Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Ludger Schepers wirre Osterbotschaft
  2. ACH TONI - hat der Wiener Dompfarrer ein Zölibatsproblem?
  3. Erzbischof van Megen wird neuer Papst-Botschafter in Deutschland
  4. "Welcher Teufel reitet Sie, Frau Paganini?"
  5. Johannes Hartl: „Junge Menschen fragen wieder nach Gott! Atheismus ist eher für ältere Generation“
  6. „Der heißeste Club der Stadt“: Warum New Yorks Jugend plötzlich die Kirchen stürmt
  7. „Die Bibel steht eindeutig im Visier der Regierung“
  8. Missio-Nationaldirektor P. Wallner sieht Renaissance des Glaubens
  9. Vatikan sagt für September in Rom geplanten Weltkindertag ab
  10. „Junge Menschen, die zum Glauben zurückkehren, wollen den ‚vollen fetten Glauben‘“
  11. Schauspielerin Christina Applegate nennt Abtreibung ‚Mord‘ und ‚mein Kind töten‘
  12. Die Kraft der Auferstehung, der Wille zum Frieden und der Weg der Menschheit
  13. 'Um die Auferstehung Jesu Christi zu feiern'
  14. Gleichgültigkeit und Dekadenz – Die größte Hoffnung für iranische und russische Diktatoren
  15. Radikale Feministin Michelle Bachelet könnte nächste UN-Generalsekretärin werden

Das Öl der Nähe und der Zärtlichkeit des Hirten

30. Jänner 2018 in Aktuelles, 32 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Franziskus in Santa Marta: Jesus macht kein Büro für spirituelle Beratung oder eine Arztpraxis auf. Der wahre Hirt vermittelt jenes Spezielle, das die Gegenwart Gottes staunend verspüren lässt. Von Armin Schwibach


Rom (kath.net/as) In seiner Predigt bei der heiligen Messe in der Kapelle des vatikanischen Gästehauses „Domus Sanctae Marthae“ am Dienstag der vierten Woche im Jahreskreis setzte sich Papst Franziskus mit dem Tagesevangelium auseinander (Mk 5,21-43).

Der Evangelist berichtet von den zwei Episoden der Heilung der Frau, die schon zwölf Jahre an Blutungen litt, sowie von der Tochter des Synagogenvorstehers, dessen Tochter anscheinend verstorben war. Diese Episoden ließen betrachtend nachdenken, so der Papst, da sie aufwiesen, wie so ein Tag im Leben Jesu ausgesehen habe. Es sei dies ein Vorbild dafür, wie dies auch bei den Hirten, Bischöfen und Priestern der Fall sein solle.

Markus beschreibe Jesus, wie er erneut von einer großen Menschenmenge umgeben sei, der Menge der Leute, die ihm nachfolgten, entlang des Wegs oder des Meerufers, Menschen, um die sich Jesus gekümmert habe: „so hatte es Gott seinem Volk verheißen, es zu begleiten, indem er mitten unter ihm ist“:


„Jesus macht kein Büro für spirituelle Beratung auf, mit einem Schild davor, wo steht: ‚Der Prophet empfängt am Montag, Mittwoch und Freitag von 15:00 Uhr bis 18:00 Uhr. Der Eintritt hat diesen Preis, oder, wenn ihr wollt, könnt ihr eine Spende geben’’. Nein, das macht Jesus nicht. Ebenso wenig eröffnete Jesus eine Arztpraxis mit dem Schild: ‚Die Kranken kommen an dem und dem und dem Tag und werden geheilt werden’. Jesus geht mitten unter das Volk“.

Und „das ist die Gestalt des Hirten, die Jesus uns vorgibt“, so Franziskus, der von einem „heiligen Priester“ erzählte, „der sein Volk auf diese Weise begleitete“ und der aus diesem Grund abends müde gewesen sei, richtig müde, nicht nur in einem ideellen Sinn, die Müdigkeit dessen, der arbeite und mitten unter den Leuten sei.

Das heutige Evangelium jedoch lehre auch, dass sich die Menschen um Jesus drängten und ihn berührten. Gut fünf Mal sei davon bei Markus die Rede, so der Papst, der unterstrich, dass so das Volk heute auch während der Pastoralreisen sei, es tue dies, „um eine Gnade zu erhalten“, und das spüre der Hirt. Nie ziehe sich Jesus zurück, er „zahlt“, auch mit der Scham und dem Ausgelachtwerden, um das Gute zu tun. Es seien dies die „Spuren der Handlungsweise Jesu“ und somit der Haltungen des wahren Hirten:

„Der Hirt wird am Tag seiner Priester- und Bischofsweihe mit dem Öl gesalbt. Doch das wahre Öl, jenes innere, ist das Öl der Nähe und der Zärtlichkeit. Dem Hirten, der es nicht versteht, nahe zu kommen, fehlt etwas: vielleicht ist er ein Herr auf seinem Feld, aber er ist kein Hirt. Ein Hirt, dem die Zärtlichkeit fehlt, wird ein rigider sein, der die Schafe knüppelt. Nähe und Zärtlichkeit: das sehen wir hier. So war Jesus.“

Wie Jesus beende auch der Hirt seinen Tag müde, mit der Müdigkeit, das Gute zu tun, und wenn seine Haltung so sein werde, spüre das Volk die lebendige Gegenwart Gottes. So betete der Papst abschließend:

„Heute könnten wir in der Messe für unsere Hirten beten, dass der Herr ihnen diese Gnade schenke, mit dem Volk zu gehen, beim Volk mit viel Zärtlichkeit, mit viel Nähe gegenwärtig zu sein. Und wenn das Volk seinen Hirten findet, spürt es dieses Spezielle, das man allein bei der Gegenwart Gottes spürt – und so endet der Abschnitt aus dem Evangelium: ‚die Leute waren ganz fassungslos vor Entsetzen’. Das Staunen, die Nähe und die Zärtlichkeit Gottes im Hirten zu spüren“.

Dem Autor auf Twitter folgen!


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Franziskus in Santa Marta

  1. Der Papst und die Engel
  2. Die Gnade des Gebetes, der Nähe, der Gerechtigkeit-Barmherzigkeit
  3. Der Heilige Geist lehrt uns die Sanftmut der Kinder Gottes
  4. Der Hass des Geistes der Weltlichkeit
  5. Der Geist der rigiden Starrheit bringt immer Verstörung
  6. Interreligiöses Gebet für die Befreiung von allen Pandemien
  7. Wie gibt die Welt den Frieden und wie gibt der Herr ihn?
  8. Die Mystik des Bleibens in Jesus
  9. Der Beistand –- der Geist, der im Glauben wachsen lässt
  10. Europa wachse vereint in der Brüderlichkeit







Top-15

meist-gelesen

  1. Eine große BITTE an Ihre Großzügigkeit! - FASTENSPENDE für kath.net!
  2. „Der heißeste Club der Stadt“: Warum New Yorks Jugend plötzlich die Kirchen stürmt
  3. ACH TONI - hat der Wiener Dompfarrer ein Zölibatsproblem?
  4. Erzbischof van Megen wird neuer Papst-Botschafter in Deutschland
  5. Ludger Schepers wirre Osterbotschaft
  6. Papstsekretär: Leo XIV. bleibt "Padre Roberto"
  7. Missio-Nationaldirektor P. Wallner sieht Renaissance des Glaubens
  8. 'Um die Auferstehung Jesu Christi zu feiern'
  9. Die Kraft der Auferstehung, der Wille zum Frieden und der Weg der Menschheit
  10. Britisches Innenministerium stoppt Ermittlungen gegen legale Online-Posts
  11. Visitation im Stift Heiligenkreuz abgeschlossen
  12. "Welcher Teufel reitet Sie, Frau Paganini?"
  13. Nicht Erinnerung, sondern Gegenwart - Ostern im Riss der Zeit
  14. Vatikan sagt für September in Rom geplanten Weltkindertag ab
  15. Wissenschaftler zum Grabtuch von Turin: ‚Diese Energie haben wir auf der Erde nicht‘

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz