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Unser Messias-Verständnis

13. August 2017 in Spirituelles, keine Lesermeinung
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Ein Kommentar von Stefan Fleischer.


Grenchen (kath.net)
„Lass uns die irdischen Dinge so gebrauchen, dass wir dabei die ewigen nicht verlieren“ betete der Priester in der Liturgie. „Lasst uns die irdischen Dinge so gebrauchen, dass es der ganzen Welt besser geht“ lautete, auf den Nenner gebracht, die Botschaft seiner Verkündigung. Würde man ihn auf diesen Unterschied ansprechen, so würde er wahrscheinlich sagen: „Das ist doch das Gleiche.“

Natürlich, wenn wir uns ernsthaft bemühen, die irdischen Dinge so zu gebrauchen, dass wir dabei die ewigen nicht verlieren, dann wird uns schnell klar, dass es der Wille Gottes ist, sie so zu gebrauchen, dass es der ganzen Welt bessergeht. Wenn wir uns aber einfach bemühen, die Dinge so zu gebrauchen, dass es der ganzen Welt bessergeht, so laufen wir schnell einmal Gefahr, nicht mehr nach Gottes Willen zu fragen, selber wissen, selber entscheiden zu wollen, was zu tun und was zu lassen, was gut und was böse ist. Damit aber riskieren wir unser ewiges Heil aus den Augen und schlimmstenfalls ganz zu verlieren.


Die Verkündigung von heute scheint sich heute vielerorts derart auf die irdischen Dinge zu konzentrieren, dass dabei die ewigen vernachlässigt, wenn nicht gar verdrängt und/oder verschwiegen werden. Damit gleitet sie in ein diesseitig orientiertes Messias Verständnis ab, in die Messias Erwartung des Alten Testamentes. Dieser Erwartung aber hat der Herr eine klare Absage erteilt. Sein Tod am Kreuz war die Ernüchterung vieler, die sie gepflegt hatten. In der ganzen Menschheitsgeschichte wurden immer wieder solche Erwartungen geschürt und dann enttäuscht. Oft wurde dadurch die Welt zwar verändert. Aber grundsätzlich verbessert wurde sie nie.

„Er wir sein Volk aus seinen Sünden erlösen“ erklärte der Verkündigungsengel die Mission Christi. Das ist unsere christliche messianische Hoffnung, ja das ist unser festes Vertrauen. Er wird auch uns, er wird auch mich, wenn nötig immer wieder, aus unseren Sünden erlösen. Wir müssen nur diese Erlösung, die er uns von Kreuz herab anbietet, dankbar annehmen, immer und immer wieder. Je mehr Menschen aber sich aus ihren Sünden erlösen lassen, desto besser wird auch unsere Welt hier und jetzt. So gesehen ist es also der erste Schritt in eine bessere Welt, wenn ich mich mit Gott versöhnen lasse (vgl 2.Kor 5,20), durch unseren Herrn und Erlöser Jesus Christus.


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