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Rosenkranz-Kampfbeter wurden aus Brüsseler Kathedrale entfernt

2. November 2017 in Aktuelles, 48 Lesermeinungen
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Das etwa ein Dutzend Rosenkranzbeter stufte einen evangelischen Reformationsfestgottesdienst als eine „Besetzung unserer Kathedrale durch Protestanten“ und als „Profanation“ ein.


Brüssel (kath.net) Eine Gruppe jugendlicher Katholiken störte vor wenigen Tagen einen evangelischen Festgottesdienst zu 500 Jahren Reformation in der katholischen Brüsseler Kathedrale durch lautes Rosenkranzgebet. Ungefähr ein Dutzend junge Leute hielten sich kniend und mit eingehakten Armen zwischen den Stuhlreihen der Gottesdienstteilnehmer auf. Als sie ihr lautes Gebet, das die Predigt des protestantischen Pastors verhinderte, nicht aufgaben, wurden sie polizeilich entfernt. Dies geschah ohne gröbere Gewaltanwendung oder Widerstand. Nach Entfernung der Beter sah sich der protestantische Pastor dann in der Lage, seine Festpredigt zu halten. Dies berichtete die britische Zeitung „Catholic Herald“.


Der Gottesdienst war Ort des feierlichen Reformationsgedenkens der „Vereinigten Protestantischen Kirche von Belgien“, der größten protestantischen Gemeinschaft Belgiens. Warum der Gottesdienst ausgerechnet in der katholischen Kathedrale St. Michael und St. Gudula abgehalten wurde, ist nicht näher bekannt. Jedenfalls bezeichnete der Präsident dieser protestantischen Gemeinschaft die Erlaubnis und den Gottesdienst als „ein starkes ökumenisches Zeichen“. Der Gottesdienst ist nicht identisch mit dem ökumenischen Gottesdienst zum Reformationsgedenken mit der Teilnahme des katholischen Erzbischofs von Luxemburg, Jean-Claude Hollerich SJ, am 31.10.

Nach weiteren Angaben des „Catholic Herald“ hatten die Rosenkranzbeter auf Handzetteln ihre eigene Einschätzung des Gottesdienstes kundgetan. Demnach habe es sich bei dem Gottesdienst um eine „Besetzung unserer Kathedrale durch Protestanten“ gehandelt, die man als „Profanation“ dieser Kirche einstufe. Die Fehler Luthers seien auch heute noch „Häresien“.


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