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Papst besucht Fest des Neokatechumenates

5. Mai 2018 in Weltkirche, 1 Lesermeinung
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Gemeinschaft erinnerte bei Großtreffen in Rom an ihre 50-jährige Präsenz in der italienischen Hauptstadt - 110.000 begeisterte Katholiken kamen zur Feier mit dem Papst


Rom (kath.net/KAP/red) Mit einem Großtreffen in Rom hat die katholische Gemeinschaft des Neokatechumenats an ihre 50-jährige Präsenz in der italienischen Hauptstadt erinnert. An der Begegnung mit etwa 110.000 begeisterten Katholiken, mit 90 Bischöfen und 18 Kardinälen aus aller Welt am Samstag auf dem ehemaligen Weltjugendtagsgelände im Osten Roms nahm auch Papst Franziskus teil. Er ermutigte die Gemeinschaft zur Vertiefung ihrer Einheit mit der Kirche. Ferner segnete Franziskus bei dem Großtreffen Kreuze für 34 Missionare und entsandte Neokatechumenatsgruppen in mehrere Randgemeinden Roms.

In seiner Ansprache sagte Papst Franziskus: "Danke, daß ihr 'ja' gesagt und den Ruf des Herrn angenommen habt, das Evangelium zu leben und zu evangelisieren. Und dieser Dank gilt auch denen, die vor 50 Jahren den "Weg des Neukatechumenats" begonnen haben."

Außerdem betonte der Papst ausdrücklich: "Euer Charisma ist eine großes Geschenk für die Kirche unserer Zeit. Danken wir dem Herrn für diese 50 Jahre: ein Applaus diesen 50 Jahren!"


Franziskus erinnerte die Mitglieder der Gemeinschaft daran, weiter gemeinsam in der Kirche voranzugehen und Unterschiede zu respektieren. Niemand dürfe anderen die Gangart und die Richtung vorschreiben. Alle Gläubigen seien Pilger, die, "begleitet von Glaubensbrüdern, andere begleiten".

Der Papst wies darüber hinaus auf die Haltung des Verzichts als Voraussetzung für eine glaubwürdige Kirche hin. "Nur eine Kirche, die frei ist von Macht und Geld, frei von Triumphalismus und Klerikalismus, bezeugt glaubwürdig, dass Christus den Menschen befreit", sagte er. Wer aus Liebe Verzicht auf Vergängliches lerne, erhalte dafür einen "großen Schatz, die Freiheit", fügte das Kirchenoberhaupt hinzu.

1964 in Spanien gegründet

Der "Neokatechumenale Weg" wurde 1964 von Kiko Argüello und Carmen Hernandez (1930-2016) in Madrid gegründet und bringt ein Klima des Glaubensaufbruchs in die Kirche ein. Sein Wachstum in einer säkularistischen Zeit, die geistlichen Berufungen, die weltweite Verbreitung, die Anzahl von Kardinälen und Bischöfen geben dem Charisma der Gemeinschaft eine erstaunlich erfreuliche Farbe.

Der "Neokatechumenale Weg" zählt zu den sogenannten Neuen Geistlichen Gemeinschaften in der katholischen Kirche. Die 1964 in Spanien gegründete und 2008 vom Vatikan anerkannte Gemeinschaft hat es sich zur Aufgabe gemacht, getaufte Christen langfristig auf ihrem Glaubensweg zu begleiten und ihr religiöses Leben zu intensivieren. Das versuchen die Mitglieder durch geistliche Übungen sowie durch die Bildung fester Gruppen, die über einen Zeitraum von mindestens 15 Jahren bestehen. Der Name der Gemeinschaft lehnt sich an die Einführung von Taufbewerbern ("Katechumenat") in den christlichen Glauben an.

Aktuell ist der "Neokatechumenale Weg" nach eigenen Angaben in 134 Nationen vertreten und zählt 21.300 Gruppen in 6.270 Pfarren. In Österreich entstand die erste Gemeinschaft des Neokatechumenats im Frühjahr 1974 in der Wiener Pfarre Döbling-St. Paul. Heute gibt es österreichweit 45 Gemeinschaften des "Neokatechumenalen Weges" in mehreren österreichischen Diözesen, darunter in Wien, Linz, St. Pölten, Graz und Salzburg.

Sie feiern Eucharistie häufig innerhalb eigener Gruppen. Laien nehmen dabei als Vorsteher eine starke Stellung ein. Mit dem Missionskolleg "Redemptoris Mater" befindet sich am Wiener Wolfrathplatz auch eines der weltweit 120 vom "Neokatechumenalen Weg" getragenen Priesterseminare.



Copyright für das Material der KAP: 2018 Katholische Presseagentur KATHPRESS, Wien, Österreich
Alle Rechte vorbehalten


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Lesermeinungen

 Herr Lehmann 7. Mai 2018 

Skeptisch

Ich bin sehr skeptisch bei dieser Variante des Christentums. Zu oft höre ich kritische Stimmen von "Parallelgemeinden", "Sondertraditionen", Varianten in der heiligen Eucharistie, merkwürdigen Tänzen um den Altar herum.


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