29 November 2017, 08:30
Der Gottesdienst der Ostkirchen
 
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Chrysostomos-Liturgie im Limburger Dom am Fest des heiligen Nikolaus

Limburg (kath.net/pbl) Zu einem besonderen Gottesdienst im byzantinischen Ritus lädt das Limburger Domkapitel am Mittwoch, 6. Dezember, ein. Die Liturgie im Limburger Dom beginnt um 18:30 Uhr und wird zu Ehren des heiligen Nikolaus von Myra gefeiert. Der Bischof, der im vierten Jahrhundert nach Christus wirkte, ist neben dem heiligen Georg der zweite Patron des Limburger Doms. Er gehört zu den bekanntesten Heiligen überhaupt.

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Die „Göttliche Liturgie des Heiligen Johannes Chrysostomos“ wird von Prof. Dr. Michael Schneider SJ aus dem Priesterseminar Sankt Georgen in Frankfurt gefeiert. Der Jesuitenpater ist Groß-Archimandrit des griechisch-katholischen Patriarchats von Antiochia. Musikalisch begleitet der Romanos-Chor der Hochschule Sankt Georgen unter der Leitung von Jakob Mertesacker die Feier.

Liturgie wird bereits seit 1.500 Jahren gefeiert

Die Chrysostomos-Liturgie geht in ihrer Grundgestalt zurück auf den heiligen Johannes von Antiochien, der als bedeutender Bischof und herausragender Prediger den Beinamen „Chrysostomos“ (griech. Goldmund) erhalten hat. Er war im vierten Jahrhundert Erzbischof von Konstantinopel und gilt als einer der vier großen Kirchenlehrer des Ostens. Die Ostkirchen feiern seit über 1.500 Jahren die Liturgie nach diesem Ritus.

Zu den katholischen Ostkirchen gehören 23 Teilkirchen, die in ihrer Tradition den orthodoxen und altorientalischen Kirchen nahestehen, aber mit der römisch-katholischen Kirche eine Glaubensgemeinschaft bilden sowie die Autorität des Papstes anerkennen. Die Feier der Liturgie nimmt in den Ostkirchen eine zentrale Stellung ein, denn für sie alles im Glaubensleben seinen Ursprung in der Liturgie. Weil die Kirchen mit Rom uniert sind, ist die Feier der besonderen Chrysostomos-Liturgie in einer römisch-katholischen Kirche möglich.

„Für die drei großen Kirchen des Ostens, die Assyrer, die Altorientalen und die Orthodoxen gilt: Die Liturgie wird nicht nur kultisch gefeiert, sie will auch ,meditativ‘ vollzogen werden“, erklärt Pater Schneider. Der meditative Charakter der Liturgie solle dem Mitfeiernden helfen, dass sein Glaube in der Liturgie unmittelbar zur Erfahrung gebracht werde.

Foto oben (c) Robin Baier/kath.net







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