Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Fünf weibliche Opfer von Pater Marko Ivan Rupnik schreiben offenen Brief an Papst Leo XIV.
  2. „Der Wahlausgang in Berlin im September 2026 gibt vielen Bevölkerungsgruppen Anlass zur Sorge“
  3. Niederländischer Weihbischof Mutsaerts: „Kirche in der Krise – und wie wir sie nicht retten sollten“
  4. "Marsch für das Leben"-Grußwort des DBK-Vorsitzenden Wilmer verfehlt das Thema
  5. Irreversibel – die Diktatur des Geschehenen. Wenn die Geschichte zum ‚Lehramt‘ wird
  6. Papst Leo singt mit 80.000 Jugendlichen das „Salve Regina“ auf Latein
  7. BDKJ und eine doch getaufte Kandidatin im Bundesvorstand
  8. Salzburg: 1.000 Gläubige bei Adoratio-Kongress zu "Himmlischer Friede"
  9. Bei öffentlichen Anlässen: Kanadas Militärkapläne dürfen nicht über Gott sprechen
  10. US-Bischof Robert Barron: „Der Kommunismus erlebt in unserem Land gerade ein Comeback“
  11. Der Katholik Macron wird bei keiner der drei Papstmessen in Frankreich mitfeiern
  12. Bemerkenswerte Geste: Wenn Papst Leo nach Frankreich kommt, werden alle Kirchenglocken läuten
  13. Mutmaßlicher IS-Anhänger soll Anschlag auf eine Kirche in Bremen geplant haben - Festnahme
  14. Der evangelischen Theologischen Hochschule Basel soll die Akkreditierung entzogen werden
  15. Fast der gleiche Glaube?

Schönborn: Glücklich wird, wer sich selbst hingibt

29. August 2003 in Österreich, keine Lesermeinung
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Glück sei aber auch zutiefst mit Vergebung verbunden, meinte der Wiener Erzbischof beim "Meeting für die Freundschaft der Völker" in Rimini.


Rimini (www.kath.net / PEW) Papst Johannes Paul II. war gegen den Irak-Krieg, weiler überzeugt ist, dass eine "Politik des Friedens" nur auf einer "stabilenOrdnung des Rechts" aufgebaut werden kann. Dies betonte Kardinal ChristophSchönborn am Mittwochabend beim "Meeting für die Freundschaft der Völker"in Rimini. Das "Meeting" wird alljährlich in der zweiten Augusthälfte vonder kirchlichen Erneuerungsbewegung "Comunione e Liberazione" (CL) in derAdriastadt veranstaltet; es steht heuer unter dem Generalthema "Glück".

Wie Kardinal Schönborn betonte, war das Nein des Papstes zum Irak-Kriegnicht Ausdruck eines "naiven Pazifismus", sondern der Sorge um dieBewahrung des Völkerrechts. Letzten Endes sei dieses Nein durch dieÜberzeugung begründet, dass Krieg immer eine "Niederlage der Menschheit"ist. Im konkreten Fall sei das "Nein" des Papstes auch ein wichtigerHinweis darauf gewesen, dass es sich nicht um einen "Religionskrieg"zwischen Christentum und Islam handle.

"Verteidiger der Menschen"

Johannes Paul II. sei seit 25 Jahren nicht nur ein Verteidiger der Rechteder Kirche, sondern ein "Verteidiger der Menschen", unterstrich KardinalSchönborn. Er trete für die Menschenrechte, für die Familie, für dieUngeborenen, für die soziale Gerechtigkeit, für den Frieden ein, damit"Einzelne und Gemeinschaften ein glückliches Leben führen können". Diechristliche Soziallehre betrachte das "Gemeinwohl" als Voraussetzung des"glücklichen" Lebens, erinnerte der Wiener Erzbischof. Daher sei esnotwendig, dass sich die Politik auf das Prinzip des Gemeinwohls besinnt.

Kardinal Schönborn verwies darauf, dass das "kleine Glück" des Alltags unddas "große Glück" der Mystiker einen gemeinsamen Nenner haben: dieSelbsthingabe, wie sie vom Zweiten Vatikanischen Konzil in der Erklärungüber die Kirche in der Welt von heute ("Gaudium et spes") und im"Katechimus der Katholischen Kirche" (KKK) beschrieben wird. Glück sei aberauch zutiefst mit Vergebung verbunden, betonte der Erzbischof von Wien undwies auf die Feststellungen Papst Johannes Pauls II. bei der Weihe desHeiligtums der Göttlichen Barmherzigkeit in Krakau-Lagiewniki im Vorjahrhin. Damals habe der Papst deutlich gemacht, dass in der BarmherzigkeitGottes "die Welt den Frieden und der Mensch das Glück" finden werde.

Die italienische katholische Tageszeitung "Avvenire" berichtete in ihrerDonnerstagausgabe ausführlich über den Vortrag Kardinal Schönborns über das"große" und das "kleine" Glück. In der Reportage wurde dem Kardinal unteranderem bescheinigt, er besitze die bei Klerikern selten zu findende"wertvolle Gabe des Humors" und gewinne durch Einfachheit Sympathie. DerArtikel hob auch hervor, es seien so viele Menschen zu Schönborns Vortraggekommen, dass selbst der größte Saal des neuen Messegeländes von Rimininicht ausreichte und viele nur einen Stehplatz fanden.

Im Gespräch mit Radio Vatikan würdigt der Wiener Erzbischof die Rolle des"Meetings" in Rimini: "Das wächst ja von Jahr zu Jahr, wird größer und istinzwischen ein ganz erstaunliches Phänomen im europäischen Sommer geworden.Für mich ist das Schöne daran, wie aus einer der Bewegungen in der Kircheeine Wirklichkeit gewachsen ist, die weit ausstrahlt in alle Bereiche desgesellschaftlichen Lebens hinein, von Schule und Erziehung über die Kulturund den Sozialbereich bis zum politischen Leben. Hier wird wirklich diegestalterische Kraft des Christentums sichtbar".



Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Schönborn

  1. Kardinal Schönborn: "Wenn sich bei uns so viele Menschen vom Christentum verabschieden..."
  2. Wird Kardinal Schönborn jetzt die linksextreme Plattform Bluesky verlassen?
  3. "Mein größter Wunsch: Das gegenseitige Wohlwollen soll nie verloren gehen"
  4. Der Populismus des Wiener Kardinals
  5. Schönborn: Geist Ratzingers entscheidend für "Weltkatechismus"
  6. Schönborn bei Maria-Namen-Feier: Kraft des Gebets schrumpft nicht
  7. Schönborn übt heftige Kritik am deutschem Synodalen Weg - "Instrumentalisierung des Missbrauchs"
  8. Schönborn: Schon acht Jahre Krieg in der Ukraine
  9. "Wieder eine Kirche Gottes und der Menschen zu werden, und nicht guter Partner des Staates!"
  10. Kirche der Barmherzigkeit? - Kardinal von Wien feuert Polizeiseelsorger nach Demo-Auftritt







Top-15

meist-gelesen

  1. Er ist der dritte amtierende Papst in der Grotte von Massabielle/Lourdes: Leo XIV.
  2. „Die hl. Märtyrer von Międzyrzecz waren Menschen aus Fleisch und Blut, die bereit waren…“
  3. BDKJ und eine doch getaufte Kandidatin im Bundesvorstand
  4. „Der Wahlausgang in Berlin im September 2026 gibt vielen Bevölkerungsgruppen Anlass zur Sorge“
  5. Bemerkenswerte Geste: Wenn Papst Leo nach Frankreich kommt, werden alle Kirchenglocken läuten
  6. Wer ist der Mann auf dem Tuch?
  7. Mutmaßlicher IS-Anhänger soll Anschlag auf eine Kirche in Bremen geplant haben - Festnahme
  8. Programm für Lateinamerika-Reise des Papstes veröffentlicht
  9. "Marsch für das Leben"-Grußwort des DBK-Vorsitzenden Wilmer verfehlt das Thema
  10. Präsident Trump nominiert Tochter von Franklin Graham zur Sonderbotschafterin für Religionsfreiheit
  11. Irreversibel – die Diktatur des Geschehenen. Wenn die Geschichte zum ‚Lehramt‘ wird
  12. Fast der gleiche Glaube?
  13. Gender-Ideologie: Katholische Familie kämpft um ihre Tochter
  14. Slowakei: Papst Leo XIV. grüßt die Teilnehmer des Nationalen Marsches für das Leben in Bratislava
  15. Kardinal Koch zu Israel und Gaza: Ehrlich miteinander sprechen

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz