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„Das Wir gewinnt“ – Nachlese zum Familienfestival in Schönstatt

21. Juni 2018 in Familie, keine Lesermeinung
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Familienbischof Heiner Koch erläuterte Heilige Dreifaltigkeit sinnbildlich anhand eines Triangels: Nur mit der Öffnung kann diese klingen, und nur wenn wir uns der Dreifaltigkeit öffnen, kann unser Glauben gelingen. Gastbeitrag von Ferdinand Güsewell


Schönstatt (kath.net) 250 Familien mit ca. 900 Teilnehmern kamen, Nummernschilder und insbesondere viele Kleinbusse aus allen Landesteilen waren vertreten, unter den vielen KFZ-Kennzeichen mischten sich auch einige aus der norddeutschen Diaspora (OS, WOB, GÖ). Bei strahlendem Sonnenschein erwarteten uns die Moderatoren schon in der Pilgerkirche. Nach einer kurzen geistlichen Einführung gab es noch eine spezielle Kindereinführung in das Festival. Ein Postbote brachte ein Riesenpaket, gemeinsam enthüllten die Kinder den Inhalt: Das Wort: „WIR“, weil „Das WIR gewinnt!“ auch das Motto des erstmalig im neuen Format veranstalteten Familienfestivals der Schönstatt Familienbewegung war.

Unter anderem gab es einen Impuls zum Hausheiligtum - der Herrgottswinkel der Schönstätter. Dann neigte sich, bei weiterhin strahlendem Sonnenschein, der Tag langsam dem Abend zu und es begann der Höhepunkt eine wirklich liebevoll gestaltete Liebesbündnisfeier am Urheiligtum. Kinderfreundlich wurde das Liebesbündnis erklärt, die Kinder durften mitsingen und mittanzen, und jedes Kind erhielt einen WIR-Würfel aus Holz. Eine Band sorgte mit stimmungsvollen Liedern für die richtige Atmosphäre. (Erklärung „Liebesbündnis“ siehe Anmerkung)

Ein persönliches Glaubenszeugnis beim Familienpicknick

Der ganze Gebetsplatz daneben verwandelte sich danach in eine riesengroße Picknick-Wiese, viele Kinder, viel Geschrei eine ganze Menge Luftballons und auch Petrus zeigte mit einem fantastischen Klima sein Wohlwollen. Essenboxen gab es wie bei anderen kirchlichen Großveranstaltungen nur immer für fünf Erwachsene… und so kamen wir mit einem Ehepaar aus Koblenz ins Gespräch. Sie aus Osteuropa, er aus der Türkei. Nach ihrem Glaubensweg befragt erzählte er uns – unser neuer türkischer Freund – seinen persönlichen Weg zum katholischen Glauben. Er, Sohn einer türkischen Mutter, mit der er alleine in Deutschland lebte, hatte irgendwann mit Anfang 20 nach dem Tod seiner Mutter (sein Vater war in der Türkei) in Deutschland den Entschluss gefasst katholisch zu werden. So rief ihn Gott mitten aus dem Leben und er wagte den mutigen Schritt. Das erste Betreten einer katholischen Kirche für ihn, war der Gang zum Priester, dem er mitteilte, dass er katholisch werden wolle. Der Priester gab ihm einige Bücher zur Lektüre und bereitete ihn fortan auf die Taufe vor. Mit spürbarem Stolz berichtete er uns noch vom Tag seiner Taufe. Die Kirche sei so voll gewesen, dass die Leute auch noch vor den Türen der Kirche standen und nach der Taufe haben alle applaudiert.


Für Groß und Klein gab es an diesem Abend auch noch Programm, direkt am Lagerfeuer, es war eine schöne familiäre Feierstimmung, unter anderem gab es auch ein moderiertes Abendprogramm. Der abendliche Spaziergang nach Hause sowie Luftballons für die Kinder rundeten den Tag gut ab.

Am Sonntag ging es gleich weiter mit der zentralen Abschlussmesse von Erzbischof Heiner Koch aus Berlin. Die Pilgerkirche platzte bei gut 1000 Messbesuchern schon fast aus ihren Nähten.

In seiner Predigt ging der Erzbischof, welcher gleichzeitig auch der Familienbischof der DBK ist, auf die Heilige Dreifaltigkeit ein und erklärte den Teilnehmern diese sinnbildlich anhand eines Triangels: nur mit der Öffnung kann diese klingen – nur wenn wir uns der Dreifaltigkeit öffnen, kann unser Glauben gelingen. „Das Geheimnis des christlichen Glaubens ist, dass Gott grenzenlose Gemeinschaft, Leben und Liebe ist.“ Mit diesen Worten eröffnete Erzbischof Koch die Predigt und fuhr fort: „Wo Liebe ist, blüht Gemeinschaft auf.“ Das Motto „Das WIR gewinnt!“ sei eigentlich ein wunderbarer Name für Gott.

Abschließend dankte der Erzbischof noch allen Familien für ihr starkes Glaubenszeugnis, und diverse Vertreter der Schönstatt Familienbewegung bedankten sich bei ihm. Er bekam die (Familienzeitschrift „Unser Weg“), sowie den Sammelband der Ehepaarnewsletter (siehe Link: Schönstatt Ehepaarnewsletter) geschenkt, außerdem noch eine Kerze und das Versprechen, in seinen Anliegen zu beten.

Die intern liebevoll „Hüpfheiligtum“ genannte Hüpfburg war genauso mit dabei wie das Heiligtum auf Rädern, einige Essensbuden sorgten für kulinarische Angebote. Immer wieder konnte man die Kinder in die Kinderbetreuung bringen und die Erwachsenen konnten an diversen geistlichen Angeboten teilnehmen.

Es war ein wunderbares Familienfestival, welches sich insbesondere auch durch viele Kinderangebote ausgezeichnet hat. Wir freuen uns auf baldige Fortsetzung.

Anmerkung – Liebesbündnis: Das Liebesbündnis mit Maria ist in Schönstatt die originelle Form des Lebens aus dem Taufbündnis. Durch intensive Beziehung zu Maria näher zu Christus zu gelangen. Nähere Informationen unter: Schönstatt Liebesbündnis.

Pontifikalamt mit Bischof Koch


Luftballonaktion


Foto (c) Schönstatt Familienbewegung


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