01 März 2017, 10:00
kath.net-Leser zur Fastenzeit: 'Ich verzichte auf…'
 
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Praktische Fastenerfahrungen von kath.net-Lesern - „Wenn man es nicht mit Jesus und aus Liebe zu ihm tut, wird man hochmütig und dann ist der Wurm drin.“ Gesammelt von Petra Lorleberg

Stuttgart (kath.net/pl) kath.net-Leser und –Leserinnen haben uns geschrieben, was sie sich für die Fastenzeit vorgenommen haben. Wir veröffentlichen eine Auswahl der Antworten:

kath.net-Leserin: Moin, moin, ich persönlich verzichte auf mein geliebtes morgendliches Schokomüsli, denn ein Fleischfasten wäre für einen Vegetarier nicht sinnvoll. Meine Kinder sind noch nicht in dem Alter, wo sie zu den Fastengeboten verpflichtet wären, aber wir versuchen es immer mit "40 Tage ohne Dissen" - sich gezielt zu bemühen, höflicher und respektvoller miteinander umzugehen halte ich im Sinne des Gebotes der Nächstenliebe für eine gute Aufgabe für die Fastenzeit. Mir ist wichtig, die Kinder zu überzeugen, anstatt sie zu zwingen oder ihnen etwas zu verbieten und das mit religiösen Geboten zu begründen. Wenn am Ende dann die eine oder andere Erkenntnis steht, die zum Bußsakrament führt, umso besser. Ich bin zuversichtlich. Aschermittwoch essen wir meist Buchweizengrütze, ein in meiner norddeutschen Heimat recht populäres, einfaches Sättigungsgericht.

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kath.net-Leser Christophorus:
Ich möchte bei Wasser und Brot fasten und zwar im Anliegen wie es das Augsburger Gebetshaus veröffentlicht hat. Am Sonntag faste ich nicht sondern esse normal. Das Wichtigste aber: Die allgemeine Anstrengung, das Gute zu tun wo sich dafür Gelegenheit bietet, zu intensivieren. Auf Groll verzichten. Demütigungen, wie sie gerade in der Fastenzeit eigenartigerweise gehäuft vorkommen, ertragen aus Liebe zu Jesus und mit ihm zusammen. Wenn man es nicht mit Jesus und aus Liebe zu ihm tut wird man hochmütig und dann ist der Wurm drin.

Maria sagt 1917 in Fatima zu den Kindern: Sagt oft, besonders aber wenn ihr ein Opfer bringt: O Jesus es ist aus Liebe zu Dir für die Bekehrung der Sünder und als Sühne für die vielen Sünden die dem unbefleckten Herzen Mariens zugefügt werden.

kath.net-Leserin: Habe mir vorgenommen, beim Essen nicht nochmal nachzufassen und weniger zu kochen, das Ersparte zu spenden und andere ermuntern, die bei uns angebotenen Kreuzwegandachten zu besuchen. Dazu erbitte ich die Hilfe Gottes

kath.net-Leserin:
1. Tägliche Schriftlesung
2. Interneteinschränkung (=nur sonntags ggf. surfen)
3. Täglich 1 Sättigungsmahlzeit + kleine Stärkung
4. Möglichst täglich 1 ganzer Rosenkranz

Stefan Fleischer:
"Der Weg zur Hölle ist mit guten Vorsätzen gepflastert!" Es muss ja nicht immer der Weg zur Hölle sein. Aber dass ich immer wieder all meine guten Vorsätze, zuerst hin und wieder und dann ganz, vergesse, das kann ich nicht allein meinem Alter zuschreiben. Deshalb habe ich mir für die kommende Fastenzeit ein Buchzeichen in mein Stundenbuch angefertigt.

Dr. Michael Schneider-Flagmeyer:
Lebensmittelfasten nichts für Alte und Kranke. Ich werde mich bemühen, auf alle mir so lieben Naschereien (im Saarland sagt man "Schnäkes") zu verzichten. Mehr spazieren zu gehen, das Neue Testament in der Fastenzeit wieder zu lesen mehr zu beten und möglichst nicht gehässig von meinen Mitmenschen zu denken und schon gar nicht zu reden.

kath.net-Leserin Dottrina:
Ich mache es wie jedes Jahr: Verzicht auf Süßes (vor allem die geliebten Gummibärchen!), keinen Kuchen, keine Schokolade, keinen Kakao. Mahlzeiten gibt es sowieso nur 2 (Frühstück und Mittagessen). Beim Feierabendbierchen kann ich mich leider nicht zum Verzicht durchringen (man denke an das Starkbier der Mönche!). Und natürlich bis spätestens der Karwoche zum Beichten.

kath.net-Leserin Faustyna-Maria:
was ich (33) bisher gut durchgehalten habe:
- keine Süßigkeiten, kein Junkfood, nichts, was man sich zwischendurch zum eigenen Genuss in den Mund schiebt, kurzum: nicht schlemmen
- kein Alkohol
- Mo-Sa kein Fleisch
- kleinere Mahlzeiten

wozu ich mich bisher nie durchringen konnte:
- weniger Filme :-(
- weniger Internet :-(

Fastenzeit aus meiner Sicht sollte ein Still-werden auf allen Ebenen sein, ein Wogen-glätten, Tempo rausnehmen, sich auf die grundsätzlichen Dinge im Leben besinnen, damit die leisen und zarten Facetten wahrnehmbar werden.

kath.net-Leserin anjali:
Hier ist es jetzt Carne-vale, das heißt doch Lebewohl am Fleisch. Das mache ich schon immer. Ich finde, das Fasten soll einen Sinn haben, also gut für Andere sein. Mir nur etwas zu entsagen ohne Ziel, womit ich weiter niemanden erfreue, das finde ich sinnlos.

kath.net-Leser Dixit Dominus:
Während der Fastenzeit soll man sich ja in drei Bereichen üben:
(1) Fasten: Verzicht auf Liebgewonnenes als Buße
(2) Gebet, Schriftlesung: Verbesserung der Beziehung zu Gott
(3) Nächstenliebe: Streitigkeiten beenden, Kranke besuchen, Geld spenden

Sich für jeden Bereich eine Sache vornehmen, da hat man genug zu tun. Und es ist realisierbar.

kath.net-Leserin Eremitin:
Vor allem mehr Zeit für Geistliches einräumen bzw. dies konsequenter und aufmerksamer leben. Ich esse weniger Fleisch und weniger Süßes.

Wir danken unseren Lesern für ihre Antworten!

Martin Lohmann: Karneval, Fastenzeit, Karwoche, Ostern – In der Fastenzeit dürfen wir der Seele neu Raum geben: Ich bin geliebt, von Gott berufen!




Fastenzeit, Aschermittwoch: ´Kehr um und glaub an das Evangelium!´









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