21 April 2017, 11:30
Papst spricht im Oktober Opfer protestantischer Verfolgung heilig
 
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Ob ein Zusammenhang zwischen der Heiligsprechung und dem ökumenischen Reformationsgedenken steht, das in diesem Jahr begangen wird, blieb offen.

Vatikanstadt (kath.net/KAP) Papst Franziskus spricht dreißig Katholiken heilig, die im 17. Jahrhundert von Protestanten ermordet wurden. Das gab er bei dem am Donnerstag im Vatikan abgehaltenen Konsistorium der Kardinäle bekannt. Am 15. Oktober kanonisiert das Kirchenoberhaupt demnach in Rom eine Gruppe von 30 Märtyrern um den Jesuiten Andre de Soveral (1572-1645), die 1645 in Brasilien während eines Gottesdienstes von calvinistischen Söldnern der niederländischen Kolonialherren getötet wurden. Heiliggesprochen werden neben dem Brasilianer de Soveral auch der in Portugal geborene Priester Ambrosio Francisco Ferro sowie 28 Laien.

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Am 16. Juli 1645 überfielen und ermordeten Söldner unter Leitung des Deutschen Jakob Rabe 69 Katholiken, die in einer Kapelle im nordbrasilianischen Sao Goncalo do Amarante Gottesdienst feierten. Ob ein Zusammenhang zwischen der Heiligsprechung und dem ökumenischen Reformationsgedenken steht, das in diesem Jahr begangen wird, blieb offen. Papst Johannes Paul II. (1978-2005) erkannte die Opfer als Märtyrer an und sprach 30 von ihnen im Jahr 2000 selig.

Am 15. Oktober spricht der Papst außerdem die mexikanischen Jugendlichen Cristobal, Antonio und Juan, den spanischen Priester Faustino Miguez Gonzalez (1831-1925) sowie den Minoritenbruder Lucantonio Falcone (1669-1739) heilig.

Cristobal starb 1527 den Märtyrertod, weil er an seinem katholischen Glauben festhielt; Antonio und Juan 1529. Johannes Paul II. sprach sie 1990 im Heiligtum von Guadalupe selig. Alle drei hatten sich geweigert, einem Aztekengott Opfer zu bringen und in Polygamie zu leben.

Der Geistliche Miguez Gonzalez war Gründer des Ordens der Kalasantinerinnen. Der Naturwissenschaftler gründete 1885 ein Institut zur Unterrichtung von Frauen. 1992 wurde er seliggesprochen.

Der Minoritenbruder Falcone stammte aus Kalabrien und empfing 1700 die Priesterweihe. Vor allem im Süden Italiens war er als Missionar tätig. Er wurde 1825 seliggesprochen.

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