Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Nicht Bruch, sondern lebendige Tradition - Wider den Missbrauch der Liturgiereform
  2. Bischof widerruft Erlaubnis, dass die Piusbruderschaft in Lourdes Sakramente spenden dürfen
  3. Kard. Sarah: „Die Abneigung gegen Latein und Gregorianik wird mit der 68er-Generation verschwinden“
  4. Rom sollte in Deutschland endlich Bischöfe einsparen und Bistümer zusammenlegen!
  5. Die Krise des Bischofsamtes
  6. Papst Leo: „Die Welt durchlebt eine besonders unruhige Phase“
  7. Die Hölle, eine verschwiegene Wahrheit
  8. Deutschland: 2024 waren nur noch 43 % der Bestattungen christlich
  9. Caroline Bosbach: „Linkspartei erklärt evangelikale Christen zum Feindbild“
  10. Polnischer Primas in Jasna Góra: „Recht auf Leben von der Empfängnis bis zum natürlichen Tod“
  11. Ist ein linker Punksänger klüger als Bischof Feige?
  12. Polnische Pfarre verlangt von Autofahrern Gebete als "Parkgebühr"
  13. „Es gibt keinen notwendigen Widerspruch zwischen Synodalität und Tradition“
  14. R.I.P. Dolly Parton
  15. Erzdiözese Mexiko will angemessenes Begräbnis für abgetriebene und nach der Geburt gestorbene Babys

König im „Reich der Wahrheit und des Lebens…“

24. November 2017 in Spirituelles, 1 Lesermeinung
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


„Wie kommt die Kirche dazu, ihren Herrn als König zu bezeichnen?“ - „Das Christkönigsfest hat seine besondere Geschichte, die viel aussagt über den Platz der Kirche in der Welt“ - Von Bischof Heinz Josef Algermissen


Fulda (kath.net/pbf) Mit diesem Sonntag geht das Kirchenjahr zu Ende, mit der Adventszeit wird ein neues beginnen. Der letzte Sonntag im Kirchenjahr trägt den Namen „Christkönigssonntag“. Die Bezeichnung mag uns seltsam, sogar unverständlich anmuten, zumal die Zeit der mächtigen Königtümer endgültig vorbei ist. Wie kommt da die Kirche dazu, ihren Herrn als König zu bezeichnen?

Das Christkönigsfest hat seine besondere Geschichte, die viel aussagt über den Platz der Kirche in der Welt. Man muss es im Kontext der großen Umbrüche nach dem Ersten Weltkrieg verstehen. Die Zeit der Könige „von Gottes Gnaden“ und der Monarchien ging zu Ende. Die Staaten wurden zu säkularen Gebilden. Es wurde deutlich, wie sehr der Staat und die Gesellschaft nicht identisch sind mit dem Reich Christi.

Auch gegen diese moderne Entwicklung richtete sich das Fest. Als Papst Pius XI. es im Jahr 1925, 1600 Jahre nach dem Konzil von Nizäa, einführte, sollte es durchaus ein Heilmittel gegen die Irrtümer der Zeit sein, ein Protestzeichen gegen den Staat, der nicht mehr kirchlich geprägt war.


Wenn wir die liturgischen Texte des Christkönigsfestes vertiefend bedenken, können wir erkennen, dass wir es heute ganz anders feiern. Die Liturgiereform nach dem Zweiten Vatikanischen Konzil ersetzte die triumphalen Texte, die Christus als den König in der Gesellschaft bezeichnen, durch andere Texte, die das wahre Königtum Jesu Christi in der Welt bezeugen. Indes ist die Richtung gegen die „zerstörenden Kräfte der Zeit“ geblieben.

Und tatsächlich ist heutzutage eine Gegenbewegung gegen dieserart Kräfte und Ideologien hochnotwendig. Viele Menschen ziehen einen Vorhang vor den Himmel, haben sich in autonomer Selbstbestimmung eingekapselt. Andere haben die Ehrfurcht vor dem Heiligen verabschiedet, auch die Ehrfurcht vor dem, was dem anderen Menschen heilig ist. Das alles opfert man auf dem „Altar“ der offensichtlich grenzenlosen Meinungsfreiheit. Zudem wird die Würde des Menschen immer mehr zum Spielball der Technik und im Grunde unbeherrschbarer Mächte. Präimplantationsdiagnostik, Bluttests zur Erkennung des Down-Syndroms bei Ungeborenen und deren Selektion infolgedessen, aber auch die Diskussion um erleichterte Möglichkeiten zum assistierten Suizid offenbaren eine Respektlosigkeit hinsichtlich der unantastbaren Würde. Solche Symptome und andere in dieser Gesellschaft verbinde ich mit den „zerstörenden Kräften der Zeit“, die Papst Pius XI. seinerzeit feststellte.

Ist es da nicht wirklich alternativ und rettend, Christus unseren König sein zu lassen, dessen Insignien die am Kreuz offenbar gewordene Liebe und die Lebenshingabe in Ohnmacht und Gewaltlosigkeit sind? Wenn wir unser Leben auf den Gekreuzigten und Auferstandenen gründen, kann er unser König sein, wie es bereits der alttestamentliche Psalm 110 voraus verheißen hat, der bewusst in der Vesper eines jeden Sonntags gebetet wird.

Dann verstehen wir auch das wunderbare Bild für das Königreich Christi, das uns an diesem Sonntag die Präfation schenkt: „Wenn einst die ganze Schöpfung seiner Herrschaft unterworfen ist, wird er dir, seinem Vater, das ewige, alles umfassende Reich übergeben: das Reich der Wahrheit und des Lebens, das Reich der Heiligkeit und der Gnade, das Reich der Gerechtigkeit, der Liebe und des Friedens.“

Kraftvolle Orgelimprovisation zu Christkönig: ´Christus vincit, Christus regnat, Christus imperat´



Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

 Ehrmann 24. November 2017 

Das Königreich der Zukunft ist es aber nicht gewesen, worauf Jesus vor Pilatus hinwies,

denn da sprach er durchaus in der Gegenwart "JA; ICH B I N EIN KÖNIG; ABER MEIN REICH IST NICHT VON DIESER WELT"! ich denke, das christliche Versteckenspiel hat mit dieser liturgischen Änderung begonnen und hat auch dazu geführt, daß die Menschen nicht mehr zum Kreuz als irem Wegweiser aufschauen. Hat Christus doch den stolzen Satz in seiner menschlich gesehen größten Erniedrigung vor Pilatus gesagt, dem er noch dazu bescheinigte, daß er keine Macht hätte, ihn zu verurteilen, wenn sie ihm nicht von oben gegeben wäre. All unser christliches Versteckenspiel ist in dieser liturgischen Vertschiebung begründet, all die Schwäche, die uns nicht mehr fähig macht, unser Christentum vor aller Welt zu bekennen, sondern uns wo immer es geht dafür zu entschuldigen, Christen zu sein- Gott sei Dank hat Papst Benedikt- angefangen mit Dominus Jesus- etwas dagegengesetzt.Wie sollen wir denn sonst "Lichtder Welt" und "Stadt auf dem Berge" sein, wie es Jesus uns aufgetragen hat?


2
 

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Jesus Christus

  1. Mariä Lichtmess - Das Fest der Begegnung und Darstellung des Herrn im Tempel (2. Febr.)
  2. Warteschlangen vor den Kinos: Der Film „Sacré Coeur“ bricht in Frankreich Zuschauerrekorde!
  3. 1.167 Beichten in 65 Stunden
  4. Jesus first! - 'Gott kann nur bis 1 zählen'
  5. "Jesus ist der gute Hirt - nicht ich"
  6. Kardinal in Fastenpredigt an Kurie: Konzentriert euch auf Jesus
  7. Jesus. Eine Weltgeschichte
  8. Die göttliche Dreifaltigkeit nämlich nimmt in uns Wohnstatt am Tag der Taufe
  9. Man kann auch sagen, dass niemand außer Christus in den Himmel aufsteigt
  10. Englischer Priester: Jesus, nicht der NHS, ist Herzstück des Landes






Top-15

meist-gelesen

  1. EILT - Sommerspende für kath.net - Bitte helfen SIE uns JETZT!
  2. Bischof widerruft Erlaubnis, dass die Piusbruderschaft in Lourdes Sakramente spenden dürfen
  3. Mexiko: Gedenkfeier zum 100. Todestag der ersten Cristero-Märtyrer
  4. Babyboom auf einer US-Entbindungsstation: 17 Krankenschwestern erwarten zeitgleich Nachwuchs
  5. Polnische Pfarre verlangt von Autofahrern Gebete als "Parkgebühr"
  6. Wer ist Jesus Christus für mich? Der Glaube als tägliche Entscheidung
  7. Irland: 30 Prozent Rückgang bei katholischen Taufen in zehn Jahren
  8. Ein Wunder der Vorsehung
  9. Die Krise des Bischofsamtes
  10. Deutschland: 2024 waren nur noch 43 % der Bestattungen christlich
  11. US-Regierung leitet 2 Milliarden Dollar an christliche Hilfsorganisationen um
  12. Slowakei und Polen planen gemeinsamen Johannes-Paul-II.-Pilgerweg
  13. „Wenn ich mich nicht täusche, gibt es in der Geschichte keine vergleichbare Institution“
  14. Nur der Weg der Liebe ist der Weg des Lebens
  15. Nicaragua: Regime veröffentlicht Propaganda-Video von festgenommenem Bischof Mata

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz