Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Wie die Piusbrüder - Linker belgischer Bischof plant weiterhin verbotene Weihen
  2. Gefeuert wegen AfD-Kandidatur: Deutsche Caritas-Erzieherin zieht vor Gericht
  3. Ist der Islam ‚eine alternative Form des byzantinischen Christentums‘?
  4. Papst Leo singt mit 80.000 Jugendlichen das „Salve Regina“ auf Latein
  5. Sechs Messdiener mit Down-Syndrom ministrierten bei der historischen Papstmesse in Paris
  6. Asymmetrisch blinder Blick auf die deutsche Landschaft
  7. Es gibt drei Erzengel, die vor Gottes Thron für uns eintreten
  8. Wort-Gottes-Feier in katholischer Kirche mit Liedern von Taylor Swift
  9. Die Deutsche Bischofskonferenz will keine 'Demontage' des deutschen Staatsfunks
  10. „Wenn wir den wahren missionarischen Geist, den richtigen Weg finden, gibt es in Deutschland noch…“
  11. Ein Erzbischof auf Staatsbesuch
  12. 'Amoris Laetitia' oder das Lehramt, das sich selbst abschafft
  13. „Das Ende von Maria 2.0“
  14. Einbürgerung als Wahlstrategie? Linke profitiert massiv von muslimischen Wählern in Berlin
  15. US-Bischof Robert Barron: „Der Kommunismus erlebt in unserem Land gerade ein Comeback“

Die Kirche Christi ist nicht Menschenwerk, sondern göttliche Stiftung

26. August 2017 in Spirituelles, 1 Lesermeinung
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


«Gott selbst stärkt den Papst in der Ausübung seines Amtes.» Predigt von Josef Spindelböck.


St. Pölten (kath.net/ Sankt Josef)
21. Sonntag im Jahreskreis A (27.08.2017)
L1: Jes 22,19-23; L2: Röm 11,33-36; Ev: Mt 16,13-20

Liebe Brüder und Schwestern im Herrn!

Worauf hat Jesus Christus seine Kirche gegründet? Wie ist es zu erklären, dass sie als älteste religiöse Institution der Welt schon seit fast 2000 Jahren Bestand hat? Die Stürme der Geschichte konnten dem auf Felsen gegründeten Haus Gottes nichts anhaben.

Es gab im Lauf der Jahre so manche Schwierigkeiten und Anfeindungen von außen, aber auch immer wieder Krisen im Inneren, die meist in der Glaubensschwäche oder im sittlichen Versagen der einzelnen Christen ihre Ursache hatten. Davon waren auch Päpste und Bischöfe nicht ausgenommen. In all den Irrungen und Wirrungen der Zeit konnte jedoch die Kirche der Lehre Christi immer treu bleiben und die Heiligkeit des Wortes Gottes sowie die Gnade der Sakramente den Menschen vermitteln.

Ist die Kirche nur Menschenwerk oder steht mehr dahinter? Ist sie nur ein religiöser Verein oder eine göttliche Stiftung?


So zu fragen heißt von einem gläubigen Standpunkt aus die Antwort schon in gewisser Weise vorwegzunehmen. Denn wir sind im Glauben überzeugt, dass Jesus Christus der Herr der Kirche ist und sie eben deshalb und insofern Bestand hat, als sie in ihm gegründet ist.

Im Evangelium begegnet uns der Apostel Simon Petrus, der von Jesus als Felsenmann bezeichnet wird. Er bekennt Jesus als Messias, als Sohn des lebendigen Gottes! Auf den Felsen Petri, auf sein Bekenntnis, das er in der Kraft des Heiligen Geistes ablegen durfte, ist die Kirche bleibend gegründet.

Simon Petrus war voller Ideale, doch war er als Mensch ziemlich schwach und wankelmütig. Er konnte den Sinn des Leidens und Sterbens Christi zuerst noch nicht begreifen und hat Jesus dreimal verleugnet. Und doch hat unser Erlöser Jesus Christus gerade diesem Petrus das Amt übertragen, die Gläubigen als Hirte zu leiten (vgl. Joh 21). In der Kraft Gottes vermag der schwache Petrus die Brüder und Schwestern im Glauben zu stärken (vgl. Lk 22,32)!

Wenn wir auf die Kirche in unserer Zeit blicken, dann gibt es auch so manche Schwierigkeiten und Herausforderungen. Hier in Mitteleuropa fragen wir uns, wie der Glaube an die zukünftigen Generationen weitergegeben werden kann. Werden die Kirchen zu bloßen Museen werden? Wird es in fünfzig oder hundert Jahren noch eine maßgebliche Zahl von Christen geben, welche die Sonntagsmesse mitfeiern, oder werden Gläubige anderer Religionen – beispielsweise Muslime – ihren Glauben auch hierzulande praktizieren und das Bild der Öffentlichkeit bestimmen?

Inmitten aller menschlichen Schwachheit und Gebrechlichkeit, ja sogar trotz mancher Ärgernisse aufgrund der Sünden ihrer Glieder ist dieser Kirche von Christus, dem Herrn, Bestand verheißen in allen Stürmen. Der jeweilige Papst als Nachfolger des Apostels Petrus hat einen besonderen Auftrag, die Kirche in der Einheit und Wahrheit zu leiten. Nicht auf die persönlichen Qualitäten des Papstes kommt es in erster Linie an (der eine Papst ist ein guter Theologe, der andere ein guter Organisator, ein weiterer kennt als Seelsorger die konkreten Nöte der Menschen):
für alle Nachfolger des Apostels Petrus gilt, dass sie jenes Amt innehaben, das Christus selbst eingesetzt und zuerst dem Apostel Petrus anvertraut hat. Der Vater im Himmel hat dem Petrus offenbart, dass Jesus der Messias ist. Gott selbst stärkt den Papst in der Ausübung seines Amtes. Beten wir daher für Papst Franziskus, dass er die Kirche in unserer Zeit gut zu leiten vermag!

In allem geht es in der Kirche um die Erfüllung des Willens Gottes, nicht um menschliche Vorstellungen. Hier hat auch Petrus einen Lernprozess durchgemacht.

Wir wollen Gott danken, dass er uns durch die heilige Taufe in seine Kirche berufen hat. Der Heilige Geist möge auch uns stärken, dass wir dem Glauben der Apostel treu bleiben und so einst die ewige Seligkeit im Himmelreich erlangen! Amen.


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Papst

  1. Leo XIV. über Papst Franziskus: Ein großes Geschenk für die Welt
  2. Papst Hadrian VI. (1522-1523) und sein Besuch in Monaco
  3. Kardinal Müller: „Von der ‚Kirche des Franziskus‘ zu sprechen“, „das ist für mich eine Häresie“
  4. Leo XIV. in den Vatikanischen Grotten: Er betet auch an den Gräbern von Pius XII. und Benedikt XVI.
  5. Bemerkenswerte Rede von Papst Leo über Kardinal Merry del Val, Mitarbeiter von Leo XIII. und Pius X.
  6. Leo XIV. Brückenbauer für die Kirche - Die Biographie - Leseprobe 4
  7. Leo XIV. Brückenbauer für die Kirche - Die Biographie - Leseprobe 3
  8. Leo XIV. Brückenbauer für die Kirche - Die Biographie - Leseprobe 2
  9. Leo XIV., Brückenbauer für die Kirche - Die Biographie
  10. Kardinal Müller: Der nächste Papst muss der Homo-Lobby die Stirn bieten







Top-15

meist-gelesen

  1. Ostern 2027 in Rom - Große kath.net-Leserreise!
  2. Lichterprozession in Lourdes: Papst betet in Lourdes den Rosenkranz auf Latein
  3. Meloni kündigt Burka- und Niqab-Verbot, Ausländerquoten an Italiens Schulen an
  4. Eucharistische Evangelisationsbewegung ‚Adore Him‘ in den USA
  5. Papst Leo XIV. trifft Missbrauchsbetroffene in Lourdes
  6. Die Würde des Menschen kennt keine Grenze: In den Augen Gottes ist niemand unsichtbar
  7. Den Willen Gottes für den Menschen bedenken und tun
  8. Buße, Hoffnung, ewiges Leben: Lourdes ruft zur Umkehr
  9. Papst Leo zu den Bischöfen: „Die Kirche in Frankreich liegt dem Papst sehr am Herzen!“
  10. Französische Bischöfe: Papst Leo hat das Herz der Franzosen berührt
  11. Er ist der dritte amtierende Papst in der Grotte von Massabielle/Lourdes: Leo XIV.
  12. ‚Trinkt auch ihr aus dieser Quelle!’ Der Durst, den nur Christus stillt
  13. Papst Leo singt mit 80.000 Jugendlichen das „Salve Regina“ auf Latein
  14. Papst Leo erstaunt über hohe Zahl von Erwachsenentaufen in Frankreich
  15. Wenn das Nein nicht mehr zählt

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz