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Kinder in gleichgeschlechtlichen Partnerschaften erleiden Nachteile

21. August 2017 in Kommentar, 8 Lesermeinungen
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Gut belegte Studie: In Kanada erreichen Kinder aus gleichgeschlechtlichen Partnerschaften seltener den High School-Abschluss, besonders dramatisch ist die Lage von Mädchen in schwulen Haushalten. Gastbeitrag von Manfred Spieker


Georgsmarienhütte (kath.net) Keinerlei Nachteile hätten Kinder in gleichgeschlechtlichen Partnerschaften, behauptet Ina Bovenschen im Interview mit Waltraud Messmann in der „Neuen Osnabrücker Zeitung“. Zahlreiche Studien würden belegen, dass es ihnen „mindestens genauso gut geht“ wie Kindern in heterosexuellen Familien. Dem steht die gut belegte Studie des kanadischen Ökonomen Douglas W. Allen gegenüber, der den Schulerfolg von Kindern aus gleichgeschlechtlichen Haushalten untersuchte und zu dem Ergebnis kam, dass diese Kinder erhebliche Nachteile erleiden.

Im Vergleich mit Kindern aus heterosexuellen Familien erreichen nur 65% den High School-Abschluss. Besonders dramatisch ist die Lage von Mädchen in schwulen Haushalten. Von ihnen erreichen nur 15% den High School-Abschluss (Review of Economics of the Household, 2013, S. 635ff.). Die Datenbasis seiner Untersuchung war der kanadische Zensus von 2006, in dem die gleichgeschlechtlichen Haushalte und die in ihnen lebenden Kinder erfasst sind, hatte Kanada doch die gleichgeschlechtliche Partnerschaft schon 1997 und die „Ehe für alle“ 2005 legalisiert. Douglas Allen musste also nicht, wie die meisten der einschlägigen Untersuchungen, in homosexuellen Kreisen um Interviewpartner werben. Dass auf einer derartig zweifelhaften methodischen Grundlage das Ergebnis lautet „Keinerlei Nachteile“, kann man sich vorher ausrechnen.


Auch die von Ina Bovenschen erwähnte Bamberger Untersuchung beruht auf einer solchen Grundlage. Auf sie berufen sich in Deutschland alle bis hin zum Bundesverfassungsgericht, wenn nachgewiesen werden soll, dass es keine Unterschiede zwischen Kindern in gleichgeschlechtlichen und heterosexuellen Haushalten gäbe. Dabei ist die Bamberger Untersuchung viel vorsichtiger als die meisten ihrer Interpreten, stellt sie doch selbst fest, dass der Großteil der befragten Kinder aus gleichgeschlechtlichen Haushalten noch zu jung war, „um die Bedeutung der Familienform zu erfassen“.

Douglas Allen lässt offen, was die eigentliche Ursache des verminderten Schulerfolgs der Kinder aus gleichgeschlechtlichen Haushalten ist. Es könnten, meint er, auch die Erfahrungen aus Scheidungen vorangegangener Ehen der gleichgeschlechtlichen Partner und Diskriminierungen eine Rolle spielen. Zweifelsfrei fest steht für ihn jedoch: Die Behauptung, es gäbe keine Unterschiede, ist falsch.

Prof. Dr. Manfred Spieker (Foto) war Professor für Christliche Sozialwissenschaften am Institut für Katholische Theologie der Universität Osnabrück und ist jetzt emeritiert.

Dieser Beitrag wurde am 17.8. in der „Neuen Osnabrücker Zeitung“ als Leserbrief veröffentlicht.

Prof. Manfred Spieker beim „Kirche in Not“-Interview zu „Gender-Mainstreaming“ in Deutschland


Foto Prof. Spieker: © www.kath-theologie.uni-osnabrueck.de


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Lesermeinungen

 girsberg74 22. August 2017 
 

Ganz recht, mein Fehler.

@Sefa an @girsberg74: „Lesen bildet“
[ @ et al ]


Tut mir leid, ich hatte den SChluss in kath.net überlesenen. Hätte ich die NOZ noch abonniert, wäre es mir sicherlich auf Seite 8 dort aufgefallen. Die sonstigen Angaben sind aber zutreffend.


3
 
  22. August 2017 
 

@mariemarthe
Das Schamgefühl ist relativ; manche laufen ungeniert halbnackt durch die Gegend, während andere unbedeckte Knöchel oder Haare für obszön halten. Die Gefahr bei homosexuellen Erziehenden ist dasher nicht die Scham, sondern der Schamverlust: Kinder, die von HS großgezogen wurden, halten HS oft für etwas natürliches und normales.

@Chris2
Die SZ "vertuscht" die Herkunft von Tätern (und auch Opfern) nicht, sondern hält sie für eine in der Regel zweitrangige Information und nennt sie nur, wenn es einen logischen Zusammenhang mit der Tat gibt. Wem das nicht passt, der liest sie einfach nicht. Es gibt genug andere Medien, und einige nennen Religion oder Geburtsort nicht nur, sondern filtern die Meldungen sogar nach solchen Kriterien.


2
 
  22. August 2017 
 

Zusammenhang zwischen Schamgefühl und Leistungsfähigkeit

Mal ganz ehrlich, wer von uns möchte auch schon gleichgeschlechtliche Eltern haben?
Ich kann mir vorstellen, dass das natürliche Schamgefühl von Adoptivkindern in homosexuellen Verbindungen sehr verletzt ist bzw. wird. Es ist jedenfalls erwiesen, dass es einen Zusammenhang zwischen Scham und Leistungsfähigkeit gibt.


5
 
 Chris2 22. August 2017 
 

Was eine Zeitung von sich behauptet,

@girsberg74 muss ja nicht der Wahrheit entsprechen. Die SZ z.B. wirbt ja auch damit, "unbequeme Wahrheiten" zu bringen, vertuscht aber häufig die Herkunft der Täter bei schweren Straftaten...


4
 
  21. August 2017 
 

@girsberg74: Lesen bildet

Der obige Text von Prof. Spieker wurde von der NOZ am 17.8.2017 auf Seite 8 als Leserbrief veröffentlicht.


2
 
 girsberg74 21. August 2017 
 

An alle Leser der Neuen Osnabrücker Zeitung,

die auf kath.net posten.
Bitte machen Sie diese Zeitung auf diese Untersuchung aufmerksam, dass diese in der NOZ auch veröffentlicht wird.

Dieses Zeitung ist ein Blatt, das über alles Mögliche berichtet, es bisher aber nie geschafft hat, etwa über den Marsch für das Leben (in Berlin)zu berichten, sich aber damit brüstet, dass jedes Wort "wertvoll" ist.

Selbst in 2016, als um die 7000 Teilnehmer dabei waren, hat diese Zeitung nichts gemerkt.

Offensichtlich passt das nicht in das von ihr propagierte Weltbild.


4
 
 wandersmann 21. August 2017 
 

Danke Prof. Spieker

Für die Zukunft ist zu vermuten, dass alle Studien, bei denen nicht herauskommt, dass homosexuelle Eltern den Kinder gut tun, nicht mehr veröffentlicht werden.

Wenn die Wirklichkeit nicht politisch korrekt ist, dann wird sie eben politisch korrekt gemacht oder sie wird verschwiegen.


11
 
 Ebuber 21. August 2017 
 

Danke, Prof. Spieker

für diese Offenlegung der Fakten. Ja - leider entsteht vielfach der Eindruck, dass bei einer Studie das herauskommen muss, was sich die Auftraggeber davon versprechen. Von sauberer Recherche kann da dann keine Rede mehr sein.
In diesem Falle sagt aber doch schon der normale Menschenverstand, dass es nicht ohne Grund sein kann, dass Gott, der Schöpfer, wollte, dass ein Kind Mutter und Vater hat. Nur so kann sich ein Mensch wirklich gesund entwickeln.


20
 

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