Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Österreich: Liturgische Kommission wirbt für Kommunion in beiderlei Gestalt
  2. Warum kein einfach gläubiger Katholik „Laienpredigten“ in der heiligen Messe braucht
  3. Ab Juli müssen Besucher Eintritt für den Kölner Dom bezahlen
  4. Katholische Kirche in Island hilft Menschen mit homosexuellen Neigungen enthaltsam zu leben
  5. Der Apostolische Stuhl und die FSSPX: Wenn Extreme sich berühren
  6. Niedersachsen plant Religionsunterricht ohne Gott!
  7. Beschließen ohne zu entscheiden?
  8. „Nimm deine kleinen Kinder zur Messe mit!“
  9. Exorzismus-Experte: Aktuelle Weltlage nicht nur Werk des Bösen
  10. Bischof Overbeck ist mit Weidel und Chrupalla in Sachen Iran einer Meinung
  11. Der stumme Gott unserer Zeit
  12. Hatte J.D. Vance doch Recht? Wenn Hitler-Vergleiche in Deutschland die Polizei auf den Plan rufen
  13. Frankreich: Neues Gesetz bestraft Versuch, von Suizidhilfe abzuhalten
  14. "Herr Kardinal Parolin, wieviele zehntausende Tote brauchen Sie noch im Iran, bis Sie aufwachen?"
  15. Junge Katholiken suchen in der Kirche lehramtliche Klarheit und nicht Anpassungsfähigkeit

Sünder: der erste Name des Menschen

6. Oktober 2017 in Aktuelles, 5 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Franziskus in Santa Marta: die Gnade der Scham, die zur Heilung von der Sünde führt. Die Allmacht Gottes, die sich in Barmherzigkeit und Vergebung offenbart. Von Armin Schwibach


Rom (kath.net/as) „Sprecht: Der Herr, unser Gott, ist im Recht; uns aber treibt es bis heute die Schamröte ins Gesicht“: Papst Franziskus ging in seiner Predigt bei der heiligen Messe in der Kapelle des vatikanischen Gästehauses „Domus Sanctae Marthae“ am Freitag der 26. Woche im Jahreskreis von der ersten Lesung aus dem Buch Baruch aus (Bar 1,15-22). Die Lesung spreche vom Ungehorsam gegenüber dem Gesetz Gottes, von der Sünde, und gleichzeitig werde auch der rechte Weg gewiesen, um um Vergebung zu bitten. Der Papst konzentrierte sich vor allem auf die Wirklichkeit der Sünde, die alle Menschen auszeichne: „Priester, Könige, Beamte und Väter“, „denn wir haben gegen den Herrn gesündigt und ihm nicht gehorcht. Wir haben auf die Stimme des Herrn, unseres Gottes, nicht gehört und die Gebote nicht befolgt, die der Herr uns vorgelegt hat“ (V. 17-18):

„Keiner kann sagen: ‚Ich bin gerecht’ oder ‚Ich bin nicht wie der da oder wie die da’. Ich bin ein Sünder. Ich würde sagen, dass das fast der erste Name ist, den wir haben: Sünder. Und dann, warum sind wir Sünder? Wir waren ungehorsam – immer in unserer Beziehung mit dem Herrn: er hat etwas gesagt und wir haben etwas anderes getan. Wir Haben nicht auf die Stimme des Herrn gehört: er hat zu uns viele Male gesprochen. In unserem Leben, es kann ein jeder von uns denken: ‚Wie oft hat der Herr doch zu mir gesprochen... Wie oft habe ich nicht gehört!’. Er hat mit den Eltern gesprochen, mit der Familie, mit dem Katecheten, in der Kirche, in den Predigten, er hat auch in unserem Herzen gesprochen“.


Wir aber hätten rebelliert: dies sei die Sünde, die „Rebellion“, was bedeute: „Beharrlichkeit“ beim Verfolgen von „perversen Neigungen“ unseres Herzens. Dabei verfalle man in die „kleinen Götzendienste“ aller Tage“, in Begierlichkeit, Neid, Hass und insbesondere „ins böse Geschwätz über andere“. Letzteres sei ein „Krieg des Herzens, um den anderen zu zerstören“.

Wie weiter auf den Seiten aus dem Buch Baruch zu lesen sei, sei es die Sünde: „So hefteten sich an uns das Unheil und der Fluch“ (V. 20), viele Übel verursache sie also, denn „die Sünde zerstört das Herz, sie zerstört das Leben, sie zerstört die Seele, sie schwächt, sie macht krank“. Doch immer handle es sich im eine Sünde in der Beziehung zu Gott:

„Das ist kein Fleck, der von dir zu nehmen wäre. Wäre es ein Fleck, dann würde es reichen, in die Reinigung zu gehen und dich saubermachen zu lassen... Nein. Die Sünde ist eine Beziehung der Rebellion gegen den Herrn. Sie ist hässlich an sich selbst, aber hässlich gegen den Herrn, der gut ist. Und wenn ich so über meine Sünden denke, spüre ich, statt depressiv zu werden, jenes große Gefühl: die Scham, die Schande, die das sagt, von dem der Prophet Baruch spricht. Die Scham ist eine Gnade“.

Die Scham „öffnet die Tür zur Heilung“. Das also war die Einladung, die Franziskus abschließend an alle richtete: sich schämen vor dem Herrn wegen unserer Sünden und bitten, geheilt zu werden:

„Wenn der Herr uns so sieht, voller Scham ob dessen, was wir getan haben, und mit Demut um Vergebung bittend, so ist er der Allmächtige: er löscht aus, er umarmt uns, er liebkost und vergibt uns. Doch das ist der Weg, um zur Vergebung zu gelangen, der Weg, den uns heute der Prophet Baruch lehrt. Wir wollen heute den Herrn preisen, da er seine Allmacht gerade in der Barmherzigkeit und in der Vergebung offenbaren wollte“.

Dem Autor auf Twitter folgen!


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Franziskus in Santa Marta

  1. Der Papst und die Engel
  2. Die Gnade des Gebetes, der Nähe, der Gerechtigkeit-Barmherzigkeit
  3. Der Heilige Geist lehrt uns die Sanftmut der Kinder Gottes
  4. Der Hass des Geistes der Weltlichkeit
  5. Der Geist der rigiden Starrheit bringt immer Verstörung
  6. Interreligiöses Gebet für die Befreiung von allen Pandemien
  7. Wie gibt die Welt den Frieden und wie gibt der Herr ihn?
  8. Die Mystik des Bleibens in Jesus
  9. Der Beistand –- der Geist, der im Glauben wachsen lässt
  10. Europa wachse vereint in der Brüderlichkeit







Top-15

meist-gelesen

  1. kath.net ISLAND REISE im JULI 2026 - ANMELDUNG nur mehr bis 25. MÄRZ möglich!
  2. Oktober 2026 - Wunderbares SIZILIEN mit Kaplan Johannes Maria Schwarz!
  3. Vier von sieben: Die unglaubliche Berufungs-Geschichte der Familie Morrison
  4. Der Apostolische Stuhl und die FSSPX: Wenn Extreme sich berühren
  5. Österreich: Liturgische Kommission wirbt für Kommunion in beiderlei Gestalt
  6. Warum kein einfach gläubiger Katholik „Laienpredigten“ in der heiligen Messe braucht
  7. "Herr Kardinal Parolin, wieviele zehntausende Tote brauchen Sie noch im Iran, bis Sie aufwachen?"
  8. Bischof Overbeck ist mit Weidel und Chrupalla in Sachen Iran einer Meinung
  9. Eine große BITTE an Ihre Großzügigkeit! - FASTENSPENDE für kath.net!
  10. Ab Juli müssen Besucher Eintritt für den Kölner Dom bezahlen
  11. Abtreibungs-Aktivisten greifen Profemina-Beratungszentrum an
  12. „Nimm deine kleinen Kinder zur Messe mit!“
  13. Exorzismus-Experte: Aktuelle Weltlage nicht nur Werk des Bösen
  14. Beschließen ohne zu entscheiden?
  15. Hatte J.D. Vance doch Recht? Wenn Hitler-Vergleiche in Deutschland die Polizei auf den Plan rufen

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz