Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Was interessiert mich das Geschwätz von Rom...
  2. Wenn sich Gratismut in Angst verwandelt
  3. Erschütterndes Beispiel für die Kultur des Todes: Seniorin wurde gegen ihren Willen euthanasiert
  4. Katholiken fordern Exkommunikation der „katholischen“ US-Gouverneurin Maura Healey
  5. „Trägt der synodale Prozess dazu bei, die Seelen Christus und dem ewigen Heil näherzubringen?“
  6. Bußgeldverfahren gegen Schüler nach Weigerung an LGBT-Workshop teilzunehmen
  7. 500 Euro für ein Sakrament oder was ist das wirkliche Problem?
  8. Katholische Beerdigung für italienischen Gitarristen wurde abgesagt, weil er Freimaurer war
  9. "Ich würde Kinderbetreuung nicht als Arbeit sehen, sage ich Ihnen ganz ehrlich"
  10. Das Kirchenjahr als Weg durch die Heilsgeschichte. Dem Gottesdienst soll nichts vorgezogen werden!
  11. Influencerin bezeichnet Trans-Politiker als Mann: zu zwei Jahren Hausarrest verurteilt
  12. ‚Waldbrände in der Kurie‘
  13. Edith Stein – Ave, Crux, spes unica
  14. Deutschland: Katholische Kirche verzeichnet mehr Erwachsenentaufen trotz Mitgliederrückgang
  15. "Satanisches Lachen" - US-Demokraten aus Massachusetts feiern Ermorden von Kindern bis zur Geburt!

König im „Reich der Wahrheit und des Lebens…“

24. November 2017 in Spirituelles, 1 Lesermeinung
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


„Wie kommt die Kirche dazu, ihren Herrn als König zu bezeichnen?“ - „Das Christkönigsfest hat seine besondere Geschichte, die viel aussagt über den Platz der Kirche in der Welt“ - Von Bischof Heinz Josef Algermissen


Fulda (kath.net/pbf) Mit diesem Sonntag geht das Kirchenjahr zu Ende, mit der Adventszeit wird ein neues beginnen. Der letzte Sonntag im Kirchenjahr trägt den Namen „Christkönigssonntag“. Die Bezeichnung mag uns seltsam, sogar unverständlich anmuten, zumal die Zeit der mächtigen Königtümer endgültig vorbei ist. Wie kommt da die Kirche dazu, ihren Herrn als König zu bezeichnen?

Das Christkönigsfest hat seine besondere Geschichte, die viel aussagt über den Platz der Kirche in der Welt. Man muss es im Kontext der großen Umbrüche nach dem Ersten Weltkrieg verstehen. Die Zeit der Könige „von Gottes Gnaden“ und der Monarchien ging zu Ende. Die Staaten wurden zu säkularen Gebilden. Es wurde deutlich, wie sehr der Staat und die Gesellschaft nicht identisch sind mit dem Reich Christi.

Auch gegen diese moderne Entwicklung richtete sich das Fest. Als Papst Pius XI. es im Jahr 1925, 1600 Jahre nach dem Konzil von Nizäa, einführte, sollte es durchaus ein Heilmittel gegen die Irrtümer der Zeit sein, ein Protestzeichen gegen den Staat, der nicht mehr kirchlich geprägt war.


Wenn wir die liturgischen Texte des Christkönigsfestes vertiefend bedenken, können wir erkennen, dass wir es heute ganz anders feiern. Die Liturgiereform nach dem Zweiten Vatikanischen Konzil ersetzte die triumphalen Texte, die Christus als den König in der Gesellschaft bezeichnen, durch andere Texte, die das wahre Königtum Jesu Christi in der Welt bezeugen. Indes ist die Richtung gegen die „zerstörenden Kräfte der Zeit“ geblieben.

Und tatsächlich ist heutzutage eine Gegenbewegung gegen dieserart Kräfte und Ideologien hochnotwendig. Viele Menschen ziehen einen Vorhang vor den Himmel, haben sich in autonomer Selbstbestimmung eingekapselt. Andere haben die Ehrfurcht vor dem Heiligen verabschiedet, auch die Ehrfurcht vor dem, was dem anderen Menschen heilig ist. Das alles opfert man auf dem „Altar“ der offensichtlich grenzenlosen Meinungsfreiheit. Zudem wird die Würde des Menschen immer mehr zum Spielball der Technik und im Grunde unbeherrschbarer Mächte. Präimplantationsdiagnostik, Bluttests zur Erkennung des Down-Syndroms bei Ungeborenen und deren Selektion infolgedessen, aber auch die Diskussion um erleichterte Möglichkeiten zum assistierten Suizid offenbaren eine Respektlosigkeit hinsichtlich der unantastbaren Würde. Solche Symptome und andere in dieser Gesellschaft verbinde ich mit den „zerstörenden Kräften der Zeit“, die Papst Pius XI. seinerzeit feststellte.

Ist es da nicht wirklich alternativ und rettend, Christus unseren König sein zu lassen, dessen Insignien die am Kreuz offenbar gewordene Liebe und die Lebenshingabe in Ohnmacht und Gewaltlosigkeit sind? Wenn wir unser Leben auf den Gekreuzigten und Auferstandenen gründen, kann er unser König sein, wie es bereits der alttestamentliche Psalm 110 voraus verheißen hat, der bewusst in der Vesper eines jeden Sonntags gebetet wird.

Dann verstehen wir auch das wunderbare Bild für das Königreich Christi, das uns an diesem Sonntag die Präfation schenkt: „Wenn einst die ganze Schöpfung seiner Herrschaft unterworfen ist, wird er dir, seinem Vater, das ewige, alles umfassende Reich übergeben: das Reich der Wahrheit und des Lebens, das Reich der Heiligkeit und der Gnade, das Reich der Gerechtigkeit, der Liebe und des Friedens.“

Kraftvolle Orgelimprovisation zu Christkönig: ´Christus vincit, Christus regnat, Christus imperat´



Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Jesus Christus

  1. Mariä Lichtmess - Das Fest der Begegnung und Darstellung des Herrn im Tempel (2. Febr.)
  2. Warteschlangen vor den Kinos: Der Film „Sacré Coeur“ bricht in Frankreich Zuschauerrekorde!
  3. 1.167 Beichten in 65 Stunden
  4. Jesus first! - 'Gott kann nur bis 1 zählen'
  5. "Jesus ist der gute Hirt - nicht ich"
  6. Kardinal in Fastenpredigt an Kurie: Konzentriert euch auf Jesus
  7. Jesus. Eine Weltgeschichte
  8. Die göttliche Dreifaltigkeit nämlich nimmt in uns Wohnstatt am Tag der Taufe
  9. Man kann auch sagen, dass niemand außer Christus in den Himmel aufsteigt
  10. Englischer Priester: Jesus, nicht der NHS, ist Herzstück des Landes






Top-15

meist-gelesen

  1. Sommerspende für kath.net - Bitte helfen SIE uns jetzt JETZT!
  2. Edith Stein – Ave, Crux, spes unica
  3. Ostern 2027 in Rom - Große kath.net-Leserreise!
  4. Erschütterndes Beispiel für die Kultur des Todes: Seniorin wurde gegen ihren Willen euthanasiert
  5. "... der Sieg, der die Welt besiegt hat, ist unser Glaube” (1 Joh 5,4)"
  6. Grösse
  7. Angeklagt, weil er einen schismatischen Bischof nicht rehabilitierte: Armeniens Patriarch Karekin II
  8. ALfA startet „von-Galen-Projekt“ zum 85. Jahrestag der Predigt von St. Lamberti
  9. William Donohue: Bürgermeister Mamdani soll nicht an Gedenkveranstaltung zu 9/11 teilnehmen
  10. „Warum ich katholisch bin“
  11. Was Papst Leo XIV. in Südamerika erwartet
  12. Deutschland: Katholische Kirche verzeichnet mehr Erwachsenentaufen trotz Mitgliederrückgang
  13. Wenn der Sturm den Glauben prüft - Der Friede Christi mitten im Gegenwind
  14. Expertin fordert nach Aufsichtsversäumnissen in den Provinzen nun nationalen Sterbehilfe-Watchdog
  15. Katholische Beerdigung für italienischen Gitarristen wurde abgesagt, weil er Freimaurer war

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz