27 August 2017, 09:00
‘Gottesdienste müssen immer feierlich sein’
 
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Kardinal Onaiyekan: Katholische Kreativität und neue Methoden der Evangelisierung erforderlich.

Accra (kath.net/ Agenzia Fides)
Der Erzbischof von Abuja, Kardinal John Olorunfemi Onaiyekan fordert die Katholiken in Afrika auf, Gottesdienste möglichst feierlich zu gestalten. Der Kardinal hielt die Eröffnungsansprache zum vierten Eucharistischen Kongress in Ghana in der Diözese Jasikan (Volta), am dem über 10.000 Gläubige aus allen 20 Diözesen des Landes teilnahmen. Der sechstätige Eucharistische Kongress stand unter dem Motto “Eucharistie und Neuevangelisierung”.

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Kardinal Onaiyekan erinnerte in seiner Ansprache daran, dass das Zweite Vatikanische Konzil den Ortskirchen die Möglichkeit gab, Glaubenstraditionen zu prüfen und einige Elemente aus der jeweiligen Landestradition in die Eucharistiefeiern aufzunehmen und diese in der Landessprache zu zelebrieren.

Diese Öffnung bedeute aber nicht, dass heiligen Messen in eine Vergnügungsfeier oder eine Diskothek verwandelt werden dürfe. “Auch wenn man afrikanische Trommeln benutzt, muss die Feierlichkeit, die die heilige Eucharistie verdient, stets bewahrt werden”, so der Kardinal. “Deshalb ist es gut”, so der Kardinal weiter, “wenn wir zu den religiösen Traditionen unseres Landes zurückkehren, zu jener Tradition, die unsere Vorfahren inspiriert hat, wenn es um den Ausdruck des eigenen Glaubens an Gott ging, denn dann werden wir mit Musik und Tanz feststellen, dass diese auf dieses Ziel ausgerichtet sind“.

“Wenn wir keine Angst haben, das spirituelle Erbe unserer Vorfahren zu erforschen, dann werden wir Schätze finden, die der Geist des Herrn in das Bewusstsein unserer Völker gebracht hat, bevor der christliche Glaube zu uns kam”, betonte Kardinal Onaiyekan.

“Ein Anliegen dieses Kongresses ist es, ein unmissverständliches Programm zu entwickeln. Dabei müssen wir wissen, dass in jeder neuen Ära der Evangelisierung der Gottesdienst gefeiert wird und dass es ohne Eucharistie keine Evangelisierung gibt und es keine Evangelisierung geben kann, die die Eucharistie nicht ernst nimmt”, so der Kardinal weiter.

Es seien katholische Kreativität und neue Methoden der Evangelisierung erforderlich, da heute neue Möglichkeiten zur Verfügung bestünden, insbesondere, was die Kommunikationstechnik anbelangt, so der Kardinal abschließend, der die Katholiken auffordert, die spirituelle Trägheit zu überwinden und fern von der Sünde zu leben.

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