24 Dezember 2017, 10:00
Schönborn: "Christkind ist und bleibt Herzstück von Weihnachten"
 
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Kardinal im "Sonntag"-Interview über Botschaft des Weihnachtsfestes, seine Sorge um Einsame und wie er selbst Weihnachten feiert

Wien (kath.net/KAP) "Auch wenn noch so viele Elche und Weihnachtsmänner herumlaufen - das Christkind ist und bleibt das Herzstück von Weihnachten." Mit diesen Worten hat Kardinal Christoph Schönborn Sorgen um eine Sinnentleerung des Weihnachtsfestes relativiert. "Weihnachten ist das Geburtsfest Jesu. Ich stehe jedes Jahr staunend vor der Krippe und denke mir: Dieses kleine Kind in der Krippe ist der menschgewordene Gott. Dieses Gefühl ist dann unerschöpflich für das Staunen und macht für mich den Zauber der Weihnacht aus", so Schönborn wörtlich. Weihnachten habe eine unglaubliche Kraft, "die aus genau dem heraus wirkt".

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Der Kardinal äußerte sich in der aktuellen Ausgabe der Wiener Kirchenzeitung "Der Sonntag". Schönborn nahm auch darauf Bezug, dass das Weihnachtsfest bei nicht wenigen Menschen auch mit "großen Schmerzen" verbunden sei. So spüre man etwa gerade zu Weihnachten besonders, wenn in der Familie etwas nicht stimmt. "Dann kommen die Bruchlinien besonders deutlich zum Ausdruck. Darum fürchten sich viele vor Weihnachten und vor diesen Tagen, in denen die Familie eigentlich heil sein sollte." Doch gerade auch für jene Menschen seien Weihnachten und das Christkind "die Hoffnung, dass es Heilung gibt".

Seine Sorge gelte zu Weihnachten auch allen einsamen Menschen, so der Wiener Erzbischof weiter: "Wir haben in unserer Diözese Pfarren, die zu Weihnachten etwas für Menschen bieten, die sonst alleine feiern müssten." Er begrüße diese Initiativen, "weil sie vielen Menschen zu Weihnachten eine Hoffnung geben".

Schönborn gibt im "Sonntag"-Interview auch einen Einblick, wie er selbst Weihnachten feiert: "Ich habe zuerst die Weihnachtsvesper im Dom - ein sehr schöner Beginn. Dann machen wir im Bischofshaus eine Bescherung, zu der ich immer auch ein paar alleinstehende Menschen einlade, die sonst niemanden zum Feiern hätten. Das ist schon Tradition. Dabei lesen wir das Weihnachtsevangelium vor dem Christbaum und sitzen gemeinsam zu Tisch. Dann kommt immer mein persönlicher Höhepunkt: die Mette. Diese feiere ich seit mehr als 20 Jahren mit der Caritasgemeinde, also mit Menschen, denen es im Leben nicht gut geht und für die Weihnachten deshalb oft ein besonders schwieriges Datum ist."

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