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Vorwürfe gegen Piusbruderschaft: Vertuschung von Missbrauch

7. April 2017 in Chronik, 14 Lesermeinungen
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Drei Priester und ein ehemaliger Seminarist sollen über Jahre hinweg Jugendliche sexuell missbraucht haben. Zwei der drei Priester haben die Piusbruderschaft mittlerweile verlassen.


Rom/Stockholm (kath.net/CWN/jg)
Das schwedische Fernsehen erhebt schwere Vorwürfe gegenüber der traditionalistischen Priesterbruderschaft St. Pius X. (FSSPX). Die Gemeinschaft habe Fälle sexuellen Missbrauchs von vier Klerikern vertuscht, behauptet eine Dokumentation der Sendung „Uppdrag Granskning“.

Die drei Priester und ein früherer Seminarist sollen mindestens zwölf Jugendliche in verschiedenen Ländern sexuell missbraucht haben. Die Fälle reichen bis in die achtziger Jahre des letzten Jahrhunderts zurück. Die Piusbruderschaft habe Beweise gegen die vier für sich behalten und den Priestern gestattet, weiterhin in der Seelsorge tätig zu sein, berichtet der Sender.


Die Glaubenskongregation soll über die Vorfälle informiert worden sein. Der Einfluss des Vatikans auf die Piusbruderschaft sei allerdings gering, da diese bis jetzt die Autorität des Papstes nicht anerkenne, berichtet das katholische Internetportal Crux.

Die Dokumentation wurde ausgestrahlt kurz nachdem der Vatikan bekannt gegeben hatte, Priestern der Piusbruderschaft die Erlaubnis zur Feier der Eheschließung zu erteilen. Es war ebenfalls „Uppdrag Granskning“, die im Jahr 2009 das Interview mit Bischof Richard Williamson gesendet hatte, in dem dieser Zweifel an der Realität des Holocaust geäußert hat. Kurz zuvor hatte Papst Benedikt XVI. die Exkommunikation der Bischöfe der Piusbruderschaft aufgehoben.

Der ehemalige Seminarist verbüßt derzeit in den USA eine lebenslange Haftstrafe wegen sexuellen Missbrauchs. Zwei der drei Priester haben die Piusbruderschaft mittlerweile verlassen und sind der Gemeinschaft beigetreten, die von Bischof Richard Williamson geleitet wird.


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