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Als er ihren Glauben sah

14. Jänner 2018 in Spirituelles, keine Lesermeinung
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Gedanken des Hl. Johannes Chrysostomus


Rom (kath.net)
Dieser Gelähmte glaubte an Jesus Christus. Die Umstände, unter denen man ihn zu Christus brachte, beweisen es. Man hat ihn vom Dach des Hauses hinuntergelassen [...] Ihr wisst, dass Kranke sich leicht gedemütigt fühlen und so übel gelaunt sind, dass sie sich oft über gute Dienste ärgern, die man ihnen auf ihrem Lager erweist [...] Unser Gelähmter jedoch ist froh, dass man ihn aus seiner Kammer geholt und den Leuten ein Schauspiel geboten hat, als man ihn auf seinem Bett über Straßen und Plätze trug [...]


Der Gelähmte krankt nicht an Selbstbezogenheit. Eine große Menschenmenge drängt sich um das Haus herum, in dem der Retter sich aufhält; da gibt es kein Durchkommen, der Zugang ist blockiert. Aber was macht das schon! Sie hieven ihn übers Dach hinein – und ihn freut das: Liebe findet einen Ausweg, Liebe ist erfinderisch! „[...] wer sucht, der findet; und wer anklopft, dem wird geöffnet“ (Mt 7,8). Der Kranke sagt zu seinen Freunden, die ihn tragen, nicht etwa: „Was habt ihr bloß vor? Warum diese Hektik? Warum dieser Stress? Warten wir doch, bis sich dieses Haus geleert hat und die Leute abgezogen sind! Dann ist Jesus praktisch allein da und wir können uns ihm vorstellen ...“ Nein, der Gelähmte hat nichts dergleichen im Sinn. Für ihn ist es eine Ehre, dass viele Menschen Zeugen seiner Heilung sind.


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