Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Leere Hörsäle: Dramatischer Einbruch bei katholischen Theologie-Studenten
  2. Piusbrüder und Vatikan suchen Weg zur Einheit
  3. THESE: Korrekturen vom 2. Vatikanum sind unerlässlich
  4. Der deutsch-synodale Weg als reines Herrschaftsinstrument!
  5. „Treue oder Einheit? Wie wird Leo XIV. mit den Lehr- und Disziplinarproblemen der Kirche umgehen?“
  6. Erzbistum Paderborn: Hunderte Protest-E-Mails gegen ‚Harry Potter Gottesdienst‘
  7. Deutsches Formular für Geburtenanzeige: Welches Geschlecht hat die Mutter?
  8. Kinderschutz oder Staatskontrolle? Das Dilemma der Social-Media-Verbote
  9. Der Tod der Theologie in Deutschland
  10. Traditionsbruch: New Yorks Bürgermeister Mamdani nicht bei Installation von Erzbischof Hicks
  11. Meine Söhne, „seid heilig, Anbeter, Menschen des tiefen Gebets und lehrt das Volk, dasselbe zu tun!“
  12. 'Selig sind, die Schwangerschaften beenden' - US-Pastorin sorgt für Eklat
  13. Warum Hausfrauen leicht heilig werden können
  14. Wann sind wir zu Gottes Chefs geworden?
  15. 10 Jahre Haft für eine biologische Wahrheit in Brasilien!

Das Problem der Datierung der Kreuzigung Jesu

17. März 2018 in Chronik, 6 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Evangelist Johannes gilt bei Datierung als zuverlässig - Demnach starb Jesus am Tag vor dem Pessach-Fest des Jahres 30, am Freitag, 7. April.


Wien (kath.net/ KAP)
Das historisch-korrekte Osterdatum treibt Bibelwissenschaftlern regelmäßig den Schweiß auf die Stirn. Denn - so wird argumentiert - die in den Evangelien erwähnten Heilsdaten müssten zuerst als Erfüllung biblischer Verheißungen ausgelegt werden. Eine Historizität in modernem Sinn sei nicht angestrebt worden.

Die Historizität Jesu und sein Tod sowie die Echtheit vieler biografischer Epochen- und Zeitangaben im Neuen Testament sind zugleich unbestreitbares Faktum. Fachleuten sticht die höhere Datumsverlässlichkeit des Evangelisten Johannes gegenüber den Synoptikern ins Auge. Berechnet man somit Jesu Todesdatum nach Johannes, so wäre Jesus am Tag vor dem Pessach-Fest des Jahres 30 - also am Freitag, 7. April - gestorben. Die Entdeckung des leeren Grabes am Morgen des dritten Tages wäre somit am Sonntag, 9. April, des Jahres 30 erfolgt. Als künftiger einheitlicher und feststehender christlicher Ostertermin - derzeit von vielen Kirchen unter Verweis auf alte Traditionen abgelehnt - könnte mit guten Gründen somit der 9. April fixiert werden.


Die unterschiedlichen Datierungen der drei Synoptiker Matthäus, Markus und Lukas und des später auftretenden Johannes bedeuten keine höhere Verlässlichkeit der "Alten", wie der deutsche Bibelwissenschaftler Rudolf Schnackenburg überzeugend dargelegte. Grund dafür ist, dass die Passionserzählungen der Synoptiker darauf abzielten, das letzte Mahl Jesu als Pessach-Mahl auszugestalten, um ihren judenchristlichen Hörern damit auszudrücken, dass ab sofort das eucharistische Mahl als das wahre Pessach-Mahl zu verstehen sei.

Johannes hingegen unterließ diese redaktionell eingefügte Botschaft. Ihm zufolge starb Jesus vielmehr - wie heute nicht wenige Bibelwissenschaftler annehmen - an einem Freitag wenige Stunden vor dem Beginn eines Pessach-Festes. Für die Berechnung ist somit ein Festbeginn an einem Freitag innerhalb der Zeitspanne 27 bis 32 n.Chr. relevant. Daraus ergibt sich dann als Todestag Jesu der Freitag, 7. April, des Jahres 30.

In dem bibelwissenschaftlichen "Klassiker" des Bielefelder Theologen Willibald Bösen "Der letzte Tag des Jesus von Nazaret" können sämtliche Argumente für die Datierung "7. April 30" nachgelesen werden.

Copyright 2018 Katholische Presseagentur KATHPRESS, Wien, Österreich (www.kathpress.at) Alle Rechte vorbehalten


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Jesus Christus

  1. Mariä Lichtmess - Das Fest der Begegnung und Darstellung des Herrn im Tempel (2. Febr.)
  2. Warteschlangen vor den Kinos: Der Film „Sacré Coeur“ bricht in Frankreich Zuschauerrekorde!
  3. 1.167 Beichten in 65 Stunden
  4. Jesus first! - 'Gott kann nur bis 1 zählen'
  5. "Jesus ist der gute Hirt - nicht ich"
  6. Kardinal in Fastenpredigt an Kurie: Konzentriert euch auf Jesus
  7. Jesus. Eine Weltgeschichte
  8. Die göttliche Dreifaltigkeit nämlich nimmt in uns Wohnstatt am Tag der Taufe
  9. Man kann auch sagen, dass niemand außer Christus in den Himmel aufsteigt
  10. Englischer Priester: Jesus, nicht der NHS, ist Herzstück des Landes







Top-15

meist-gelesen

  1. Einmal im Leben nach ISLAND - Eine Reise, die Sie nie vergessen werden!
  2. Oktober 2026 - Wunderbares SIZILIEN mit Kaplan Johannes Maria Schwarz!
  3. Piusbrüder und Vatikan suchen Weg zur Einheit
  4. Große kath.net-Leserreise nach Rom - Ostern 2027 - Mit P. Johannes Maria Schwarz
  5. Leere Hörsäle: Dramatischer Einbruch bei katholischen Theologie-Studenten
  6. Meine Söhne, „seid heilig, Anbeter, Menschen des tiefen Gebets und lehrt das Volk, dasselbe zu tun!“
  7. „Treue oder Einheit? Wie wird Leo XIV. mit den Lehr- und Disziplinarproblemen der Kirche umgehen?“
  8. Der deutsch-synodale Weg als reines Herrschaftsinstrument!
  9. THESE: Korrekturen vom 2. Vatikanum sind unerlässlich
  10. 'Selig sind, die Schwangerschaften beenden' - US-Pastorin sorgt für Eklat
  11. Der Tod der Theologie in Deutschland
  12. Traditionsbruch: New Yorks Bürgermeister Mamdani nicht bei Installation von Erzbischof Hicks
  13. 'Ich bin der Liebe Gottes würdig, einfach weil ich existiere.'
  14. Deutsches Formular für Geburtenanzeige: Welches Geschlecht hat die Mutter?
  15. 10 Jahre Haft für eine biologische Wahrheit in Brasilien!

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz