
Kanada: Bischöfe streichen Geld für katholische Hilfsorganisation14. April 2018 in Weltkirche, 2 Lesermeinungen Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden
Die Entwicklungsorganisation der Bischofskonferenz Kanadas hat 40 Organisationen unterstützt, deren Arbeit nicht mit dem Glauben der Kirche vereinbar ist.
Edmonton (kath.net/LSN/jg) Drei kanadische Bischöfe haben die Unterstützung der Hilfsorganisation Development and Peace (D&P) ausgesetzt. Sie reagieren damit auf einen Bericht der kanadischen Bischofskonferenz, der die Vergabe von Mitteln durch D&P an Organisationen aufgedeckt hat, deren Arbeit nicht mit der Lehre der Kirche vereinbar ist. Dies betrifft Bereiche wie Abtreibung, Verhütung, Sterilisierung, Homosexualität und Gender-Theorie. 
D&P ist die internationale Entwicklungsorganisation der katholischen Bischofskonferenz Kanadas. Richard Smith, der Erzbischof von Edmonton, William McGrattan, der Bischof von Calgary und Paul Terrio, der Bischof von St. Paul, haben bekannt gegeben, dass sie alle Mittel, die für D&P vorgesehen sind, zurückhalten werden, bis sie sicher sein können, dass das Geld im Sinn der katholischen Lehre verwendet wird. Im März 2017 gab es Berichte, dass D&P mit mehreren Hilfsorganisationen zusammenarbeitet, deren Tätigkeit im Widerspruch zur katholischen Morallehre steht. D&P leugnete damals jegliches Fehlverhalten. kath.net hat hier berichtet: Kanada: Kirchliche Hilfsorganisation unterstützt Abtreibung Die kanadische Bischofskonferenz leitete ihre Untersuchung im Herbst 2017 ein. Der Abschlussbericht listete 40 Organisationen auf, die von D&P unterstützt werden, deren Tätigkeit aber nicht mit dem katholischen Glauben vereinbar ist. D&P hat im Geschäftsjahr 2016-17 8,3 Millionen Dollar von den Diözesen Kanadas erhalten. Das war etwa ein Fünftel der Gesamteinnahmen von 41,6 Millionen Dollar. In den meisten Diözesen gibt es jedes Jahr eine besondere Spendenkampagne für D&P.
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