Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Marx erlaubt Segnung homosexueller Paare
  2. George Weigel an Kardinal Hollerich: Hat die Kirche Christus zweitausend Jahre lang missverstanden?
  3. Leo XIV. über Papst Franziskus: Ein großes Geschenk für die Welt
  4. Trump gegen Papst Leo: Wenn Weltpolitik auf das „Heilige“ trifft
  5. Gericht verhandelt über Diskriminierung einer Lebensschutzgruppe an der Uni Heidelberg
  6. „Wenn man der Wahrheit einen Namen geben möchte, ist das sicher Gott“
  7. Kardinal Koch betont den zutiefst christozentrischen Charakter des Pontifikats von Papst Leo XIV.
  8. Ein Brief vom Papst an die Kardinäle und der Stilwechsel in Rom
  9. Viel Lärm um nichts?
  10. "Derselbe Polarstern"
  11. Nach Extremerfahrung des Mondflugs: Artemis-Kommandant Wiseman fragte nach christlichem Seelsorger
  12. Finanzströme des Islam-Terrors: Hisbollah-Netzwerke bis nach Österreich aktiv
  13. Papst um Entspannung bemüht: Reden in Afrika sind keine Fern-Debatte mit Trump
  14. Israel: Haftstrafe für zwei Soldaten nach schwerem Vandalismus an Kruzifix
  15. Renaissance des Glaubens: Amerikas junge Männer kehren in die Kirchen zurück

Glettler: Kann mir Volksmusik in der Liturgie gut vorstellen

25. April 2018 in Österreich, 20 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Innsbrucker Bischof in Blatt des Tiroler Volksmusikvereins: "Volksmusik und jede Art qualitätsvoller Musik erreicht in der Seele des Menschen eine Tiefe, die sich mit Worten allein nicht erschließt"


Innsbruck (kath.net/KAP) Er könne sich Volksmusik in der Liturgie gut vorstellen: Das hat der Innsbrucker Bischof Hermann Glettler in der neuen Ausgabe des Blattes "g'sungen & g'spielt" des Tiroler Volksmusikvereins betont. "Wenn religiöse Lieder in Mundart gut vorgetragen werden, passt das bestimmt auch in einen Gottesdienst", sagte er in dem Interview. Ebenso könnten traditionelle Instrumente der Volksmusik wie etwa eine Ziehharmonika mit ihrem "schönen, meditativen Sound" in der Kirche eingesetzt werden. Das sei ihm jedenfalls lieber als der Einsatz von "beliebiger Unterhaltungsmusik" bei Hochzeiten und anderen kirchlichen Feiern, so Glettler. "Volksmusik und jede Art qualitätsvoller Musik erreicht in der Seele des Menschen eine Tiefe, die sich mit Worten allein nicht erschließt."


Traditionelle Musik hat nach den Worten des Bischofs auch das Potenzial, Menschen zusammenzubringen, sie vermittle Zugehörigkeit und stifte Identität. Jenseits von "Engstirnigkeit oder einem verbissenen Verteidigen verstaubter Traditionen" könne gute Volksmusik auch ethnische Grenzen überwinden, wies der frühere Pfarrer der Grazer "Multikulti-Pfarre" St. Andrä mit der dort beheimateten afrikanischen Gemeinde hin. Glettlers Überzeugung: "Volksmusik ist traditionsbewusst, aber aufgeschlossen für die Zukunft."

Es gebe auch viele junge Leute, die mit Begeisterung diese Musik pflegen. "Ich möchte sie gerne für die Kirche gewinnen", setzte der Bischof auf das "nötige Selbstvertrauen, etwas zu machen, das nicht dem Mainstream entspricht". Das gelte auch für den Glauben: "Wenn wir uns schämen, den Namen Jesu in den Mund zu nehmen, dann ist irgendetwas falsch gelaufen."

Zu seinen eigenen Musikvorlieben sagte Glettler, er schätze dabei eine breite Palette, besonders aber die Werke des französischen Komponisten Olivier Messiaen. Freude an der Musik habe ihm sein Vater vorgelebt, zu Hause sei viel gesungen worden. An ein Lied erinnere er sich besonders, erzählte der humorvolle Innsbrucker Bischof: Sobald sein Vater das alte Wienerlied "I bin a stiller Zecher" anstimmte, in dem unvermittelt ein Schrei vorkommt, "haben wir Kinder geschrien: Aufhören, aufhören!"

Der Innsbrucker Bischof Hermann Glettler am Tag seiner Bischofsweihe


Copyright 2018 Katholische Presseagentur KATHPRESS, Wien, Österreich
Alle Rechte vorbehalten
Foto Bischof Glettler (c) Diözese Innsbruck


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Liturgie

  1. „Einheit heilen, ohne Wahrheit zu verdunkeln“
  2. Kardinal Eijk zelebriert erstes Hochamt im Vetus Ordo: „Eindrückliches, unvergessliches Erlebnis“
  3. Vom Elend der Fürbitten
  4. „Laetare Jerusalem“ – Freude mitten in der Bußzeit
  5. Umkehr – Beichte – Bußsakrament
  6. Um Gottes willen: „die Waffen nieder“ – Kardinal Brandmüllers Ruf zur liturgischen Vernunft
  7. ‚Dubia‘ an den Vatikan – US-Priester bitten um Klärung hinsichtlich liturgischer Änderungen
  8. Nach fast drei Wochen bricht die Diözese Rottenburg-Stuttgart das Schweigen
  9. „Mir sind konkrete Reaktionen von Kindern bekannt, die diese Darstellung als verstörend empfanden“
  10. „O Sapientia“ – O Weisheit







Top-15

meist-gelesen

  1. Große SIZILIEN-Rundreise mit Kaplan Johannes Maria Schwarz!
  2. Marx erlaubt Segnung homosexueller Paare
  3. „Wenn man der Wahrheit einen Namen geben möchte, ist das sicher Gott“
  4. "Derselbe Polarstern"
  5. Ein Brief vom Papst an die Kardinäle und der Stilwechsel in Rom
  6. George Weigel an Kardinal Hollerich: Hat die Kirche Christus zweitausend Jahre lang missverstanden?
  7. Der unerklärte Formatwechsel beim Konsistorium der Kardinäle im Januar
  8. Nach Extremerfahrung des Mondflugs: Artemis-Kommandant Wiseman fragte nach christlichem Seelsorger
  9. USA: Schülerin bemalt in Großprojekt ihre katholische Schule mit lebensgroßen Heiligenfiguren
  10. Trump gegen Papst Leo: Wenn Weltpolitik auf das „Heilige“ trifft
  11. Papst um Entspannung bemüht: Reden in Afrika sind keine Fern-Debatte mit Trump
  12. Viel Lärm um nichts?
  13. Kardinal Koch betont den zutiefst christozentrischen Charakter des Pontifikats von Papst Leo XIV.
  14. Der 6. Münchner Marsch fürs Leben setzt ein starkes Zeichen für das Lebensrecht
  15. Der Fall „Correctiv“: Ein journalistischer Sündenfall und seine Folgen

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz