29 Juni 2017, 14:20
Algermissen: ‚Ehe für alle‘ spaltet das Ehe-Verständnis
 
Legionaere
 
WEITERE ARTIKEL ZUM THEMA 'Bistum Fulda'
Fuldaer Bischof stellt KATH.NET gegenüber fest, dass Bundeskanzlerin Merkel „angesichts des Wahlkampfes und der Suche nach möglichen Partnern für eine zukünftige Koalition pragmatisch, nicht grundsätzlich reagiert“. Von Petra Lorleberg

Fulda (kath.net/pl) „Mir war klar, dass die Bundeskanzlerin angesichts des Wahlkampfes und der Suche nach möglichen Partnern für eine zukünftige Koalition pragmatisch, nicht grundsätzlich reagiert. Machterhaltung ist eben viel eher angestrebt als die Treue zu Prinzipien, besonders, da alle in Frage kommenden Partner sich vorab auf die ‚Ehe für alle‘ festgelegt haben.“ Das erläuterte der Fuldaer Bischof Heinz Josef Algermissen auf Anfrage von KATH.NET.

Werbung
ninive 4


Algermissen betonte kath.net gegenüber weiter, dass „bereits der Schöpfungsbericht des Alten Testaments“ „die geschlechtliche Differenz als die von Gott gewollte soziale Urzelle der Weitergabe des Lebens (Genesis 1,27 f)“ reflektiere. „Da die gleichgeschlechtliche Lebenspartnerschaft aus sich heraus keine Kinder hervorbringen kann, wird durch die Öffnung der Ehe für alle eine Spaltung des Verständnisses von Ehe herbeigeführt, die zu einer allgemeinen und nicht zuletzt rechtlichen Verwirrung beiträgt. Ich lege Wert darauf zu betonen, dass diese Position keinesfalls homophob motiviert ist und dass eine Differenzierung zwischen Ehe und einem Rechtsinstitut für gleichgeschlechtliche Paare, das sich von der Ehe aber unterscheidet, keine Diskriminierung bedeutet.“

Weiterführende Links:

- Weihbischöfe Schwaderlapp, Puff, Zekorn sowie Bischöfe Bode und Neymeyr kritisieren 'Ehe für alle'

- Bischof Voderholzer: Die Ehe zwischen Mann und Frau weiterhin gesetzlich schützen

- Deutsche Bischofskonferenz: 'Staat muss Ehe zwischen Mann und Frau weiterhin schützen'

- Berlins Erzbischof Koch erneuert DBK-Nein zur 'Ehe für alle'

- Deutsche Bischofskonferenz gegen 'Ehe für alle'

- Papst Franziskus: 'Die Gemeinheit, die man mit Indoktrinierung der Gendertheorie begeht' – Ehe ist „ein Abbild Gottes, Mann und Frau in einem Fleisch“.


Foto Bischof Algermissen




Foto Bischof Algermissen (c) Bistum Fulda







kath.net ist Teilnehmer des Partnerprogramms von Amazon EU, das zur Bereitstellung eines Mediums für Webseiten konzipiert wurde, mittels dessen durch die Platzierung von Werbeanzeigen und Links zu Amazon.de Werbekostenerstattung verdient werden kann.

Lesermeinungen zu diesem Artikel anzeigen und Kommentar schreiben

Sie können nur die Lesermeinungen der letzten sieben Tage einsehen.

 
App play store iTunes app store Jetzt kostenlos herunterladen! mehr Infos Instagram

meist kommentierte Artikel

Papst Franziskus lehnt pastorale Handreichung der DBK ab! (101)

Der Skandal von Altomünster (97)

„Tagespost“: 2018 könnte für den Papst das „verflixte Jahr“ werden (86)

Kardinal Marx fordert „Denken im Horizont der Gegenwart“ (51)

Keine einsame Romreise für Kardinal Marx - Woelki und Genn kommen mit (45)

Liturgischer Missbrauch bei der Eucharistie (37)

Bischof Ackermann greift die sieben Bischöfe an (29)

Kloster Altomünster: „Es ist nicht wahr...“ (26)

Evangelisierung – von Situationen ausgehen, nicht von ‚Theorien’ (26)

Papst löst Priesterbruderschaft der heiligen Apostel auf (25)

Religionsunterricht vernebelt den Glauben (23)

Der finale Kampf um das Leben des kleinen Alfie (15)

Kardinal Schönborn möchte Muslimen keine Kirche überlassen (14)

Kriegsspiele mit "Kindersoldaten" in Wiener Moschee (13)

Kontroverse um christlichen Rugby-Star: Hassrede gegen Schwule? (13)