteil. Anders als in den USA, wo ein „hard working scientist“ geachtet wird, werden in Deutschland biowissenschaftliche Leistungen weitgehend ignoriert.

Eine „Hasserfüllung“ meinerseits gegenüber irgendwelchen Personen kann ich nicht feststellen. Ich trete meinen Mitbürgern freundlich-kooperativ entgegen und äußere meine Meinung immer nur in jenen Fällen, wo ich meine biologische Fachkompetenz einbringen kann. Professor heißt Bekenner, und es gehört zu meinem Aufgabenbereich, die Biologie gegenüber religiös-esoterischen und sonstigen Vereinnahmungen zu verteidigen.

kath.net: Am 26. Juli 2017 hat sich der Wiener Erzbischof Kardinal Christian Schönborn, ähnlich wie Sie, gegen die Homo-Ehe ausgesprochen. Er stellte das Kindeswohl in den Vordergrund und benutzte den Begriff „Weg der Generationen“. Ist das in Ihrem Sinne?

Kutschera:
Obwohl ich als ungläubiger Evolutionsforscher und Physiologe das theistische Weltbild des Katholiken Schönborn nicht teile, gebe ich ihm diesbezüglich völlig Recht: Eine Ehe wird von liebenden Partnern vollzogen, mit dem evolutionär verankerten (unbewussten) Ziel der geschlechtlichen (sexuellen) Hervorbringung von Nachwuchs – Eltern leben in ihren Kindern weiter, und diese kümmern sich später um ihre alternden Erzeuger bzw. Erzieher. Männliche und weibliche Homo-Partnerschaften führen gleichgeschlechtliche erotische Handlungen durch; sie können bekannter Weise keine „Ehe in diesem Sinne“ vollziehen, da nur bei einer Mann-Frau (Spermium/Eizelle)-Kopulation (innere Befruchtung, d. h. Sex) Nachwuchs generiert werden kann.

Das Wort „Homo-Ehe“ enthält somit einen Widerspruch in sich selbst – ein Gleichmachen des Ungleichen.

kath.net: Am 23. Dezember 2017 hat dann der Münchener Kardinal Reinhard Marx die Ehe als „Weitergabe des Lebens“ bezeichnet und einen „Respekt vor der Schöpfung“ angemahnt. Was sagen Sie dazu?

Kutschera:
Die Marx’sche Analyse ist hervorragend, wobei ich eher von einem „Respekt vor den biowissenschaftlichen Forschungsergebnissen“ sprechen würde; diese Resultate werden heute mit einem enormen apparativen- wie geistigen Aufwand erarbeitet und in streng begutachteten englischsprachigen Fachjournalen publiziert.

In seinem Text zu Ehe und Staat schreibt Marx wörtlich: „Die Ehe sollte auf die Beziehung zwischen Mann und Frau bezogen bleiben. Der Begriff Ehe basiert ja auf der Tatsache, dass (sie), auf Weitergabe des Lebens ausgerichtet, schon vor ihm da ist. Sie ist gewissermaßen die Voraussetzung dafür, dass es den Staat überhaupt gibt.“ Diese Aussage ist höchst originell: Kardinal Marx stellt fest, dass der Staat mit dem Homo-Gesetz jene Institution relativiert bzw. abwertet, die ihn selbst, über fruchtbare (kinderreiche) Ehen hervorgebracht hat – anders ausgedrückt: Durch Förderung bzw. steuerliche Gleichstellung unfruchtbarer „Universal-Ehen“ sägt der Staat an dem Ast, auf dem er selbst sitzt (Konsequenzen: fehlende Kinder, zu wenige Renten-Einzahler).

Ich habe die Diskussion mit Katholiken immer geschätzt und wurde von meinen Gesprächspartnern als „aufrichtig-ehrlicher Atheist“ gewürdigt. Diese fruchtbare Debatte zwischen aufgeklärtem Christentum und den Evolutionswissenschaften sollte fortgeführt werden.

kath.net: Die Kardinäle Schönborn und Marx haben in ihren Interviews angemahnt, dass im Zusammenhang mit der Homo-Ehen-Diskussion Kinder zu Objekten bzw. Produkten gemacht und somit entmenschlicht werden – ein Recht auf ein Kind gäbe es nicht. Das könnte auch von Ihnen gesagt worden sein …

Kutschera:
Im „Gender-Paradoxon“ bin ich in mehreren Kapiteln auf diese Problematik eingegangen. Stichworte: Künstliche Befruchtung und Leihmutterschaft. Entzieht man einem im Reagenzglas generierten Kind sein Recht auf Wissen bezüglich seiner Abstammung, so nimmt man diesem menschlichen Geschöpf etwas ganz Zentrales weg: Die Frage „wer bin ich, wo komme ich her?“ kann nicht beantwortet werden (1., 2., 3.). Kinder haben ein Natur-Recht auf Vater und Mutter.

Genau wie die oben zitierten Kardinäle betrachte ich eine solche „Menschenzucht“ äußerst kritisch, aber aus rein naturwissenschaftlichen Gründen (Evolutionäre Ethik).

Wie Sie wissen, hat der renommierte Stanford-Professor Robert Sapolsky in seinem aktuellen Fachbuch zum menschlichen Verhalten (4.) die zentrale Bedeutung der Mutter im Leben des Menschen und anderer Säugetiere hervorgehoben. Ohne weibliche Bezugsperson während der ersten Lebensjahre kann es zu schwerwiegenden Entwicklungsstörungen kommen. Aus diesem Grund habe ich im kath.net-Interview die mutterlose Aufzucht eines Adoptiv-Jungen durch zwei Männer (schwul oder hetero) kritisiert. Diese theoretische Schlussfolgerung bestätigte sich dann bald für mich. Eine Mutter zweier Kleinkinder sagte im Juni 2017 zu mir: „Wenn ich ein Foto von zwei schwulen ‚Papas‘ mit einem adoptierten Jungen sehe, kommen mir die Tränen. Wie kann man so grausam zu einem Kind sein und ihm eine Mutter vorenthalten?“ Belege zur Unterstützung dieser emotionalen Aussage finden Sie in den Fachbüchern der Professoren Lopez (1.) und Sapolsky (4.), wie auch in den beiden Monographien von Dr. Gartner (2., 3.).

kath.net: Würden Sie rückblickend Ihre scharf kritisierten kath.net-Aussagen vom 5.7.2017 nochmal in dieser Form zur Veröffentlichung frei geben?

Kutschera:
Im Rahmen der Meinungs- und Wissenschaftsfreiheit sollte es einem Biologen erlaubt sein, unbequeme biomedizinische Sachverhalte offen aussprechen zu dürfen. Ich habe allerdings gelernt, dass manche Bürger Verständnisprobleme haben, sobald es um naturwissenschaftliche Zusammenhänge geht. So wird z. B. das Wort „Pädophilie“ (im allgemeinen Sinne, erotische Zwangshandlungen an Jungen/Mädchen unter 16 Jahren) häufig mit der „Infantophilie“ verwechselt (erotische Fixierung auf Kleinkinder). Hinzu kommt, dass ich nur allgemeine Aussagen getroffen und keine geographische Region (z. B. Österreich) genannt habe. Gemeint war somit das Kollektiv aller weltweit 2017 existierender schwuler Männer bzw. lesbischer Frauen. Manche Zeitgenossen haben aber die Eigenschaft, alles auf sich zu beziehen, obwohl sie als Individuum nicht angesprochen sind.

Meine Anmerkungen bezüglich eines erhöhten Kindesmissbrauch-Risikos bei gleichgeschlechtlichen Adoptiveltern bezog sich, wie im HNA-Kommentar zum kath.net-Interview dargelegt, auf einen Artikel eines Facharztes (M. Schröter-Kunhardt, Gefährdung der Jungen. Deutsches Ärzteblatt 106/46: A2468–A2469; 2009). Die dort getroffenen Aussagen sind korrekt. Sie werden u. a. durch die bereits erwähnten Monographien des US-Professors R. O. Lopez (1.) und des Psychologen Dr. R. B. Gartner (2., 3.) bestätigt. Auf mehreren hundert Seiten sind bei Gartner (2., 3.) die kaum vorstellbaren Qualen körperlicher und psychischer Art, die sexuell missbrauchte Jungen zu ertragen haben, dargelegt.

Wie die große Mehrheit der Leser des kath.net-Interviews richtig verstanden hat, bezog ich mich bei meiner Befürchtung bezüglich einer „Gefährdung der Jungen“ u. a. auch auf die Verhältnisse in der Odenwaldschule („Kindesmissbrauch: Der unfassbare Nachruf auf Gerold Becker“). Dort haben schwule Erzieher („Stiefväter“) ihre genetisch fremden männlichen Zöglinge aufs Übelste misshandelt bzw. vergewaltigt. Eine Warnung vor derartigen Untaten sollte in einem freiheitlich-demokratischen Rechtsstaat erlaubt sein, auch unter Verweis auf Homo-Männerpaare mit einem Adoptivsohn (dieser Junge wird mit hoher Wahrscheinlichkeit auch von schwulen Stief-Onkeln betreut). Keineswegs will ich allen schwulen Männern und lesbischen Frauen, die weltweit leben, pädophile Neigungen unterstellen – das wäre absurd (siehe 1., 2., 3., 5.).

kath.net: Ihr Gender-Fachbuch ist 2018 in einer 2. aktualisierten Auflage erschienen – zeitgleich mit einer homo-kritischen Anmerkung aus dem Bund Katholischer Ärzte (BKÄ). Was gibt es Neues in der Geschlechter-Debatte?

Kutschera:
Als ich im Januar die verbessere Version des Buchtextes fertigstellte, hat sich ein Vertreter des BKÄ in einem Kommentar auf BR24 unter der Überschrift („Kirchliche Segnung gleichgeschlechtlicher Paare zementiert Fehlverhalten“) negativ zur Homo-Ehe geäußert. Er sprach von den „typischen Charakterstörungen und die Gefahren für diese ‚Ehe‘ selber, und der Gesundheit der Partner (z. B. Infektionen durch typische Sexualpraktiken)“, wobei der Mediziner eine Heilung (homoerotischer) „Fehlhaltungen“ anmahnte. Der biomedizinische Aspekt (Geschlechtskrankheiten, die in der Schwulen-Szene kursieren) ist sicher ein wichtiger Punkt, der bei Adoptionsfragen nicht ausgeklammert werden darf (s. die Angaben in 1.). Wie in der 2. Auflage des Gender-Fachbuchs (5.) dargelegt, ist aber die auf das eigene Geschlecht bezogene erotische Neigung auf Grundlage aktuellster (2018er) Forschungsergebnisse, die ich kurz zusammengefasst habe, definitiv als vorgeburtlich festgelegt zu interpretieren. In der Neuauflage sind die zentralen Aussagen des Gender-Fachbuchs durch Aufnahme aktuellster US-Studien untermauert worden (u. a. zur Fixierung der Gender-Identität im Mutterleib). Dem Leser steht jetzt eine noch fundiertere Handreichung für Diskussionen mit Vertretern der Gender-Agenda zur Verfügung. Allerdings würde ich bezüglich der „Ehe für alle“ (ein problematischer Begriff, der logischerweise auch Zwangs-Verpaarungen vorpubertärer Mädchen mit erwachsenen Männern sowie das „ein Mann-mehrere Frauen-Modell“ einschließt) nicht von „(staatlich)-kirchlicher Zementierung von Fehlverhalten“ sprechen, wie es der Mediziner vom BKÄ in seinem Kommentar getan hat. Als demokratischer Freidenker und weltoffener Naturwissenschaftler lehne ich es ab, Personen aufgrund ihrer biologisch bedingten Eigenheiten zu diskriminieren (5.). Wir sollten jeden Menschen so akzeptieren wie er ist, vorausgesetzt er verhält sich gesetzeskonform.

Zitierte Fachliteratur (mit Primärquellen)

(1.) Lopez, R. O., Klein, B. (Eds.) (2016) Jephthah’s Children. The Innocent Casualties of Same-Sex Parenting. 2. Ed. Wilberforce Publications Ltd., London.

(2.) Gartner, R. B. (Ed.) (2018) Understanding the Sexual Betrayal of Boys and Men: The Trauma of Sexual Abuse. Routledge, Abingdon.

(3.) Gartner, R. B. (Ed.) (2018) Healing Sexually Betrayed Men and Boys: Treatment for Sexual Abuse, Assault, and Trauma. Routledge, Abingdon.

(4.) Sapolsky, R. M. (2017) Behave. The Biology of Humans at Our Best and Worst. Penguin Books, New York.

(5.) Kutschera, U. (2018) Das Gender-Paradoxon. Mann und Frau als evolvierte Menschentypen. 2. Auflage. LIT-Verlag, Berlin.


kath.net-Buchtipp
Das Gender-Pardoxon
Mann und Frau als evolvierte Menschentypen
Von Ulrich Kutschera
Taschenbuch, 446 Seiten, 2. Auflage
2018 LIT Verlag
ISBN 978-3-643-13297-0
Preis 25,60 EUR (Österreich)

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