18 Mai 2017, 13:00
Die Liebe Jesu ist ohne Maß. Ihr muss gehorcht werden
 
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Franziskus in Santa Marta: unsere Sendung als Christen besteht darin, den Menschen Freude zu schenken. Der Kern der Gebote Jesu ist einer: die Liebe des Vaters zu ihm und die Liebe von ihm zu uns. Von Armin Schwibach

Rom (kath.net/as) „Wie mich der Vater geliebt hat, so habe auch ich euch geliebt. Bleibt in meiner Liebe!“: im Mittelpunkt der Betrachtungen von Papst Franziskus bei der heiligen Messe am Donnerstag der fünften Woche im Osterkreis in der Kapelle des vatikanischen Gästehauses „Domus Sanctae Marthae“ standen das Tagesevangelium (Joh 15,9-11) und die „unendliche Liebe“ Jesu. Der Herr bitte darum, in seiner Liebe zu bleiben, „da sie die Liebe des Vaters ist“. Er fordere dazu auf, seine Gebote zu halten: „Wenn ihr meine Gebote haltet, werdet ihr in meiner Liebe bleiben, so wie ich die Gebote meines Vaters gehalten habe und in seiner Liebe bleibe“. Gewiss seien die Zehn Gebote die Grundlage, das Fundament, doch es sei notwendig, „alles zu befolgen, was Jesus uns gelehrt hat, diese Gebote des alltäglichen Lebens“, die die christliche Lebensart ausmachten.

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Die Liste der Gebote Jesu sei sehr umfangreich, so der Papst, „doch der Kern ist einer: die Liebe des Vaters zu Jesus und die Liebe Jesu zu uns“:

„Da gibt es andere Arten von Liebe. Auch die Welt unterbreitet uns andere Arten von Liebe: zum Beispiel die Liebe zum Geld, die Liebe zur Eitelkeit, sich aufplustern, die Liebe zum Stolz, die Liebe zur Macht, wobei man dann viele ungerechte Dinge tut, um Macht zu haben... Das sind andere Arten der Liebe, sie stammen nicht von Jesus und nicht vom Vater. Er fordert von uns, in seiner Liebe zu bleiben, die die Liebe des Vaters ist. Denken wir auch an diese anderen Arten der Liebe, die uns von der Liebe Jesu entfernen. Und auch daran, dass es andere Maße des Liebens gibt: zur Hälfte lieben, da ist nicht Liebe. Das eine ist es, gern zu haben, etwas anderes ist es, zu lieben“.

„Liebe“, unterstrich Franziskus, „heißt mehr als gern haben“. Welches also, so die Frage, „ist das Maß der Liebe? – Das Maß der Liebe besteht darin, maßlos zu lieben“:

„Und auf diese Weise, indem wir die Gebote halten, die Jesus uns gegeben hat, werden wir in der Liebe Jesu bleiben, die die Liebe des Vaters ist, sie ist ein und dieselbe. Ohne Maß. Ohne diese laue oder interessenorientierte Liebe. ‚Aber warum, Herr, rufst du uns diese Dinge in Erinnerung?’, könnten wir zu ihm sagen. ‚Damit meine Freude in euch und damit eure Freude erfüllt sei’. Wenn die Liebe des Vaters von Jesus kommt, lehrt Jesus uns den Weg der Liebe: offenen Herzens, ohne Maß lieben und die anderen Arten von Liebe beiseite lassen“.

Sendung und Auftrag des Christen lauteten, Gott gegenüber gehorsam zu sein und den Menschen Freude zu schenken: „Die große Liebe zu ihm besteht darin, in dieser Liebe zu bleiben, und da liegt die Freude“. Die Liebe und die Freude seien ein Geschenk, um das wir den Herrn bitten müssten:

„Vor kurzem wurde ein Priester zum Bischof ernannt. Er ist zu seinem Vater gegangen, zu seinem alten Vater, um ihm die Nachricht zu überbringen. Dieser alte Mann, der schon in Pension war, ein demütiger Mann, ein Mann, der sein ganzes Leben lang gearbeitet hat, hatte nicht an der Universität studiert, doch er besaß Weisheit des Lebens. Er riet seinem Sohn nur zwei Dinge: ‚Gehorche und schenke den Menschen Freude’. Dieser Mann hatte das verstanden: gehorche der Liebe des Vaters, ohne andere Arten der Liebe, gehorche diesem Geschenk und schenke dann den Leuten Freude. Und wir Christen – Laien, Priester, Personen des geweihten Lebens, Bischöfe – wir müssen den Leuten Freude schenken. Aber warum? Aus diesem Grund, aufgrund der Liebe, ohne das geringste Interesse, allein aufgrund des Wegs der Liebe. Unsere Sendung als Christen besteht darin, den Leuten Freude zu schenken“.

Abschließend betete der Papst: „Der Herr erhalte, wie wir im Tagesgebet gebetet habe, dieses Geschenk, in der Liebe Jesu zu bleiben, um den Menschen Freude geben zu können“.

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