Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. „Sehr brüderliche Atmosphäre, die meisten waren von Dringlichkeit der Neuevangelisierung überzeugt“
  2. Nach fast drei Wochen bricht die Diözese Rottenburg-Stuttgart das Schweigen
  3. „Mir sind konkrete Reaktionen von Kindern bekannt, die diese Darstellung als verstörend empfanden“
  4. „Ich kann die Kommunion nicht empfangen. Ist es trotzdem sinnvoll, zur Messe zu gehen?“
  5. Hongkongs Kardinal Zen äußerte beim Konstistorium Grundsatzkritik an der letzten Bischofssynode
  6. Viel Bla-Bla zum Neuen Jahr!
  7. US-Katholiken mehrheitlich für die Todesstrafe
  8. Regensburger Bischof Voderholzer beim Papst
  9. Wann enden die perspektivlosen Strukturdebatten?
  10. These: Die Wahrheit steht über der nachdrücklichen Forderung nach Einheit
  11. Der Weihnachtsglaube - Sand oder Fels
  12. Griechisch-orthodoxe Bischöfe üben scharfe Kritik an EU-Plänen zu Abtreibungsfonds
  13. BILD-Chefin Marion Horn fordert jetzt: Daniel Günther muss das zurücknehmen oder zurücktreten
  14. Vertrauliche Vorlagen des vatikanischen Konsistoriums sind aufgetaucht
  15. Papst Leo XIV. bestärkt Bischof Voderholzer auf dem Weg der Neuevangelisierung

Der wahre Reichtum und der Götzendienst am Geld

23. Oktober 2017 in Aktuelles, 35 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Franziskus in Santa Marta: Geldgier lässt viele Kinder sterben und führt zum Krieg. Der Götzendienst, der tötet, der Menschenopfer fordert. Von Armin Schwibach


Rom (kath.net/as) „Wem wird all das gehören, was du angehäuft hast?“ Reichtum – Armut, das Thema des Evangeliums vom Tag (Lk 12,13-21) bildete den Mittelpunkt der Betrachtungen von Papst Franziskus in seiner Predigt bei der heiligen Messe in der Kapelle des vatikanischen Gästehauses „Domus Sanctae Marthae“ am Montag der 29. Woche im Jahreskreis.

Franziskus machte darauf aufmerksam, dass in diesen Zeiten die Medien von vielen Naturkatastrophen, von vielen Ungerechtigkeiten berichteten, die vor allem Kinder beträfen. Der Papst rief dazu auf, das Gebet innig zu Gott zu erheben, damit er die Herzen der Menschen bekehre, damit sie den Herrn erkennten und nicht den Gott Geld anbeten.

Das heutige Evangelium mit dem Gleichnis vom reichen Mann und seinem Geld lasse erkennen, dass dieses „sein Gott ist“. So würden wir zum Nachdenken darüber veranlasst, wie vergeblich und leer es sei, auf die irdischen Güter zu zählen. Denn der wahre Schatz dagegen bestehe in der Beziehung zu Gott.


Angesichts des Überfülle seiner Ernte halte jener Man nicht ein: er denke daran, seine Scheunen zu erweitern: „dort werde ich mein ganzes Getreide und meine Vorräte unterbringen“ (V. 18). Und in seiner „Phantasie“ wolle er so sein Leben verlängern. Er zähle darauf, „mehr Güter zu haben, bis zur Übelkeit“, da er nicht wisse, was es heiße, satt zu sein. So trete er in „jene Bewegung eines Konsumdenkens ohne Grenzen“ ein:

„Es ist Gott, der diesem Hängen am Geld eine Grenze setzt. Wenn der Mensch zum Sklaven des Geldes wird. Und das ist kein Märchen, das sich Jesus erfindet: das ist die Wirklichkeit. Das ist die Wirklichkeit von heute. Das ist die Wirklichkeit von heute. Viele Menschen, die leben, um das Geld anzubeten, um aus dem Geld ihren Gott zu machen. Viele Menschen, die nur dafür leben, und das Leben hat keinen Sinn. ‚So geht es jedem, der nur für sich selbst Schätze sammelt – sagt der Herr – , aber vor Gott nicht reich ist’: sie wissen nicht, was es heißt, vor Gott reich zu sein“.

Der Papst erinnerte an eine Episode, die sich vor Jahren in Argentinien zutrug – „im anderen Bistum“ –, als ein reicher Unternehmer, obwohl er gewusst habe, schwer krank zu sein, voll Eigensinn eine Villa gekauft habe, ohne daran zu denken, dass er in Kürze sterben werde. Und auch heute gebe es diese Menschen, die nach Geld und irdischen Gütern gieren, Leute, die „extrem viel“ besäßen, dies „angesichts von Kindern, die hungern und keine Arzneien haben, die keine Erziehung bekommen, die verlassen sind“. Dabei handelt es sich für Franziskus „um einen Götzendienst, der tötet, der Menschenopfer fordert“:

„Dieser Götzendienst lässt viele Menschen des Hungers sterben. Denken wir nur an einen Fall: an 200.000 Rohingya-Kinder in den Flüchtlingslagern. Dort sind 800.000 Menschen. 200.000 sind Kinder. Sie haben kaum etwas zu essen, sie sind unterernährt, ohne medizinische Versorgung. Auch heute geschieht dies. Das ist nicht etwas, was der Herr nur in jenen Zeiten sagt: nein. Heute! Und unser Gebet muss stark sein: Herr, bitte, rühre an das Herz dieser Menschen, die diesen Gott anbeten, den Gott Geld. Rühre auch an mein Herz, dass ich nicht derartigem verfalle, dass ich es verstehe, zu sehen“.

Eine weitere Folge dieses Götzendienstes seien die Kriege. Auch die „Kriege in der Familie“

„Wir alle wissen, was geschieht, wenn eine Erbschaft im Spiel ist: die Familien spalten sich und enden im Hass des einen auf den anderen. Am Schluss unterstreicht der Herr mit Milde: ‚wer vor Gott nicht reich ist’. Das ist der einzige Weg. Der Reichtum, aber in Gott. Und das ist keine Verachtung für das Geld, nein. Es ist gerade die Gier, wie er sagt, die Gier. Ein Leben führen, das am Gott Geld hängt“.

Aus diesem Grund, so der Papst, müsse unser Gebet stark sein und in Gott das feste Fundament unseres Daseins suchen.

Dem Autor auf Twitter folgen!


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Franziskus in Santa Marta

  1. Der Papst und die Engel
  2. Die Gnade des Gebetes, der Nähe, der Gerechtigkeit-Barmherzigkeit
  3. Der Heilige Geist lehrt uns die Sanftmut der Kinder Gottes
  4. Der Hass des Geistes der Weltlichkeit
  5. Der Geist der rigiden Starrheit bringt immer Verstörung
  6. Interreligiöses Gebet für die Befreiung von allen Pandemien
  7. Wie gibt die Welt den Frieden und wie gibt der Herr ihn?
  8. Die Mystik des Bleibens in Jesus
  9. Der Beistand –- der Geist, der im Glauben wachsen lässt
  10. Europa wachse vereint in der Brüderlichkeit






Top-15

meist-gelesen

  1. ISLAND-REISE - KOMMEN SIE MIT! - Eine Reise, die Sie nie vergessen werden!
  2. Nach fast drei Wochen bricht die Diözese Rottenburg-Stuttgart das Schweigen
  3. Viel Bla-Bla zum Neuen Jahr!
  4. Australischer Forscher Andrew Lowenthal analysiert Zensur in Deutschland
  5. „Sehr brüderliche Atmosphäre, die meisten waren von Dringlichkeit der Neuevangelisierung überzeugt“
  6. Oktober 2026 - Kommen Sie mit nach SIZILIEN mit Kaplan Johannes Maria Schwarz!
  7. Hongkongs Kardinal Zen äußerte beim Konstistorium Grundsatzkritik an der letzten Bischofssynode
  8. „Mir sind konkrete Reaktionen von Kindern bekannt, die diese Darstellung als verstörend empfanden“
  9. Regensburger Bischof Voderholzer beim Papst
  10. Vertrauliche Vorlagen des vatikanischen Konsistoriums sind aufgetaucht
  11. „Ich kann die Kommunion nicht empfangen. Ist es trotzdem sinnvoll, zur Messe zu gehen?“
  12. MEHR hippe Missionare in Augsburg
  13. Papst Leo XIV: Meinungsfreiheit auch im Westen beschränkt
  14. BILD-Chefin Marion Horn fordert jetzt: Daniel Günther muss das zurücknehmen oder zurücktreten
  15. 'Exportweltmeister in Moral, ansonsten Beobachter an der Seitenlinie. Beschämend'

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz