Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. "Ein Schisma und mein Ausstieg aus der Priesterbruderschaft St. Pius X."
  2. Streit kocht hoch: Braucht die barocke Basilika Weingarten wirklich einen neuen „modernen“ Altar?
  3. Medjugorje: Brandanschlag und Schändungen kurz vor Jugendfestival
  4. Bischof Paprocki: FSSPX ist "im Grunde eine weitere protestantische Sekte"
  5. Ein Signal des Himmels?
  6. Festnahme nach Schändungen in Medjugorje - Bischof ruft zu Gebet auf
  7. Die katholischsten Länder der Welt sind...
  8. "Die Hölle ist der Ort der größtmöglichen Gottesferne"
  9. Bistum Huelva führt verbindliches zweijähriges Katechumenat für erwachsene Taufbewerber ein
  10. Das Schweigen der Bischöfe zur Causa Spahn
  11. Junge brasilianische Katholiken hoffen auf mehr Glaubenslehre und ehrfürchtige Liturgie
  12. Die Familie ist das Hauptziel des Bösen: Die prophetische Warnung des hl. Scharbel
  13. Erdbebengefahr bei Neapel: Italiens Kirche ruft zum Gebet auf
  14. Vatikan stuft schottische Mönche nach unerlaubter Bischofsweihe als exkommuniziert ein
  15. Kardinal Müller: Das Konsistorium ließ eine tiefgehende Debatte über kirchliche Fragen vermissen

Kardinal Müller: Homo- und Genderideologie reduzieren den Menschen

19. Juni 2018 in Weltkirche, 2 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Der Mensch sei als Kind und Freund Gottes geschaffen. Auf Grundlage eines falschen Menschenbildes wollen die Homo- und die Genderideologie eine alternative Realität erzeugen, kritisiert der frühere Chef der Glaubenskongregation.


Rom (kath.net/LSN/jg)
Die Homo- und die Genderideologie erschaffen eine falsche Wahrnehmung der Realität, die dem Menschen seine wahre Identität als Geschöpf Gottes nimmt. Das sagte Gerhard Ludwig Kardinal Müller, der frühere Präfekt der Glaubenskongregation, bei der Vorstellung der italienischen Ausgabe des Buches „Why I don’t call myself gay“ von David Mattson in Rom.

Liberale und sozialistische Regierungen würden die Anliegen der genannten Ideologien mit wenig Rücksicht auf das Gewissen der Andersdenkenden durchsetzen. Auf dem Spiel stünden nicht „die Rechte eine bisher verfolgten Minderheit“, sondern „die ursprüngliche Bedeutung und das letzte Ziel der menschlichen Existenz“, sagte der Kardinal wörtlich.


Die Homo- und Genderideologie würden auf der Grundlage eines falschen Menschenbildes eine alternative Realität erzeugen. Sie würden den „Reichtum der menschlichen Existenz“ auf die sexuelle Orientierung reduzieren, kritisierte er.

Die Sprache sei ein wesentlicher Baustein der Homo- und der Genderideologie. Der Begriff „schwul“ („gay“) werde dazu verwendet, um die Normalität der Ehe von Mann und Frau in eine von mehreren Varianten der menschlichen Natur zu verändern.

Ähnlich werde der Begriff „Homophobie“ dazu verwendet, um Alternativen zur Ideologie der Schwulen- und Genderbewegung zu diskreditieren und all jene als „Verräter“ zu bezeichnen, die gleichgeschlechtliche Neigungen hätten, sich aber nicht der Schwulenbewegung anschließen würden, kritisierte der Kardinal.

Die Änderung der Sprache, der Terminologie und der begrifflichen Kategorien ändere auch die Wahrnehmung der Realität. Die Realität bleibe aber dieselbe.

Der Mensch sei das einzige von Gott um seiner selbst willen geschaffene Wesen, das sich nur durch „die aufrichtige Hingabe seiner selbst vollkommen finden kann“, zitierte Müller die Konstitution „Gaudium et spes“ der II. Vatikanischen Konzils (GS 24). Er könne daher seine Erfüllung nicht im Irdischen und Vergänglichen finden. Eine Reduktion des Menschen auf ein Wesen, das von seinen Instinkten beherrscht werde, sei daher kein Fortschritt, betonte der Kardinal.

David Mattson habe in seinem Buch einen anderen Weg gezeigt. Ein Leben nach den Geboten Gottes mache den Menschen nicht krank, sondern heile in von innen. Sie würden ihm Hoffnung geben und ermöglichten ihm eine Bestimmung zu finden, die ihn über das rein Menschliche hinaus hebe.

Die Gebote Gottes seien Ausdruck seiner Liebe und nur in der Gottes- und Nächstenliebe könnten die Gebote erlösend erfüllt werden. Die menschliche Identität könne nicht mit „schwul“ oder ähnlichen Begriffen beschrieben werden. In Wahrheit sei der Mensch Kind und Freund Gottes. Mattson habe dies mit der Geschichte seines Lebens exemplarisch veranschaulicht, betonte Kardinal Müller.


© Foto: kath.net Markus Gehling



Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Homosexualität

  1. Ein besonderer Tag für ‚unseren‘ Pfarrsekretär
  2. Erzbischof von Mailand feiert Messe für LGBT-Gruppe am Fest des Heiligsten Herzens Jesu
  3. Erzdiözese Salzburg: Weiterbildungsveranstaltung mit Homosexuellen-Initiative
  4. ‚Ist das Synodenbüro des Vatikan die PR-Abteilung von P. James Martin SJ geworden?‘
  5. Papst Leo XIV. empfing Katholiken, die mit gleichgeschlechtlicher Neigung keusch leben möchten
  6. Psychologe verteidigt Therapie bei ungewollter gleichgeschlechtlicher Neigung
  7. Zehn Jahre ‚Sehnsucht der ewigen Hügel‘
  8. Bistum Fulda – stark engagiert beim ‚Christopher Street Day‘
  9. Erzdiözese Salzburg veranstaltet Fortbildungsveranstaltung mit Homo-Aktivisten
  10. Dieses Jahr keine LGBT-‚Pride‘ Parade in Budapest






Top-15

meist-gelesen

  1. Medjugorje: Brandanschlag und Schändungen kurz vor Jugendfestival
  2. Sommerspende für kath.net - Bitte helfen SIE uns jetzt JETZT!
  3. "Ein Schisma und mein Ausstieg aus der Priesterbruderschaft St. Pius X."
  4. Streit kocht hoch: Braucht die barocke Basilika Weingarten wirklich einen neuen „modernen“ Altar?
  5. Festnahme nach Schändungen in Medjugorje - Bischof ruft zu Gebet auf
  6. Die Familie ist das Hauptziel des Bösen: Die prophetische Warnung des hl. Scharbel
  7. Bischof Paprocki: FSSPX ist "im Grunde eine weitere protestantische Sekte"
  8. Kardinal Müller: Das Konsistorium ließ eine tiefgehende Debatte über kirchliche Fragen vermissen
  9. Historiker Raymond Ibrahim: Kreuzzüge waren Antwort auf islamische Aggression
  10. Medjugorje: Gebetsstätten nach Schändung wieder gesäubert und benutzbar
  11. "Die Hölle ist der Ort der größtmöglichen Gottesferne"
  12. Die katholischsten Länder der Welt sind...
  13. Ein Signal des Himmels?
  14. Bayerischer Millionär zahlt 500 Euro Prämie für katholische Taufe
  15. USA: 98-jähriger Weltkriegsveteran empfängt die Taufe und wird katholisch

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz