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Marienbilder als Nagelschmuck?

7. Dezember 2017 in Kommentar, 6 Lesermeinungen
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Temperamentvolle Diskussionen in den sozialen Netzwerken über ungewöhnlichen Nagelschmuck katholischer Herkunft. Was ist von diesem Schmuck zu halten? kath.net-Kommentar von Petra Lorleberg


Stuttgart (kath.net/pl) Ein Foto, das auf Facebook kursiert und zwei Frauenhände mit marianischem Fingernagelschmuck zeigt, zieht in den sozialen Netzwerken temperamentvolle Diskussionen nach sich. Frauen äußerten sich deutlich häufiger als Männer. Einige Katholikinnen finden diese Nägel „voll schön“, jemand berichtet, dass sie eh bereits ein Kreuz auf dem Fingernagel trüge. Wohl eine Mehrzahl von Katholikinnen lehnt diesen Fingerschmuck aber als „kitschig“, als „absolut geschmacklos“ ab, sogar von Blasphemie ist vereinzelt die Rede. Manche nehmen Anstoß daran, dass die Heiligenbilder am Ende in den Müll entsorgt werden. Ein Mann kritisierte, dass da doch wohl zu viel „Ich“ auf der Oberfläche sei, wo man doch besser Christus im Herzen haben sollte. Wieder andere nahmen es humorvoll und erkundigten sich augenzwinkernd, ob dieser Nagelschmuck wohl als „Berührungsreliquie“ durchgehen könnte.

Unklar ist dabei, ob sich überhaupt nur katholische Christinnen diesen Fingerschmuck erlauben werden. Denn katholische Traditionen wirken durchaus faszinierend und werden auch außerhalb der katholischen Kirche aufgegriffen. Vor meinem geistigen Auge erscheinen gerade Kitsch-T-Shirts mit glitzernden Marienmotiven in garantiert christentumsfreien Jugendläden. Auch erinnere ich mich lebhaft daran, dass man sich vor einigen Jahren in der Jugendmode ungeniert einen katholischen Rosenkranz (oder eine wegen zu phantasievoller Perlenzahl nicht nutzbare, aber noch eindeutig erkennbare Nachäffung davon) um den Hals hängen konnte, dies fand sogar seinen Weg zu Schaufensterpuppen meiner Heimatstadt. Mehrfach sprach ich Jugendliche auf ihre Rosenkränze an, doch sie wussten gar nicht, um was es geht, konnten nicht einmal die Bezeichnung „Rosenkranz“ aktiv benennen. Immerhin hatten sich ja auch schon Madonna, Britney Spears und David Beckham öffentlich mit dem Rosenkranz als Halsschmuck gezeigt – warum auch immer.


Die ursprüngliche Herkunft des Fotos ist unbekannt. Da sich auf den Nägeln auch eine Darstellung von Maria von Guadalupe findet, ist eine Herkunft aus Lateinamerika möglich. Dafür spricht auch, dass der Nagelschmuck an die ursprünglich aus Lateinamerika stammenden Heiligenarmbänder erinnert. An solchen Armbändern, die längst auch in Europa zu finden sind, hängen Medaillen verschiedener Heiliger und Schutzpatrone.

Bei der Bewertung dieses christlichen Nagelschmucks sollte man mitbedenken, dass Fingernagelschmuck insgesamt stark im Kommen ist. Es finden sich nicht nur ornamenthafte Verzierungen, sondern auch Strass und sogar Nagelpiercings mit angehängtem Mode-Kreuz, jetzt passend zur Jahreszeit winterliche Rentiermotive - der Phantasie scheinen nur wenige Grenzen gesetzt.

Und nun fragen Sie nach meiner eigenen Meinung zu marianischem Nagelschmuck? Ich persönlich würde das nicht machen, weil es zu mir nicht passt – allein schon deshalb, weil ich das aufgeplusterte Interesse an Fingernägeln ganz allgemein nicht teile. Zu diesem speziellen Foto möchte ich sagen: Zuviel ist zuviel, und derart opulent fiel der Fingerschmuck hoffentlich nur wegen des Fototermins aus. Aber gegen einen einzelnen Fingernagel mit einem religiösen Bekenntnis der Trägerin hätte ich nichts einzuwenden – doch nur, wenn die optische Botschaft auch durch Leben und Glauben der Trägerin abgedeckt ist. Wo Heiligenbilder allerdings zu Modeschmuck oder zum Amulett abgewertet würden, wäre mir das zuwider.

Interessant ist aber doch zu beobachten, dass unsere katholischen Gebräuche immer wieder die Kraft haben, auch in nichtkatholische Räume hineinzuwirken, sogar bis in die Mode.

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