Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Wie die Piusbrüder - Linker belgischer Bischof plant weiterhin verbotene Weihen
  2. Gefeuert wegen AfD-Kandidatur: Deutsche Caritas-Erzieherin zieht vor Gericht
  3. Papst Leo singt mit 80.000 Jugendlichen das „Salve Regina“ auf Latein
  4. Sechs Messdiener mit Down-Syndrom ministrierten bei der historischen Papstmesse in Paris
  5. Asymmetrisch blinder Blick auf die deutsche Landschaft
  6. Es gibt drei Erzengel, die vor Gottes Thron für uns eintreten
  7. „Wenn wir den wahren missionarischen Geist, den richtigen Weg finden, gibt es in Deutschland noch…“
  8. Wort-Gottes-Feier in katholischer Kirche mit Liedern von Taylor Swift
  9. Ein Erzbischof auf Staatsbesuch
  10. „Das Ende von Maria 2.0“
  11. US-Bischof Robert Barron: „Der Kommunismus erlebt in unserem Land gerade ein Comeback“
  12. Die Deutsche Bischofskonferenz will keine 'Demontage' des deutschen Staatsfunks
  13. 'Amoris Laetitia' oder das Lehramt, das sich selbst abschafft
  14. Einbürgerung als Wahlstrategie? Linke profitiert massiv von muslimischen Wählern in Berlin
  15. Politisch aber auch innerkirchlich „gibt es derzeit wieder viel Konfliktpotenzial“

Irak: Patriarch Sako fordert nationale Einheit

23. Dezember 2017 in Chronik, keine Lesermeinung
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Oberhaupt der chaldäisch-katholischen Kirche nimmt in Weihnachtsbotschaft irakische Regierung in die Pflicht, Christen bei Rückkehr in vom IS befreite Städte zu unterstützen statt in dem historischen christlichen Siedlungsgebiet verstärkt Muslime an


Linz-Bagdad (kath.net/KAP) Der Sieg über den IS müsse endlich als Sprungbrett für mehr nationale Einheit genützt werden, in der alle Iraker als gleichberechtigte Bürger unter einen Dach leben, ungeachtet ihrer sonstigen Zugehörigkeiten nach Religion oder Kultur. Das hat der chaldäisch-katholische Patriarch Louis Raphael Sako in seiner Weihnachtsbotschaft betont, die er dem in Linz ansässigen Hilfswerk "Initiative Christlicher Orient" (ICO) übermittelt hat. Als große Herausforderungen nannte der Patriarch u.a. die Lösung der Kurdistan-Frage auf friedlichem Weg sowie den Kampf gegen Korruption und religiöse Diskriminierung.

Der chaldäische Patriarch nahm in seinem Schreiben die irakische Regierung in die Pflicht, Sorge für die Rückkehr der Christen in ihre vom IS befreiten Dörfer und Städte in der Ninive-Ebene zu tragen. Diese beinhalte auch die Verpflichtung zur Wahrung der Rechte der Christen als indigene Staatsbürger sowie die Anerkennung ihrer Kultur und Zivilisation und ihres Erbes als wesentlichen Teil der irakischen Geschichte.


Zugleich müsse die irakische Regierung allen Versuchen wehren, demographische Veränderungen in den historischen geographischen Gebieten der Christen durchgehen zu lassen. (Der Hintergrund dieser Forderung sind Bestrebungen, in den Dörfern und Städten der Ninive-Ebene - ein historisches christliches Siedlungsgebiet -verstärkt Muslime anzusiedeln; Anm.) Die Kirche ermutige die Christen, in ihre Dörfer und Städte in der Ninive-Ebene zurückzukehren. Denn: "Das ist unsere Heimat, wo wir auch bleiben wollen", so Sako wörtlich. Zugleich rief er die Christen auf, sich nicht in ihre eigenen kleine Welt zurückzuziehen, sondern sich engagiert in die irakische Gesellschaft einzubringen, politisch wie zivilgesellschaftlich.

Es brauche zudem einen ernsthaften Dialog mit den Muslimen, der sich nicht nur in oberflächlichen Formalitäten erübrigt, so Sako. Dabei müsse vor allem mit den "Muslimen guten Willens" das Gespräch gesucht werden. Ziel sei eine Gesellschaft, in der die Werte der Toleranz, Gerechtigkeit, Freiheit und Würde aller Menschen oberste Priorität haben.

Zuletzt appellierte der Patriarch an alle Christen, sich mit dem palästinensischen Volk zu solidarisieren, "das seit 70 Jahren Ungerechtigkeit und Vertreibung erleiden muss". Der Patriarch ruft zum Gebet für Jeruslam auf, "damit es eine heilige Stadt für Christen, Muslime und Juden bleibt".

Die ICO ist seit vielen Jahren im Nordirak aktiv, derzeit u.a. auch gemeinsam mit der Arbeitsgemeinschaft Katholischer Verbände, der Kardinal-König Stiftung, "Christian Solidarity International"-Österreich und "Kirche in Not" in der "Aktion Heimkehr". Die Hilfswerke unterstützen gemeinsam christliche Flüchtlinge bei der Rückkehr in die Ninive-Ebene.

Copyright 2017 Katholische Presseagentur KATHPRESS, Wien, Österreich


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Weihnachten

  1. „Das Wort ist Fleisch geworden – Dieser Satz ist Abgrund und Gipfel zugleich“
  2. „Und das Wort ist Fleisch geworden und hat unter uns gewohnt“
  3. Das Epiphanie-Fest – Erscheinung Gottes in der Zeit
  4. Fest der Heiligen Familie – „Gott wohnt unter uns – und geht mit uns“
  5. „Driving home for Christmas“ – Nun ist Chris Rea auf dem Weg in seine ewige Heimat
  6. ‚Urbi et Orbi‘ 2025: Weihnachten - Geburt des Friedens
  7. Der Friede begann zu weinen. Weihnachten - die Gegenwart Gottes im verletzlichen Fleisch
  8. Wenn Gott Mensch wird. Die angebrochene Morgenröte des neuen Tages
  9. Stille Nacht, Heilige Nacht
  10. Gottesgeburt in der Seele







Top-15

meist-gelesen

  1. Ostern 2027 in Rom - Große kath.net-Leserreise!
  2. Papst Leo an 80.000 Jugendliche im Stade de France: "Wer mit Gott lebt, ist frei"
  3. „Wenn wir Eucharistie feiern, dürfen wir mit allem zu ihm kommen, was in uns unvollendet ist“
  4. Neuer Schülerkreise Joseph Ratzinger / Papst Benedikt XVI. bestätigt bisherigen Vorstand im Amt
  5. Nordische Bischofskonferenz beendet Herbstvollversammlung in Paderborn
  6. Zwischen Stein und Geheimnis: ‚Ohne die Liturgie würde Notre-Dame ihre Seele verlieren‘
  7. Die Menschheitsfamilie zwischen Babel und Pfingsten
  8. Der Mensch ist mehr als eine Maschine - Die Würde des Menschen vor dem Angesicht Gottes
  9. Bischof Erik Varden: „Den Fremden willkommen heißen“
  10. Leo an Bischöfe: „Liebe Brüder, wir müssen immer wieder in die Schule des Kreuzes zurückkehren“
  11. Chefredakteur Philippe Marie: „Ich werfe dem Erzbistum Paris vor, die Pressefreiheit zu verletzen“
  12. Dem Leben verpflichtet: Johanna Gräfin von Westphalen
  13. Kurienkardinal Parolin nennt „Lebensschutz“ eines der Schwerpunktthemen von Leos Frankreichreise
  14. USA: Medienbischof Fulton Sheen ist nun seliggesprochen!
  15. 'Amoris Laetitia' oder das Lehramt, das sich selbst abschafft

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz