Login




oder neu registrieren?



Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:









Top-15

meist-diskutiert

  1. Papst Franziskus für Zivilunion für gleichgeschlechtliche Paare
  2. Ein künstlich zusammengeschnittenes Interview und Schweigen im Vatikan
  3. „Wortlaut der Interviewäußerung ist mir nicht bekannt, aber die Wirkung ist fatal“
  4. Umstrittene Papstaussagen - Gebetsaktion am Petersplatz
  5. EKD-Vorsitzender Bedford-Strohm träumt von „gemeinsamer Feier des Abendmahls“
  6. Kardinal Burke: Franziskus’ Aussagen im Dokumentarfilm ‚Francesco’ nicht lehramtlich
  7. US-Bischof: Die Kirche kann ‚objektiv unmoralische Beziehungen’ nicht akzeptieren
  8. "Die Katholiken sind nicht heimatlos geworden!"
  9. Bischof Eleganti: "Päpstliche Interviews sind inflationär geworden"
  10. Die beiden wichtigsten Gebote
  11. Zusätzliche Verwirrung in einer ohnehin bereits vergifteten Zeit
  12. Covid-19-Pandemie hat ‚neue Ekklesiologie, neue Theologie’ gebracht
  13. „Welt“: „Konservative fühlen sich von diesem Papst nicht mehr repräsentiert“
  14. Schweden: Schüler muss Kreuz für Klassenfoto abnehmen
  15. „Sind es nicht wir Katholiken, die sich für den bedingungslosen Schutz des Lebens einsetzen?“

Vorwürfe gegen Piusbruderschaft: Vertuschung von Missbrauch

7. April 2017 in Chronik, 13 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Drei Priester und ein ehemaliger Seminarist sollen über Jahre hinweg Jugendliche sexuell missbraucht haben. Zwei der drei Priester haben die Piusbruderschaft mittlerweile verlassen.


Rom/Stockholm (kath.net/CWN/jg)
Das schwedische Fernsehen erhebt schwere Vorwürfe gegenüber der traditionalistischen Priesterbruderschaft St. Pius X. (FSSPX). Die Gemeinschaft habe Fälle sexuellen Missbrauchs von vier Klerikern vertuscht, behauptet eine Dokumentation der Sendung „Uppdrag Granskning“.

Die drei Priester und ein früherer Seminarist sollen mindestens zwölf Jugendliche in verschiedenen Ländern sexuell missbraucht haben. Die Fälle reichen bis in die achtziger Jahre des letzten Jahrhunderts zurück. Die Piusbruderschaft habe Beweise gegen die vier für sich behalten und den Priestern gestattet, weiterhin in der Seelsorge tätig zu sein, berichtet der Sender.


Die Glaubenskongregation soll über die Vorfälle informiert worden sein. Der Einfluss des Vatikans auf die Piusbruderschaft sei allerdings gering, da diese bis jetzt die Autorität des Papstes nicht anerkenne, berichtet das katholische Internetportal Crux.

Die Dokumentation wurde ausgestrahlt kurz nachdem der Vatikan bekannt gegeben hatte, Priestern der Piusbruderschaft die Erlaubnis zur Feier der Eheschließung zu erteilen. Es war ebenfalls „Uppdrag Granskning“, die im Jahr 2009 das Interview mit Bischof Richard Williamson gesendet hatte, in dem dieser Zweifel an der Realität des Holocaust geäußert hat. Kurz zuvor hatte Papst Benedikt XVI. die Exkommunikation der Bischöfe der Piusbruderschaft aufgehoben.

Der ehemalige Seminarist verbüßt derzeit in den USA eine lebenslange Haftstrafe wegen sexuellen Missbrauchs. Zwei der drei Priester haben die Piusbruderschaft mittlerweile verlassen und sind der Gemeinschaft beigetreten, die von Bischof Richard Williamson geleitet wird.


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

 landpfarrer 7. April 2017 
 

Voruntersuchungen gemäss Kirchenrecht beauftragt wurde


2

0
 
 Herbstlicht 7. April 2017 
 

Gerade weil ich gelegentlich die Hl. Messe bei der Piusbruderschaft besuche, wünsche ich mir, dass den Vorwürfen nachgegangen wird.
Die Piusbrüder legen einen hohen Maßstab an moralischem Verhalten an und müsssen sich deshalb gefallen lassen, dass sie an diesem auch selbst gemessen werden.
Ein nachgewiesenes Fehlverhalten der drei Priester und des Seminaristen sowie das Vertuschen dieser Vorgänge wäre deshalb sehr bestürzend und auch enttäuschend.
Trotzdem frage ich mich, wie lange dem schwedischen TV diese Anschuldigungen bereits bekannt waren.
Wurden auch hier Informationen zurückgehalten, um sie ganz gezielt in der Hoffnung auf die beabsichtigte Wirkung jetzt zu verbreiten?
Das wäre nicht der notwendigen Information geschuldet, sondern schäbig, eigensüchtig und kein Ruhmesblatt für einen Journalismus, der ernstgenommen werden will.


9

0
 
 SCHLEGL 7. April 2017 
 

@Ehrmann

Da muss ich Ihnen leider widersprechen! Richard Williamson wurde im Jahre 1970 katholisch und trat 1972 in das Seminar von Econe ein, also zu einer Zeit, als dieses Seminar noch einen kanonischen Status hatte.Daher war Richard Williamson in Communio mit der römisch-katholischen Kirche.Erst durch die unerlaubten schismatischen Bischofsweihen 1988 durch Lefebvre , trat das Schisma ein, seitdem ist diese Gruppe (trotz Aufhebung der Exkommunikation) irregulär und bis in jüngste Zeit von allen priesterlichen Funktionen suspendiert.Man kann den Geisteszustand Williamsons bezweifeln, der in einer Predigt zur Firmung erklärte, Mädchen taugen nicht zum Studium, sie sollen heiraten und Kinder kriegen.Den Eltern empfahl er Radiogeräte,Fernseher und Computer hinauszuwerfen, damit die Kinder "katholisch" bleiben.Jetzt geifert gegen Fellay,der ihn ausgeschlossen hat. Auch die Leugnung des Holocaust untermauert den Geisteszustand dieser Person.Ähnlichkeiten mit Palmarianern in Palmas des Troyes!


9

0
 
 Ehrmann 7. April 2017 

@chorbisch: kennen Sie die Taktik nicht?

Die Ansicht W.'s war bekannt - leider nicht in Rom. Die Taktik des Befragers eine perfide - aber auch bekannte, der selbst hartgesottene Politiker auf den Leim gehen: zuerst eine lockere, gemütliche Atmosphäre mit diversen Fragen aus dem Leben, seiner Karriere, alles ganz unverfänglich, ziemlich lange, vertrauensbildend. Dann so nebenbei die Frage nach der Einstellung zu den Gaskammern -in Form einer Suggestivfrage:Sie haben doch auch gesagt, daß die Gaskammern nicht erxistierten oder ungeeignet waren? Erst nach anfänglichem Sträuben und eben mit der Bitte, nicht zu veröffentlichen, bekannte sich W. zu seiner Überzeugung. Wem an der Veröffentlichung lag und daß es nicht W. war, kam eindeutig heraus-
Ob u.daß die Priesterbruderschaft von W.'s Einstellung wußte und ihn trotzdem zumindest noch eine Zeit lang behielt, wurde nicht diskutiert. Das Interview wurde viel früher erhoben, die Ausstrahlung gezielt, als sie P.Benedikt schaden mußte.Das war nicht reine Informationspflicht!


8

0
 
 Zeitzeuge 7. April 2017 
 

Jeder Mißbrauch, egal wo

ist eine himmelschreiende Todsünde, niemand wird das ernsthaft bestreiten,
für Vertuschungen, egal von wem, gibt es keine Entschuldigung.
Ich erinnere aber auch an den kath-net-
Artikel vom 04.03.2017 "Umstrittene Barmherzigkeit für pädophile Priester", wo u.a. berichtet wird, daß Papst Franziskus gegenüber protegierten Tätern mildere Strafen als die Laiisierung verhangen hat, was ich nicht nachvollziehen kann!
Die Piusbruderschaft, wie ich an anderer Stelle in diesem Forum bereits gesagt habe bin ich kein vorbehaltloser Anhänger derselben, wurde in einem Schreiben vom 03.05.1994 vom damaligen Präsidenten des Rates für die Einheit der Christen, Kardinal Cassidy als "eine interne Angelegenheit der kath. Kirche" und als "nicht eine andere Kirche" bezeichnet!
Außerhalb der Kirche stehen diejenigen, die definierte Dogmen leugnen oder sinnentstellend verzerren!


5

0
 
 chorbisch 7. April 2017 
 

@ ehrmann; ad Orientem

@ ehrmann: Wenn Williamson um die Strafbarkeit seines Geredes wusste, warum hat er dann nicht den Mund gehalten?

Wer ein Interview gibt, will doch normalerweise, daß seine Aussagen veröffentlicht werden.

Viel wichtiger als das Verhalten der Medien war doch hier, daß ein höherer Geistlicher der Pius-Bruderschaft solche unglaublichen Ansichten über den Holocaust hatte. Dies öffentlich zu machen, gehörte zu den Kernaufgaben eines Journalisten. Der Mann war ja nicht irgendein kleines Licht in der Bruderschaft, sondern ein Bischof, von denen die Bruderschaft ja nicht so viele hat.

@ ad Orientem: Ja, es sind auch nur Menschen. Aber Menschen mit sehr strengen Maßstäben, gerade bei der Sexualmoral. Daß sich die Medien dann darauf "stürzen", wenn es zu schwerwiegendem Fehlverhalten kommt, ist nur normal.
Und wenn die Vorwürfe stimmen, gehört auch die Bruderschaft zu den Vertuschern, denen das Prestige des eigen "Ladens" wichtiger war, als die Opfer.
Genau wie Grüne und Odenwaldschule!


12

0
 
 Ehrmann 7. April 2017 

Ich erinnere mich noch gut an die Bitte Williamsons, nicht zu veröffentlichen!

Ich erinnere mich noch sehr gut an das Interview mit Williamson und seine Gaskammeräußerung, die ihm gegen seinen eindeutigen Widerstand("haben Sie denn nicht...??"!abgerungen wurde, und seine dringliche Bitte, diese Äußerung wegen der Strafandrohunmg (das Interview fand in Deutschland statt) nicht zu veröffentlichen. Sowohl Interview als auch Bekanntgabe waren eindeutig gezielt und bestellt (von wem?). Williamson war übrigens nie Mitglied (in Communio mit) der Röm.Kath. Kirche, sondern ist von den Anglikanern direkt zur Piusbruderschaft übergewechselt. - War so eine Aufhebung der Exkommunikation für ihn überhaupt möglich? Die Kirchenrechtler haben das Wort.


4

0
 
 sttn 7. April 2017 
 

@ad Orientem

Welche Intention dieser Sender hat ist anbetracht der Opfer egal.


10

0
 
 ad Orientem 7. April 2017 
 

Die Piusbrüder sind kein Verein von Heiligen,

auch hier gibt es wie überall schwarze Schafe, nichts anderes erwarte ich. Aber dies festzustellen, ist wohl kaum Intention dieses Senders ...


8

0
 
 antony 7. April 2017 

@ edih: Zumindest bei Williamson waren die Vorwürfe begründet.

Klar ist der Zeitpunkt mit Bedacht gewählt. Aber man kann wohl kaum einem Sender vorwerfen, dass er Missbrauchsfälle aufdeckt. Vorwürfe muss man den Pius-Priestern machen, wenn sie es denn getan haben, und der FSSPX, wenn sie es denn vertuscht hat.


11

0
 
 Mysterium Ineffabile 7. April 2017 

Das ist alles reiner Zufall

Jetzt soll doch noch einmal einer sagen, dass Medien nicht objektiv sind. Aus reinem Zufall, um der Sache willen, berichtet dieser Fernsehsender, der ja bekannt ist, und das natürlich auch noch vor dem Beginn der Karwoche. Zufall halt, die Objektivität der Medienberichterstattung geht über alles. #ironieoff


12

0
 
 Gandalf 7. April 2017 

So etwas ist natürlich kein Zufall...

..unabhängig davon muss aufgeklärt werden, was hier stimmt und was nicht.


21

0
 
 edih 7. April 2017 
 

Hat man jetzt endlich

die Nachricht die viele lesen wollen. Aufgedeckt vom schwedischen Fernsehen, na "wunderbar". Die Causa Williamson, kurz nach der Aufhebung der Exkommunikation der 4 Weihbischöfe lässt Grüßen. Daran war dieser Sender ja auch beteiligt. Jetzt steht eine Einigung der St. Piusbruderschaft mit dem Vatican an
und dann kommt pünktlich dazu diese Nachricht. Und natürlich alles rein zufällig. Diese Art von Medien sind mir ein Greul.


15

0
 

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Piusbruderschaft

  1. Bischof Huonder zieht sich in Haus der Piusbruderschaft zurück
  2. Holocaust-Leugner Williamson scheitert in Straßburg
  3. Bischof von Chur wird Piusbruderschaft 'mitbetreuen'
  4. Papst löst Kommission 'Ecclesia Dei' auf und regelt Dialog neu
  5. Steht Auflösung der Kommission „Ecclesia Dei“ bevor?
  6. Piusbruderschaft-Oberer: "Dieser Papst erschüttert uns zutiefst"
  7. Neuer Piusbrüder-Generalobererer zu erstem Gespräch im Vatikan
  8. Vor 30 Jahren brach Erzbischof Lefebvre mit Rom
  9. DBK möchte für Trauung keine Priester der Piusbruderschaft







Top-15

meist-gelesen

  1. Papst Franziskus für Zivilunion für gleichgeschlechtliche Paare
  2. „Wortlaut der Interviewäußerung ist mir nicht bekannt, aber die Wirkung ist fatal“
  3. Ein künstlich zusammengeschnittenes Interview und Schweigen im Vatikan
  4. Umstrittene Papstaussagen - Gebetsaktion am Petersplatz
  5. Schweden: Schüler muss Kreuz für Klassenfoto abnehmen
  6. Zusätzliche Verwirrung in einer ohnehin bereits vergifteten Zeit
  7. „Welt“: „Konservative fühlen sich von diesem Papst nicht mehr repräsentiert“
  8. Kardinal Burke: Franziskus’ Aussagen im Dokumentarfilm ‚Francesco’ nicht lehramtlich
  9. Die Ehe ist heilig, während homosexuelle Beziehungen gegen das natürliche Sittengesetz verstoßen
  10. Die Hybris des Jesuitenpaters James Martin
  11. "Kirche, du sollst nicht lügen!"
  12. EKD-Vorsitzender Bedford-Strohm träumt von „gemeinsamer Feier des Abendmahls“
  13. "Die Katholiken sind nicht heimatlos geworden!"
  14. Die beiden wichtigsten Gebote
  15. Papst sprach mit seinem Botschafter in Deutschland

© 2020 kath.net | Impressum | Datenschutz