Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Vorstoß im Bundestag: AfD fordert Ende der Staatsleistungen für Kirchen
  2. BILD spricht von Kurswechsel in Berlin: Papst Leo XIV. schickt „Dompteur“ für deutsche Bischöfe
  3. US-Vizepräsident JD Vance legt Papst Leo XIV. nahe, sich aus der US-Politik herauszuhalten
  4. Kard. Müller: „Niemand hat das Recht den Papst zu kritisieren, wenn er treu seinem Auftrag folgt“
  5. George Weigel an Kardinal Hollerich: Hat die Kirche Christus zweitausend Jahre lang missverstanden?
  6. Phil Lawler: Die Kontroverse zwischen Trump und Papst Leo ging von Washington aus
  7. Schwedischer Kirchenhistoriker: Viele junge Menschen wollen katholisch werden, besonders Männer
  8. Trump gegen Papst Leo: Wenn Weltpolitik auf das „Heilige“ trifft
  9. Setzt euer Vertrauen nicht in Prinzen!
  10. Marsch für das Leben München – Unterstützung von Bischof Barron, Schweigen von Marx und Wilmer
  11. Viel Lärm um nichts?
  12. Papst Leo gegen Präsident Trump – Was steckt dahinter?
  13. Kardinal Koch betont den zutiefst christozentrischen Charakter des Pontifikats von Papst Leo XIV.
  14. Nach Extremerfahrung des Mondflugs: Artemis-Kommandant Wiseman fragte nach christlichem Seelsorger
  15. "Derselbe Polarstern"

Kardinal Müller: „Einzelfälle“ sind „rhetorische Tricks“

1. März 2018 in Deutschland, 38 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Früherer Präfekt der Glaubenskongregation äußert in der „Tagespost“ schwere Kritik an der Entscheidung der Deutschen Bischofskonferenz, evangelische Ehepartner in Einzelfällen zum Empfang der katholischen Eucharistie zuzulassen


Würzburg (kath.net) Die Formulierung „Einzelfälle“ nannte der frühere Präfekt der Glaubenskongregation, Gerhard Kardinal Müller, gegenüber der „Tagespost“ einen „rhetorischen Trick“. Er bezog sich damit auf die Entscheidung der Deutschen Bischofskonferenz, evangelische Ehepartner in Einzelfällen zum Empfang der katholischen Eucharistie zuzulassen, kath.net hat berichtet. Im Interview mit der Würzburger „Tagespost“ brachte er in Überlegung, ob die Bischofskonferenz mit ihrem Votum möglicherweise ihre Kompetenz überschreite.


Außerdem kritisierte der 2012 von Papst Benedikt XVI. als Präfekt der Glaubenskongregation berufene Kardinal die Formulierung „schwerwiegende geistliche Bedürftnisse“ des nichtkatholischen Ehepartners. Diese Ausnahmen gäbe es im Kirchenrecht zwar tatsächlich, bezögen sich aber etwa auf die Todessituation, doch sei eine konfessionsverschiedene Ehe keine solche Notsituation. Müller fügte an, dass derjenige, der den Glauben der katholischen Kirche bezüglich der Eucharistie teile, damit die entgegenstehenden Lehren nichtkatholischer kirchlicher Gemeinschaften ablehne. Er fügte hinzu, dass ökumenische Fortschritte zwar wünschenswert, ja sogar notwendig seien, doch dürften diese nicht mit einer „Protestantisierung der katholischen Kirche“ einhergehen.

Außerdem kritisierte Müller den Vorschlag der Segnung homosexueller Paare. Einerseits sei es zwar eine „gotteslästerliche Anmaßung“, Menschen mit homosexuellen Neigungen zu verurteilen, doch könne niemand dafür den Segen Gottes für die homosexuellen Handlungen erbitten, da sie dem Willen Gottes widersprächen. Pastorale Hilfe sehe anders aus und müsse auf dem Boden der Wahrheit bleiben.

Archivfoto Kardinal Müller


Foto Kardinal Müller (c) Markus Gehling/kath.net


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Deutsche Bischofskon

  1. Bischof Dr. Heiner Wilmer SCJ wird neuer Bischof von Münster
  2. Deutsche Bischofskonferenz beschließt: Man will in Rom um Erlaubnis für Laienpredigt bitten
  3. Burger: „Kurzum, wie hältst Du es mit Religion und Kirche? Wie geht das mit dem Glauben?“
  4. Woelki: „Herr, offenbare du deinen Willen für deine Kirche, das ist der Kernsatz aller Synodalität“
  5. „Garant der Einheit in der Liebe ist der Hirte der Universalkirche, derzeit der Hl. Vater Leo XIV.“
  6. Zwei (renommierte und namentlich bekannte) Missbrauchsopfer „blitzen mit ihren Protesten ab“
  7. Kardinal Woelki zur Polarisierung in der Bischofskonferenz: „Diese Situation ist belastend“
  8. Debatte um Leitung der Deutschen Bischofskonferenz - Lehramtstreue Bischöfe als „Königsmörder“?
  9. Unter den kroatischen Katholiken wächst Grundsatzkritik
  10. Auch Bischof em. Hanke/Eichstätt erhebt Einwände gegen DBK-Papier zur sexuellen Vielfalt







Top-15

meist-gelesen

  1. Kard. Müller: „Niemand hat das Recht den Papst zu kritisieren, wenn er treu seinem Auftrag folgt“
  2. BILD spricht von Kurswechsel in Berlin: Papst Leo XIV. schickt „Dompteur“ für deutsche Bischöfe
  3. Sängerin Nina Hagen bereut ihre Abtreibungen
  4. US-Vizepräsident JD Vance legt Papst Leo XIV. nahe, sich aus der US-Politik herauszuhalten
  5. "Derselbe Polarstern"
  6. Der unerklärte Formatwechsel beim Konsistorium der Kardinäle im Januar
  7. Phil Lawler: Die Kontroverse zwischen Trump und Papst Leo ging von Washington aus
  8. Vorstoß im Bundestag: AfD fordert Ende der Staatsleistungen für Kirchen
  9. Nach Extremerfahrung des Mondflugs: Artemis-Kommandant Wiseman fragte nach christlichem Seelsorger
  10. Papst Leo gegen Präsident Trump – Was steckt dahinter?
  11. George Weigel an Kardinal Hollerich: Hat die Kirche Christus zweitausend Jahre lang missverstanden?
  12. Ein Brief vom Papst an die Kardinäle und der Stilwechsel in Rom
  13. Marsch für das Leben München – Unterstützung von Bischof Barron, Schweigen von Marx und Wilmer
  14. Schwedischer Kirchenhistoriker: Viele junge Menschen wollen katholisch werden, besonders Männer
  15. Kardinal Fernández: Es laufen keine dezidierten päpstlichen Großaufträge am Glaubensdikasterium

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz