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Achtjähriger vier Jahre nach ‚Entführung’ aus Krankenhaus krebsfrei

26. April 2018 in Prolife, 2 Lesermeinungen
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Die Eltern von Ashya King nahmen ihn 2014 aus einem Krankenhaus in Southampton, um ihn zu einer neuen Therapie in Tschechien zu bringen.


Southampton (kath.net/LSN/jg)
Brett und Naghemeh King, die vor vier Jahren inhaftiert worden waren, weil sie ihren Sohn aus einem englischen Krankenhaus „entführt“ haben, um ihn zu einer bahnbrechenden Therapie in Tschechien zu bringen, konnten nun bekannt geben, dass ihr Sohn Ashya seit drei Jahren ohne Krebs ist.

Die Geschichte des jetzt achtjährigen Ashya King weist Parallelen zum aktuellen Drama um Alfie Evans auf, dessen Eltern ebenfalls versuchen, ihn trotz eines Gerichtsbeschlusses zu einer Behandlung nach Rom zu verlegen.


Brett und Naghemeh King nahmen im Jahr 2014 ihren damals fünf Jahre alten Sohn entgegen dem Rat der Ärzte aus dem Krankenhaus Southampton und verließen Großbritannien. Zwei Tage später wurden sie in Madrid auf Anordnung der britischen Behörden verhaftet. Ashya wurde in ein spanisches Krankenhaus gebracht, berichtete die britische Zeitung Daily Mail.

Die von den Behörden betriebene Auslieferung der Eltern nach Großbritannien wurde abgelehnt, weil das Risiko für Ashyas Leben doch nicht so groß war, wie ursprünglich gedacht, befanden die Behörden laut einem Bericht der BBC.

Brett und Naghemeh King brachten Ashya nach Prag, wo er eine Protonenbestrahlung erhielt, die im britischen Gesundheitssystem nicht vorgesehen ist.

Bereits im Juli 2014 war Ashya im Krankenhaus Southampton ein Medulloblastom entfernt worden, ein bösartiger Tumor im Kleinhirn, der meistens im Kleinkindalter auftritt. Nach der Operation konnte er nicht sprechen, weder essen noch trinken. Seine Eltern fürchteten, dass er nach der geplanten Bestrahlungen und der Chemotherapie dauernd bettlägerig oder gar tot sein würde. Abgesehen von einer leichten Schwäche der rechten Körperhälfte hat Ashya King keine Folgewirkungen der Krebserkrankung.


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