Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. ADIOS!
  2. „In Deutschland tobt derzeit ein Kirchenkampf“ - Droht ein Schisma?
  3. ‚Dubia‘ an den Vatikan – US-Priester bitten um Klärung hinsichtlich liturgischer Änderungen
  4. Hat der Synodale Weg „die katholische Kirche in Deutschland in Machtspiel und Kampfzone verwandelt“?
  5. Santo subito? - Vatikan untersucht mögliches Wunder durch Benedikt XVI.!
  6. "Entsprechend klein ist die Lücke, die er hinterlässt"
  7. Synodaler Weg führte zu Streit und Verwerfung
  8. Debatte um Leitung der Deutschen Bischofskonferenz - Konservative Bischöfe als „Königsmörder“?
  9. Papst Leo wird die Gründonnerstags-Fußwaschung wieder im Lateran vollziehen
  10. Niederländischer Weihbischof Mutsaerts: „Möchte mich nun an liberale Theologen und Gläubige wenden“
  11. THESE: Und die Bibel hat doch Recht!
  12. „Catholic Herald“: „Irlands schwindende Familien“
  13. L'Avvenire sorgt für Confusione!
  14. Sterilisationen, schlechte Lebensbedingungen: Grönländer kritisieren dänische Herrschaft
  15. Bekenntnisse eines Warmduschers

Ideologische Kolonisierungen durch Indoktrinierung der Jugend

23. November 2017 in Aktuelles, 8 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Franziskus in Santa Marta: Die Freiheit nehmen, die Erinnerung auslöschen, die Jugend indoktrinieren: die drei Erkennungsmerkmale der kulturellen Kolonisierungen. die einzigartige Rolle der Frau. Von Armin Schwibach


Rom (kath.net/as) Die Freiheit nehmen, die Erinnerung auslöschen, die Jugend indoktrinieren: die drei Erkennungsmerkmale der kulturellen Kolonisierungen aller Zeiten. Papst Franziskus ging sich in seiner Predigt bei der heiligen Messe in der Kapelle des vatikanischen Gästehauses „Domus Sanctae Marthae“ am Donnerstag der 33. Woche im Jahreskreis von den Lesungen dieser Tages aus dem ersten Buch der Makkabäer aus, die weiter von den Verfolgungen durch den König Antiochus Epiphanes berichten, der angeordnet hatte, dass alle Städte des Landes den heidnischen Göttern opfern sollten.

Was dem Volk Gottes geschehen sei, „geschieht jedes mal, wenn auf der Erde eine neue kulturelle oder ideologische Diktatur entsteht, die eine Kolonisierung ist“. „Denkt“, so der Papst ohne Namen zu nennen, „an das, was die Diktaturen des vergangenen Jahrhunderts in Europa getan haben“, und an die „Schulen der Indoktrinierung“, die sich daraus ergeben hätten:

„Man nimmt die Freiheit weg, man dekonstruiert die Geschichte, das Gedächtnis des Volkes, und man zwingt der Jungend ein Erziehungssystem auf. Alle: alle tun dies. Auch mit Samthandschuhen, einige: was weiß ich, ein Land, eine Nation bittet um einen Kredit, ‚Nein, nun, ich gebe ihn dir, doch du musst in den Schulen das und das und das lehren’, und sie geben dir die Bücher an. Bücher, die alles auslöschen, was Gott geschaffen hat und wie er es geschaffen hat. Sie löschen die Unterschiede aus, sie löschen die Geschichte aus: von heute an beginnt man, so zu denken. Wer nicht so denkt, wird beiseite gelassen und auch verfolgt“.


So sei es auch in Europa gesehen, wo „jene, die sich den völkermörderischen Diktaturen widersetzten, verfolgt worden waren“. Sie seien bedroht und ihrer Freiheit beraubt worden, was einer anderen Art der Folter entspreche. Mit der Freiheit „nehmen die ideologischen Kolonisierungen auch die Erinnerung, indem sie sie auf Märchen, Lügen, alte Dinge herabsetzen“. Franziskus rief die Gestalt der Mutter der Makkabäer in Erinnerung (vgl. 2 Makk 7, 1.20-31), die ihre Söhne ermahne, angesichts des Martyriums standhaft zu bleiben, und unterstrich die einzigartige Rolle der Frau bei der Bewahrung der Erinnerung und der geschichtlichen Wurzeln:

„Die Erinnerung bewahren: die Erinnerung an das Heil, das Gedächtnis des Gottesvolkes, jenes Gedächtnis, das den Glauben dieses von dieser ideologisch-kulturellen Kolonisierung verfolgten Volkes stark machte. Die Erinnerung ist es, die uns hilft, jedes perverse Erziehungssystem zu besiegen. Sich erinnern. Sich der Werte erinnern, der Geschichte, sich der Dinge erinnern, die wir gelernt haben. Und dann die Mutter. Die Mutter, die zweimal ‚in ihrer Muttersprache’ – sagt der Text – sprach: sie sprach im Dialekt. Und es gibt keine kulturelle Ideologisierung, die den Dialekt besiegen könnte“.

Die „weibliche Zärtlichkeit“ und der „männliche Mut“ der Mutter der Makkabäer, gestärkt durch die geschichtlichen Wurzeln der Sprache der Väter bei der Verteidigung ihrer Kinder und des Volkes Gottes, lasse daran denken, dass „nur die Kraft der Frauen fähig ist, einer kulturellen Kolonisierung zu widerstehen“. Die Mütter, die Frauen seien die Hüterinnen des Gedächtnisses, des Dialekts, „sie sind fähig, die Geschichte eines Volkes zu verteidigen“ und „den Glauben weiterzugeben, den dann die Theologen erklären werden“:

„Das Volk Gottes ist durch die Kraft vieler tüchtiger Frauen vorangegangen, die es verstanden haben, ihren Kindern den Glauben zu geben, und nur sie – die Mütter – wissen den Glauben im Dialekt weiterzugeben. Der Herr schenke uns in der Kirche immer die Gnade, Gedächtnis zu haben, den Dialekt der Väter nicht zu vergessen und mutige Frauen zu haben“.

Dem Autor auf Twitter folgen!


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Franziskus in Santa Marta

  1. Der Papst und die Engel
  2. Die Gnade des Gebetes, der Nähe, der Gerechtigkeit-Barmherzigkeit
  3. Der Heilige Geist lehrt uns die Sanftmut der Kinder Gottes
  4. Der Hass des Geistes der Weltlichkeit
  5. Der Geist der rigiden Starrheit bringt immer Verstörung
  6. Interreligiöses Gebet für die Befreiung von allen Pandemien
  7. Wie gibt die Welt den Frieden und wie gibt der Herr ihn?
  8. Die Mystik des Bleibens in Jesus
  9. Der Beistand –- der Geist, der im Glauben wachsen lässt
  10. Europa wachse vereint in der Brüderlichkeit






Top-15

meist-gelesen

  1. ISLAND-REISE - KOMMEN SIE MIT! - Eine Reise, die Sie nie vergessen werden!
  2. ADIOS!
  3. „In Deutschland tobt derzeit ein Kirchenkampf“ - Droht ein Schisma?
  4. Santo subito? - Vatikan untersucht mögliches Wunder durch Benedikt XVI.!
  5. "Entsprechend klein ist die Lücke, die er hinterlässt"
  6. Oktober 2026 - Kommen Sie mit nach SIZILIEN mit Kaplan Johannes Maria Schwarz!
  7. Niederländischer Weihbischof Mutsaerts: „Möchte mich nun an liberale Theologen und Gläubige wenden“
  8. Synodaler Weg führte zu Streit und Verwerfung
  9. ‚Dubia‘ an den Vatikan – US-Priester bitten um Klärung hinsichtlich liturgischer Änderungen
  10. Große kath.net-Leserreise nach Rom - Ostern 2027 - Mit P. Johannes Maria Schwarz
  11. Debatte um Leitung der Deutschen Bischofskonferenz - Konservative Bischöfe als „Königsmörder“?
  12. Kardinal Zen: Papst Leo „ist wahrlich eine Leitungspersönlichkeit, die zuhören kann!“
  13. Hat der Synodale Weg „die katholische Kirche in Deutschland in Machtspiel und Kampfzone verwandelt“?
  14. Papst sagt Weihbischof für Schweizer Diözese Chur zu
  15. Papst Leo wird die Gründonnerstags-Fußwaschung wieder im Lateran vollziehen

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz